#221 Mark Forster meets Mark Aurel. Warum das Leben nicht nach Plan laufen muss, um gut zu werden.

Shownotes

„Egal was kommt, es wird gut sowieso. Und immer geht ne neue Tür auf irgendwo..“ (Mark Forster)

Kann ein Popsong philosophisch sein? In einem neuen, experimentellen Pudelkern-Format nehmen sich Albert und Jan Songtexte vor, in denen mehr steckt, als man beim ersten Hören vielleicht vermutet. Den Anfang macht „Sowieso“ von Mark Forster. Ein Gute-Laune-Song über Seitenwege, Zugverspätungen, geplatzte Pläne und die Zuversicht, dass irgendwo immer eine neue Tür aufgeht.

Zeile für Zeile diskutieren die beiden, wie viel Lebensphilosophie tatsächlich in dem Song steckt. Es geht um die stoische Kunst, anzunehmen, was wir nicht ändern können, um Geduld und Gelassenheit, das richtige Maß, die Offenheit für Umwege und Veränderungen. Bis hin zur Frage, ob Forsters optimistisches „Egal wie’s kommt, es wird gut sowieso“ am Ende sogar eine popmusikalische Variante von Nietzsches Amor fati ist.

Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Laotse, Sokrates, Konfuzius, Zhuangzi, Seneca, Friedrich Nietzsche, Epikur, Archilochos, Thích Nhất Hạnh. Goethe

Weiterführende Links:

  • „Auf die sanfte Tour“ Psychologie Heute-Artikel darüber, wie Akzeptanz und ein freundlicherer Umgang mit sich selbst helfen können, innere Stärke und Zuversicht zu entwickeln.
  • „Die innere Burg.“ Deutschlandfunk-Beitrag über die stoische Philosophie als Lebenskunst und die Frage, wie Marc Aurel, Seneca und Epiktet durch innere Unabhängigkeit und Gelassenheit dem Unvorhersehbaren des Lebens begegnen.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie und der Lebenskunst bei der Pudel und der Kern.

00:00:19: Und hallo Albert!

00:00:21: Wir wollen heute mal ein neues experimentelles Format ausprobieren, es geht um philosophische Songs die wir im Radio gehört haben als Spotify wo auch immer Und wo uns aufgefallen ist, Mensch da steckt einiges drin.

00:00:34: Hört sich im ersten Moment an wie so'n normaler Pop-Song.

00:00:37: Gute Launessorgen vielleicht in jedem heutigen Fall aber eben auch gleichzeitig philosophische Tiefe.

00:00:44: und zwar ist mir das aufgefallen bei einem Song.

00:00:46: Ich bin jetzt kein Riesenmark-Forster-Fan Aber ich finde den eigentlich schon ganz cool So als Typ aber auch seine Songs Den einen oder anderen ganz cool.

00:00:54: Zum Beispiel Chöre, heute geht's aber um Sowieso von Mark Forster.

00:00:59: Song aus dem Jahr zehnt sich siebzehn und das ist eben so für mich auch purer Ausdruck von Optimismus der darüber kommt den er da versprüht.

00:01:08: über den Text egal was kommt es wird gut.

00:01:10: sowieso immer geht eine neue Tür auf.

00:01:13: irgendwo ist der Refrain wenn es gerade nicht so läuft wie gewohnt egal es wird Gut sowieso.

00:01:20: Also das finde ich ist erstmal schon mal eine sehr gute Meta-Botschaft.

00:01:24: Aber und so wollen wir einfach mal vorgehen, wir wollen einfach mal diesen Text uns durcharbeiten und vielleicht einzelne Passagen die...die ich auf den ersten Blick als besonders philosophisch identifiziert habe besprechen.

00:01:39: Und da würde ich einfach sagen legen wir los Albert!

00:01:42: Ist für dich okay?

00:01:42: So ein popkulturelles Philosophieformat?

00:01:45: Ja

00:01:46: gerne

00:01:47: Sehr gut also Der Song geht los.

00:01:50: Er ist übrigens auch geschrieben von Marc Forster, wohl mit zwei, drei Co-Autoren wenn ich das richtig recherchiert habe.

00:01:57: und er startet mit A Strangest.

00:01:59: kleines Leben verläuft auf Seitenwegen.

00:02:02: Ich such die Mitte doch mein Glück liegt meist daneben.

00:02:06: Da klingt für mich sehr stark durch.

00:02:07: ja, Seitenwege es ist eher ein Problem.

00:02:10: falsche Abzweigungen die man vielleicht genommen hat.

00:02:13: Sachen entwickeln sich ganz anders als man sie am Anfang eigentlich vor hatte.

00:02:18: Und da popt bei mir auf Umwege erhöhen die Ortskenntnis.

00:02:22: Eigentlich ist es doch schön, wenn man auch mal was Neues entdeckt.

00:02:25: Wenn man dachte, man fährt heute nach Köln und kommt in Karlsruhe raus... Mark Forster sieht's jetzt zumindest zum Intro in diesem Song nicht so.

00:02:33: Man kann vielleicht auch noch sagen das Musikvideo, was ich empfehle, was wir auch verlinken in den Show-Notes, das beschreibt oder zeigt eben einen Mann, Milan Peschelkuhler Schauspieler, bei dem einfach so ein Büro tag völlig schief läuft, alles läuft verkehrt.

00:02:49: Ja und so steigt er damit auch glaube ich ein.

00:02:51: also nochmal.

00:02:52: A strange ist kleines Leben verläuft auf Seitenwegen.

00:02:54: Ich such die Mitte doch mein Glück liegt meist daneben Albert.

00:02:58: eigentlich ist das Glück doch häufig nicht abkürzungen sondern auf Umwegen zu finden.

00:03:05: Ja, aber das weiß man am Anfang erst mal gar nicht.

00:03:09: Man hat schon was heißt Umweg?

00:03:11: Da gibt es einen direkten Weg und man hat ein Ziel, man hat einen Vorstell für sein Leben und auf den man will auf der Hauptstraße lang gehen direkt zum Ziel.

00:03:21: Man möchte keine Umwege machen, man möchte da eben hin und zwar so schnell wie möglich.

00:03:28: Aber das Leben ist eben nicht berechenbar.

00:03:32: Das hat viele Ungewissheiten, es kommt vieles dazwischen so wie man plant.

00:03:36: und was mir an den drei Zeilen gefällt ist die Grundhaltung.

