#205 Zufall. Das Leben passiert, während wir noch planen.

Shownotes

„Zufälle sind unvorhergesehene Ereignisse, die einen Sinn haben.“ (Diogenes von Sinope)

Wir planen, organisieren und versuchen, unser Leben möglichst gut im Griff zu haben. Und doch passiert vieles gerade dann, wenn wir nicht damit rechnen: Eine verpasste Fähre führt zu einer unerwarteten Begegnung, ein Umweg verändert einen ganzen Tag, ein scheinbares Unglück eröffnet plötzlich neue Möglichkeiten. Der Zufall begleitet unser Leben ständig. Mal als glückliche Fügung, mal als schmerzhafte Vereitelung unserer Pläne.

In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum gerade das Unverfügbare eine wichtige Rolle für ein gelingendes Leben spielt. Dabei geht es um die philosophische Frage, ob der Zufall eher Bedrohung oder Bereicherung ist und warum viele antike Philosophen davor warnten, äußere Ereignisse vorschnell als Glück oder Unglück zu bewerten. Denn oft zeigt sich erst später, was ein Ereignis wirklich bedeutet.

Die Folge kreist um Themen wie Gelassenheit, Perspektivwechsel und die Kunst, aus allem etwas Gutes zu machen. Oder wie die Daoisten sagen würden: nicht gegen den natürlichen Gang der Dinge kämpfen, sondern lernen mitzuschwingen. Vielleicht liegt genau darin eine wichtige Erkenntnis für das Leben: offen zu bleiben für das, was ungeplant geschieht.

Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

Epikur, Sokrates, Epiktet, Seneca, Konfuzius, Laotse, Hartmut Rosa, Hans Erich Nossack, Buddha, Cicero, Viktor Frankl, Johann Wolfgang von Goethe

Weiterführende Links:

  • „Faktor Glück“ Psychologie Heute-Artikel über die Rolle von Zufall, Haltung und äußeren Umständen für unser Glücksempfinden – und warum erfülltes Leben oft weniger planbar ist, als wir glauben. Der Beitrag beleuchtet außerdem, weshalb Beziehungen, Sinn und persönliche Einstellungen langfristig wichtiger für Zufriedenheit sind als bloßer Erfolg oder Kontrolle.
  • „Unverfügbarkeit“ Buch von Hartmut Rosa über die These, dass sich die wirklich wichtigen Dinge des Lebens, Resonanz, Beziehung, Lebendigkeit oder Glück, nicht vollständig planen oder kontrollieren lassen.
  • Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen der Philosophie, der Lebenskunst und der antiken Weißheitslehre.

00:00:20: Und hi Albert!

00:00:22: Das Thema zur heutigen Folge hat wieder mal so eine Geschichte, eine aus dem Leben gegriffene Geschichte ist mir konkret.

00:00:29: letzte Woche Ja man kann sagen passiert oder hat sich ereignet.

00:00:34: Ich war mit einem Geschäftsfreund am Tigernsee verabredet, wir holten da so ein kleines Video aufnehmen und wie ist eben der Zufall so will?

00:00:41: War dann dieses Café da am Strand in Bad Wiessee just den ersten Tag, hatte es erst um zwölf aufgemacht.

00:00:49: deswegen konnten wir da nicht wie geplant zum Mittagessen und haben deswegen spontan die zufällig vorbeikommende Fähre, die dann rüber nach Rottach Eger angefahren ist, Tigernsee-Fehre so einen Schiff genommen, Passagierschiff und haben dann da spontan zum Mittag gegessen.

00:01:06: Da war es sehr schön, wir haben ein bisschen die Zeit vergessen.

00:01:10: Haben sie uns auch bei dem tollen Wetter gut gehen lassen am See und Schwups, haben wir die Fähre zurück verpasst!

00:01:16: Auch wieder zufällig um wenige Minuten.

00:01:18: Das heißt, wir mussten dann, ich glaube, sechzig-siebzig Minuten überbrücken bis zur nächsten Fähren.

00:01:23: Und da war eben auch wieder wie ist der Zufall so will... Ein Hotel mit einer sehr coolen Bar genau geschreckt gegenüber So dass wir dann gesagt haben, ja gut.

00:01:31: Dann überbrücken wir da drin halt die Zeit und da war es auch extrem lustig.

00:01:35: Es kamen dann ein super netter, super interessanter Typ vorbei.

00:01:38: Dann haben wir noch so eine andere Gruppe von Leuten, die da bis zum Abend Zeit überbrückten wollten, kennengelernt.

00:01:44: Also lange Rede kürzer Sinn, so einen richtig schöner Tag wo so einen Zufall den anderen ergeben hat und in dem man sich so konnte die Zeit verlieren.

00:01:54: Coolerweise hatten wir beide sonst keine anderen Termine.

00:01:59: Eigentlich der perfekte Nachmittag so schön, dass ich dann letztlich ... weil ich nicht mehr zurückfahren oder besser das Auto stehen lassen wollte beschlossen habe.

00:02:08: Ich bleib gleich noch über Nacht, nehm mir ein Hotel und hab aber blöderweise in dem Quichen wo wir zum Abschluss waren hatte ich kein Handy empfangen Und meine Frau, ich hatte vergessen ihr Bescheid zu geben Das ist ja also überraschender Weise länger außer Haus bin oder länger nicht als geplant nicht nach Hause komme.

