#225 Warum es glücklich macht, für andere da zu sein.
Shownotes
„Was ist der Sinn des Lebens? Anderen zu helfen und Gutes zu tun.“ (Aristoteles)
Was macht ein Leben sinnvoll? Für Marcel Wilhelm liegt eine Antwort im Helfen. Seit vielen Jahren arbeitet er als Rettungssanitäter und berichtet als Content Creator über seinen Alltag und Erste Hilfe. Für ihn ist daraus eine Berufung geworden und eine wichtige Quelle persönlichen Glücks. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Marcel, Albert und Jan darüber, warum Engagement und Selbstwirksamkeit so erfüllend sein können.
Es geht um Mitmenschlichkeit und Dankbarkeit, aber auch um den Umgang mit Leid, Tod und der Erfahrung, nicht immer helfen zu können. Albert schlägt den Bogen zur praktischen Philosophie: Für andere da zu sein, gehört zu einem gelingenden Leben. Und dafür muss niemand Rettungssanitäter sein. Oft reichen schon ein offenes Ohr, ein paar Minuten Aufmerksamkeit oder eine helfende Hand. Denn Sinn entsteht vielleicht gerade dort, wo es einmal nicht nur um uns selbst geht.
Ganz praktisch erklärt Marcel außerdem, warum bei einem medizinischen Notfall vor allem eines zählt: nicht wegschauen, sondern handeln. Denn auch unperfekte Erste Hilfe ist besser als gar keine.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Aristoteles, Seneca, Konfuzius, Hartmut Rosa
Weiterführende Links:
- Marcel Wilhelm gibt auf seinem YouTube-Kanal und bei Instagram Einblicke in seinen Alltag als Rettungssanitäter und vermittelt auf unterhaltsame und verständliche Weise Wissen rund um Rettungsdienst, Notfallmedizin und Erste Hilfe.
- „Bürgerschaftliches Engagement zwischen individueller Sinnstiftung und Dienst an der Gesellschaft“ Der „Aus Politik und Zeitgeschichte“-Beitrag zeigt, warum Engagement nicht nur der Gemeinschaft dient, sondern auch persönlich Sinn stiften kann. Zu den wichtigen Motiven gehören Freude an der Tätigkeit, anderen zu helfen und das Gemeinwohl mitzugestalten.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freundinnen der Philosophie- und Erlebenskunst bei Der Pudel und der Kern.
00:00:20: Und heute sage ich auch, hallo Marcel!
00:00:21: Hallo Marcel Wilhelm.
00:00:22: Der uns der bekannte Rettungssanitäter bekannt von YouTube, TikTok und Instagram, der uns heute hier besucht weil wir über das Thema Helfen und Engagement und Berufung sprechen wollen.
00:00:33: Vielen Dank auf jeden Fall für die Einladung.
00:00:34: Ich freue mich sehr, hier zu sein.
00:00:36: Super dass du da bist Marcel.
00:00:37: Und hi Albert!
00:00:40: Ja, also darum soll es heute gehen.
00:00:42: Wir treffen uns hier bei uns im Pudelstudio und wollen mal darüber sprechen.
00:00:48: was macht das eigentlich mit einem wenn man auf das eigene Leben schaut?
00:00:53: Wenn man sein zumindest seine berufliche Aktivität auch sehr stark auf das Engagement für andere fokussiert.
00:01:00: Marcel, du bist eben Rettungssanitäter.
00:01:03: Also seit mehreren Jahren bist du unterwegs tatsächlich wie man sich es vorstellt in Rettungswägen teilweise in krassen Situationen, teilweise wahrscheinlich auch in abgefahren oder einfachen Situationen aber jeden Tag unterwegs im Prinzip um anderen zu helfen.
00:01:18: Und das finde ich zum einen sehr beeindruckend und zum anderen habe ich aber auch in unserer Vergangenheit gelernt.
00:01:24: Wir haben ja mal mit der Professor Cemik gesprochen, dass dieses Engagement für andere durchaus eine wichtige Säule des gelingenden Lebens oder gar das Sinn des Lebens sein kann.
00:01:34: Darüber wollen wir heute mal mit dir diskutieren und ich würde dich bitten, dass du es vielleicht mal ein bisschen einordnest für uns.
00:01:39: also wie bist du da hingekommen?
