#203 Bhagavadgita. Wie können wir ohne Angst handeln und mit innerer Freiheit gut leben.
Shownotes
„Das Werk zu tun sei dein Beruf, nicht kümmre dich’s, ob es gelang, begehre nie der Taten Frucht.“ (Bhagavadgita)
Diese Pudelkern-Folge widmet sich einem der bedeutendsten Weisheitstexte der indischen Antike, dem zentralen Lehrgedicht des Hinduismus: der Bhagavadgita. Entstanden im alten Indien, erzählt sie kein fernes Märchen, sondern ein zutiefst menschliches Drama: Arjuna steht vor einer Entscheidung, zweifelt, verzweifelt fast und sucht Orientierung. Mitten auf dem Schlachtfeld des Lebens beginnt ein Gespräch mit dem Gott Krishna über Verantwortung, Angst, Sinn und inneren Frieden.
Albert und Jan sprechen darüber, warum die Bhagavadgita bis heute so aktuell ist: Wie kann man handeln, ohne sich vom Erfolg abhängig zu machen? Wie findet man den eigenen Weg, statt ständig andere zu kopieren? Was hilft gegen Überforderung, Druck und Entscheidungsangst? Und warum liegt wahre Freiheit vielleicht nicht darin, alles kontrollieren zu wollen, sondern das Richtige zu tun und dann loszulassen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Buddha, Konfuzius, Seneca, Mark Aurel, Demokrit, Zhuangzi, Sokrates, Goethe, Albert Schweitzer, Paramahansa Yogananda
Weiterführende Links:
- „The Bhagavad Gita and The Stoics: 5 Key Timeless Lessons“. Artikel bei Daily Stoic über die Parallelen zwischen Bhagavad Gita und stoischer Philosophie, etwa Gelassenheit, Pflichtbewusstsein, Selbstführung und die Konzentration auf den eigenen Handlungsbereich.
- „Bhagavadgītā. Das Lied der Gottheit“ Das ist die in der Folge von Albert empfohlene Reclam-Ausgabe zum Originaltext übersetzt von Robert Boxberger mit Erläuterungen zum Text und einem Nachwort zur Wirkungsgeschichte der Gita.
- „Die Philosophie der Bhagavad Gita – Der Geist der wahren Entsagung“ Artikel bei Yoga Vidya über die zentrale Lehre der Bhagavad Gita: inneres Loslassen, Gleichgewicht im Handeln und die Verbindung von Pflicht, Gelassenheit und spiritueller Entwicklung mitten im Leben.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie und der Lebenskunst.
00:00:20: Und hi Albert!
00:00:22: Heute sprechen wir bei der Pudel und der Kern über Ein zentrales Lehrgedicht des Hinduismus.
00:00:28: Und das ist vielleicht auch so die wichtigste Schrift des Hinduismos, es geht um die Bhagavad Gita.
00:00:33: Ich habe eine Weile geübt dass ich diesen Namen richtig ausspreche, Bhagavat Gita.
00:00:37: und was mich besonders beeindruckt hat ist wie viele Menschen die ich cool finde wirklich sagen, das wäre für sie eine der zentralen Schriften.
00:00:46: Eine der zentalen Lebenshilfen.
00:00:48: auch Mahatma Gandhi zum Beispiel hat gesagt wenn mich Zweifel überwältigen greife ich zur Bhagavad Gita und finde dort Trost.
00:00:56: Hermann Hesse sagt indische Weisheit hat mich tief geprägt.
00:01:00: die Gita gehört zu ihren schönsten Stimmen.
00:01:02: also das sind schon mal zwei Besonders coole Menschen, die offensichtlich immer wieder diese ... so wie Helmut Schmidt, die es zur Selbstbetrachtung gegriffen hat.
00:01:12: So haben sie immer wieder zur Bhagavad Gita gegriffene.
00:01:15: Deswegen freue ich mich und bin gespannt was wir heute dazu erarbeiten!
00:01:19: Und wie immer bei diesen Spezialfolgen würde ich dich bitten Albert dass du die drei Zitate, die du dazu rausgesucht hast, die dich besonders beeindruckt haben oder die dir besonders gefallen das du mal mit der Nummer eins startest und mal ein zentrales Zitat aus der Bagger-Watt-Gita zitierst.
00:01:38: Ja gar nicht so einfach, denn es ist voll, obgleich es gar nichtso umfangreich ist.
00:01:43: Es hat achtzehn Kapitel, siebenhundert Fersen also Sissin fersen, also Rhythmus und Reim geschrieben aber was beispielsweise einen wesentlichen Gedanken wieder gibt er da öfters aufdaucht in einer kurzen Formel.
00:01:58: ich nehme jetzt eine Übersetzung auch die versucht hatte, für erst Form und Maß danach zu bilden.
00:02:04: Wer handelt ohne Leidenschaft?
00:02:12: der Mensch erreicht das höchste Glück?
00:02:14: Gleich mal ein Hinweis.
00:02:15: Leidtschaft wird modern auch positiv konnotiert.
00:02:19: ich philosophiere leidenschaftlich gerne aber hier ist er die ältere Bedeutung von Leidenschaft oder ursprünglich gemeint, das zu leiden.
00:02:31: führt.
00:02:32: Wir können das vielleicht so sagen, im griechischen Taucht der Begriff oder in den Übersetzungen altgriechische Texte auch immer wieder auf und auch nur negativ konnotiert.
00:02:41: also dass was wir nicht mehr beherrschen, dass uns beherrschten wo wir das Maß verlieren und das dann schließlich uns in Leiden verstreckt weil wir nicht von los kommen.
00:02:51: Das ist damit gemeint!
00:02:52: Und wer handelt ohne einen solchen Druck?
00:02:55: Oder ohne eine Solche Idee erreicht das höchste Glück.
00:02:59: und da steckt tiefe Wahrheit drin, die wir auch in verschiedensten Weisheiz-Traditionen wiederfinden.
00:03:06: Wenn ich das gleich mal erläutern darf,
00:03:09: d.h.,
00:03:10: dass Wollen begrenzen.
00:03:12: Wir sehen hier buddhistische Wurzeln, lieber Gawadki, der stand aus der Zeit nach oder hat einige Verbindungen zum Buddhismus.