00:02:28: Jedenfalls hat die sich da ein großes Sorgen gemacht, weil sie mich nicht erreicht hatten.

00:02:32: Ich wusste wo ich bin was denn los ist und so... Und dann habe ich zu ihr gesagt ja es war eine Verkettung unglücklicher Umstände, die dazu geführt haben dass ich mich nicht melden konnte bei ihr.

00:02:42: Und so dachte ich mir okay so unterschiedlich kann man auf die Welt schauen.

00:02:46: also im ersten Ansatz fand ich es super Ein super Zufall, wie sich der Tag so entwickelt hat.

00:02:52: Aber klar wenn man dann natürlich Stress zu Hause hat und so schaut man anders drauf und sagt ja hätte ich diese hätten die offen gehabt das erste Kaffee wäre der ganze Nachmittag komplett anders verlaufen und ich hätte zuhause keinen Stress gehabt.

00:03:04: also Ich will damit sagen Der Zufalls spielt offensichtlich eine riesige Rolle in unserem Leben Wie es sich so entwickelt Und auch Ja was so passiert wie sich Tage entwickeln, aber vielleicht auch wie sich ganze Lebensläufe.

00:03:17: Das war jetzt natürlich nur eine kleine Anekdote und letztlich haben sich da in meinem Lebensvektor wahrscheinlich nicht allzu viel verschoben... ...aber es gibt dann eben die kleinen und großen Zufälle, die halt im Leben ganz viel verändern ins Positive als ins Negative.

00:03:31: Und deswegen haben wir besprochen dass wir uns heute mal das Thema Zufall vornehmen und wie unser Leben beeinflusst und ob's dazugehört.

00:03:39: und das ist eben auch meine Einstiegsfrage.

00:03:41: Wenn man das Leben jetzt so als ein Projekt betrachtet oder also ein Paket, was sich eben in die eine oder andere Richtung entwickelt.

00:03:48: Dann ist der Zufall dann der Feinde eines gelungenen Lebens?

00:03:52: Oder eine notwendige und vielleicht auch positive Zutat des gelungenem Lebens?

00:03:57: Ja, dass er kein fein wird.

00:03:59: Dafür ist die praktische Philosophie da denn wie schon der Epikur sagte also dem Weisen den Gerät der Zufeil nur geselten ins Leben.

00:04:11: Oder an einer anderen Stelle sagt er, ich habe den Zufall überrumpelt und alle deine heimtückischen Schleichwege verrammelt.

00:04:20: Also da kommen wir vielleicht noch drauf.

00:04:23: Ich finde es ist eine gute Zutat zum Leben denn wenn alles berechenbar wäre, wenn der Zufahl nicht wäre dann könnte ich mir vorstellen das Leben unglaublich langweilig.

00:04:34: oder.

00:04:34: das erinnert mich an die Theorie der Resonanz von Hartmut Rosa der auch das Element des Unverfügbaren in den Mittelpunkt dieser Theorie, der Gesellschaftsordnung hingestellt hat.

00:04:49: Und er meinte echte Resonanz bzw.

00:04:51: echtes Erhielt das für wesentlich gelingendes Leben und nähert sich insbesondere davon dass es unberechenbar ist was das Gegenüber so sagt.

00:05:02: also dass es da immer Überraschungen gibt Und ich finde, das ist auch beim Leben so, dass dieses Wage, dieses Ungewisse, dieses unverfügbare oder wie Hans-Erich Nosser sagte.

00:05:16: Wir leben im unversicherbaren, dieses unsicherbare auch ein, was Salz in der Suppe ist.

00:05:23: Also dadurch wird Lebendigkeit könnte man fast zu definieren als stetiger Wandel von dem man häufig nicht weiß, in welche Richtung dieser Wande geht.

00:05:34: So würde ich es eigentlich auch einschätzen.

00:05:36: also Ich bin eigentlich auch jemand der den meisten Fällen super cool findet wenn sowas unvorhergesehenes passiert Wenn dann eben auch so mal neue Leute kennenlernt mit denen man sonst vielleicht keinerlei Berührungspunkte hat weil die zufällig am Nachbar-Tisch sitzen und man ins Gespräch kommt Dann nimmt so ein Tag einen ganz anderen Verlauf.

00:05:53: Und das ist finde ich absolut was Positives oder auch was sich der Flieger fällt aus und deswegen fliegt man nicht nach USA, sondern man landet eben im Allgäu.

00:06:07: Und dann ist es in Allgäusch viel schöner und das Wetter auch besser.

00:06:14: Also ich will damit sagen eigentlich muss man... Ich finde die Würze im Heringssalat ist so dieses Thema des Unvorhergesehenen und der Zufall.

00:06:26: Aber klar, man kann natürlich auch einen Hadern, wenn man sagt hätte ich nicht, wäre ich da und da nicht losgefahren.

00:06:32: Hätte ich diesen Umfall nicht gebaut.

00:06:33: oder das gibt ja auch genau das umgekehrte wo man sagt Das war ein blöder Zufall dass mir dieses Unglück zugestoßen ist weil sich, dass da jemand vergessen hat die Radmutter richtig anzuziehen abgelenkt war Weil sein Fußballverein schlecht gespielt hat.

00:06:50: also es gibt ja Es gibt sie ja, diese unglücklichen Verkettungen von unglücklichem Umständen.

