#190 Langeweile. Unangenehm, aber aufschlussreich. Interview mit der Autorin und Pop-Soziologin Dr. Silke Ohlmeier.

Shownotes

„Wenn man der Langeweile Beachtung schenkt, wird es unglaublich interessant." (Jon Kabat-Zinn)

Langeweile gilt oft als belangloses Gefühl oder als persönliches Versagen. Doch was, wenn sie ein ernstzunehmendes Signal ist? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit der Soziologin und Langeweile-Forscherin **Dr. Silke Ohlmeier **über ein Gefühl, das unangenehm ist und gerade deshalb viel über unser Leben verrät. Silke erklärt, warum Langeweile nicht einfach „nichts zu tun haben“ bedeutet, sondern entsteht, wenn wir tätig sein wollen, es aber nicht können: wenn Sinn, Selbstwirksamkeit und innere Stimmigkeit fehlen.

Im Gespräch geht es um situative und chronische Langeweile, um ihre psychologischen und gesellschaftlichen Ursachen und um die Frage, warum Langeweile ungleich verteilt ist. Die Philosophie liefert dabei Tiefenschärfe: von der existenziellen Leere bei Kierkegaard und Heidegger bis zur stoischen Kunst, Unvermeidliches auszuhalten. Eine Folge über Sinnverlust und Sinnsuche, über Muße und Überforderung und darüber, warum Langeweile kein Makel ist, sondern ein Hinweis darauf, dass etwas Wesentliches fehlt.

Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

Søren Kierkegaard, Immanuel Kant, Blaise Pascal, Friedrich Nietzsche, Johann Wolfgang von Goethe, Karls Jaspers, Martin Heidegger, Albert Camus, John Eastwood, Andreas L. Elpidorou

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