00:03:20: also nicht verbissen.
00:03:22: wollen nichts erzwingen wollen wenn alles dafür geben, wenn wir zu stark wollen.
00:03:28: Binden wie uns an die Welt und dann erleben wir Enttäuschungen, Scheitern, Misserfolgen.
00:03:35: Es tauchen im Vorfeld Ängste und Sorgen auf und da haben viele Weisheit lehren, Historische der Derwismus, Konfuzius haben das Gleiche gesagt hier man muss ein bisschen wegnehmen von dem Wohl.
00:03:49: Man muss nichts verbissen durchsetzen wollen sondern Man sollte das Beste geben, man sollte auch Ziele haben.
00:03:56: Das ist nicht das Problem.
00:03:58: Aber es muss unbedingt gelingen!
00:04:01: Das ist die falsche Einstellung und da steckt dahinter.
00:04:03: Und wenn man das mal weggenommen hat aus all seinen Unternehmungen, Seneca sagte, sagt er von vornherein, wenn du in ein Unternehmen beginnst, wenn nichts dazwischenkommt... Also wenn man von vorne rein einen Plan b hat oder auch sagt naja ich kann auch damit leben, wenn ich dieses Ziel jetzt nicht erreiche.
00:04:21: Ich gebe mein Bestes Aber es hängt an Umständen, die ich nicht beherrsche.
00:04:26: Also muss sich damit rechnen dass das auch nicht gelingt.
00:04:30: aber das soll mich nicht runterziehen denn mehr als das Beste kann ich ohnehin nicht geben.
00:04:35: oder Konfuzius.
00:04:37: Ich zitiere das öfter so noch gerne wenn es mir gelingt, freue ich mich.
00:04:41: Wenn es mir nicht gelingt fahre ich mich
00:04:42: auch.".
00:04:43: Also dass man sein Glück und seine Freude nicht an das Erreichen der äußeren Ziele so festbindet?
00:04:53: Das ist ja ein zentrales Thema der Kita, wenn ich das richtig verstehe!
00:04:57: Du sollst unbedingt handeln – das kommt für mich da auch raus.
00:05:01: Es reicht nicht sich zurückzulehnen und nur abzuwarten, sondern das Handeln ist okay Aber du sollst dich halt nicht an das Ergebnis klammern.
00:05:08: Darum geht's doch, ne?
00:05:09: Und also Erfolg und Misserfolg darf man sich davon nicht abhängig machen... ...und damit fällt dann auch so Leistungsdruck, Karriere selbstoptimierung.
00:05:18: ich denke fast war damals vielleicht auch insgesamt noch nicht so wichtig aber das sind die negativen Begleiterscheinungen, die man aus bei seinem Handeln vielleicht weglassen sollte.
00:05:28: Ja richtig!
00:05:29: Also wir haben in der Bhagavad Gita viele Anleihen an altindische philosophische Systeme, unter anderem auch Yoga.
00:05:38: Es verschiezt Richtung des Yogastorren der Bhagavad Gita auf.
00:05:42: Du sprach gerade von, das nennt man da im Alteindischen Yoga des Handelns Karma-Yoga.
00:05:48: und dann gibt es auch Yoga, der Hingabe der Versenkung, der auch sehr stark ist also in sich versenken, sich sein selbst finden dass wir dann im Hinduismus diese Wurzel dieser Kern der eigenen Persönlichkeit als Göttlich angesehen und mit dem Namen Atman verwendet.
00:06:07: Und dieses Göttliche ihn einverbindet mit der ganzen Welt, denn dieser Atman, dieser Kern deselbst ist identisch mit dem Gott in allem
00:06:17: Brahmann.".
00:06:18: Also das ist der Yoga der Versenkung wo ich mich dem näher habe.
00:06:20: aber es gibt daneben eben dem Yoga der Tat.
00:06:23: da geht.
00:06:24: mein drittes Zitat hin kommt dann später.
00:06:28: Ich habe dein zweites noch gar nicht gehört.
00:06:29: Kannst du das nochmal wiederholen?
00:06:33: Das wäre erstmal wichtig, das zu begreifen.
00:06:38: Buddha sagte dann später alles Leiden kommt vom Wollen.
00:06:42: jetzt können wir unser Wollen ja nicht aufgeben sondern wir müssen einfach nur dass verbissen durchsetzen wollen.
00:06:50: Und das ist gegen unsere eigentlich, gegen unser Wirtschaftssystem, gegen unsere Kultur immer höher besser weiter und wir müssen es unbedingt durchsetzten müssen.
00:06:58: Hundertzwanzig Prozent geben
00:07:00: etc.,
00:07:00: das ist eigentlich in den Köpfen drin.
00:07:03: Ich glaube aber, dass es viel weniger Erfolg versprechend als aus der Ruhe, aus einer Gelassenheit im Hinblick auch auf das Ergebnis zu handeln und es nicht erzwingen wollen.
00:07:15: Dann hat man eine Flexibilität, eine Weichheit, man ist nicht von Ängsten und Sorgen getrieben und wenn man dann gleichzeitig aber sein Bestes gibt erreicht man im Endeffekt mehr.
00:07:27: Das war die tiefe Weißheit, die finde ich heute noch ausgesprochen werden sollte.
00:07:33: oder gerade heute, wo sich viele Menschen dann doch in ihre Ziele im Äußeren verrennen und zusätzlich damit identifizieren und keinen Punkt mehr, keinen Ruhepunkt mehr in sich haben.
00:07:46: Wo doch die Kraftquelle ist?
00:07:48: Das ist das andere.
00:07:49: Gut aber wir wollen zum zweiten Zitat gehen nicht ganz fern von dem was wir gerade besprochen haben.
00:07:56: also es findet sich dort auch der Satz wenig berührt Die Außenwelt.
00:08:02: Der findet in sich selbst das
00:08:05: Glück.".
00:08:06: Also ein Zutiefst, also es hätte Marc-Auril sagen können, der sagte, lebe ich ja... Marc Auri kannte nicht die Bargabat Gita und die Bargarit Gita konnte Marc Aury vielleicht nicht kennen und denn sie ist... Wahrscheinlich vorher entstanden, man weiß nicht genau wann sie entstanden ist zwischen dem zweiten Jahrhundert vor Christus und Fünften nach.