00:01:41: Wie wurdest Du Rettungssanitäter?
00:01:42: Oder wie war der Weg zu diesem Engagement für Andere?
00:01:45: Sehr gerne!
00:01:46: Also für diejenigen, die mich noch nicht kennen Mein Name ist Marcel Wilhelm.
00:01:48: Ich mache jetzt seit ungefähr fünf, sechs Jahren Social Media wo ich auch den Leuten probiere so den Alltag eines Sanitäters, eines Rettungssanitäters ein kleines bisschen näher zu bringen.
00:01:57: Was für Einsätze erlebe ich?
00:02:00: Wie ist mein Blick aufs Leben nach einem gewissen Einsatz zum Beispiel?
00:02:03: Auch wie schnell lebig manchmal das Leben sein kann.
00:02:05: und ich bin tatsächlich schon seit knapp acht neun Jahren im Rettungsdienst tätig.
00:02:11: Ich habe damals immer als kleiner Pups sag' ich mal, bin ja schon ins Jugendrotkreuz gekommen Damals durch meine Ex-Freunde mit Reiz sind irgendwie zwei Wochen später war es nicht mehr meine Freundin, aber der Rettungsdienst oder das Jugendrundkreuz ist irgendwie geblieben und dann habe ich so einen typischen ehrenamtlichen Weg eingeschlagen.
00:02:28: Ich bin erst in der Jugendarbeit tätig gewesen.
00:02:31: Mit sechzehn habe ich dann die Frage gestellt bekommen, ob ich gern Gruppenleiter vom Jugendrottkreuz sein wollte.
00:02:36: Ich bin da mitsechzehnten Gruppenleader geworden und mit achtzehn bin ich da ein Erste-Hilfeausbilder geworden weil ich halt den Kindern erste Hilfe beibringen wollte hatte auch ab und zu Kurse geleitet für Führerschein oder für berichtliche Ersthelfer Und hab dann nach ungefähr zwei Jahren oder drei Jahren mitbekommen dass ich auf die frage gestellt bekommen habe wie sich denn so eine Reanimation anfühlt Ob das wirklich echt ist?
00:02:56: Wie bei diesen Puppen in diesen Kursen Die frage konnte ich nie beantworten bisher nur an den Puppen halt trainiert habe, hab dann die Qualifikation zum Rettungssanitäter gemacht.
00:03:06: Damit ich auch ein bisschen mehr Praxiserfahrungen hatte.
00:03:09: und in der Zeit habe ich für mich festgestellt... Hör mal das ist irgendwie so cool.
00:03:13: ich hab jetzt einen Job zum Studium kann Geld verdienen, kann anderen Menschen helfen und kann wirklich was Sinnstiftendes tun.
00:03:21: Und dieses sinnstiftende Gefühl habe ich mittlerweile seit acht oder neun Jahren wo für mich wirklich festgestellt hat der Rettungsdienst oder die Notfallmedizin die Ersthilfekurse ist ein sehr großer Bestandteil von meinem eigenen Weg des Klicks wo ich für mich selbst sagen kann ich habe für mich Aus verschiedenen Gründen eine Berufung einfach gefunden, die ich im besten Fall auf Holz klopfen noch die nächsten dreißig Jahre lang machen möchte.
00:03:47: acht Stunden oder habt ihr glaube ich noch längere Schichten?
00:03:50: Wir haben auf dem Dorf sogar vierundzwanzigstunden Dienste.
00:03:52: Also wenn du nach so einer, was ja wirklich auch schon mal per se eine Leistung ist, vierund zwanzig Stunden verfügbar zu sein und zu helfen aber wenn du danach in der Schicht nach Hause kommst, ist es dann ein Gefühl von wow!
00:04:04: Ich habe heute einen Leben gerettet oder ist das ein Gefühl für mich hab etwas Sinnvolles getan?
00:04:08: also wie stelle ich mir diese Sinnerfüllung oder dieses Selbstwirksamkeitserfahrungen die du da machst vor?
00:04:14: Also dass jetzt für die Zuhörer zum Beispiel dass jetzt der Rettungsdienst immer nur aus Action besteht, man rettet jeden Tag drei Leben und sowas.
00:04:21: Das ist wirklich sehr übertrieben dargestellt.