00:06:56: Und auch da kann man sagen das ist dann... Da ist der Zufall die Zutat für Unglück?

00:07:03: Ja und nein!

00:07:04: Also wenn die Weisen sagten also sagt dass der Zufall da selten in ihrem Leben eine Rolle spielt und schon gar nicht unbedingt zu Ungluck führen dann meinten sie damit, dass Unglück schon eine Bewertung ist die wir an einem Geschehen herantragen.

00:07:24: Der Sokrates sagte es schon sehr früh.

00:07:27: also dieses ach und weh und Ungluck und so das sollte man sich als erstes abgewöhnen denn das erste Argument war man weiß nie ob sich aus dem Unglücken irgendwas Gutes entwickelt.

00:07:39: also Es ist eine Bewertung, die auch die Historiker nicht kennen.

00:07:44: Das sind Adiaphoree – die Geschehenserpläufe, die wir nicht in unsere Hand nennen, sind weder gut noch schlecht.

00:07:51: Es kommt alles darauf an was wir daraus machen.

00:07:54: und auch aus scheinbaren Unglück kann man vieles lernen.

00:07:59: Auch aus einer scheinbaren Krankheit kann man vieles lernen, leiden lernt auch.

00:08:03: Also wenn wir durch eine Phase geben die nicht so einfach ist weil wir es uns anders vorgestellt oder gewünscht haben können wir unter Umständen als Reicherer daraus kommen als einer der etwas gelernt hat.

00:08:15: oder ja das kann uns herausfordern oder kann uns Kraft geben, kann uns etwas einüben lassen.

00:08:20: was wird dann mit in den nächsten Lebensphase oder im nächste Begebnis mit reinnehmen?

00:08:27: also Da muss man sehr vorsichtig, ich habe mir das ganz abgewöhnt.

00:08:32: Solche scheinbaren Planwiederigkeiten als Unglück so gleich zu bewerten, sondern ich sehe da immer jetzt ... Das ist eine Chance oder so was sagen und da kommt etwas anderes.

00:08:43: Schauen wir mal, was da jetzt kommt?

00:08:45: Oder wer weiß wovor mich dieses Ungluck hat mich vielleicht bewahrt von noch größerem Unglick.

00:08:50: also Ich hab mir das bewährten abgewöhn Und deshalb reg ich mich da auch nicht mehr auf und gibt es auch keine Enttäuschungen mehr.

00:08:58: Ich weiß, was ich in der Hand habe ist mein Seelenleben aber das im Oßen hab' ich nicht in der hand und ich hab mir da vollkommen abgewöhnt dass ich daran glaube es müsste immer so oder so laufen sondern ich kann nur sagen, ich kann mein bestes dafür tun, dass es so läuft wie ich's mir vorstelle!

00:09:15: Ich habe natürlich Wünsche, ich habe natürlich Pläne Aber ich bin vollkommen offen dafür was da kommt.

00:09:21: Der Konfuzio sagte einmal vom Laote, die Dauisten waren auch so.

00:09:26: Also dass sie mit den Planen und Absichten und durchstrukturieren, das sei alles gar nicht so doll!

00:09:34: Man muss leben im Augenblick, man muss sich treiben lassen... Und der Konfudios soll dem Laote mal begegnet sein ...und dann sagt er zu seinen Schülern als er zurückkam, Laote ist ja nicht wie ein Drachen.

00:09:47: Er steigt in die Luft und lässt sich vom Wind tragen.

00:09:50: Also ein bisschen finde ich Leben ist eben dieses Segel.

00:09:54: Man weiß nicht, wo der Winter herkommt, da verschlecht es einem dahin dahin.

00:09:57: Man muss offen sein und immer das Beste raus machen und mit den Bewertungen sehr zurückhaltend sein.

00:10:04: also da weiß man nie wie die weiteren Folgen aus einem Ereignissen.

00:10:10: manches war im ersten Moment ausser wie ein Unglück entpuppt sich danach als großes Glück.

00:10:16: du hast einen Fall genannt Oder auch umgekehrt.

00:10:18: es kommen dann Widerigkeiten auf uns zu, wo von einem Ereignis, von dem wir gedacht haben das sei jetzt hier das größte Glück.

00:10:26: Ein Sechser im Lotto.

00:10:27: und nachher komme ich vor Verwaltungstätigkeit mit meinen Anlagen von Betrügereien oder von Opfer von Betrügereien sonst was kommt da aus dem Ungemach gar nicht mehr raus.

00:10:39: also das weiß man nicht und deshalb sollte man da einfach vielleicht die Bewertung vollkommen zurücknehmen und zu sagen, ich segle hier durch.

00:10:47: Und wo der Wind hinkommt, da stelle ich mein Säge.

00:10:50: Ja dann so frei nach dem Motto das Leben ist das was passiert, während du immer noch Pläne machst.

00:10:55: Richtig!

00:10:55: Und letztlich in meisten Fällen ist es ja tatsächlich auch so.

00:10:59: Ich denke bei solchen Situationen auch häufig an eine Karekaturkarte Postkarte, die wir eine ganze Weile um Kühlschrank hängen hatten.

00:11:10: Und die fand ich genial, weil das war ein gut gelaunter Kaspar der wie so eine Marionette an Fäden hiehen und wahrscheinlich symbolisch für das Schicksal diese Fäde, die ihn halt irgendwo hingetragen haben.

