#220 Glaubenssätze 6. Wie uns negative Glaubenssätze begrenzen.
Shownotes
„Wir leiden häufiger in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“ (Seneca)
Glaubenssätze sind tief verwurzelte Überzeugungen, die unser Denken, Fühlen und Handeln prägen. Oft sind es Geschichten, die wir uns über uns selbst und das Leben erzählen – und die uns Orientierung geben, uns aber auch einengen und begrenzen können. In dieser fünften Glaubenssatz-Folge haben Albert und Jan deshalb bewusst vier verbreitete negative Glaubenssätze ausgewählt und fragen, wie viel Wahrheit tatsächlich in ihnen steckt.
In dieser Pudelkern-Folge geht es um die Glaubenssätze:
- Ich bin so, wie ich bin. Ich kann mich nicht verändern.
- Glück muss man sich verdienen.
- Wer loslässt, verliert.
- Es ist zu spät, noch einmal neu anzufangen.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Heraklit, Aristoteles, Pindar, Konfuzius, Epiktet, Epikur, Laotse, Seneca, Marc Aurel, Buddha
Weiterführende Links:
- „Die mentalen Bremsen lösen“ Spektrum der Wissenschaft- Artikel darüber, wie unser Selbstbild uns begrenzen kann und warum ein dynamisches Mindset Veränderung ermöglicht.
- „Übungsplatz: Giftsätze“ Psychologie Heute- Checkliste, wie negative Glaubenssätze unser Denken prägen und wie wir lernen können, sie zu hinterfragen.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freundinnen der Philosophie und der Lebenskunst bei der Pudel unter Kern.
00:00:22: Heute mal wieder eine Folge mit Glaubenssätzen die wir wahrscheinlich alle irgendwie tief verinnerlicht haben die Welt irgendwie mitgegeben hat, die uns prägen und es sind letztlich auch so Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen.
00:00:40: So kommt's mir vor oder zumindest Glaubenssätze, die wir für heute mal so rausgesucht und vorbereitet haben.
00:00:47: Das sind alles ebenso diese Geschichten, von denen wir uns über uns selbst erzählen und die uns vielleicht auch ein bisschen einsperren, die so ein Gefängnis sind und uns begrenzen.
00:00:58: also ich glaube ich kann vorwegnehmen es werden heute eher negative Glauben-Sätze sein.
00:01:04: Es gibt ja durchaus auch positive.
00:01:05: Wir kümmern uns heute eher um negative Glaubenssätzen.
00:01:10: Und ich steig gleich mit dem Ersten ein und der heißt, Ich bin so wie ich bin.
00:01:16: Ich kann mich nicht verändern!
00:01:18: Ich sage nicht dass ich diesen Glaubenssatz verinnerlicht habe... ...ich kenne einige Menschen, ich hab das schon öfter mal gehört.
00:01:25: I am what i am gibt's ja auch in Song.
00:01:28: Er bedeutet letztlich oder ich interpretiere es so, dass was ich was mich ausmacht.. ..das ist unveränderlich.
00:01:35: Das hat mich meine Entwicklung da zu einem Endpunkt gekommen Und damit muss ich jetzt irgendwie klarkommen und versuche auch mich nicht zu verändern.
00:01:43: Ist da vielleicht der Subtext?
00:01:44: Und umgekehrt könnte man sagen, die Philosophie und insbesondere Aristoteles glaube ich ja auch sagt ja... Nee durch Übung kannst du dich jederzeit verändern!
00:01:55: Und auch die moderne Forschung, die neuropsychologische Forschung Neuroplastizität sagt ja auch Ne, da ist einiges an Veränderungspotenzial was in uns schlimmer hat.
00:02:06: Also wer hat jetzt recht?
00:02:07: Der Glaubenssatz oder die antike Philosophie oder die moderne Psychologie?
00:02:11: Ja also um da mal anzuklüpfen Neuplassität heißt eigentlich dass ich mich in jedem Moment verändere.
00:02:17: Ich kann dem gar nicht ausweichen mich zu verändern.
00:02:20: und dennoch diese Sprüche sie sind ja nicht nur unser sagen wir mal Überlieferungsbestand oder so verinnerlichte.
00:02:28: nie.
00:02:28: in einer Weise wurden immer wieder gesagt da steckt auch immer eine Ware und zwar auch in dieser Aussage, ich würde dazu sagen erstmal ja oder nein.
00:02:37: Es gibt tatsächlich so ein, finde ich einen Kernbestand einer Persönlichkeit der Individualität den ich nicht verändern kann und vielleicht auch nicht ver ändern sollte.
00:02:50: Der drückt sich daran aus wenn es heißt bei Pinnender Werde der du bist.
00:02:54: Ja wenn's da keinen Kern bestanden gibt dann muss mir das auch nicht zum Ziel setzen.
00:02:58: Es ist aber ein wichtiges Ziel Wenn wir von Authentizität sprechen, von Wahrhaftigkeit.
00:03:03: Da haben wir immer so es gibt etwas in uns das wir leben sollen und dass ist vielleicht auch ein fester Bestand.
00:03:10: dem soll ich auch erkenne.
00:03:12: Erkenne dich selbst wenn das sowas Schwammiges wäre.
00:03:16: ja also da gibt es diesen Kernbestand.
00:03:18: das drückt sich ja aus.
00:03:20: sie kann mich nicht verändern.
00:03:23: Ganz berühmte ist ja die Urworte Orphish von Goethe, wie an dem Tag der Dicht der Welt verliehen.