00:03:40: Und ich weiß nicht ob ich ihn richtig verstehe aber wenn ich das so höre klingt da für mich kleines Leben und ich bin da eher auf Seiten wegen... Da klingt so Bescheidenheit und Demut daran.

00:03:52: Ja eigentlich Ja, unser Leben ist nicht was Großes und wir sind nicht in Weltwunder, sondern ein kleines Leben.

00:03:59: Das fängt irgendwann mal an, hört irgendwann auf.

00:04:01: Das ist eine Grundhaltung, die steckt schon in dem erkenne dich selbst drin.

00:04:05: Seid ihr immer bewusst das du ein kleiner sterbliches Wesen bist?

00:04:09: Dass nicht alles versteht, dass nicht alles weiß und das auch Fehler macht.

00:04:13: Das häufig eben auch auf Seitenwege gerät und dass das überhaupt nicht alles da immer auf dem Königs.

00:04:19: Fahrt entlangläuft und begnüge dich damit, gebe dich damit zufrieden oder such da auch dein Glück.

00:04:25: Bemüh dich vielleicht in die Mitte zu kommen.

00:04:27: also das steckt ja da auch drin wir suchen alle unsere Mitte.

00:04:31: oder dass wir so authentisch werden aber das klappt nicht immer.

00:04:35: und dann zu sagen naja gut Es hat doch schon einiges geklappt, oder?

00:04:40: Ich geb mich auch mit dem Seitenweg zufrieden.

00:04:42: Das ist jetzt nicht die Hauptstraße... ich wollte eigentlich Philosophieprofessor werden.

00:04:47: Jetzt bin ich nur Straßenphilosoph, aber auch schön!

00:04:50: Hat vielleicht auch was... Also das werden wir ja auch später im Laufe des Textes hören, dieses sich anpassen oder das Flexibel sein und dann okay da nehme ich den Umweg.

00:05:00: Mal mal sehen, was da passiert.

00:05:02: Diese Offenheit und die Lebendigkeit, die dahinter steckt, die höre ich in den drei Zeilen.

00:05:06: Die finden wir sehr häufig in der antiken Lebensphilosophie und Weißheitstheorien.

00:05:13: Da kann ich gut was mit anfangen!

00:05:15: Ich interpretiere es auch wirklich so, dass man diese Seitenwege schätzen sollte.

00:05:19: Also das man dann Offenheit dafür haben sollte, dass sich da meistens oder häufig sogar etwas cooleres eben hinter verbirgt.

00:05:25: Ich verweise da auch auf einen meiner Lieblingsfilme Sideways.

00:05:29: zwei Typen die in den Weinanbau-Regionen in Kaliforniens ganz woanders als sie eigentlich geplant hat als sie es geplant hatten, eine Woche verbringen.

00:05:40: Genialer Film aber so ein bisschen.

00:05:41: wenn man sein Leben als so einen Roadtrip eben begreift dann hat man da ganz anderen Zugang dazu finde ich.

00:05:47: zu solchen vermeintlichen Seiten oder Umwegen Ja

00:05:50: und das ist ein ganz tiefer philosophischer Gedanke den wir in verschiedenen Traditionen wiederfinden Das heißt bei den alten Chinesen sei wie Wasser sei flexibel, sei anpassungsfähig.

00:06:01: Was hat das dem Berg hinunterströmt?

00:06:03: Es kommt immer ans Ziel!

00:06:04: Aber es wird den Felsen vielleicht nicht weg.

00:06:06: Sie würde gerne auch einen geraden Weg nehmen aber da steht nun mal ein dicker Felsendick kriege ich nicht weg.

00:06:11: also gehe ich drumherum.

00:06:12: diese Leichtigkeit des Seins sie kommt auch daher dass sich nicht so an meinen... Plänenfestklammerer, dass ich nicht alles versuche festzuzurren.

00:06:21: Die Lebendigkeit als solche ist diese Flexibilität die sich überraschen lassen von dem Moment und sich verführen lassen auch von der Gelegenheit, die sich da auftut aus dem Nichts.

00:06:32: also wenn man diese Spontanität, diese Offenheit oder diese Flexabilität nicht hat dann geht einem viel verloren glaube ich.

00:06:40: Gehen wir mal weiter!

00:06:41: Ich suche die Mitte doch mein Glück liegt meister neben Da, glaube ich.

00:06:44: das sehe ich ein Funkeln in deinen Augen.

00:06:46: Denn wir sitzen heute ja hier im Seminarraum im Haus der Weisheit dem Epicentrum deiner philosophischen Schule Maas und Mitte Und Marc Forster sucht genau wie du offensichtlich die Mitte und auch wie der große Aristoteles.

00:07:02: denn da kommt es ja her dass man, dass wir eigentlich versuchen irgendwie so den Mittelweg also so die Mitte des richtige Maas zu finden.

00:07:09: Was popt bei dir hoch, wenn du das hörst?

00:07:11: Ja, du hast recht.

00:07:12: Also Aristoteles ist eine ganz wichtige Theorie.

00:07:15: Der meinte alle Tugenden also die zum guten gelingenden Leben gehören oder die dahin führen.

00:07:21: Die meinen, dass sei alles die Vermeidung von Extremen.

00:07:23: Die Tugende sind immer in der Mitte zwischen zwei Extremen und die extremen bringen Leiden.

00:07:29: Das ist nicht gute.

00:07:31: Aber wir kennen den Begriff der Mitte auch sehr aus der philosophischen Tradition, auch aus der indischen wenn man so sagen denkt an seine eigene Mitte.

00:07:39: Dasselbs da gibt es einen kleinen Ort und das ist der göttliche Funken oder eben... In der chinesischen Philosophie, woher der Titel Maß und Mitte hier auch kommt – das ist eine Überschrift – ist so mal übersetzt worden.

00:07:52: Ich glaube, sie ist auch ganz anders übersetzt geworden eines kanonischen Textes, alten chinesische Kanonischer Texte, den hat Richard Willemmaß und Mitte übersetzt also die Mitte als das Zentrum auf unsere Person gedacht.

00:08:09: ja da wo wir authentisch sind, wo unser eigenes ist wie die Chinesen sagen was nur uns eigen ist, was uns charakterisiert.

00:08:17: Was wir für uns alleine

00:08:18: haben.".

00:08:19: So heißt das glaube ich in den Text.

00:08:21: Das suchen wir ja!

00:08:22: Wir suchen alle unsere Mitte.