00:11:25: er war also jetzt nicht selbst entschieden wo er da hinläuft aber seine Sicht auf die Dinge war halt und es stand in der Sprechblase die er vor dem Gesicht hatte ey super cool!

00:11:35: Da wollte ja schon lange mal hin.

00:11:37: Und ich glaube, genau so muss man da irgendwie draufschauen.

00:11:42: Obwohl man nicht jeweils den vollen Einfluss hat was jetzt mit dem Tag passiert oder was mit meinen Plänen passiert, muss man halt positiv darauf reagieren was einem dann stattdessen vor die Flinte läuft oder was man stattdessens erleben kann?

00:11:57: Ja, ich empfehle dringend sofort die Perspektive wechseln.

00:12:00: also man hat einen Plan es kommt etwas dazwischen.

00:12:02: Sofort die Perspective wichsen machen neuen plan und der ...möglich soll der noch besser sein als die Alte.

00:12:08: Ja, und das eben sich klarmachen?

00:12:10: Was ist das Leben?

00:12:12: Es spielt so, es will da was zu spielen... ...und dir sind auch, du bist ganz typisch, was du erzählt hast.

00:12:19: Wenn man da offen isst dann macht man da was Gutes raus,... ...was nachher vielleicht noch besser ist als die Planefüllung.

00:12:26: Umgekehrt kann man ja den Zufall tatsächlich auch mit ein- kalkulieren.

00:12:30: Also dass man gerade in der Forschung habe ich gelernt.... nennt man das ja das Prinzip der Serendipität, Serendippity auf Englisch.

00:12:38: Wo man eben von vornherein so Möglichkeiten schafft zur Entwicklungsräume die dem Zufall eine Chance geben und ich finde es ist auch wiederum eine wichtige Haltung zum Zufallen also sowohl unter anderem auch das Penicillin als Antibiotikum was ja wahrscheinlich die einen der heftigsten Einflussfaktoren auf die Menschheit in den letzten zwei Jahrhunderten hatte entstanden, weil der Forscher eben durch Zufall diese Schimmelpilze entdeckt hat.

00:13:07: und dann wollte er eigentlich sein Experiment schon als gescheitert.

00:13:11: Wollte diese Reagenzgläser dann schon abräumen und hat dann aber festgestellt dass da wo die Pilze waren alle Bakterien getötet wurden.

00:13:20: Und so ein ZufAll hat also den Hebel Großes und Gutes zu bewirken.

00:13:27: und dementsprechend ist es auch wichtig vielleicht dem Zufall strukturell eine Chance zu geben, also sozusagen egal was ich tue.

00:13:35: Ich versuche immer auch ein bisschen Prinzipzufall mit reinzuplanen oder eben zu sagen okay ich zur Sicherheit quatsche ich mal mit drei Menschen mehr die mir am Tag begegnen.

00:13:45: wir weiß was sich daraus ergibt.

00:13:48: nur so als zwischenmenschliches Beispiel

00:13:52: muss man gar nichts für tun, sondern man muss nur erkennen dass das wenigste in unserer Hand liegt.

00:13:57: Dass jeden Tag Dinge dazwischen kommen zwischen unseren Plänen und der Ziehvorwirklichung und dafür offen sein.

00:14:04: Das ist was die praktische Philosophie der Antike so gelernt hat.

00:14:09: Klammer dich nicht so sehr an deinen Pläne, an dein Absicht, an deinen Willen.

00:14:13: du tue das Beste dafür aber dann sei offen für das Überraschende für was da kommt.

00:14:19: Ein griechischer Philosoph sagte mal auf die Frage, was er denn von der Philosophie so hat.

00:14:24: Meinte auch sonst nicht so doch auf alles vorbereitet zu sein!

00:14:29: Also Philosophies weiß wie viel Unwegbares ist und ist darauf innerlich vorbereitet.

00:14:34: Das ist so unglaublich wichtig.

00:14:36: das kann man allen empfehlen mit der durchs Leben geht.

00:14:40: Man soll ruhig morgens ein Plan machen und seine To-do Liste aber dann offen sein schon zu wissen, dass wird alles nicht so gehen und als werden auch Dinge kommen die ich nicht rechnen.

00:14:52: Aber die empfange ich mit offenen Armen, mit offener Herzen und Schau was damit zu machen ist.

00:14:57: Und das ist eine Sache der Weisheit zu wissen wie viel dazwischenkommen kann, was alles so passieren kann.

00:15:06: Deshalb empfahl Buddha – ich habe das schon öfters erwähnt sich immer vor Absicht daran zu gewöhnen man kann krank werden, man wird alt Tod kommt auch irgendwann mal gut.

00:15:17: Dann ist alles vorbei, aber wir werden auch immer wieder Verluste

00:15:20: erleiden.".

00:15:21: Das sollte man im Hinterkopf haben und sich da von vorn darauf einrichten... Also diese Offenheit zu haben finde ich die lässt einem erstens gelassen werden, macht auch Ängste und Sorgen kleiner der die entstehen nur wenn ich so an meiner Planverwirklichung am meinem Planziel hafte und dieses Haften, die es erzwingen wollen.

00:15:46: Das macht uns die Probleme.

00:15:48: Das verschließt uns für das was zufällig da kommt und das verdunkelt auch unseren Verstand wenn etwas dazwischenkommt dann da etwas Gutes drin zu sehen oder was Gutes rauszumachen vielleicht noch was Besseres.