00:03:33: Die Sonne stand zum Gerüße des Planeten.
00:03:35: bist also... und fort und fortgedien nach dem Gesetz, wonach du angetreten bist.
00:03:44: So musst du sein!
00:03:45: Du kannst dir nicht
00:03:45: entfliehen.".
00:03:46: Das ist es also.
00:03:47: man kann nicht vor sich weglaufen.
00:03:48: da gibt's so einen Kernbestand.
00:03:50: ich finde darum geht es auch den zu verwirklichen den herauszuarbeiten aber Man muss ihn befreien von Fremdprägung.
00:03:58: Wir haben auch steckt unglaublich vieles in uns drin, das nicht zum Kernbestand gehört und Gott sei Dank können wir uns da verändern oder es betrifft sehr sehr Vieles.
00:04:09: Deshalb können wir Uns Befreien Von leidvollen Zuständen von leidfohlen Emotionen Und können hin können und sollen sogar daran arbeiten Dass unser Leben gelingt dass ein glückliches Leben führen.
00:04:22: und da sind eine Menge Neuronale Verbindungen, die sind nicht in Stein gemeißelt.
00:04:28: Die verändern sich immer und ich kann sie ganz bewusst durch Übungsprozesse, durch Schulung, durch philosophische Bildung und durch üben, üben.
00:04:36: Kann ich tatsächlich mich in vielen Bereichen auch verändern?
00:04:40: Das gilt auch!
00:04:41: Ob ich letztlich mir selbst da irgendwie entfliegen kann, ob es da etwas gibt oder was sich nicht verändern kann.
00:04:47: Lass dich dahin gestellt!
00:04:49: Ich glaube daran dass es so einen Kernbestand gibt.
00:04:51: deshalb ist es erkenne Dich Selbst sinnvoller Satz.
00:04:55: Authentizität Wahrhaftigkeit sind sinnvolle Begriffe und wir sollten dafür kämpfen diesen Kern Bestand in uns zu entdecken.
00:05:03: werde der Du bist entdecke ihn und lebe danach dann kommst du in einen guten Floh.
00:05:09: Und wir kennen vor allem das Gegenteil und das ist die Wurzel von vielen Leiden der Menschen.
00:05:15: Wir nennen es auch zu Recht Entfremdung, wir werden uns selbst fremden.
00:05:20: Wir leben nicht das Leben was wir leben wollen, was uns vorstellt, wonach tiefe innere Bedürfnisse uns aufrufen die Stimme der Seele, sondern wir leben davon weit weg.
00:05:33: und ich glaube Glück hat viel damit zu tun Entfremdungen in verschiedensten Formen, die immer wieder eintreten, indem man auch rein rutscht.
00:05:40: Die sich entwickeln und in die wir hineingeworfen und geboren werden.
00:05:44: Denn wenn wir anfangen selbstständig zu leben dann finden wir uns vor mit sehr vielen Fremdprägungen Mit Erfahrungen, Erlebnissen, die uns geprägt haben mit der Erziehung, mit der Sozialisation die irgendwie in uns hineingetrichtert worden sind, so finden wir uns vor.
00:06:05: kann man an guten und schlechten Trieben, wie es in der Antike heißt oder noch zugespitzter eine stinkende Kneipe in denen die Dämonen ständig ein- und ausgehen.
00:06:16: Und dann da in dieser stinkenden Kneipe aufzuräumen oder in dem wüsten Seelengarten da einen schönen Garten rauszumachen.
00:06:24: das ist unsere Aufgabe und das hat sehr viel mit ständigen laufenden und vielleicht bewusst gesteuerten und philosophisch begründeten Veränderungsprozessen zu tun Und da gibt es sehr, sehr viel zu tun.
00:06:36: Da stimmt der Spruch dann nicht.
00:06:39: Aber ist das beides?
00:06:41: Es ist entscheidend dass so richtig differenzierst.
00:06:44: Ich habe gesehen oder gelesen in der Psychologie man von In zwei Grundhaltungen entspricht, das eine nennt man eben so Fixed Mindset.
00:06:55: Also was diesem Glaubenssatz zur Gründe liegt ich kann mich nicht verändern.
00:07:01: mein Mindset ist fixiert.
00:07:02: damit muss sich irgendwie klarkommen und es an also Karol Dweck, ich hoffe ich spreche ihn richtig aus hat das wohl so diesen Begriff geprägt.
00:07:12: Und das Zweite ist das Growth Mindset, also sprich dass man eben davon ausgeht, dass man durchaus noch wachsen kann sich entwickeln kann durch Übungen ja eben ein growth mindset entwickelt.
00:07:24: Das jetzt immer die Frage muss alles Wachstum und noch größer noch besser werden?
00:07:27: aber vor allem halt die Grundüberzeugung Ja ich kann mich verändern und so aus dem Bauch raus würde ich sagen natürlich ist dieses Wachstooms diese Geisteshaltung des inneren Wach stooms was Positiveres
00:07:41: Ja, aber da findest du eben auch die Differenzierung.
00:07:44: Auch er ist der Meinung dass es da irgendetwas gibt was fix ist.
00:07:49: ich würde das nicht Mindset nennen weil der Mindset klingt so wie Vorstellung die Art wie ich denke und da kann ja eigentlich alles ändern.
00:07:55: Ich denke eher so an Seelengrund oder dieser Seelengarten ist ein Stück Land das dir gegeben worden ist also genetische Prägungen Also ein Kernbestand.