00:08:26: Weiß man hier?
00:08:27: wahrscheinlich geht es auf Älteres zurück?
00:08:29: Die kannten sich jedenfalls nicht!
00:08:30: Und der Marc Aurel sagte einmal – Nicht die Dinge berühren die Seele sondern unsere Vorstellungen von den Dingen.
00:08:37: Wir bewerten Sie gut oder schlecht und dadurch durch diesen Bewertungsakt berühren sie unsere Seele.
00:08:43: aber die Dinge da draußen, die stehen eigentlich gehammeinlich kein Wert.
00:08:46: das sind diese Die Grundanschauung der historischen Philosophie, der Adiafore.
00:08:52: die äußeren Dinge sind weder gut noch schlecht.
00:08:54: Sie haben einen gleichen Wert.
00:08:56: was wir damit machen macht sie erst wertvoll oder macht sich schädlich für zu leiden oder für zur Freude.
00:09:03: unsere Vorstellung nicht die Dinge an.
00:09:05: selbst wenn wir den Tod als etwas Schlechtes als das schlimmste was uns passieren kann bewerten ja gut dann entstehen natürlich Ängst und Sorgen etc.
00:09:14: etc.
00:09:14: Das ist nur ein Beispiel Und da steht dann in der Bergart, nicht berührt die Außenwelt.
00:09:20: Der findet in sich selbst das Glück.
00:09:22: Andere Anleihe was darin steckt ist.
00:09:24: In sich selbst ist die Quelle des Glücks Nicht im Äußern, nicht im Besitz, nicht in Herden sagt der Demokrat sondern in der eigenen Seele.
00:09:32: Das heißt wenn wir unseren Seelenhaushalt aufräumen Wenn wir uns einen Seelengarten bestellen Wenn wir uns von schlechten belastenden Prägungen befreien Wenn wir innere Konflikte und Zwiespälte auflösen.
00:09:48: Wenn wir mit uns ins Reine kommen, wenn wir uns einigermaßen gut verstehen und lieben lernen dann haben wir da eine unerschöpfliche Quelle des eigenen Glücks die auch ganz unabhängig ist vom Zufall von der äußeren Welt.
00:10:02: was da draußen passiert.
00:10:03: das war das wichtigste in vielen oder allen Weisheitsleeren eine Theorie des menschlichen Glücks zu finden, die vom Zufall und von den Dingen, die nicht in unserem Einflussbereich liegen, zu lösen.
00:10:19: Und das ist nur der Fall wenn wir das Glück in uns selbst finden – in unserer Natur, in unserem Urgrund, in unseren Selbst.
00:10:29: So dann auch die Bhagavad Gita!
00:10:30: Trotzdem verstehe ich es doch so, dass es jetzt nicht um Weltflucht geht.
00:10:34: Sondern dass man durchaus eine Spiritualität ohne Weltfluchthin bekommt und es ist eben keine Aufforderung zum Rückzug sondern eher ein bewusstes Handeln in der Welt.
00:10:44: was die Bhagavad Gita fordert oder das klingt jetzt sehr stark nach zieh dich zurück auf dich selbst lasst alles außen vor... Es ist
00:10:52: beides!
00:10:53: Ja also es ist ein guter Rhythmus von beiden.
00:10:55: Indien findest du die Kraft, Indie findest Du die Orientierung Und bist du mit dir ins Reine gekommen?
00:11:04: Dann geh nach draußen.
00:11:05: Das ist natürlich nicht zeitlich so, dass ich erst mal zehn Jahre meditiere und dann nach draußen zugeht.
00:11:11: Das geht natürlich parallel aber immer wieder zur sich selbst zurückzukommen in seine Mitte kommen die Historik genannten das eine innere Burg haben.
00:11:20: Aber da verschanzen wir uns nicht drinnen und gehen nicht nach draußen sondern wenn wir da Kraft geschöpft haben... was wir denn im Äußeren erstreben sollten, was erstrebenswert ist.
00:11:32: Was unser Beruf ist?
00:11:34: Da kommen wir dann gleich zum dritten Zitat.
00:11:37: Dann gehe ich raus diese innere Burg da verschließt sich mich nicht rein.
00:11:41: das ist nur die Kraftquelle der Urgrund wo ich meine Ruhe habe und in die Welt und wirke dort.
00:11:49: Und dieses In-die-Weltgehen ist ja auch nicht zeitlich gemeint, ich bin immer in der Welt!
00:11:54: Ich kann mich gar dem gar nicht entziehen aber geistig immer wieder zu sich zurückzukommen das es ja auch das Groß an der Meditation regelmäßig zu meditieren oder regelmäßig Tagebuch zu schreiben, regelmäßig mal ein Tag für sich zu nehmen oder eine Stunde wo man über sein Leben nachdenkt zu sich kommt, sich sammelt wenn nie zu sich selbst zurückkehrt, sagt der chinesische Philosoph Zwangzin.
00:12:19: Er will nicht regelmäßig zu sich zurückkommen, er geht schließlich als Gespenst draußen umher und was er dort findet ist der Tod die Leblosigkeit weil er wird nicht mehr gespeist, er dreht draußen im Hamsterrad durch, spürt seine Mitte nicht mehr seinen Urgrund nicht mehr, er verliert sich ganz aus den Augen Entfremdung und kommt nicht mehr zu sich selber und lebt nicht mehr aus sich selbst und lebt nicht mehr sich selbst.
00:12:47: Sondern ist da ein funktionierendes, vielleicht gutes Rad?
00:12:51: Vielleicht hat er es auch zu viel Reichtum gebracht, viel Macht und Ansehen aber seine Mitte sein eigentliches Zentrum hat er
00:12:57: verloren.".
00:12:58: Und das damit auch sein Lebensglück!
00:13:01: Dann kommen wir jetzt zu diesem schon zweimal angekündigten dritten Zitat.
00:13:04: Ja, das ist dieser Yoga des Handels.