00:16:02: Und deshalb als Sitzero die griechisch-philosophischen Begriffe ins lateinische übersetzte.

00:16:09: dem verdanken wir den ganzen philosophischen Ausdrücke oder Übersetzungen alter griechischer philosophischer Begriffe, dann dachte er von der Weisheit die Isdanade dann übersetzt Sapient.

00:16:23: Ja aber eigentlich könnte man sie auch Providenz ja nennen und Providere vorhersehen weil die Einstellung des Weisen ist dass es sehr offen ist das er sehr vieles vorhersieht sagen wir mal nicht im Konkreten der weiß jetzt nicht was der Zufall ist Aber es ist überhaupt ganz offen für das Phänomen des Zufalls, des Unverfügbaren.

00:16:44: Und jeden Tag aufs Neue in jedem Moment eigentlich ist der offen für was gerade passiert Steigert die Präsenz für den Augenblick.

00:16:53: Denn unsere Pläne wenn sie zu stark sich im Gehirn festsetzen Die verschließen uns den Genuss des Augenblicks oder was da gerade geschieht.

00:17:03: Auch die Möglichkeiten, die der Zufall mit sich bringt, er bringt ja Lebensmöglichkeiten zu.

00:17:09: Wenn wir dazu starr an unserer To-du Liste hängen sehen wir sie nicht übersehen und dann verarmen wie eigentlich.

00:17:17: Was mir auch so als Muster aufgefallen ist das viele Menschen, die eben sehr erfolgreich sind und gleichzeitig aus meiner Sicht notwendige Maßnahmen Demut bewahrt haben die sagen, ganz viel von dem was ich da erreicht habe war eigentlich reiner Zufall.

00:17:33: Also ich war einfach im richtigen Moment am richtigen Ort und dann hat mir der richtige Mensch genau richtig viel zugetraut oder so.

00:17:41: Und ich glaube genauso passiert.

00:17:43: es ist ja schon mal erstmal der ZufAll wo wirst du hingeboren?

00:17:47: Ist das in Europa oder in Afrika?

00:17:49: In welche Familie?

00:17:50: Dann hast Du schonmal durch Zufallen komplett andere Startbedingungen.

00:17:54: also insofern das allerwenigste In unserem Leben können wir wahrscheinlich wirklich selbst komplett beeinflussen.

00:18:00: Und das heißt eigentlich auch diese ganz große Sicht aufs Leben, da muss man ja auch schon einen riesen Faktor Zufall mit rein kalkulieren?

00:18:08: Unbedingt!

00:18:11: Wir wissen nicht was da alles kommt und... Ja, das ist vielleicht doch schön, stelle vor du wüsst es den Rest eines Lebens, also ganz schrecklich.

00:18:19: Aber was du gesagt hast, ja dann kam zufällig, so will ich das Wenn du offen bist und wenn du diese Flexibilität hast, diese Anpassungsfähigkeit.

00:18:28: Wenn du dir eingetrimmt hast, ich möchte sein wie Wasser das überall hinkommt aber eben sehr weich und sehr flexibel und sehr anpassungsfähig dann sieht es so aus als bringt dir der Zufall nur Glück!

00:18:39: Und das kürte mal da noch den Punkt gebracht und das fand ich sehr schön.

00:18:45: Der hat mal in einem Gedicht geschrieben Den Zufallen bändige zum Glück.

00:18:51: Also wir machen im Grunde das.

00:18:52: Und das liegt an uns, der Zufall ist neutral.

00:18:55: da haben die Historiker schon recht dass was wir dann nicht in unserer Hand ist, das ist für jeder gut.

00:18:59: noch böse kommt darauf an was wir daraus machen.

00:19:03: und noch ein zweites Detail von Goethe was ich sehr schön fand.

00:19:07: und da nimmt er die Philosophie eben als Inform der Verdunft zur Hilfe.

00:19:11: Die Vernunft weiß Das zufällige zu lenken Zu leiten und zu nutzen indem sie fest und unerschütterlich steht.

00:19:23: Also wenn wir in uns rohen, fest und unser Selbsthaben selbst vertrauen, dann haben wir die Fähigkeit jeden Zufall zu leiten und zu nutzen.

00:19:33: Also sehr schön gesagt!

00:19:37: Jeder Mensch hat auch Goethe war jeder Tag voller Dicke, mit denen er nicht gerechnet hatte.

00:19:45: Aber die Kunst ist

00:19:46: da ja...

00:19:47: Damit zu jonglieren.

00:19:48: Das ist so schön in dem Klauz, das schwingt sich auf den Himmel und guckt mal wo der Wind hinkommt!

00:19:53: Ich schwinge mit, die ist mitschwingend.

00:19:56: Das war überhaupt die Philosophie des Taoisten nicht so gestalten eingreifen Planen sondern eher mitschwinge mit dem Leben.

00:20:05: Und dieses Mitschwingen das ist auch das Zentralargument um den Kreis zu schließen hin zu dieser Resonanz Theorie von Hartmut Rosa dass das Schönste isst das mitzuschwingen Mit zu schwingen, mit einem gegenüber am besten.

00:20:20: Demann aber und dass es die Voraussetzung nicht berechnen kann.

00:20:24: Sondern das ist ein Moment der da geschieht... Und wenn du weißt was er sagt und wie etwas was er fühlt dann ist die Resonanz das ist schon was ganz anderes.