00:08:08: Sehr schwer zu definieren, dass es den gibt und ich würde dir nicht als Mindset, also Mindset würde ich eher so sagen das sind die vorstellende Philosophie, die ich mir aneigne, die ständig verändern kann sondern irgendwie so ein Kern bestand Grundbestand des... des seelischen, der auch vielleicht mit Anschauung verbunden ist.
00:08:29: Aber eher darin sich zum Ausdruck kommt als dass er das ist aber dass es da irgendetwas Festes oder Bleibendes gibt und die Individualität kennzeichnet.
00:08:43: Es ist sehr schwierig, es zu fassen.
00:08:45: Aber da glaube ich dran und das meint er dann damit auch.
00:08:48: aber zurecht.
00:08:49: wichtiger oder kann man nicht sagen wichtig ist es wichtig den festen Stand zu erkennen.
00:08:56: eben werde der du bist authentisch zu leben im guten Floor zu kommen hat viel damit zu tun, dass du dich findest.
00:09:03: Dass du dieses unveränderbaren Kern in dir findest das was sich prägt aber davon auch das unterscheiden was du ändern kannst und was eher eine Last ist.
00:09:15: die Historiker sagten dann und daran dachte ich bei dem Mindset in dem Gebrauch der Vorstellung liegt der Seelenfrieden der gute Flusseslebens die Freiheit in einer Unabhängigkeit das Wohl befinden also da in dem Gebrauch der Vorstellung, also wie ich denke und das klingt so wie... Also den Mindset kann nicht ändern.
00:09:36: Aber welche Werte ich dann in diesem Mindset verankere?
00:09:39: Wonach soll ich denn streben
00:09:40: etc.?
00:09:41: Das hat vielleicht auch viel mit meinen Grundbedürfnissen zu tun und zu einem Grundbestand von Bedürfenissen, denen ich vielleicht gar nicht ändern
00:09:47: kann.".
00:09:48: der vielleicht sogar allgemein menschlich ist.
00:09:51: Vielleicht das Bedürfnis nach Liebe, nach Anerkennung also Selbstwirksamkeitserfahrung gute zwischen menschliche Beziehungen als Basis für ein gelungenes Leben ich glaube da hat jeder Mensch das bedürfen ist und dass es einen Teil von jedem Menschen und er ist vielleicht nicht veränderbar.
00:10:08: Das Bedürftnis ist da Ich kann es ausleben oder nicht ausleben ich kann es übergehen ich kann weg drängen aber es bleibt da.
00:10:17: desto mehr ich mich dem annähere und desto mehre ich danach lebe, desto glücklicher werde ich vielleicht wieder live freier.
00:10:22: Je mehr Ich mich davon entferne, entfremde von diesem Grundbestand desto ungefähr wird mein
00:10:27: Leben.".
00:10:28: Vielleicht gipfelt das Ganze ja in dem Zitat was ich jetzt nicht zuordnen kann aber was auch von dir gelernt habe der Charakter ist ein Schicksal was man im ersten Blick so interpretiert.
00:10:41: Das was dir da wurde reingeworfen, das ist dein Schicksal.
00:10:45: aber eigentlich habe ich verstanden sollte man es eher so interpretieren.
00:10:50: Ja diese Grundvoraussetzungen dieses authentisch diesen Wesenskernen dem Charakter den hast du aber auch deinen Schicksale daran zu arbeiten das weiterzuentwickeln das zu formen auszuformen
00:11:02: ja dass schön zusammengefasst, der Stamm von Heraklit und der Galt schon in der Antike als sehr dunkler.
00:11:09: Also genau weiß man das nicht.
00:11:10: was auch bei jetzt.
00:11:11: aber vielleicht hat er genau das beides gemeint.
00:11:14: dass es da so einen Kernbestand gibt ist auch dein Schicksal im Video der genetische Kot, die Eltern oder die Kultur in die Duke bohren bist.
00:11:24: Die dich prägen.
00:11:25: und diese Prägung kannst du vielleicht nicht ablegen.
00:11:28: aber er meinte ganz bestimmt auch dass du an deinem Charakter arbeiten kannst und das du selbst quasi dein Glück oder Unglück in der Hand hast.
00:11:36: also für deinen Glück arbeiten kannst indem du nämlich deine Persönlichkeit entwickelt gut in die richtige Richtung entwickelst philosophisch von dir deine Werte setzt und dein Denken wollen.
00:11:47: Und Verhalten und Sprechen danach ausrichtet es, dann wird das Leben gelingen.
00:11:53: Das liegt in deiner Hand und das kannst du auch
00:11:55: verändern.".
00:11:56: Vielleicht meint er beides?
00:11:58: Gut!
00:11:58: Dann schlag ich vor wir wechseln mal rüber zum zweiten Glaubenssatz den wir rausgesucht haben der lautet Glück muss man sich verdienen.
00:12:06: ja das ist würde ich sagen klingt sehr leistungsorientiert da.
00:12:11: Liebe und Anerkennung, Selbstwert werden da eben an Leistungen gekoppelt.
00:12:16: Man muss erst mal was schaffen bevor man sich etwas gönnen darf.
00:12:21: alles auch Sachen mit denen ich mich schon ein bisschen identifizieren kann.
00:12:24: Ich denke dass da so eine leistungsorientierte Erziehung vielleicht ja eben der Hintergrund ist was so diese Prägung geschaffen hat.
00:12:31: aber die dunkle Seite dieses Glaubenssatzes Heißt halt Erschöpfung, schlechtes Gewissen wenn man sich ausruht.