00:13:06: also Es ist ein guter Rhythmus zwischen wieder kontemplativer, also der Besinnung des Zurückzugs und wieder aktiver.
00:13:14: Wer da einen guten Rhythmus findet für den heißt die Bhagavad Gita oder der Yoga, der Versenkung oder der Hingabe.
00:13:23: nicht dass ich mich wie ein Jogi in den Wald zurückziehen und nicht mehr in die Welt zurückgehen sondern ich trete raus und aus der inneren Kraft heraus handelig im Draußen und wirkungsvoller effektiver und vielleicht auch mehr Energie geladener als jemanden regelmäßig zu sich selbst zurückkommt und dass das wichtig ist, auch in der Außenwelt so wirken.
00:13:45: Das sagt der Yoga des Handels Kama-Yoga und er findet sich im dritten Zitat Es bindet dich O Kundi's Sohn.
00:13:54: Also der Gott Krishna spricht zur Arjuna Der hier umschrieben wird als Kundis Sohn.
00:13:59: es bindet Dich der Angeborene Beruf Und wieder willen musst du tun, wozu dich das Gesetz
00:14:07: erschuf.".
00:14:08: Also man kann sich und seiner inneren Bestimmung nicht entfliehen.
00:14:12: Man hat so etwas – und man muss sich ausleben!
00:14:15: Also Leben glücklich heben ist Entfaltung der inneren Kräfte.
00:14:20: Das kennen wir im Westen auch.
00:14:22: Das war der ursprüngliche Bildungsgedanke, dass man seine Anlagen vor Wirklichkeit ausbildet und in der Welt durch ein Tun, durch einen Werk manifestiert indem man sich dann selbst wiederfindet.
00:14:35: Es entsteht Selbstbewusstsein, es entsteht selbst Wirksamkeitserfahrung Man fühlt sich lebendig, man ist sinn erfüllt weil man hat etwas zu tun und das ist in der Bhagavad Gita auch immer wieder gesagt.
00:14:49: also es richtet sich dann gegen den Yogi der sich nur dem Gott lebt Nur der Kontemplation lebt In den Wald zurückzieht und nicht mal wieder rauskommt Sondern nun noch die Vereinigung Moksha, die Erleuchtung.
00:15:03: Die Vereinigung mit Gott sucht und in dieser Glücksseligkeit verharrt und nicht herausgeht und in die Welt zurückkehrt.
00:15:11: Dagegen richtet sich dieser Teil der Bhagavad Gita insofern an den Menschen, der noch Mensch bleibt.
00:15:17: Berühre das Gottliche in dir aber wenn du es berührt hast, wenn du's gespürt hast, Wenn Du seine Ruhe erlebt hast.
00:15:24: Und wenn Du die Energie daraus für dich geschöpft hat Dann geh raus und mach was dein Beruf ist.
00:15:30: Vielleicht Philosophielehre, vielleicht ein Unternehmen aufbauen.
00:15:35: Für euch eine Straße bauen und dann den weltlichen Beruf ergreifen.
00:15:38: wir bleiben Mensch.
00:15:40: Wir sollen dem Menschen eigentlich entfliehen?
00:15:42: oder als Mensch müssen wir unseren Platz und in der Welt suchen, unsere Aufgabe unserer Arbeit.
00:15:48: Und das ist ganz wichtig für unser Selbstwirksamkeitsgefühl ohne eine sinnvolle Tätigkeit.
00:15:56: Die kann noch so gering sein den Anführungsstrichen, die kann noch unbedeutend erscheinen sie gibt uns etwas, dass Gefühl, dass wir lebendig sind, dass unser Leben nicht sinnlos ist.
00:16:07: Das ist ganz, ganz wichtig und drückt sich hier sehr schön aus es bindet dich Der angeborene Beruf.
00:16:14: Und das ist übrigens, also es ist erstaunlich wie sich das trifft mit einer berühmten Gedicht von Goethe der auch Urworte orfisch Wie an dem Tag der Dicht der Welt verliehen die Sonne stand zum Gerusse der Planeten Bist all so bald und fort und fortgedien nach dem Gesetz wonach du angetreten David, so musst du sein dir kannst du nicht entfliehen.
00:16:43: Also das ist fast wertwürdig.
00:16:44: die Bagger weit geht erkannte übrigens die Bargaret Gita.
00:16:46: aber dieses Gesicht dieses Gedicht gewiss nicht darauf zurückzuführen, aber die Vorstellung dass wir in uns etwas haben unsere tiefste Natur.
00:16:55: Unsere Individualität, die wir entwickeln entfalten leben und danach vielleicht am besten auch einen Beruf oder die Berufung ergreifen.
00:17:05: dieser Gedanke findet sich in allen antiken Weißheitsleeren bis hin in moderne psychologische Theorien oder ja auch bis hin zu Goethe.
00:17:16: Ja und das Ganze nennt man dann, wenn ich die Bhagavad Gita richtig verstehe DAMA.
00:17:20: Ich hoffe, ich spreche es richtig aus.
00:17:21: aber diese Aufgabe... Diese eine Aufgabe zu finden, die genau zu mir passt und die zu merken was ist meine Rolle?
00:17:31: Was ist meine Verantwortung?
00:17:32: Was is mein Weg?
00:17:34: Das darum geht's dann glaube ich.
00:17:36: Es ist ein großer Teil der Bhagavada Gita gewidmet.
00:17:40: Also Dharma ist ein Begriff mit sehr vielen Bedeutungen als noch Lehre oder Also nicht nur das, was du genannt hast.
00:17:47: Ich würde das nicht so eng sehen wie du hast es so formuliert.
00:17:51: ja genau den Beruf finden der zu mir passt.
00:17:54: ich würde das eher so sagen wir haben vieles in uns.
00:17:57: wir haben beispielsweise auch in uns das Bedürfnis nach Gemeinschaft eine Familie zu gründen.
00:18:03: Wir haben verschiedenste Talente beruflicher Art.
00:18:07: also Es wäre zu eng gefasst und es wäre auch ein Ja, ein nicht ganz einfaches Urteil.
00:18:15: Wenn wir sagen können nur glücklich werden wenn wir genau das was unser größtes Talent ist auch zu Beruf machen.