00:08:23: Wir suchen also unsere Authentizität.

00:08:25: Wir wollen unser Leben führen und wir spüren Entfremdungen.

00:08:29: Wir spülen dass man uns dahin ziehen will oder eine Rolle übernehmen.

00:08:34: Wir verlieren uns in der Rolle.

00:08:36: spüren uns plötzlich nicht mehr, deshalb drängt alles zur Mitte.

00:08:39: Aber vielleicht haben die Chinesen recht das ist ein Weg.

00:08:42: wie alles Leben es immer ein Unterwegssein ist, nicht ein Erreichen ist vielleicht eine lebenslange Aufgabe und das klingt so ein bisschen für mich der andern.

00:08:51: also ja also die Mitte ich verfehle sie eben euch bin da dann nur einmal auf Seiten wegen sich damit zu begnügen, dass man eben unterwegs zur Mitte ist.

00:09:00: Man ist nicht da auf der Hauptstraße oder auf Seitenwegen und man ist auch nicht in seine Mitte angelangt.

00:09:06: Vielleicht gelangt man da nie an aber das Bemühen sich immer näherzukommen, sich immer mehr auf die Schlichte zukommen, Sich immer wohler fühlen in seiner Haut oder sich immer mehr zu spüren, in dem wie man lebt.

00:09:19: Ja das bin ich, gerade du.

00:09:21: Das finde ich ganz toll und er meinte neuer.

00:09:24: also wenn wir da schon etwas erreichen ist der Weg ja ein Weg an der Seite der Bitte ist ja nicht ganz fern von der Mitte.

00:09:32: dann ist das was Schönes, ihm kann ich was abgewinnen wenn er das meint?

00:09:36: also ich weiß es nicht.

00:09:37: Er sagt aber auch mein Glück liegt meist daneben da könnte also neben der Mitte Dann vielleicht den falschen extremen oder eben in Sachen die eigentlich jetzt, die er sich auch wieder vielleicht anders vorgestellt hat.

00:09:49: Also... Ja das kann sein dass er das so meint.

00:09:51: ich habe es nicht so verstanden.

00:09:53: Es ist nicht ein Abweg sondern Seitenweg.

00:09:56: Ich hab mir dran gedacht ob was so meinte.

00:09:58: Das war eher nein nicht in der Mitte Sondern in den extremen.

00:10:01: Aristoteles hatte dich recht Sondern wenn ich mal ausflippe also Ausraste oder etwa total im Jubel in der Euphorie aufgeht, das sind die Momente des Glücks.

00:10:13: Vielleicht meint er das gut?

00:10:15: Die Alten würden sagen, naja das ist sehr gefährlich da schlecht meistens sind Leid oben und und es auch nicht sehr nachhaltig, das geht ganz schnell vorbei.

00:10:24: vielleicht meinte aber auch dass wir eben dieses absolute Glück in der Mitte zu sein, anzukommen wie so ein Erleuchtungszustand.

00:10:33: Dass der für uns Menschen für die Allerwenigsten, wo wir uns dann mit den Seiten wegen aber da ist auch Glück zu finden.

00:10:42: Auch ein bisschen weg von der Mitte, auch die wir vielleicht anstreben, aber die wir eben nicht ganz erreichen, aber auch da es menschenmögliches Glück zu finden.

00:10:53: Vielleicht meint er das und dann könnte ich was abgewinnen, ja?

00:10:57: Das spricht auch dafür die nächste Passage so selten Flugrakete bin mehr so Zugverspätung finde ich super ausgedrückt, super getextet.

00:11:05: der Anspruch Selbstoptimierung mein Leben muss wie eine Flugrakette muss sich performen.

00:11:11: High end high performance immer höchstleistung würde Yogi Löw sagen.

00:11:17: Aber es gibt eben auch Typen, die sind nicht so.

00:11:18: Es gibt Typen die eine Zugverspätung nach der anderen in ihrem Leben aneinander rein und ich glaube so versteht er sich ein bisschen.

00:11:26: und das aber mit einem Augenzwinkern zu sehen und einfach auch hinzunehmen dass das Leben eben nicht nur aus Leistungen und Höchstgeschwindigkeit besteht Glaub ich.

00:11:35: ein wichtiger Punkt.

00:11:36: Ja und vielleicht steckt da auch drin, dass wir das unser Leben eben keine Flugrakete ist, dass es sich so langsam fortbewegt wenn es sich überhaupt fort bewegt und dass wir Geduld haben müssen.

00:11:48: Dass es nicht darauf ankommt schnell zu sein oder irgendwo hinzukommen sondern dass dass wir machen Schritt für Schritt Da fällt mir das.

00:11:58: Hier bei La Oze steht, dass auch eine hundert Meilen lange Strecke fängt mit dem ersten Schritt an und sich darüber bewusst zu sein also nicht ich bin ich morgen da!

00:12:08: Ich komme vielleicht nie gar nie an chinesische Vorstellung.

00:12:12: Der Weg ist das Ziel und dann dieses Langsame, das erinnert mich so an Bedächtigkeit.

00:12:17: Ja wir haben ein Ziel, wir haben Ideale und am liebsten würden wir sie jetzt erreichen oder morgen spätestens.

00:12:24: aber das ist so nicht und da muss man es fällt ja auch später dann zweimal oder dreimal den Begriff der Geduld oder geduldig sein.

00:12:33: Da muss man so dass das langsame das organische Wachstum in der Natur Gibt es dieses alte Bild?

00:12:40: Na ja, ich kann nicht abwarten bis das Gras im Frühjahr rauskommt.

00:12:44: Also ziehe ich einen ersten grünen Grashalm um das zu beschleunigen und dann wächst gar nichts mehr.

00:12:50: Es ist alles kaputt gegangen.

00:12:51: da steckt so auch so darin Vorsicht mit der Übergeschwindigkeit Alles in seinem Rhythmus fällt mir ein spruch des Archäologen aus dem griechischer alter Dichte Der sagte erkenne den Rhythmis der im Leben ist.

00:13:05: Das hat alle seine Zeit Altes Testament.

00:13:08: Das hat seine Zeit, es braucht doch so.

00:13:10: und da steckt zu drinnen.

00:13:12: natürlich unsere Ideale sind immer schneller aber das wirkliche Leben ist vielleicht ein bisschen langsam.

00:13:18: und dass anzunehmen sagen okay ich habe Geduld ich bin keine Rakete erinnert mich in meiner Schule.