00:20:33: Dann ist das eine starre Kette.

00:20:36: so eine Resonanz heißt mitschwingen wohin es gerade in unserem Gespräch oder in unserem Gefühlsaustausch wohin ist gerade hin schwingt?

00:20:46: Und das unverfügbare, unberechenbare ist ein ganz wesentliches Element davon.

00:20:51: Jetzt tendieren wir gerade auch in unserem Gespräch ja sehr stark eben auf diese positiven Aspekte des Zufalls.

00:20:58: genauso gut könnte man also und nennen wir es eben Glück habe ich Glück gehabt ne?

00:21:03: Eine Glückssträhne.

00:21:05: da haben sich eine positive Zufälle verkettert und haben was Cooles ergeben und abgefahren.

00:21:14: jetzt haben wir draußen ordentliches Gewitter.

00:21:17: Ich weiß nicht, ob ihr das jetzt auch hört.

00:21:18: Aber es passt irgendwie ganz gut zu unserem Thema.

00:21:23: Aber genauso gut könnte man ja eben auf so eine Pechsträhne oder eben auf negative Zufälle schauen.

00:21:31: wo man so ein Gefühl hat gibt's ja auch diese Sprüche sieben Jahre.

00:21:34: auf sieben fette Jahre folgen sieben schlechte jahre oder.

00:21:38: ich hatte ne Glücksträhn und jetzt bin ich leider vom Pech verfolgt.

00:21:43: Klar, es sind eigene Interpretationen und eine eigene Wahrnehmung.

00:21:46: Und das sind Vorstellungen die man da hat... ...und jetzt kann's ja nur noch schief gehen,... ...weil ich jetzt schon dreimal im Pokern verloren hab, werde ich auch noch ein viertes Mal verlieren.

00:21:54: Also insofern würdest du als solches Abtun oder muss man einfach damit rechnen?

00:22:00: Ja sowas kann passieren!

00:22:01: Es kann einfach mal eine längere Phase echt schlecht laufen.

00:22:05: und noch damit muss man irgendwie klarkommen.

00:22:09: Man muss mit dem Phänomen klar kommen, dass die Dinge planwürdig verlaufen und manchmal im ersten Moment so aussehen wie ein Pech.

00:22:17: Unglücksträhne!

00:22:19: Aber das ist die Bewertung.

00:22:21: Und da haben die Philosophen diese Bewertungen... Das ist meine Vorstellung.

00:22:26: Ändere die Vorstellungen.

00:22:28: Sieht doch mal was da Positives drin ist.

00:22:31: Für den Weißen gibt es keine Pechsträhne.

00:22:34: Sokrates sagte man, für den Weisen gibt es eigentlich keinen Unheil für den

00:22:38: richtigen.".

00:22:39: Das heißt er wird aus allem etwas machen und er wird der Viktor Frankl, der viel Schlimmes erlebt hat.

00:22:46: Er wird aus jeder Tragödie fähig sein eine Triumph zu machen auch Motto meines ersten Buches.

00:22:54: Konfuzios Derweise versteht Unglück in Glück zu verwandeln.

00:22:58: das heisst diese Konstellation besteht nur für den, der sagen wir mal nicht der historischen Philosophie oder der großen Praktischen Philosophy, der antike folgt und dann ganz schnell mit seinen Bewertungen dabei ist und daran festhält.

00:23:15: Nicht schaut was vielleicht das Planwidrige oder zunächst einmal wie ein unheil daherkommendes Ereignis, was man daraus auslernen kann.

00:23:27: Ich hatte gestern noch ein Gespräch mit jemandem, der einen schwere Schicksalsschlag niedergestreckt hat oder mit dem er jetzt zu kämpfen hat für den Rest des Lebens.

00:23:38: Aber immer wieder muss ich darauf konzentrieren, dass das überhaupt nicht ein Urteil darüber ist, dass jetzt das Leben unglücklich sein muss sondern auch ein erhebliches Potenzial ist.

00:23:51: aus Leiden kann man etwas machen.

00:23:52: Tecna dann sagt, da ist eine Energie drin.

00:23:55: es geht halt nur darum wie beim Aikido die Energie des Angreifers umzulenken in was anderes also die Energie, die im Leiden steckt.

00:24:04: in dem ersten Urteil O-Weiss ein Unglück in etwas anders verwandelt und dann entfällt die Kette das Unglücks und wahrscheinlich auch das erste Erlebnis schon gar nicht mehr so dass es einen Unglück gibt.

00:24:17: Es ist eben so wie es ist, ich nehme das an und jetzt mache ich da was raus und dann schauen wir mal in zwei Jahren frag mich mal was ich daraus gemacht habe und was daraus entsprungen ist ob das wirklich so eine Kette unangenehmer Dinge jetzt war die nicht die kein Ende gefunden hat oder ob da nicht etwas raus was anderes raus entsprungen ist.

00:24:37: Ich habe dieser Person auch gesagt, dass ich auch mal eine schwere Operation hatte mit langen Folgen zwei, zweieinhalb Jahre leiden.

00:24:46: Ja aber dann die Jahre danach und es sind mittlerweile einige Jahre zähle ich mich zu den glücklichsten in meinem Leben und ich glaube das hat er auch... Die Ursache hatte auch noch eine Ursache darin dass ich da so sehr gelitten habe, also aus Leiden lernen und etwas Gutes machen.