00:18:24: Das ist nicht nötig!
00:18:26: Wir sollten uns nicht entfremden als Ganzes und Die berufliche Ausübung und Tätigkeit ist eine sehr große, sie nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
00:18:36: Aber es ist nicht die einzige.
00:18:37: Wir haben Vieles in uns unsere Natur.
00:18:40: Man möchte Liebe, man möchte mit sein.
00:18:42: wir haben vielleicht auch Hobbys.
00:18:44: Wir möchten die Natur, wir wandern auch gerne etc.
00:18:47: Und gut zu leben.
00:18:49: dein Beruf zu ergreifen heißt gestalte dein Leben in all seinen Bezügen familiäre Art, beruflicher Art privater oder privatisierter Art, also was dich ganz persönlich betrifft und lebe das alles aus.
00:19:04: Entwickel das alles in dem rechten Maß und vernachlässige nichts
00:19:08: davon.".
00:19:09: Und das würde ich so allgemein hier gemeint.
00:19:12: Deine innere Berufung, deine Bestimmungfolge, lebe alle deine Anlagen und Bedürfnisse – die sind vielfältig!
00:19:20: Deshalb sind wir nicht darauf verurteilt jetzt Unsere ganze Konzentration darauf zu richten, den richtigen Beruf für uns zu finden.
00:19:29: Das ist ganz wichtig!
00:19:31: Ich habe lange darüber nachgedacht und ich habe mehrere Wechsel in meinem Leben zweimal meine Karriere geändert weil ich merkte ich habe die Chance auch etwas zu tun was mich noch mehr erfüllt und so bin ich dann Philosoph am Ende geworden.
00:19:47: aber das muss nicht sein.
00:19:49: Also ich hätte auch ein glückliches Leben als Anwalt führen können oder als Willenproduzent, das weiterbetrieben hätte.
00:19:56: Auch wenn es nicht ein hundert Prozent das ist was sich vielleicht am besten kann oder wo mich meine Natur am meisten hinführt.
00:20:03: wir haben vieles in uns und einen Beruf der uns freut und Spaß macht.
00:20:08: Das sollte er tun, der nicht zur Entfremdung führt.
00:20:11: Er kann auch sagen wir mal ein anderes Bedürfen sein, ein anderes Talent, was vielleicht nicht das Beste.
00:20:18: und manchmal tut es sogar gut, wenn das stärkste Talent wir nicht zu einem Beruf machen sondern vielleicht zum Hobby.
00:20:24: Gut!
00:20:25: Wir sind jetzt schon ziemlich tief über diese Zitate eingestiegen in die leeren und praktischen Hinweise der Bhagavad Gita.
00:20:32: Ich würde dich bitten Albert dass du nochmal so ein bisschen Kontext gibst zu diesem Lehrbuch Oder zu diesem Lehrgedicht ja eigentlich eher.
00:20:40: Es ist eben kein abstraktes Lehrbuch, sondern ein Gespräch über das richtige Handeln mitten im Leben wenn ich es richtig verstehe und es spielt abgefahrenerweise auf einem Schlachtfeld.
00:20:50: Vielleicht so als Pointe dass man sagen kann Philosophie entsteht nicht im Elfenbeinturm, sondern gerade in Momenten der Entscheidung oder im Konflikt oder im Zweifel
00:21:00: Im Kampf mit sich selbst, da kommen wir vielleicht noch zu.
00:21:02: Das wäre eine allegorische Auslehung der Bhagavad Gita wie sie häufig gemacht worden ist.
00:21:07: tatsächlich es ist ein kleiner Ausschnitt aus dem indischen National-Epos die Mahabharata.
00:21:15: unglaublich viele Fersig was nicht hunderttausend oder hundfünfzig tausend.
00:21:19: also Sie soll glaube ich Siebenmal so lang sein wie die Odyssee und die Ilias zusammen von Homer.
00:21:27: Und diese sind schon sehr, sehr dick also ein Riesenwerk.
00:21:30: Die Bhagavad Gita ist ein Abschnitt daraus.
00:21:33: Und zwar zeigt die ganze Mahabharata den Kampf zwischen zwei Familienclans könnte man sagen.
00:21:40: Es kommt zu dem Punkt dass sie sich als Kriegsheere gegenüberstehen – die beiden Familienclan's!
00:21:49: hat.
00:21:49: die Herrschaft über die Welt kommt dann zu dieser Schlacht.
00:21:53: Und auf der einen Seite steht der Held Ajona und dem kommen nun kurz vor der Schlacht Bedenken, denn er sieht beim Gehich eine einige Verwandte, die ihm eigentlich ans Herz gewachsen sind und bekommt uns Gruppel.
00:22:09: soll es seine Verwandten erschlagen etc.. Und dann gibt es einen Dialog mit seinem Wagenlänker, also er sitzt wohl im Kriegswagen und sein Wagenlinke.
00:22:19: Das ist Krishna die irdische Verkörperung des größten Höchstengottes Vishnu.
00:22:27: das alles übrigens wird noch erzählt.
00:22:29: in einer Rahmenhandlung.
00:22:30: das ist eigentlich gar nicht direkt.
00:22:31: in der Maratha erzählt ein anderer Wagenlenker dem König das was er da sieht oder anderen sieht.
00:22:37: er verfolgt dieses Zwiegespräch zwischen dem Krishna und dem Arjuna.
00:22:42: Und das ist die Mara Bharata, und kurz um der Krishna versucht die Zweifel, die den Arjuna befallen haben aus dem Weg zu räumen.
00:22:53: Er meint es ist ein Beruf du musst diesen Kampf beginnen!
00:22:56: Das ist dann teilweise dann kritisiert worden.
00:22:59: Es ist ja martialisches, es ist ja einen Aufruf zum Krieg.
00:23:03: Wenn man das nicht allegorisch nimmt sondern wörtlich nimmt, ist es tatsächlich so und das hat auch Albert Schweizer der Dürrimbap.
00:23:09: Bagawad Gita im Sonsten auch sehr gemocht hat.
00:23:12: Hat er das kritisiert?
00:23:14: Also da finden sich Dinge drin, die eigentlich nicht so sind.