00:13:25: Ich war immer der Letzte der irgendwas verstanden hatte.

00:13:27: Aber wenn ich etwas verstanden habe dann hab ich sie auch nicht mehr wieder vergessen.

00:13:30: Deshalb war ich nicht der schlechteste Schüler.

00:13:33: Und so geht's mir heute auch noch dass ich manchmal oder häufig sehr lang gebaut, bis ich etwas verstanden habe.

00:13:39: Aber dann kann ich ja mit da rumgehen und das zu akzeptieren und sagen okay die Geschwindigkeit des Lebenshörns bewusst gewahrt und wenn man es wirklich erleben will in den Poren ist vielleicht keine Rakete sondern ist eher so ein gemütlicher Schneckengang oder Schildkröte oder so.

00:13:57: aber sie kommt vorwärts.

00:13:58: So bin ich ja auch draufgekommen, dass da viel auch stoische Wahrheit oder stoische Philosophie drinsteckt in dem Song.

00:14:04: Nächste Zeile!

00:14:05: Ich habe keinen Stress mit warten und gehe durch schlechte Phasen.

00:14:08: Also ich hab kein Stress mit Warten, das haben wir gerade schon besprochen.

00:14:12: Und geh auch durch schlechten Phasern erst mal.

00:14:15: es gibt... Gute und schlechte Phasen im Leben.

00:14:17: Jeder muss damit klarkommen, jeder muss es auch ... hilft nichts zu versuchen, irgendwelche schlechten Phasend zu vermeiden, krampfhaft immer nur das Positive zu wollen?

00:14:26: Nein!

00:14:26: Es gibt Katastrophen in dem Leben und auf die muss man sich vorbereiten und die muss mal noch überstehen, gelernt haben sie zu überstehnen und vielleicht auch ins unglückten Glück zu verwandeln.

00:14:37: Ganz wichtig da kommt ja die historische Geduldsamkeit her.

00:14:40: aber Sie haben eben auch erkannt dass eine notwendige Verbindung besteht.

00:14:47: Also so gerade es sagte, im Leben scheint es so zu sein dass das Leid immer an der Freude die zusammengebunden sind.

00:14:54: man kann das eine nicht ohne das andere haben und ich glaube da sehr viel dran.

00:14:58: Das Leiden gehört zum Leben!

00:15:00: Es gehört zu diesem Rhythmus.

00:15:02: Es ging und jang dass das zwei Kräfte sind und wenn wir das leiden dann aufgeben würden Die Vorstellung immer auf hundert Prozent Glück, das wird nachher schal und fahrt.

00:15:13: Es ist dieser Wechsel dieses auch mal naja diese Spannung aufbauen, dieses Sehnsucht nach etwas und dann die Erfüllung als Glücksmoment begreifen.

00:15:23: also dass es zusammenhängt und das ist ganz wichtig dass man das in Leben von vorne rein oder Dass man das tief einseht, dass es da auch wechselkommt.

00:15:34: Dass auch mal schwere Zeiten kommen und die Stimmung sich endet jeden Tag.

00:15:39: Dass man daran nicht verzweifelt sondern sagt so ist das Leben!

00:15:43: Es wird keiner gezwungen zu leben.

00:15:44: aber wenn du dieses Leben lieben möchtest und wenn du's gerne lebst dann nimm es ganz oder denn es gibt sich nicht halb...es gibt sich ganz.

00:15:53: und das heißt auch mit dem Leiden.

00:15:56: Göt hat doch, glaub ich mal so ein schönes Gedicht gesagt.

00:15:58: Alles schenken die Götter ganz alle Freuden ganz alle Leiden ganz.

00:16:04: Also es wäre einen Betrug am Leben.

00:16:06: dann wenn man sich da wie eine Rosinenpickerei kennt das lebendlich Das muss sich nur die.

00:16:11: Glück das funktioniert auch nicht das wirst du auch nicht als glück empfinden dass schöne an Partnerschaft und Freundschaften an schönen Events ist dass man sich darauf erst Mal ein bisschen sehen sollte ihn zu sehen zu berühren oder das dann zu erleben.

00:16:25: Ja, dass es da auch eine Phase davor gibt wo man erst einmal Schwung tief Luft holt um es dann wirklich zu genießen.

00:16:32: Das ist so diese Verbindung von Leiden oder Schmerz auch und den guten Seiten des Lebens – oder Tignattern im Buddhismus lautet das so – Im Leiden lernen wir Mitgefühl Und ohne Mitgefühle können wir gar kein glückliches Leben haben.

00:16:48: Wir im Leiden Wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dann wissen wir wovon einer spricht wenn er von seinem Leiden erzählt und dann zeigen wir Verständnis.

00:16:58: Dann kommen wir in nahe und dann entsteht ein Moment der sehr Schönes wo Seele sich treffen und berühren.

00:17:04: Es muss auch erst schlecht werden bevor es wieder gut werden kann?

00:17:08: Ja so ist das ein bisschen.

00:17:09: also das sollte man tief verinnerlichen.

00:17:13: Ehrgatt man sich nicht so, dann geht man da eben durch.

00:17:16: Jetzt kommt ihm die schwere Zeit oder jetzt kommt ihm das Tal?

00:17:19: Es gibt keiner der älteren ... sagen wir mal ein einigermaßen hohes Alter erreicht ohne dass er nicht von Schicksalsschlägen, von vielen, vielen Phasen des Leidens auch des Schmerzes heimgesucht wird.

00:17:37: Das gibt es überhaupt nicht.

00:17:38: Um das dann aber tapfer zu ertragen, konnte man lernen und es fängt an damit sich darüber klar zu sein, dass gehört auch zum Leben.

00:17:45: Marc Forster würde sagen und fällt der Jängerturm egal gib mir Verlängerung!

00:17:51: Halt neuer Plan dann denn Leben ist Veränderung.

00:17:54: also das ersten Teil glaube ich haben wir schon auch abgehandelt.

00:17:58: Aber diese wichtige zentrale Aussage halt neuer plan dann denn das leben ist veränderung Das finde ich wahnsinnig wichtig, das zu akzeptieren und es schönzufinden.

00:18:08: Dass man da auch immer wieder mal was Neues braucht und dass man sich da auf etwas Neues vielleicht im ersten Blick vielleicht schwierigeres einstellen muss.

00:18:17: Das find' ich wirklich wichtig!