00:12:40: Übertriebene, man ist nur dann happy wenn man so und so viele Haken an seinen To-do List am Tag über den Tag gemacht hat.
00:12:48: Muße ist was Schlechtes das sind alles.
00:12:50: das können negative Effekte von einem verinnerlichten Glaubenssatz sein.
00:12:56: Ja, genau.
00:12:56: Also erstmal würde ich auch da differenzieren.
00:13:00: Glück verwenden wir vornehmlich in zwei Bedeutungen die doch deutlich voneinander unterschieden sind zufallsglück Ich habe sechs im Lotto oder sowas von außen.
00:13:12: so geschieht Da kannst du gar nichts für machen.
00:13:14: Na gut wenn du keinen Lottoschein ausfällst Ich kann es auch keine sechs Richtige bekommen.
00:13:19: Aber so dieses Zufallsglück, das ist wie das Wort schon sagt, dass es schwer hat sich das zu verdienen, das kommt oder geht und so gibt es im Leben eines jeden Menschen viele glückliche Umstände die Zufälle und viele unglückliche Zufall auch.
00:13:33: Das hat mich verdient nicht zu tun.
00:13:35: aber das Lebensglück da zieht es eher hin, dass ich mir ja erarbeiten kann.
00:13:40: Dass in meiner Hand liegt oder dass ich mindestens von mir aus beeinflussen kann.
00:13:45: davon ist ganz bestimmt sogar davon die Rede.
00:13:47: Ich würde sagen, man muss erst mal genug leisten bevor man glücklich sein kann.
00:13:51: Ja
00:13:52: und da kommen wir auf diese Problematik auf die du hingewiesen hast.
00:13:55: also ich denke auch dass dieses Glück das in einer der eigenen Hand liegt dass man nicht eben vom Himmel fällt sondern dass man da entweder was für tut klug es dafür tut dass er ihn wirklich voran bringt oder auch schlechtes dafür tut oder man arbeitet dann auch gegen sich Man arbeitet dann seinem eigenen Unglück.
00:14:15: Insofern ist man seines Glückes Schmied, also es liegt in unserer Hand.
00:14:19: Dieses Leistung muss man sich verdienen.
00:14:22: Daher sind Begriffe aus einer Leistungsgesellschaft vielleicht auch so einer kapitalistischen Gesellschaft und man kann leicht das rechte Maß verlieren wie ich da arbeite oder man kann es verwechseln mit dem was in einer kapitallistischen gesellschaft als zu Lebensziele propagiert wird beworben wird, was auch als Grundelement dieses Systems ist und das funktionieren.
00:14:50: Dieses System, dass Konsum verkaufen
00:14:52: usw.,
00:14:53: unhöher, größer weiter... Was eine Dynamik ist die positive Aspekte hat.
00:14:58: aber wenn man es damit verwechselt, dass ich jetzt immer Und mich einen Druckaufbau oder nicht das Maß gehen und auch nicht weiß, wo ich denn da arbeiten muss.
00:15:09: Wie ich mir das dann verdiene und verwechseln?
00:15:12: Ich verdiene es mir jetzt ja mit einer großen Karriere – mit viel Geld, mit viel Ansehen und Ruhm.
00:15:18: Dann vermische ich diese Kategorie.
00:15:21: Da deutet das ein bisschen darauf hin.
00:15:23: Vermische ich kapitalistische Werte mit Lebenswerten!
00:15:28: Und da muss man auch... dann komme ich natürlich durcheinander.
00:15:32: Wenn ich Lebensglück meine, dann hängt das sehr viel von der Arbeit in mir selbst, in meinem Seelengarten, in meinen inneren seelischen Leben weniger mit dem was im Außen mache.
00:15:41: Das aber interessiert eine Gesellschaft beziehungsweise ein kapitalistisches System und das versteht es unter Verdien.
00:15:48: Dass ist wie der Verdienst den du für deine Arbeit bekommst.
00:15:51: Also da verwechselt sich das eine mit dem anderen.
00:15:54: Da muss man aufpassen.
00:15:56: Dann kommen die ganzen Probleme rein, auf der das kapitalistische System auch aufbaut und dass es immer mehr, immer größer ist.
00:16:05: Also im Wachstum.
00:16:06: Immer Wachsstum, Wachsstum und Konsum.
00:16:10: Und so erreiche ich mein Glück nicht so verfählig.
00:16:14: Ich habe im Gegensatz dazu jetzt häufiger mal den Spruch gehört, glücklich sein ist eine bewusste Entscheidung Und das ist ja für mich genau der Gegensatz dazu.
00:16:27: Also es ist eben nicht etwas, was ich mehr verdienen muss sondern es ist etwas wo ich mich bewusst für entscheiden muss.
00:16:33: wie schaue ich jetzt auf das, was da heute am Tag vor mir liegt?
00:16:36: Wie schau ich drauf, wie ich mit Schicksal oder anderen schwierigen Themen umgehe dass sich eben vielleicht trotzdem glücklich sein kann völlig unabhängig davon was ich heute geleistet habe.
00:16:48: Also ich weiß jetzt nicht, wie das zu verstehen ist.
00:16:51: Jedenfalls ist es nicht nur eine bloße Entscheidung in meinem Kopf und dann werde ich glücklich.
00:16:58: Ich denke man muss tatsächlich etwas dafür tun.
00:17:00: Man muss an seiner Persönlichkeit arbeiten.