00:23:17: Ich glaube gegen ihn sprich nur gegen eine wirfwörtliche Auslegung oder gegen einer Auslegungen, die bagawad gita als Aufruf zum Krieg oder zur Feindseligkeit führt dagegen sprich dass Dihahimsa Der Grundsatz der Gewalllosigkeit tief, tief im altindischen philosophischen Denken verwurzelt ist.
00:23:41: Und ich denke auch die Mara Barerata oder die Bhagavad Gita ist eigentlich auch geprägt von dem Grundsatzegewallloskeit so dass man das wenn man das alligorisch allerdings sieht, dass wir die inneren Feinde in der Seele in uns verwandten überwinden müssen.
00:23:57: Unser Ego, das an der Welt hafte, dass der welt verfallen ist, das Gier kennt, das ungezügelte maßlose Begierden kennt und häufig dazu unheilt und zur Selbst- und Fremdschelligung führt, dass wir das überwenden müssen.
00:24:13: ein guter Mensch werden in Gott aufgehen sich in seine Mitte zu seinem selbst kommen heißt dann mitmenschlich werden heißt dann Schlechte ihn ein, was wir auch haben.
00:24:28: Die Seele ist eine Mördergrube.
00:24:30: also da gibt es auch sehr viele negative soll ich sagen Samenkörner und wenn ich die hochzüchternd werde ich einen schlechter Mensch jetzt mal abgekürzt gesagt oder Ich schade mich und anderen Wenn ich die guten Anteile in mir allerdings stärker Und zum Leitprinzip mache Dann muss ich das eh gute diese anderen überwinden Sprich immer vom Seelengarten, das Unkraudierten und das Gute Pflanzen.
00:24:57: Das ist der Gedanke der Bhagavad-Gita und der Gedange dieser Szene.
00:25:01: Also es ist dann ein langer Dialog zwischen Krishna und Arjuna über soll man handeln?
00:25:07: wie soll man Handeln?
00:25:08: nach welchem Prinzipien soll man sich leiten lassen?
00:25:10: was ist eigentlich?
00:25:11: Wie sollen wir eigentlich leben und was folgt daraus für die konkrete Situation?
00:25:16: soll ich nun den Krieg beginnen oder nicht?
00:25:19: Und Krishna sagt ja du sollst ihn beginnen verstehen wir es allegorisch.
00:25:24: Du sollst dich mit dir selbst beschäftigen und das Schlechte in dir überwältigen,
00:25:28: überwinden.".
00:25:29: Und ist das dann was da geschrieben wird?
00:25:32: Ist es jetzt eine Philosophie oder ist es ein religiöser Text oder beides?
00:25:37: Im Indischen ist es immer beides.
00:25:39: also man kann es religiöse lesen als Weg zu Gott d.h.
00:25:45: Bhagavad Gita heißt auch Gesang des Erhabenen Also das Gesang des Gottes, also als ein Weg zu Gott könnte man allerdings auch gleich schon da philosophisch einsetzen.
00:25:55: Zu sich selbst!
00:25:56: Zu seiner eigene Natur und zum Urgrund.
00:25:58: dort finden wir das Gürtliche.
00:26:01: Es ist teilweise ein religiöser Text aber man kann ihn auch als Weisheitstext lesen, also praktische Philosophie Und da ist er genauso ergibig und ich habe viel, viel daraus gelernt.
00:26:15: Ich kann mal ein paar Grundsätze lang, die man daraus lernen kann, dass man nicht anhaften soll an Äußeren – das hatten wir schon häufig und voll finden wie in der Bhagavad Gita -, dass Glück ihn sich selbst und nicht im Äußern, dass wir uns deshalb versenken sollten, hatten wir auch schon.
00:26:30: die in der inneren Berufung folgen, nicht auf das Ergebnis schauen.
00:26:34: Ganz wichtiger Gedanke bei all dem was wir tun, nicht immer auf das Ergebnis schauen.
00:26:40: Nicht immer erst nur für das Ergebnis zu tun.
00:26:42: Wir tun es weil wir's tun müssen und wir tun das Beste daran.
00:26:45: aber schau'n ich was dabei rauskommt.
00:26:48: Freudig wenns gelingt, freudig aber auch wenns nicht gelingt.
00:26:51: und fangen wir aufs Fangen was Neues an seine begehrten Zügeln.
00:26:55: Wichtiger Gedanken in der Bhagavad Gita.
00:26:57: deshalb finden wir dort auch.
00:26:58: Maas und Mitte finden wir auch in der Bhagavad-Gita.
00:27:01: Man muss maßvoll leben, man ist auch maß voll im Schlaf, im Essen, im Trinken.
00:27:06: Finden wir da alles!
00:27:08: Sich leutern reinmachen.
00:27:09: diesen Gedanken, finden wir in der Bagavad Gita, ich spreche, in seinen Seelengarten gehen, arbeite an dir, reist das Unkraut in dir raus und fördere das Ute in
00:27:21: dir.".
00:27:21: dass dazu ständige Übung notwendig ist, ein weiterer Gedanke den wir in der Bhagavad Gita finden.
00:27:27: Das letztlich was ist Glückseligkeit?
00:27:30: Wohin zieht uns das alles nach Seelenfrieden?
00:27:33: Nach Gelassenheit – das finden wir sehr gut!
00:27:35: mit Leichmut als Mensch agieren.
00:27:38: Das ist ja das nicht.
00:27:39: auf das Ergebnis gucken, aus dieser inneren Ruhe heraus also wunderbare Gedanken.
00:27:47: von der ersten bis zur letzten Seil ist die Bhagavad Gita voll davon manches weniger auf dem Punkt und dass das eine oder das andere wird einen weniger ansprechen anderes wieder mehr.
00:27:58: aber es ist unglaublich reichhaltig an Weißheitsgedanken an eine Orientierung für ein gelingendes, glückliches Leben.
00:28:06: Wie geht denn die Bhagavad Gita mit Angst, Zweifel oder Überforderung konkret um?
00:28:10: Was konkret sagt sie da wenn ich eben dieses so ähnlich über den Stolkern, wenn ich das so empfinde?
00:28:15: Ja, das sind ja die Dinge... Da sagt es eben du was dein Beruf ist.