00:04:24: das würde ich nicht unbedingt sagen.
00:04:26: wenn man es jetzt wirklich betrachtet wie oft man leben rette würde ich vielleicht behaupten in einem Jahr als Teilzeitkraft was ich bin vielleicht so zwischen zehn und fünf zehn mal.
00:04:36: aber dass man das Gefühl hat etwas Sinnstiftendes getan zu haben also mit dem positiven Gefühl nach Hause zu gehen würde ich eigentlich sagen ist bei jedem Dienst weil man hat immer verschiedene Menschen die aus irgendeinem Grund in der Notfall-Situation ist, die sie selbst als sehr belastend anfinden.
00:04:51: Sei es jetzt vielleicht ein Schlaganfall, das ein Herzentfakt ist oder auch einfach vielleicht die Großmutter, die sich seit einem Jahr nicht mehr versorgen kann, so ein gewisses Versorgungsproblem ist, dass einfach die Angehörigen dankbar sind, dass jetzt Sanitäter in der Wohnung sind und ihrer Großmurder, die in einem schlechten allgemeinen Zustand ist, vielleicht jetzt einfach helfen und den ersten Schritt einer Besserung zum Beispiel geben.
00:05:11: Also so einen Danke im Einsatz oder irgendwie das Gefühl man hat was getroffen.
00:05:15: nach diesem vierundzwanzigstunden Dienst ist eigentlich immer da und diese positiven Momente überdecken auch jedes Mal, sag ich mal die negative Aspekte, die der Beruf ab und zu mal mit sich führt.
00:05:25: Ja, ich selber habe ja eben auch sehr davon profitiert dass es solche Menschen gibt die da sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen.
00:05:31: Für alle die das den Hintergrund nicht kennen.
00:05:33: Ich hatte vor fünf Jahren einen Herzstillstand bei dem ich zum Einen das riesige Glück hatte dass meine Frau und ein Ersthelfer da völlig richtig reagiert haben und einfach keine Angst hatten vor Herzlungenmassage oder diese notwendigen erste Hilfe die da zu leisten ist.
00:05:48: Aber so richtig, dass es gelingen konnte.
00:05:50: Das lag daran, das dann First Responder einfach ums Eckstand mit Leuten die genau wussten was zu tun ist und da natürlich auch noch der Rettungswagen kamen ... Also ich hatte einfach das Gefühl... Ich hab's natürlich nicht live mit drin gewisse Weise!
00:06:04: Ich war ja in dem Moment eben leider nicht mehr am Leben.
00:06:08: aber ich hatte dieses riesenglück, dass wir erstens so ein perfekt aufgestelltes System in Deutschland haben.
00:06:13: Das ist mir auch echt wichtig nochmal zu sagen Egal wo ich da war, waren Profis um mich rum und haben hier Bestes gegeben.
00:06:19: Das war eine ganz tolle Erfahrung.
00:06:21: Ich bin ein
00:06:21: bisschen Gänsehaut gerade.
00:06:22: Es ist immer so schön sowas zu hören.
00:06:23: Vor allem du hast ja auch gerade erwähnt gehabt diese eine App.
00:06:26: also es gibt so eine Katastrophenschutzapp das heißt für Leute die sehr oft zum Beispiel den Ersthilfekurs hatten in der Schule oder auf der Arbeit oder die ehrenamtlich aktiv sind.
00:06:35: die können so einen App auf dem Handy haben und wenn z.B.
00:06:38: seine Frau nachdem nur den Herz schildern hat dass sie eins an zwei angerufen hat wird die Leitstelle direkt orten wo es gerade ist und alarmiert dann die Leute mit dieser App also diese First Responder App.
00:06:47: Und wenn da jemand in der Umgebung ist kann er sofort kommen, kann er diese lebenswichtige Herz- und Wiederbelebungen machen weil das erhöht ja auch eben die Wahrscheinlichkeit.
00:06:55: der Rettungsdienstbau im Regelfall neun Minuten deutschlandweit um bei einem Einsatz anzukommen.
00:07:02: Und in diesen neun Minuten kann ohne laufende Renimation wirklich schon sehr, sehr viel im Hirn kaputt gehen auch so kaputtgehen dass es irreparabel ist sprich obwohl man den Menschen wieder zurückbekommt vielleicht man schon gewisse Gehirnaktivitäten oder Organaktivität ein dauerhaft beschädigt halt hat.