00:18:18: Ich selber geb zu, dass ich mit Veränderung auch nicht immer nur total easy bin.

00:18:23: also am liebsten denke ich manchmal ach's müsste jetzt genau so bleiben.

00:18:29: aber wenn dann die Veränderungen da ist und wenn man sich erstmal dran angepasst hat, dann steckt da meist auch viel Schönes drin.

00:18:34: Ja, und das Schöne an der Zeile finde ich, er nimmt das Misslingen nicht als scheitern des Lebens.

00:18:41: Sondern das gehört eben dazu dass manches eben wie Konfu zu sagt er blöd und Früchte trägt anderes eben ihm nicht.

00:18:49: oder.

00:18:49: ich versuche das auch in den letzten Seminaren immer wieder einzubringen auch jetzt ist letzte Seminar da sich geführt hat diesen Satz von Zwangtzi, der weiße Versuch doch das was er zwingen kann Das heißt, sich darauf einzustellen.

00:19:05: Vieles von dem was wir planen und was wir uns morgens vornehmen werden wir nicht verwirklichen um damit leben zu können und sagen das ist eben so.

00:19:12: oder wie Seneca bei allen Unternehmungen die du dir vornimmst sage dir gleich von Anfang an wenn ich's dazwischenkomme Das verhindert Frustration, Enttäuschung und auch Ängste und Sorgen.

00:19:24: Wir sind offen für das was geschieht Und wir wissen dass auch nicht alles klappt.

00:19:28: wenn die Hälfte klappt ist schon wunderbar.

00:19:30: Aber auch also ja das betrifft die Pläne aber ich finde auch so des loslassen können wenn irgendwie So eine Lebens dann lebensentwurf in sich zusammen fällt das es nicht das ende Sondern das ist halt jetzt mal eine Zwischenetappe gewesen die vielleicht nicht so funktioniert hat wo aber vielleicht Ja auch trotzdem was cooles dabei war.

00:19:47: da denke Ich an guten freund von mir der bei seiner Scheidung als die beim Notar saßen und das eben zu Papier gebracht haben, worauf sie sich geeinigt hatten.

00:19:56: Und seine Frau hat da glaube ich sehr gut.

00:19:58: also jedenfalls sein Spruch war dann eben und den fand ich auch sehr stoisch.

00:20:02: Der Herrgott hat es gegeben, der Herrgotte hat es genommen Und so muss man es sehen.

00:20:07: Das ist dieses historische Unterscheid, was liegt in meinen Hand und was ich nicht in meinem Hand?

00:20:10: Von den Aktivitäten im Außen, das liegt alles nicht in unserer Hand, das kann alles immer... ...und damit umgehen zu können und sagen, dass es eben so gehört zum Leben!

00:20:19: Aber wer weiß wozu's gut ist?

00:20:20: vielleicht kommt ja aus der Planwiederigkeit etwas Gutes heraus.

00:20:24: diese Offenheit die macht große innere Gelassenheit wenn man das wirklich verinnerlicht hat Die Dinge ruhig vorantreibt, die man hat.

00:20:34: Seine Ziele verfolgen mit allen Kräften aber nicht mit Verbissneid und nicht mit Erzwingen wollen wenn etwas dazwischen ist.

00:20:41: oder bin ich offen?

00:20:42: Mal schauen was dann kommt!

00:20:43: Diese Leichtigkeit des Seins behält man dann... Man isst dann wie Wasser, man isst anpassungsfähig.

00:20:49: Man bleibt auch bei sich.

00:20:50: Man hat diese innere Ruhe, die wichtig ist Wenn etwas anders läuft klaren Verstand zu behalten, ruhig zu bleiben gucken welche Möglichkeiten liegen jetzt auf dem Tisch.

00:20:59: Was habe ich denn noch für Alternativen?

00:21:01: Und ich bin sicher unter den meisten Fällen findet man etwas Gutes auch an dem was vielleicht nicht so was man sich nicht so vorgestellt hat manchmal sogar etwas Besseres.

00:21:12: und von daher Diese ganze Grundhaltung ist sehr wichtig, weil wir haben natürlich von morgens bis abends drehen wie an irgendwelchen Rädern.

00:21:19: Da wollen man ja irgendwelche Ziele vorab sich, kleine große und da immer in allem offen bleiben gucken ich mehr als das Beste kann ich nicht tun.

00:21:31: wenn dann Wasser zwischen kommt dann muss ich damit leben und das nehme ich an Sagt er ja zu, das ist auch gerade Lebendigkeit.

00:21:38: Veränderung ist Lebendigkeit.

00:21:40: Überraschungen ist Lebändigkeit!

00:21:42: Wenn alles vorprogrammiert ist dann geht das Wesentliche im Leben verloren.

00:21:46: wenn alles berechenbar vorhersehbar wäre.

00:21:49: Klingt auch beim nächsten Teil durch verrückte bunte Reise mal Tinnitus und mal Leise.

00:21:55: der Bezeps wächst vom Steuerrad rumgereiße und ja genau also erstmal zu akzeptieren es ist eine coole zwar verrückter aber schöner Reise.

00:22:04: Es ist mal, vor lauter Stress klopft der Tinnitus an und es ist eine leise Phase wo fast nichts passiert.

00:22:11: Das kann aber auch schön sein.

00:22:13: Aber jetzt kommt dann wieder, glaube ich so, Laotze oder Wuwei die Kunst des Nichts-Tunes und das Gegenteil – der Bizeps wächst vom Steuerrad rumgereist.

00:22:24: Ja also das kann man ja auch so verstehen... Ich hatte da so verstanden, dass man da immer seinen Plan ändern muss.

00:22:29: Davon sprichte er ja auch vorher.

00:22:31: Das wäre ja etwas Gutes.

00:22:34: Das wäre wie Wasser.

00:22:36: und wenn diese Fähigkeit wächst, offen zu sein mit den Veränderungen gut umgehen zu können das ist auch ein Muskel.

00:22:44: also würde ich sagen es ist ein wunderbarer Muskel der dabei helfen kann gutes Leben zu führen letztlich glücklich zu sein seine Gelassenheit zu behalten.

00:22:52: Okay absolut so können wir uns sehen.

00:22:54: Ich war eher auf der Spur.

00:22:56: Ist es denn gut, wenn man ständig das Rennen gerade nach links und rechts und dann eben auch noch gerade vielleicht das Steuerrad rumreißt weil man da auf Sachen reagiert die man gar nicht ändern kann.