00:17:02: Wir werden ins Leben geworfen mit einer Menge Knoten, mit einem Menge Prägungen die uns gar nicht gut tun.
00:17:08: Die müssen wir aufarbeiten, wir müssen uns weiterentwickeln.
00:17:11: Wir müssen das Gute erkennen was hilfreich ist, was dauerhaft Glück verschafft und dann danach leben.
00:17:18: Und das vielleicht auch eintrainieren, dass ich danach lebe als üben diese... Kognitiven Umstrukturierungsprozesse, die muss ich machen.
00:17:26: Das Entscheidende ist mir eher so.
00:17:28: das klingt so...
00:17:29: Ist dir zu einfach?
00:17:30: Zu sehr wie ein Schalter den man umlegen und umlegen muss!
00:17:32: Nein, die Wahrheit finde ich daran also dass man sich in seinem Leben klar sein muss.
00:17:37: was ist jetzt nun mein letztes Ziel?
00:17:40: Ist es jetzt Geld, Brum, Reichtum oder ist es Glück?
00:17:44: Das ist sehr wichtig, da der Mensch überhaupt.
00:17:47: häufig kommt er gar nicht dazu zu sehen.
00:17:49: Das ist doch klar, ich entscheide mich jetzt nicht hier für die Karriere oder für die, sondern nur insofern es ich erst vereinbaren kann mit meinem Lebensglück.
00:17:57: Aber ich entscheide mich letztlich.
00:17:59: das Wichtigste in meinem Leben ist nicht Geld, ist keine Karriere, ist nicht Rom oder irgendwas Äußeres, sondern ist das Gefühl ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.
00:18:10: Und wenn man das wirklich klar im Kopf als Herrschendes, als wichtigstes Ziel hat ist, dass man sich klar dafür entscheidet.
00:18:19: Nee da verzichte ich dann hier auf Geld oder ich verzichte jetzt auf den nächsten Karriere Sprung sondern ich merke das abträglich ist meinem lebensgültigen Gefühl gut zu leben.
00:18:30: Da gibt es auch noch Familie
00:18:31: etc.,
00:18:31: etc.. Das ist sehr wichtig, dass Man sich davon leiden lässt, dass Mann das nie aus dem Auge verliert und bei all dem was man tut immer immer sagen kann, in jedem Moment ja das dient meinem Lebensglück.
00:18:45: Und dann kann man das alles andere machen.
00:18:47: aber häufig ist es so dass die Menschen wie Konfu zu sagen wollte das Wichtigste mit dem weniger wichtigen vorwechseln und das was weniger wichtig ist vielleicht die materiellen Grundlagen für ein gutes Leben oder wie auch oder ja materielle werte für das wichtigste halte Karriere für das Wichtigstehalter ansehen Und das eigentlich Wichtige, das Gefühl glücklich zu leben dann an zweiter Stelle steht oder nicht wird.
00:19:13: Die verwechseln das Wichtig mit dem Weniger wichtigen.
00:19:16: Sie verwachsen das Außen mit dem Inneren und das Äußere ist wichtiger.
00:19:20: Das sagt auch Konfuzius in einem anderen Ausspruch dass sie das äußere für wichtig nennen und das innere für weniger wichtig.
00:19:29: und da machen sie den Fehler.
00:19:31: also Wenn man sagt, nein ich entscheide mich für mein Lebensglück.
00:19:36: Also auch heißt das gleichzeitig innere Werte sind mir wichtiger oder etwa Familienwerte ist mehr wichtige oder gute Freundschaften sind mir wichtig meine Aufrichtigkeit ist mir wichtiger meine Treu zu mir selbst.
00:19:51: und dann verzichte ich lieber hier auf ein bestimmtes Bankkonto da bestimmte Karriersprung Passt der Satz dann finde ich ihn sehr gut und er sollte eigentlich immer im Hinterkopf sein.
00:20:01: All dem was ich tue, sollte ich mir bewusst sein.
00:20:03: letztlich geht es darum ein letztes Ziel in dem es kein weiteres gibt ist ein glückliches Leben zu führen.
00:20:10: Da passt denke ich unser dritter Glaubenssatz ganz gut dazu.
00:20:13: Der heißt wer loslässt verliert?
00:20:16: Ich könnte auch sagen wer nachläscht verliert.
00:20:18: aber bleiben wir mal bei Loslassen das ja auch eine wichtige Kategorie ist.
00:20:23: Ich würde noch kurz ergänzen, ich habe ja gelernt loslassen ist der Anfang von ganz vielem.
00:20:29: Eigentlich ist es auch die Voraussetzung für Freiheit dass man eben an so Vorstellungen loslässt, die man eben auch wieder.
00:20:35: was ist für mich falsche Vorstellung?
00:20:37: Was ist das für mich Glück?
00:20:39: Eben vielleicht ja bestimmte Menge an Geld, Status-Symbolen und so weiter.
00:20:45: da muss man häufig erst mal los lassen um in den nächsten Schritt gehen zu können.
00:20:50: und insofern wenn man also glaubt Man würde verlieren, dann verliert man wahrscheinlich auch seine Freiheit oder eben seine Gelassenheit.
00:20:58: Oder zumindest mal die Chance auf Veränderung?
00:21:02: Ja wir hatten ja häufig schon etwas loslassen gesprochen und ich plädiere immer für... Man muss die Kunst des Loslassens lernen!
00:21:10: Und da geht es natürlich um äußere Güter die gerade festgestellt haben, wie vielleicht für mein Lebensglück nicht förderlich sondern eher hinderlich sind.