00:28:20: aber schauen wir auf das Ergebnis.
00:28:21: in dem ist das wollen wie ich einleiten schon sagte reduziert.
00:28:25: Geh nicht verbissen an deine Dinge ran, die du jeden Tag betreibst.
00:28:29: Dann machst du es furchtlos und der Begriff fällt häufig.
00:28:32: Und dann wirst du auch nicht enttäuscht und frustriert und dann bist du auch noch nicht heruntergezogen und du wirst auch nicht von Sorgen behaftet.
00:28:38: also... Wie die Stoiker sagten, mach das was du tun willst und schau was dabei rauskommt.
00:28:46: Unterscheide die Dinge die in deine Hand liegen und nicht in deiner Hand legen.
00:28:49: Und bei allen weltlichen handeln unterstellen wir unsere Unternehmungen auch dem Zufall.
00:28:55: also vieles liegt nicht in unserer Hand.
00:28:57: Und das akzeptiere.
00:28:59: und dann schau was dabei rauskommt, wenn du dein bestes gibst.
00:29:04: Und akzeptier auch dass es nicht so läuft wie du dir vorgestellt hast und geh dann mit... Wie's dann läuft?
00:29:11: Geh damit um und hol da das Beste raus!
00:29:14: Die nennen das in der Bhagavad Gitawerkverzicht also Verzicht auf den Lohn.
00:29:19: Tue das, was du tun musst.
00:29:21: Aber schau nicht so verbissen auf das Ergebnis.
00:29:25: So wäre also eine vermenschlichte Interpretation die in der Bargarität steht.
00:29:30: Schau überhaupt nicht auf das Ergebnis!
00:29:32: So würde ich das nicht sehen sondern ich würde eher empfehlen.
00:29:36: Lebe mit dem was dann da kommt und sei da offen für und verbeiste dich nicht in.
00:29:42: Ich muss das erreichen.
00:29:43: Ich muss es erzwingen.
00:29:45: Schaue nicht zu sehr auf das Ergebnis.
00:29:47: Das Leben besteht im Sein, im Tun nicht im Haben oder erreicht haben.
00:29:54: Dieser Gedanke wird immer wieder genannt.
00:29:55: also den finde ich sehr wichtig und wenn das der Fall ist Jan dann fallen Ängste und Sorgen ja weg denn stelle vor Du sagst, ich mach das jetzt mal.
00:30:05: Ich versuch' das jetzt Mal.
00:30:06: wenn's klappt freue mich Aber wenn es nicht klappt dann will dich nicht betrübt sein Sondern dann versuche ich etwas anderes.
00:30:13: Ich will mich davon nicht runterziehen lassen Dann fallen Ängste und Sorgen schon weg.
00:30:17: Und auch die Hektik der Stress Dass sich so unter... Der kommt ja nur weil ich mit Druck mache.
00:30:22: Ich muss das erreichen.
00:30:24: Ist der Druck weg ist auch der Stress weg.
00:30:26: Das ist die Ruhe des Yogis Die Ruhe, die auch die Bhagavad Gita predigt
00:30:32: Und die ist natürlich hochrelevant.
00:30:34: Du hast ja vorhin schon gesagt, sie ist wahrscheinlich irgendwo zwischen fünf Vorkristos und zwei Nachkristos, wenn ich es richtig verstanden habe, entstanden.
00:30:42: Jetzt zweitausend Jahre später oder zweitaussendfünfhundert Jahre später leben wir in einer extrem ausgeprägten Leistungsgesellschaft.
00:30:51: Ist das dann auch realistisch sich so rauszunehmen?
00:30:54: Ich würde sogar etwas noch zuspitzen.
00:30:56: Gerade jetzt wo wir in der extremen Leistungs- gesellschaft leben, gerade im Moment sehr unvorhersehbar ist, sehr viel Sorgen machen könnte.
00:31:09: Weil alles ist in Unordnung geraten.
00:31:12: Rechtsrahmen internationaler Art sind weggefallen unsere Wirtschaft wir wissen nicht wie lange das noch so gut geht wie wir in den letzten Jahren gelebt haben.
00:31:21: es gibt da Irritationen und Störungen massivste Art die jeder von uns spürt gerade in diesem Moment, wo die äußeren Bedingungen so schwierig sowie latil und unbeherrschbar und kontrollierbar sind.
00:31:35: Gerade da ist die Verankerung meines Lebens meiner Existenz im Inneren Und da ist meine Kraftquelle.
00:31:43: Da kann mir niemand nehmen, die Besinnung darauf und jetzt versuche ich mal im Außen das Beste zu machen.
00:31:51: Mal schauen was da kommt.
00:31:52: Ich bin offen für alles.
00:31:54: Gerade diese Einstellung ist gerade unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen ganz besonders gefordert damit wir auch hier gelassen bleiben können ruhig bleiben können Ja, auch Freude und Glück erleben und uns dadurch nicht verrückt machen lassen.
00:32:11: Dass da draußen vielleicht viele verrückt spielen!
00:32:15: Und ist das dann eine Art Gleichmut?
00:32:18: Oder ist der Gleichmut, der denn dadurch entstehen soll, eine Stärke?
00:32:22: oder würdest du sagen wo ist die Gefahr dass es uns gleich gültig macht dieser Gleichmut?
00:32:27: Gute Frage ich denke genau... Das Wort fällt auch da häufig.
00:32:31: Gleich Mut dahin soll es führen, Gelassenheit und ich sage immer das ist eigentlich das Beste Mittel in solchen Sachen.
00:32:37: Es macht einen nicht gleichgültig sondern in der Ruhe liegt die Kraft des... Diese Ruhe wird zu einer Energiequelle, zu einer Kraftquelle Die viel stärker ist also die letztlich viel mehr Energie freisetzt als eine aufgeregte Hektik eine ein von Stress, Ängsten und Sorgen belastetes Individuum das arbeitet.
00:33:03: Aus der Ruhe heraus aus der Konzentration heraus ist man effektiver ist man Effizienter ist man klar für die Möglichkeiten die die möglicherweise schwierigen äußeren Bedingungen einen noch lassen.