00:23:07: Also auch wieder so historische erst mal schauen macht jetzt Sinn.

00:23:10: also mein Fahrlehrer hat mir immer beigebracht Wenn da irgendetwas um vorher gesehenes kommt ein wegen einen Reh über quer die Straße ist es nicht schlau Steuerrad herum zu reißen voll in die Eisen zu gehen sondern manchmal muss man halt auch darauf zuhalten auf die Schwierigkeiten.

00:23:25: Da müssen wir differenzieren.

00:23:26: Und vielleicht hast du auch so leicht dahin gesagt, ja wenn der Lebensplan so da muss er eben anderen haben.

00:23:32: soweit würde ich nicht gehen.

00:23:33: Ich würde das beziehen auf diese äußeren die kleinen weltlichen Aktivitäten.

00:23:38: Ich finde der große Lebensplansuche authentisch zu leben in sich zu ruhen sein Seelengarten zu bestellen Das liegt ja auch alles in unserer Hand.

00:23:47: Das liegt gar nicht am Zufall.

00:23:49: Da sollte man konstant sein, da sollte man behaulich sein, dann sollte man sich selbst auch treu bleiben.

00:23:54: Daher kommt es, dass so gerade das der sicherlich offen war für alle Veränderungen in der Welt sich immer gleich blieb.

00:24:02: Weil er den inneren Kompass gut sich immer Gleich bietet heißt Es gibt natürlich auch Änderungen die mit dem Alter einhergehen und er wird auch weiser oder man lernt Neues Das ist klar.

00:24:12: Auch auf dem Inneren wie ich gibt es Veränderung.

00:24:15: Aber Dass Man Sich nicht hinreißen lässt von Den täglichen Dingen Die Dann Nicht So Laufen Wie Man Von Diesen Sachen Die Große Linie Wer hält, der ist ja auch nicht so.

00:24:26: Das hängt eben nicht davon ab was da am Tage gelingt oder nicht gelingt.

00:24:31: wenn ich mir vornehme mein großes Ziel ist ein gelingendes und glückliches Leben zu haben das hängt davon nicht ab ob jetzt heute Ich den Tag so vollende wie ich mir Vorgestellt habe ob das Geschäft gelingt ob mit dass gut gelingt Ob es da Rückschläge gibt oder Ohnfälle gibt oder Verluste gibt das hat meistens damit gar nichts zu tun.

00:24:50: also ich verstehe dass da Das kann doch

00:24:54: so rumreisen,

00:24:55: ich muss da ständig navigieren.

00:24:57: Aber bei der großen Reise hin... Ich weiß wohin ich möchte.

00:25:01: Ich möchte nämlich zufrieden werden und mit meinem Leben glücklich werden.

00:25:04: Also das sollte man... Ich würde da unterscheiden.

00:25:07: Da sollte man auch nicht sein wie eine Fahne im Rohr.

00:25:10: Das heißt du hast keine Mitte oder keine Authentizität oder kein Inneres wenn du da bist.

00:25:15: Heute mal so, bis morgen mal so.

00:25:18: Aber finde ich ja gut, dass man da erstens was auch unterschiedlich interpretieren kann und zweitens das auch zwei Sichtweisen drauf gibt.

00:25:24: aber natürlich... Ich würde sagen die grobe Richtung muss stimmen und dann des Feinjustieren soll vielleicht nicht unbedingt ein Rumgereiße sein sondern eher ein sanftes Nachsteuern.

00:25:35: oder wäre besser, aber klar auch das ist wieder eine idealisierte Vorstellung?

00:25:39: Ich verstehe ihn auch schon.

00:25:41: der Text heißt ja sowieso!

00:25:43: Das klingt so wie Es kann so oder so kommen.

00:25:46: sowieso und das an verschiedenen Stellen sagt er, naja gut.

00:25:50: Aber ich bleibe mir selbst traur macht mir nichts aus.

00:25:53: Ich bleib geduldig.

00:25:55: Lass mich da nicht außer Bahnen aus meiner Seitenstraße

00:25:59: rauswerfen.

00:25:59: Und ich sehe sogar was Positives drin, dass immer ein Peaceps wächst wenn ich dann so viel nachsteuern muss.

00:26:04: Liebendig ist der Bunte ja eine lustige Fahrt und so.

00:26:08: Da seh' ich!

00:26:09: Nein, da sehe ich eigentlich auch diese Differenzierung drin.

00:26:12: Das ist ja auch die Quintessence eines Songs der grundsätzliche Optimismus und nicht Zweckoptimismus sondern einfach positiv draufzuschauen.

00:26:21: Jetzt eben nochmal der Refrain.

00:26:22: Egal wie es kommt das wird gut.

00:26:24: sowieso immer geht eine neue Tür auf irgendwo auch wenn's gerade nicht so läuft egal er wie gewohnt egal Es wird gut.

00:26:31: Sowieso.

00:26:32: Da habe Ich Frage den Nietzsche Experten Ist das Amor Fatih was er da besingt?

00:26:37: Ja und nein, also Amor Fatih kann man auch, da sollte man auch differenzieren.

00:26:41: Wenn man damit meint ist mir egal was da kommt oder ich muss jetzt nichts tun.

00:26:47: Also es wird häufig damit... Ich bleib sitzen, ich tue gar nix, der Gott beschibt sowieso den wie ich.

00:26:52: Das halte ich für einen übertriebenen Amor Fati.

00:26:55: Aber sich darüber klar zu sein dass viele Dinge von uns nicht beherrschbar, nicht kontrollierbar Und nicht vorhersehbar sind und ich mich deshalb diesen Was da geschieht draußen ohne meinen wollen, dass ich das annehme und ja dazu sage akzeptiere.

00:27:11: So kann Armor Fatih auch verstanden werden.

00:27:13: Ich nehme das an was das Schicksal mir schickt.

00:27:16: Das ist eine sehr gut.

00:27:17: also das ist in Grundeinstellung.

00:27:19: Ich rege mich nicht drüber auf.

00:27:21: es ist anders gekommen.

00:27:22: jetzt lebe ich damit.

00:27:23: vielleicht kommt etwas Besseres raus?

00:27:25: Ich sage Ja zu dem was da gekommen ist.

00:27:28: das ist zutiefst ist durch und woran mich diese Zeile, dieser wichtige Refrain egal was da kommt es wird gut sowieso erinnert.