00:21:19: Dass man davon Vorstellungen loslässt, Glück sei viel Geld oder Reichtum oder Ansehen großer Besitz also da gibt es eine Menge Vorstellung, die einen quälen und belasten muss man loslassen.
00:21:35: Andererseits kann es anders wenden dann bekommt diese Formel einen guten Sinn.
00:21:41: Wenn damit mit loslassen, du erwähntest das Nachlassengemein in dem Verfolgen meiner Ziele.
00:21:48: Da würde ich das sehr differenziert sehen.
00:21:50: also die Arbeit an sich selbst da sollte man nie nachlassen wenn kognitive Umstrukturierung bei sich vornimmt, um sie von Ängsten zu befreien oder von Wut und Zorn.
00:22:01: Oder von innerer Unruhe oder von Stress da muss ich an mir arbeiten.
00:22:05: Da muss ich andere Vorstellungen einüben.
00:22:09: Da muß ich andere Reizreaktionsschemen einübe.
00:22:14: Und dazu brauche ich dauerhaftes... üben.
00:22:18: Ich brauche Behaarlichkeit, ich muss am Ball bleiben und da wäre loslassen tatsächlich ein Verlust der Negativ ist.
00:22:26: Wenn ich da nicht lang genug übe bis ein schlechtes Muster durch ein besseres Überschrieben ist eine schlechte Gewohnheit durch eine gute ersetzt wird.
00:22:35: dann wird die Gute zur Gewohnung nicht bleibt in der schlechten.
00:22:38: was passiert häufig so bei Menschen?
00:22:40: Da nehmen sie sich etwas vor jetzt Am einundreißigsten Dezember immer wieder dasselbe.
00:22:45: Sie haben gemerkt, das und diese Gewohnheiten, die ihnen nicht gut getan hat, haben, dass sie eigentlich mit Leiden verbunden waren.
00:22:53: Sie nehmen sich vor es besser zu machen und am spätestens am einigsten ist Jan Wäuser alles wieder vergessen.
00:22:59: oder wir sind wieder in der alten Gewohnheit drin.
00:23:01: Hier ist loslastend von der beharlichen.
00:23:06: Einübung einer gesunden oder gut wohltunen Gewohnheit ist auch ein Verlust an Lebensglück.
00:23:13: Dann bleiben wir mal bei Loslassen, wer loslässt verliert.
00:23:16: dann sind wir uns da einiger und ja eben auch einig mit vielen antiken Philosophen die Buddha zum Beispiel sagt ja Anhaftung erzeugt Leid, Epikthet alles Äußeres geliehen.
00:23:30: Also insofern kann ich... Ich
00:23:30: verliere nicht, die würden dann sagen.
00:23:32: Wenn der loser, der gewinnt!
00:23:33: Da gewinn' ich mich von
00:23:35: dir und hab für dich
00:23:35: das was sich da
00:23:36: loslassen.".
00:23:36: Oder umgekehrt.
00:23:37: Laotze sagt wer festhält verliert, was ja auch der Widerspruch dazu eben ist?
00:23:43: Genau.
00:23:43: also wenn man das so fast Dann stimmt der Spruch nicht.
00:23:51: Es stimmt nur im Kontext von etwa gute Gewohnheiten, die sollte ich nicht loslassen oder gute Vorsätze sollte ich auch nicht.
00:24:02: Aber es gibt eben sehr vieles... dass mit Anhaften verbunden ist, das mit Enttäuschen und Ängsten.
00:24:08: Mit Anklammern verbunden sind gerade an Wäldichen.
00:24:13: Da gewinne ich eher für mich wenn ich das äußere Gut verliere oder
00:24:17: loslasse.".
00:24:18: Ja aber man weiß nicht.
00:24:19: diese kurzen Worte dieser Satz da kann vieles bedeuten... Man muss die Facetten auseinanderhalten und vielleicht analysieren.
00:24:28: ja dann kann man sowohl gut es darin finden in dem Ausbruch wie auch etwas, also falsches oder wie es gemeint ist weiß ja keiner mehr bei solchen Sprüchen.
00:24:38: Man weiß auch gar nicht woher sie kommen.
00:24:40: Gut aber ich denke da sind wir uns einig wer loslässt hat eine Hand frei für was Neues.
00:24:46: und insofern gehen wir weiter zum vierten und letzten Glaubenssatz.
00:24:52: den finde ich super wichtig weil mir gerade oder das ist super wichtig bin gespannt was du dazu sagst weil ich das in letzter Zeit begegnen mit mir das häufiger, dass ich also bin jetzt ja auch eben über fünfzig vierundfünfzig konkret Und viele meiner Befreunden und Bekannten fangen jetzt so an, sich darüber Gedanken zu machen.
00:25:13: Was macht man?
00:25:14: Wofür ist man jetzt schon zu alt?
00:25:16: Kann man noch mal einen ganz neuen Job zum Beispiel darüber nachdenken, sich da nochmal ganz anders zu verwirklichen?
00:25:21: oder muss ich eben gerade schauen, dass ich in meinem jetzigen Job die Rent erreiche und so... Also erstens finde ich es ein bisschen verfrüht, in dem Alter so zu denken.
00:25:33: Aber dem liegt eben möglicherweise ein Glaubenssatz zur Grunde, der heißt es ist zu spät noch einmal neu anzufangen.
00:25:42: Und egal in welchem Alter, egal wie alt man jetzt ist finde ich das nie zu späht nochmal neu anzufangen und frage ich dich jetzt wer hat da recht?