00:25:05: Von daher ist schon diese Kette von uns nur Perspektive, nur eigene Vorstellung.

00:25:12: Und die wird man schon leicht durchbrechen können wenn ich ein bisschen flexibler mit umgehe Chancen herausforderung mindestens Duldsamkeitsübungen sehe und dann tatsächlich, ich glaube daran Das ist der Kern der praktischen Philosophie, ein Kern der Praktischen Philosophy der Antike.

00:25:30: Man kann aus jedem Unglück einen Glück machen!

00:25:35: Da schwingt ja auch so'n bisschen die Vorstellung mit dass das Ganze vielleicht ja eh alles eine Art Vorhersehung oder ein vorgeordnetes Prinzip in einem vorgeordneten Prinzip folgt also dass es vielleicht gar kein Zufall ist sondern alles ein großer sei's göttlicher oder wie auch immer zusammengefügter Plan ist.

00:25:53: Ich glaube, die Historiker schauen noch so auf die Welt.

00:25:56: Genau

00:25:57: so!

00:25:58: Das ist Gottes Wille und der Gottes Willi ist mehr wichtig als meine.

00:26:01: Also kommt mir etwas zu meinen Willen, da heißt man nicht dass es auch gegen Gottes Willes ist?

00:26:06: Nein das gibt's gar nicht.

00:26:07: Die hatten tatsächlich einen Glauber an die Vorhersehung und sagten dann auch also dem Schöpfer habe ich alles zu verdanken, ich nehme an was er mich schickt und das integriere ich sogar in meinem Willen.

00:26:19: und deshalb sagte Epiktät Da er auch das wollte, was Gott will.

00:26:24: Was er vielleicht aber gar nicht weiß, was der Gott jetzt im nächsten Moment mit ihm vorhat geschieht dem Stoiker eigentlich nie etwas gegen sein Willen weil er hat in seinen Willen bei jeder Unternehmung von vornherein schon integriert.

00:26:38: Vielleicht will es Gott anders.

00:26:41: Sennica sagte ja, der will nicht nur die Sache anders sondern er will sie vielleicht sogar besser.

00:26:46: im Grunde Und das integriere ich in meinen Willen, kommt also etwas gegen mein primären Willen.

00:26:53: In meinem Ziel.

00:26:54: Etwas dazwischen so heißt es nicht dass etwas überhaupt gegen mein Leben geht sondern ich habe von vornherein schon integriert wenn es anders kommt dann will ich das so wie es kommt

00:27:06: und so schaust du auch grob oder also folgst du uns durch gerne auch in dem Bereich?

00:27:10: Nein,

00:27:10: so nicht!

00:27:11: Ich bin eher so neutral.

00:27:13: Also erstens mit dem Begriff der Vorsägung habe ich Probleme oder das alles Gott gewollt.

00:27:21: Das habe ich nie ganz verstanden, oder ich konnte es jedenfalls nicht unterschreiben und das habe ich mir nicht angewöhnt.

00:27:27: Aber die Gleichungsdrücke haben gesagt in der Kraft und im Gebrauch unserer Vorstellung liegt die Seelenruhe, dass Wohl befinden, die Freiheit und der gute Fluss des Lebens.

00:27:39: Mit meinen Vorstellungen kann ich tatsächlich Die erst fällen das Urteil über das, was geschieht.

00:27:47: Also es gibt die historische Philosophie der folge.

00:27:50: ich ganz und diese These auch ist ja so mit einem Ereignis ist auch eine soforten Gefühl da Und das ist natürlich erstmal vielleicht negativ weil ich wollte es doch anders Aber dann kommt die Vernunft dazwischen.

00:28:03: sofort bevor Ich wirklich jetzt in Verzweiflung verfalle kommt die vernunft Und die kann das beurteilen, das Gefühl.

00:28:10: Sie können sagen das Gefühl ich nehme das Gefühl an oder ich lehne es ab.

00:28:16: also ich sage nach pro Heereses Zustimmung Ich stimme dem Gefühl zu

00:28:20: oder stimme den

00:28:22: nicht zu.

00:28:23: und nicht zu heißt jetzt nicht dass ich es verdränge sondern ist schon mal da.

00:28:26: Jetzt gucke ich aber mal anders auf die Sache was Gutes rausmachen und dann kommt am Ende ein ganz anderes Gefühl raus.

00:28:33: Und das führt dazu, dass es da vielleicht kein Unglück gibt nur Herausforderungen Chancen Übungen oder eben Phasen ja die wo ich jetzt mich auf eine nächste Epoche des Glücks vorbereite lebe ich ein bisschen Leide.

00:28:48: also auch das Leiden annehmen.

00:28:49: Dann und so können wir mit unseren Vorstellungen aus allem etwas doch was machen insbesondere uns vor dem gefühlschützen Versagt zu haben oder es ist alles schief gegangen, das muss gar nicht sein.

00:29:05: Das geschieht in unserem Kopf und genauso wie es da geschieht können wir durch Veränderung der Perspektive, durch eine andere Beurteilung, einen weiteren Blick daraus was Positives machen.

00:29:17: Und das mindestens, dass ich nicht in der Verzweiflung verfalle.

00:29:20: Sondern vielleicht mir sagen kann so jetzt hat sich erwischt.

00:29:23: Das wusstest du ja keiner kommt davon.