00:27:37: Sokrates bei dem heißt das so der gleiche Gedanke einem guten Menschen für einen guten menschen gibt es gar kein übel.

00:27:47: ja wie natürlich kriegt ihr auch Unglücksfälle und so.

00:27:50: Ja.

00:27:50: aber wenn du das richtige Meinz hättest Wenn Du ihn dir ruß wirst du aus allem etwas machen.

00:27:56: Das Motto meines ersten Buches, Konfuzus der Weise versteht unglück in Glück zu verwandeln.

00:28:01: Ich werde auch was Haus machen und das meint er glaube ich auch hier dass es an verschiedenen Stellen im Song Texte zu da.

00:28:08: und ja so ist es für eine flexiblen Menschen der Insehrobot der das große Ziel seines Leben nicht preis gibt für zu kletägliche kleine Ziele sondern die das nie aus den Augen verlieren.

00:28:20: Für den kommen was will?

00:28:21: ich bleibe auf meiner Bahn Leben was machen, egal in welchen Umständen, egal was da kommt.

00:28:30: Ich bin stark, ich bin tapfer und ich gehe dadurch und ich werde da sowieso etwas rausmachen.

00:28:36: So verstehe ich das und da finde Zufallt sich der richtige Ansicht, sehr weise Ansicht die wir da jedenfalls in der praktischen Philosophie der Antike in Ost und West vielfach finden.

00:28:51: Warum?

00:28:52: Weil sie eben sagen das Wichtigste ist Indien und das kann ja keiner nehmen!

00:28:57: Und so verstehe ich das auch sowieso.

00:28:59: egal... Da steckt, wie du sagst, Optimismus oder Zuversicht.

00:29:04: Das ist sehr wichtig.

00:29:05: selbstvertrauen der Glaube an sich egal was da kommt ich werde etwas raus machen und Ich werde mich nicht verlieren.

00:29:11: und das ist das Wichtigste.

00:29:12: Und aber auch sehr wichtig und da kommen wir zum Abschluss sind soziale Beziehungen überhaupt beziehung in Verbindungen mit anderen Menschen.

00:29:20: Offensichtlich sieht er es auch so.

00:29:21: ich finde hat super verpackt in die letzte strophe.

00:29:25: So selten fitte Planung bin mehr so dritte Mahnung Doch immer sicher im Gemetzel dank der Schickentarnung.

00:29:31: Okay, das ist noch so das Alltagsgeschäft ne?

00:29:33: Aber dann... Ich schätze Wegbegleiter auch wenn alles seine Zeit hat.

00:29:37: mal elf Freunde, dann doch wonnen und wonnen Karatefeiter Und steigt ja Sendeturm bleibt immer die Erinnerung.

00:29:44: Halt neuer Plan Dann den Blick nach vorn Stück Linderung.

00:29:48: Also ich fass' mal zusammen.

00:29:51: Aus meiner Sicht meint er damit klar, ähm muss irgendwie im Alltag klarkommen aber ganz wichtig sind ihm eben Wegbegleiter, Menschen zu denen man Verbindungen aufbaut.

00:30:03: Aber es muss einem auch klar sein mal ist man ganz eng aber dann ist das auch okay wenn man ein Freund längere Zeit nicht mehr sieht Wenn man vielleicht auch mal irgendwo alleine durch muss von und Karatefighter Vielleicht auch so im Sinn von.

00:30:14: manchmal muss man auch Konflikte mit anderen Menschen bestehen unbedingt nur mit Freunden egal wo.

00:30:18: Man muss für seine Meinung einstehen Und man muss ja vielleicht auch einmal mit härteren Argumenten seine Meinung durchfechten.

00:30:25: Also nicht immer nur elf Freunde und eine Mannschaft, sondern alle für einen.

00:30:30: Jedenfalls steigt der Sendeturm, bleibt die Erinnerung.

00:30:34: Das ist das was man mitnimmt aus diesen Phasen mit Freunden.

00:30:39: Man kann darauf zurückblicken, hat gemeinsame Erinnerungen aber hoffentlich auch eine gemeinsame Zukunft.

00:30:48: Dass das eben dieser Blick nach vorne, dass wenn es mal nicht so funktioniert auch in Freundschaften und Beziehungen dann ist der Blick nach vorn doch immer noch die der Weg da raus um sich positiv mit umzugehen.

00:30:58: Ja deshalb bin ich verstanden.

00:30:59: Das ist eine gewachte... Ich habe die ganze Zeile nicht verstanden.

00:31:02: was meinst du?

00:31:03: Dann steigt der Sendeturm bleibt immer die Erinnerung.

00:31:06: das letzte kann ich noch mit leben.

00:31:09: Auch Epikore hat die Erinnung sehr hoch geschätzt weil das ne Quelle der Freude is von der man zu wenig gebraucht macht.

00:31:15: aber was heißt was hier?

00:31:17: Und steigt der Sendeturm, bleibt immer nur die Ehre.

00:31:21: Weißt du was das heißt?

00:31:22: Das habe ich nicht verstanden!

00:31:23: Was will er damit sagen?

00:31:26: Also ganz bisschen tiefer habe ich es für dich ja auch nicht durchdrungen.

00:31:31: aber also ich hab's halt so verstanden Steigt der sende turm im sinn von.

00:31:37: man muss dann wieder Also Sendetoumen sind von mehr, also weiter mit anderen sprechen.

00:31:43: Nicht nur mit einem in der engen Verbindung und er ist ja jemand, der einen Riesenpublikum bedient und kann da nicht immer nur auf einzelne eingehen und so.

00:31:55: Also so werde ich es mal interpretiert.

00:31:58: aber das Wichtige finde ich halt dass er für sich klar hat, es gibt unterschiedliche Aggregatszustände in der Verbindung mit Menschen.

00:32:05: Das war jetzt mit Einzelnen oder auch mit vielen Menschen und darauf muss man sich einstellen.

00:32:10: damit müssen wir irgendwie umgehen können.

00:32:12: Ja dann die letzte Zeit hier halt neuer Plan Dann kommt halt eben neuen Plan Neuerplan hin.

00:32:18: Hauptsache Blick nach vorne Zuversicht Selbstvertrauen Optimismus Bichtig ja Und das ist schon ein Stück Linderung.

00:32:25: vielleicht meint er so Dass das allein schon dieser Glaubener Es wird weiter gehen werde auch über den Verlust vielleicht wegkommen und dann dieses Bewusstsein ist Linderung.