00:25:54: oder beziehungsweise was glaubst du sind die Effekte von diesem Glauben spruch?
00:25:58: Es ist zu Spät noch mal neu anzufangen.
00:26:00: Ich finde, es ist wie bei allen Sprüchen die wir hier besprechen.
00:26:03: Sie sind ambivalent wenn man sie in einer bestimmten Auslegung als sind sie sehr sinnvoll und übermitteln eine tiefe Wahrheit.
00:26:11: In einer anderen Auslegungen sind sie falsch oder sind sie keine Weisheit?
00:26:15: Da bin ich jetzt gespannt was bei diesem Spruch der ja offensichtlich viele Leute prägt.
00:26:20: aber was kann an dem wahr sein das zu spät nochmal neu anzufangen?
00:26:23: zum Beispiel hat Epikoma gesagt dass es nie zu spähl und nicht so früh mit der Philosophie zu beginnen wenn es nie zu spät ist, um mein glückliches Leben zu kümmern.
00:26:35: Da würde ich sagen aber in einer mit siebzig anfängt so viel wie nur zu und wenn er am letzten Tag seines Lebens anfängt über sein Leben nachzudecken, dann ist das nicht zu späht.
00:26:44: Aber ungekehrt interessiert mich eben was wo glaubst du?
00:26:47: Für was ist das möglicherweise schon, für was kann es zu spät sein?
00:26:50: Also
00:26:51: das sage ich mir wirklich.
00:26:53: Ich bin ja auch jetzt im Hören, dass sich bestimmte Dinge nicht mehr anfangen weil ich weiß, das Leben reicht dazu nicht oder meine Kräfte reichen dazu nicht mehr.
00:27:00: Das fange ich nicht mehr an.
00:27:01: einen neuen Sport vielleicht auch einer dem man lange erlernen muss, fang ich nicht an weil das geht über meine Kräft und es bringt mich auch nicht so viel etc.
00:27:10: also Ich habe drei Karrieren hinter mir, eine vierte fange ich nicht an.
00:27:15: Da würden meine Kräfte nicht so reichen.
00:27:17: außerdem treibt mich dazu nichts.
00:27:19: aber ich würde schon allein aus ökonomischen Gründen also jetzt sagen was meine Energieökonomie angeht würde ich sagen das schaffe ich gar nicht mehr dass so gibt es ne Menge Projekte im Moment die ich sage dann immer zu mir selbst die verschiebt ihr aufs nächste Leben.
00:27:36: Das mache ich jetzt nicht mehr.
00:27:37: Ich muss auch da nicht mehr alles machen, mich dann zu verabschieden und wenn man das als neu anfangen sieht ja man könnte ja noch mal so oder so, dann würde ich sagen ne, da ist es zu spät zu.
00:27:47: Jetzt mach' ich das nicht aber auch da muss man gucken.
00:27:51: also es gibt eben vieles was man vielleicht Vielleicht wenn es auch dringend ist, wenn es ein ganz tiefes Bedürfnis ist, dem ich bisher in meinem Leben keinen Raum gegeben habe und ich entdecke das.
00:28:02: Da würde ich alles so tun doch den Neuanfang zu wagen.
00:28:07: Aber man muss die Umstände erkennen, schaffe ich das noch?
00:28:09: Besteht noch eine realistische Aussicht, dass sich die Ziele, die ich damit verfolge auch wirklich noch erreiche.
00:28:16: Noch in der Zeit, die mir noch bleibt und im Hinblick auf die Kräfte, die wir haben, habe ich dafür noch genügend Kräften.
00:28:23: Ich finde da sollte man differenzieren gerade wenn man älter wird und sich bei einigen Sachen sagen, ich tue das jedenfalls.
00:28:31: Das mache ich jetzt nicht mehr in meinem Leben.
00:28:32: Da hatte ich zwar ursprünglich mal als Ziel, aber es ist nicht wesentlich.
00:28:37: Es ist kein notwendiger Bestand der meines Lebensglücks – das lasse ich sein!
00:28:42: Und anderes wo ich dann sage, nee, das versuchst du nochmal die dann ja, wo ich meine noch genügend Kräfte zu haben auch noch genügen Zeit dazu zu vernünftigen oder bereichernden Ergebnissen zu kommen?
00:28:53: Ja, das machen wir im Grunde jeden Tag.
00:28:55: Lehren ist immer irgendwie was Neues anzufangen.
00:28:59: Ich wollte mir vorleben, ich liebe ja die alten Chinesen.
00:29:02: Ich lieb die alten Griechen.
00:29:03: Also hatte ich mehr vor zwanzig Jahren.
00:29:05: Irgendwann musst du noch mal altgriechisch lernen und irgendwann musst du auch noch dieses chinesische Sprache, diese Zeichen lernen.
00:29:11: Jetzt mache ich seit sechs Jahren dieses alte griechisches.
00:29:13: Da komme ich einigermaßen vor und das bringt mich schon bei jeder Sitzung an die Grenze meiner Kräfte weil man lernt eben im Alter nicht mehr so viel und es ist nicht so einfach.
00:29:24: aber das chinesischer habe ich ganz abgeschrieben.
00:29:28: Wenn mir die Kräfte noch reichen, dann vielleicht einigermaßen gut altgriechisch zu lernen.
00:29:32: Und wir übersetzen ja alle.
00:29:33: die Texte, die ich so im Deutschen bisher noch kannte, übersetzen mich schon seit einigen Jahren und das ist auch bereichernd, es ist auch schön.