00:29:25: Jetzt gehst du mal durch die Durch das Tal des Leidens.

00:29:29: Du weißt ja Dass es dir die Kraft gibt Vielleicht wieder zu einer großen neuen Freude dich aufzuschwingen.

00:29:36: Es gehört ja dazu Freude, wie so gerade es sagte.

00:29:40: Freude Glück und Unglück oder Freude.

00:29:43: Und Leid sind an der Sperrspitze zusammengebunden.

00:29:46: Du kannst das eine nicht ohne dass andere haben also in der Richtung.

00:29:50: Das finde ich allerdings sehr überzeugend.

00:29:52: so damit arbeite Ich arbeite nicht mit der Vorsehung oder so.

00:29:55: aber Aber bei jedem sage ich mir immer So was will man das denn sagen?

00:30:00: Das klingt so wie eine vorsehungen Und dann schaue ich aber, im Grunde benutze ich diesen Spruch nur um perspektivisch das was geschehen ist abzutasten und die Chancen da auch wirklich wahr zu nehmen.

00:30:15: Oder die Herausforderung oder die Übung, die darin liegt.

00:30:18: Um das anzunehmen ja zum Leben zu sagen, auch zu diesem Ereignis Ja zu sagen.

00:30:24: Mein Abbinder auf dem Thema Zufall ist glaube ich dass sich... Also ich sehe es sehr ähnlich wie du.

00:30:31: allerdings Er glaubt da eher immer so dran, dass sich alles schon irgendwie fügen wird und hat da eben so eine gewisse Grundvertrauen.

00:30:38: Dass aus den vielen Zufällen die einem am Tag so passieren, dass ich da letztlich schon irgendwas Positives dann auch wieder daraus ergeben würde.

00:30:46: und ja das dann vielleicht diese negativen Zufälle oder das Pech, vielleicht irgendwelche Zwischenschritte sind auf dem Weg zu einem dann letztlich doch positiv verlaufenden Tag oder Ja-oder Leben

00:30:58: Ja, ich würde das nur ergänzen.

00:31:00: Es ist nicht so dass es fügt sich schon sondern du fügst es dem weißen.

00:31:06: geschieht alles nach seinem Willen oder irgendwie.

00:31:09: es fügen sich schon aber Das liegt sehr viel an dir selbst.

00:31:13: Das ist gar nicht.

00:31:14: es fügt sich, da kommt schon wieder was Gutes.

00:31:17: Du machst es so und wie du es auffassst dann kannst du es also gut.

00:31:23: zu leben heißt sich einfügen.

00:31:25: auch die Dauisten sagen sie mit schwingen mit dem Dao in den mit dieser Energie mit den Ereignissen sich anpassen sein wie Wasser.

00:31:33: das Wasser riecht sich auch nicht darüber auf dass da jetzt ein Berg runter wird das sei jetzt ein Felsen kommt sondern es fließt umrum immer ans Ziel und so ist ein bisschen mit der Weisheit.

00:31:46: Und dann am Ende ist das nicht so, dass es sich gefügt – das ist keine nebulöse Macht!

00:31:53: Sondern dass die persönliche Weiszeit oder die Kunst mit all dem umzugehen, aus allem etwas Gutes zu machen, in Glück zu verwandeln.

00:32:06: Bei dieser Kunst bin ich zwar noch weiterhin Anfänger, da muss man demütig bleiben... Aber auf dem Weg immerhin und wenn ich jetzt so eben nach diesem Gespräch mit dir das nochmal bewährte, diese am Anfang beschriebene Situation würde ich sagen nein es war auf jeden Fall eine Verkettung von glücklichen Zufällen die mir diesen wunderschönen lustigen Tag am Tegernsee beschert hat.

00:32:26: Und ja hinten daraus.

00:32:27: meine Frau ist mittlerweile auch nicht mehr sauer.

00:32:29: also es passt alles jetzt wieder.

00:32:31: Ja schön!

00:32:32: Ich stutzte auch als du sagst... Fügung, ungewöhnliche Umstände.

00:32:36: Ich habe verstanden das so Schwierigkeiten und es ist natürlich nicht zu schön wenn deine Frau sich Sorgen macht.

00:32:44: Auf der anderen Seite würde ich darüber sagen, es ist ja schön dass sie sich sorgbar, stell dir vor, da ist eine

00:32:48: Frau die sich kaltesorgen macht!

00:32:51: Das

00:32:51: ist ein Fall des Perspektivwechsels.

00:32:53: jetzt nicht traurig darüber sein, dass man seine Frau betrübt hat sondern glücklich darüber zu sein Dass man bei ihr noch Gefühle wetten kann nach all der Zeit.

00:33:05: Ich sag's sich schön, das ist doch diese Sorge, ein Liebesbeweis!

00:33:09: Also selbst wenn man das Ende mit rein nimmt, kann man von einer Glocken nur glücklicher Umstände drehen.

00:33:16: Absolut und damit lasst uns heute überwenden.

00:33:18: Albert vielen Dank für deinen Input.

00:33:19: Danke euch fürs Zuhören.

00:33:21: Danke dir Jan.

00:33:22: Bis zum nächsten Mal.

00:33:23: machts gut tschau-tschau.

00:33:30: Tschüss Mit Dr.

00:33:33: Albert Kitzler und Jan Lipolt www.pudel-kerren.com.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.