00:32:36: Vielleicht meint er das?

00:32:37: Mich würde jetzt noch interessieren, da steckt ja auch ein Tick drin.

00:32:41: es gibt halt auch viele flüchtige Begegnungen im Vergleich dazu lebenslange Freundschaften aber beides kann doch wertvoll sein.

00:32:48: Ja ich habe das beides in dem Text gesehen wenn du mir das so sagen würdest.

00:32:53: natürlich kurze Begegnungen, die können sehr wertvoll sein.

00:32:58: Da kann sich Seele und Seele berühren selbst wenn ich den nie mehr wieder sehe.

00:33:01: Ich habe ein gutes Gespräch geführt und ich habe etwas von ihm erfahren aus seinem Leben etwas erfahren.

00:33:06: Ich hab eine Sekundärerfahrung gemacht indem ich nachvorzogen habe wie der andere Mensch in einer schwierigen Situation gelebt oder habe ich etwas gelernt.

00:33:16: Also man kann aus dem Leben eines anderen Menschen viel lernen und das geht, wenn man ein tiefes Gespräch hat.

00:33:22: unter anderem öffnet sich oder man lädt den Anderen einzig zu öffnen weil man sich vielleicht auch selbst öffnete.

00:33:28: Das sind vielleicht kleine Begegnungen die nur eigentlich aus einem Gespräch bestehen.

00:33:33: wir kennen dass alle zufällige Urlaubsbekanntschaften die aber irgendwie berührend waren aber nicht fortgesetzt werden.

00:33:39: und daneben ist natürlich das sollte man haben Dauerhafte, tragende und nähernde Resonanzachsen zum Menschen.

00:33:48: Ich habe einige Freunde in meinen ältesten sechzig Jahre.

00:33:53: Ich freue mich das wird dann wie eine Familie, eine größere Familie als die tatsächlich leibliche.

00:34:00: und dass es etwas Wunderschönes Man teilt Erinnerungen, man fühlt sich verbunden.

00:34:07: Verbunden halt ohnehin.

00:34:08: Ohne das Gefühl mit irgendwem verbunden zu sein.

00:34:12: Da kannst du gar kein glückliches Leben führen und die gibt es in verschiedenen Stufen und selbst eine einmalige Begichtung kann für eine gewisse Zeit einen Band der Verbundenheit erzeugen.

00:34:25: Und das ist was Schönes!

00:34:26: Ohne immer gleich mit diesem riesigen Anspruch randzugehen.

00:34:29: ich finde man muss da auch offen rangehen.

00:34:31: ganz flüchtige Begegnungen, die nett sein können.

00:34:33: Wenn der Straßenbahn schaffend hatte ich begrüßt wenn du einsteigst oder eben vertiefte halbstündige Gespräche wo man irgendwie das Gefühl hat da hat sich eine geöffnet.

00:34:43: ja also so sehe ich es auch.

00:34:44: okay Albert machen wir einen Strich drunter.

00:34:46: was sagt der Philosoph?

00:34:47: ist das jetzt ein philosophischer Pop Song?

00:34:50: Ja, also so weit würde ich nicht gehen.

00:34:52: Aber ich finde es schön wenn ein Textschreiber oder eine Sängerin sich bemüht auch etwas zu sagen, etwas rüberzutransportieren.

00:35:04: Das gilt für alle Kunst.

00:35:05: Also sie sollte... Ich komme ja aus der Filmbranche und ein Film sollte ne Aussage haben Sollte nicht nur so'n Erlebnis sein, ich gehe aus dem Kino Und dann habe ich schon den Film vergessen.

00:35:16: Der große schwedische Regisseur Ingmar Bergmann hat das mal auf den Punkt gebracht, auch sehr bescheiden hat.

00:35:22: Er war wahrscheinlich der beste oder größte Künstler des ersten Jahrhunderts dieser jungen Kunst und er sagte es reicht ihm schon wenn die Leute nachdem sie einen Film von ihm gesehen haben in die Küche gehen sich ein Brot schmieren uns nicht nochmal noch mal darüber unterhalten.

00:35:37: also man sollte schon etwas rüberbringen Tief oder weniger tief, den ein spricht es an.

00:35:44: Den anderen vielleicht gar nicht.

00:35:46: Das muss man dann sehen.

00:35:50: Darüber kann man sich Gedanken machen aber ich finde schön wenn Künstler da auch etwas sagen will.

00:35:56: Ja also klar.

00:35:57: Ich glaube jetzt auch nicht dass das ein revolutionärer philosophischer Sorgen ist Aber ich finde eben dass da viel hängen bleibt.

00:36:02: Ich finde das echt gut verpackt hat Und dass da auch viel, was man so mitnehmen kann – vielleicht als philosophischer Begleiter auf der Schulter hin und wieder aufblitzt.

00:36:12: Das hat er einfach... Gut getextet, gut komprimiert.

00:36:15: Also deswegen hat mich das sehr angesprochen.

00:36:17: Wie in Texten?

00:36:18: Wie in Liedern wie in Poesie?

00:36:20: Wenn sie eine gewisse Qualität hat dann sollte sie auch so schöne Dinge sagen oder Dinge die einen berühren oder mit denen was antworten kann oder über die man mal nachdenken kann und der Song hat das durchaus.

00:36:32: wenn du das Philosophisch nennt ist es ein philosophischer Song.

00:36:35: Sehr gut also insofern das war ein Experiment habe mir jetzt Spaß gemacht.

00:36:39: ich hoffe dir auch Insofern, ein zwei Ideen habe ich noch.

00:36:43: Wenn es euch auch gefallen hat liebe Hörerinnen und Hörern, liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie und der Lebenskunst.

00:36:50: Wenn ihr irgendwelche Songs habt wo ihr das Gefühl habt da steckt mehr drin.

00:36:54: Da sollte man drüber sprechen.

00:36:55: schickt uns gerne mal einen Vorschlag ansonsten machen wir das so.

00:36:57: in loser Folge denke ich mal.

00:36:59: besprechen wir mal wieder noch so den Song.

00:37:01: Sehr gerne!

00:37:02: Also danke euch fürs Zuhören.

00:37:03: Danke für dein Input.

00:37:04: Albert hatte einige Arharmomente.

00:37:06: Danke Marc Forster für diesen Impuls.

00:37:10: Bis zum nächsten Mal.

00:37:11: Tschüss!

00:37:11: Macht's gut, tschau-tschau.

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