00:29:40: als anderer aber habe ich mir mal gesagt, dazu reicht's nicht mehr.
00:29:43: Okay verstanden du plädierst also für eine realistische Schreckstriche ökonomische Sicht was man im fortgeschrittenen Alter oder eben im Alter an sich nochmal angehen sollte?
00:29:57: Aber trotzdem ist doch dieser Neugier auf was Neues oder dieses eben ja, das dem Allemneuen auch so ein Zauber inne wohnt.
00:30:05: Das doch auch gerade finde ich wenn man schon bisschen mehr Erfahrung hat und so dann ist es doch grade schön nochmal etwas Neues mitzukriegen muss jetzt sehr nicht Kitesurfen oder Bungie Jumping sein.
00:30:17: aber da offen zu bleiben das find' ich schon eine wichtige Grundhaltung.
00:30:21: Da ist der Satz ihm auch falsch Denn Leben is immer Entwicklung.
00:30:26: Leben, also wenn die Vitalität da ist, heißt das immer ein Neuanfang.
00:30:31: Also jeder Tag ist ein Neuanfang und insofern... Und wenn ich lebendig sein will dann muss sich immer eine Entwicklung denken.
00:30:38: Da muss ich mir immer neue Ziele setzen jeden Tag eigentlich!
00:30:43: Und da stimmt der Satz gar nicht.
00:30:45: und da gibt es eine Menge Sachen, die man auch neu im Hohenalter ausprobieren kann und ausprobiert sollte Mal abgesehen von dem Teil, dass man möglicherweise ungelebtes Leben in einem Schlummern und da sollte man sofort ran gehen.
00:30:59: Und egal wie weit man kommt, sollte man mit anfangen sich eine Chance zu geben ein bisschen davon noch zu leben.
00:31:05: Da stimmt der Satz dann nicht.
00:31:07: Überhaupt, Kreis schon bin ich und lerne immer noch dazu.
00:31:11: Und ein Dazu-Lernen ist auch in der gewissen Hinsicht immer ein Neuanfang.
00:31:16: Das gilt nicht nur für das Intellektuelle Lernen sondern es gilt etwas auszuprobieren.
00:31:22: Eine andere Sache mal machen oder neu anfangen.
00:31:26: Da gibt es verschiedenes noch was man durchaus wo man auch im hohen Alter noch Fortschritte erzielen kann die einem da auch noch Freude machen können.
00:31:35: Man muss ja nicht immer einen Umzug oder ein Ziel vor Augen haben.
00:31:38: Einfach, dass ich mein Leben da mal verändere und probiere das aus.
00:31:41: Das ist für mich sehr wichtig.
00:31:44: Wenn du aufhörst, dann immer wieder etwas Neues vorzunehmen, hast du aufgehört zu
00:31:51: leben.".
00:31:52: Und dazu sagt Janika nicht, dass kürze Leben das Problem ist sondern, dass wir zu spät anfangen zu leben.
00:31:59: Ich finde es geht so ein bisschen hin, dass man nicht sagt, jetzt ist auch schon ... Jetzt ist es auch schon zu spät oder so.
00:32:06: Und Marc Aurel wiederum sagt ja, jeder Augenblick bietet die Möglichkeit neu zu beginnen und da würde ich mich eher Marc-Aurel anschließen nehmen.
00:32:14: Ja also bin ich ganz auf deiner Seite.
00:32:17: aber es spricht eben die... Auch eine gewisse Wahrheit an, dass man nicht alles in seinem Leben gemacht haben muss und nicht alles ausprobiert haben muss.
00:32:26: Nicht ständig oder das kann auch ein Flug sein immer wieder was Neues anzufangen.
00:32:30: Ein Flucht vor sich selbst!
00:32:32: Dass man sich in seinem leben also so einrichtet, da bestimmte Sachen nicht mehr beantworten.
00:32:36: In Würdealtern ist da auch ne wichtige Sache eben.
00:32:39: Man muss dann nicht irgendwie noch der wildeste Kiteserver irgendwo sein wenn man... Gibt es altersgerechter Sportarten?
00:32:48: Das meint ich.
00:32:49: Es gibt einiges, wo man das vielleicht auch mal als Wunsch hatte, dass aber nicht wesentlich ist und wo man dann sagt, ne brauche jetzt nicht mehr so... Ich habe auch, es gibt noch Länder oder Gegenden die ich immer in meinem Leben sehen wollte Aber es wird schwierig das zu verwirklichen.
00:33:06: Und da kann ich aber auch ohne Probleme loslassen und sagen Ne, das brauche ich nicht anzufangen mich darum zu kümmern.
00:33:14: Wie gesagt, generell würde ich das überhaupt gar nicht sagen.
00:33:16: Sondern man sollte eigentlich jeden Tag irgendwo auch neu anfangen oder sich freudig darauf... Und die Lebendigkeit und die Offenheit für Neues immer sich bewahren und auch an sich immer arbeiten und sich dann Dinge vornehmen, die man bisher nicht angefangen hat, so wichtig sind.
00:33:36: Apropos Anfangen wir hören jetzt auf Wir sind durch, wir haben vier Glaubenssätze besprochen.
00:33:42: Ich glaube auch, bei den meisten war man sich einig.
00:33:45: Also insofern vielen Dank Albert für deine Sichtweise.
00:33:47: Vielen Dank euch fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal!
00:33:50: Danke
00:33:50: dir Jan!
00:33:51: Macht's gut, tschau-tschau.
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