00:33:19: weil das hat schon so gerade in einem an einer Stelle mal bemerkt wenn ich dann zu sehr mich von diesem Volatilen, von den unbestimmten auch vom Planwidrig verlaufenden Geschehen beunruhigen lasse.
00:33:32: Dann habe ich keinen klaren Kopf mehr und sehe gar nicht mehr die Möglichkeiten oder die Chancen oder das was mir noch Gutes verbleibt in der Situation, die ich mir vielleicht so nicht gewünscht habe, die aber so eingetreten ist.
00:33:43: Das ist ja heute das, was uns passiert.
00:33:46: Wir wissen nicht mehr, ob wir morgen noch unseren Job haben.
00:33:50: Die Preise steigen.
00:33:51: Wir wissen gar nicht, ob die Wirtschaft so noch funktioniert.
00:33:54: Alles ist sehr unbestimmt geworden oder sehr unkontrollierbar und steuerbar und unvorhersehbar.
00:34:01: da muss ich eine Flexibilität haben.
00:34:03: diese Flexilität um das Beste rauszuholen setzt Klarheitsgeistes vor.
00:34:08: keine Beunruhigung sondern in der Ruhe liegt die Kraft.
00:34:12: mehr denn je ist das heurig gefordert.
00:34:14: Und deshalb finde ich, diese Gelassenheit ist gerade das beste Mittel und das stärkste Mittel was sich dieser Hektik oder dieser Instabilität die im Moment ja die ganze Welt beherrscht und in der Hand hält entgegenhalten
00:34:33: kann.".
00:34:38: Auch einige Menschen aus dem Westen greifen regelmäßig zur Bhagavad Gita.
00:34:43: oder haben sie gegriffen.
00:34:44: Ist es so, dass man sagen kann das ist etwas was sich weit über Indien hinaus verbreitet hat als Weisheitslehrer, als philosophische Tradition die ich für mich nutzen kann?
00:34:56: Oder ist es schon noch relativ beschränkt auf den indischen Kulturraum?
00:35:00: Nein, also es sind ja einige in den West gegangen und haben dort das verschiedenste verbreitet.
00:35:06: Also Yoga... Und der Yoga ist sehr präsent in der Bhagavad Gita.
00:35:11: Ist im Westen schon lange angekommen wie auch anderes indische Gedankengut?
00:35:16: Nein!
00:35:16: Es ist ein universales Lehrgedicht.
00:35:19: Es hat wahrhaft philosophische und ethische Implikationen die an jedem Punkt der Welt Gültigkeit haben oder die man anwenden kann.
00:35:30: Sie ist sehr populär.
00:35:31: Es ist ja kein Zufall, dass die Bhagavad Gita ... Ja es gibt wahrscheinlich hunderte von Übersetzungen in allen gängigen Sprachen und Deutsch gibt es bestimmt einen Dutzend und so sind sie auch in den anderen großen Sprachen.
00:35:49: Woher kommt das?
00:35:50: Ja, weil wenn man an den Grund kommt.
00:35:52: Wenn man sie richtig versteht, liest oder mit Erläutung versehen und es gibt viele, viele Erläuterungen dazu.
00:35:58: Die Baggerwettkita wird meistens mit Erleutung herausgegeben Sie jedem etwas sagen kann in jeder Kultur zu jeder Zeit gerade auch heute.
00:36:08: Und jetzt.
00:36:08: dann zum Abschluss die Frage wer da jetzt hellhörig geworden ist Wer für sichs Gefühl hat.
00:36:13: Das möchte ich mir mal anschauen.
00:36:16: Was empfiehlst du?
00:36:18: Exzerpte davon, soll man sich da erst mal einlesen.
00:36:22: Ein paar Zitate sich mal anschauen oder tatsächlich gleich eine Übersetzung besorgen und das gesamte den gesamten Originaltext sich gönnen.
00:36:32: So lang ist der Text ja nicht.
00:36:33: Also es sind sieben Monate für erste, also sieben Monaten Zeit, könnte man sagen.
00:36:38: Es gibt im Reklam eine schöne Ausgabe... der Rhythmus und Reim versucht zu übernehmen von Boxbergers, aber sehr authentisch.
00:36:48: Es gibt dann daneben noch eine sehr schön erläuterte kurze Erläuterung.
00:36:53: nur und Milius wir können das verlinken mit Y. es gibt aber ich habe zehn Ausgaben davon.
00:37:01: also es gibt auch richtig dicke Schwarten die dann nicht ins Tiefe gehen.
00:37:06: Eine schöne Erläuterung ist auch jetzt in Deutsch erschienen.
00:37:09: Ich hatte sie vor zehn, fünfzehn Jahren in Englisch geholt von Ecknatan Eas-Varan, das ist glaube ich ein indischstämmiger Amerikaner.
00:37:18: Er hat es in Englisch übersetzt und er hat immer sehr gute Erleutungen zur altindischen Weisheitsliteratur auch zu den Upanishaden geschrieben.
00:37:25: also da gibt es auch eine schöne Ausgabe dazu.
00:37:28: also verschiedenste Jugannander hatten Riesenwerk darüber geschrieben was vereinigt sein Lebenswerk einen berühmter indischer Yogi der am besten gelebt hat.
00:37:40: Fangen wir mal mit dem Recklamp an und lese ihn ein bisschen rein.
00:37:43: Oder mit Milius, der das eben nicht das Fersmaß macht sondern eine Prosa-Übersetzung ist vielleicht einfacher als Einstiegenmilius mit seinen Bemerkungen.
00:37:51: Und dann liest man einfach ein bisschen quer und schaut ob es einen anspricht.
00:37:56: Sehr gut!
00:37:56: Das doch sehr konkret?
00:37:57: Dann lassen Sie uns das so oder beschließen wir die heutige Folge zur Bagger Watt Gita genau damit mit diesem Vorschlag und ich werde also heute nach dem Cappuccino und den Mittagessen... weil meine Buchhandlung vorbeigeht und mir das Original auch noch mal bestellen.
00:38:12: Also danke Albert für deine umfassenden Hinweise zu diesem Lehrgedicht, danke euch fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:38:20: Macht's gut,
00:38:21: ciao ciao!
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