00:07:16: deswegen freut mich so sehr von dir zu hören das sowieso diese Kette aus ehrenamtlichen Leuten aber vom Rettungsdienst so gut von dir funktioniert hat.
00:07:24: ich glaube fünf Jahre später mit dir hier im Podcaststudio sitzen kann und kann podcast mit euch beiden aufnehmen.
00:07:29: Genau, also so würde ich das eben auch sehen!
00:07:30: Also das ist etwas da habt nicht nur ich davon profitiert sondern darüber wollen wir heute sprechen.
00:07:35: Es ist ein System, wo man sich so ein bisschen auch drauf verlassen kann.
00:07:39: Und so funktioniert ja das Ehrenamt in ganz Deutschland.
00:07:42: also es fängt an mit den ehrenamtlichen Tennis von Fußballtrainern und geht dann bis hin zu Menschen.
00:07:47: du machst jetzt zwar auch beruflich aber ich glaube so wie ich habe mich auch ein bisschen informiert über euren Berufsstand wird ja nicht jede Minute bezahlt wenn ihr da vierundzwanzig Stunden unterwegs seid sondern da ist auch immer einen Anteil dabei.
00:07:59: Das ist eine gute Sache wo wir Albert jetzt vielleicht mit einbauen können oder die Zuhörer In einem vierundzwanzig Stundendienst.
00:08:06: Wie viele Stunden bekomme ich effektiv bezahlt?
00:08:09: Also was ist eine Bereitschaftszeit, wo ich unentgeltlich auf der Rettungswache bin und was sind sozusagen mein stundenlohn-offenarbeitskonto
00:08:15: dann?".
00:08:16: Oh, das lange her, dass ich Arbeitsrecht gemacht habe!
00:08:19: Ich erinnere mich nicht mehr daran.
00:08:21: Ich könnte mir vorstellen, dass es so einen Grundgehalt gibt für den Tag.
00:08:26: Zum Grundstunden
00:08:26: sozusagen genau...
00:08:28: Und dann vielleicht, also angemessen wäre es dann wenn man dann sagen wir mal für den tatsächlichen Einsatz noch zusätzliche Vergütung bekommt.
00:08:38: Denn sonst wäre vielleicht der der vierundzwanzig Stunden durchschläft... fürstig bezahlt gegenüber denjenigen, der vierundzwanzig Stunden da um die Uhr tätig
00:08:48: war.
00:08:48: Da macht man tatsächlich keinen Unterschied.
00:08:50: also das ist jetzt egal ob ich in den Vierundzwanzehstunden zwölf Einsätze hätte oder vielleicht null Einsätze.
00:08:55: deswegen ganz einmal so aktiv was glaubst du von vierund zwanzig stunden?
00:08:58: wie viele stunden kriege ich einfach bezahlt dass wir so eine zahl haben für die Zuhörer.
00:09:02: Zwölf?
00:09:03: Boah zum glück nicht!
00:09:04: Das ist ein bisschen mehr.
00:09:05: Ich krieg einen und zwanzi Stunden bezahlt.
00:09:08: Das heißt sozusagen, ich sag mal von hundert Prozent die ich jetzt auf der Rettungswache bin wo ich nicht mehr zum Friseur gehen kann.
00:09:14: Wo ich nicht irgendwie was privat sage ich mal im Haushalt machen kann.
00:09:17: Bekomme mich so zirka um achtzig Prozent davon bezahlt.
00:09:22: Drei Stunden im Regelfall werden wir sozusagen nicht entgütet
00:09:25: Und dann wird nicht differenziert, ob man wie viele
00:09:27: Einsätze
00:09:28: hat oder...
00:09:28: Genau richtig.
00:09:29: Also das heißt zum Glück sind es keine zwölf Stunden weil ich glaube sonst würde der Rettungsdienst viel mehr Probleme halt haben.
00:09:35: Komm
00:09:36: doch an!
00:09:36: Wie hoch der Stundenlohn ist?
00:09:38: Das ist wieder eine andere philosophische Frage, das stimmt.
00:09:41: also Ich bin im groben und ganzen Recht zufrieden mit meinem System gewesen Weil ich eben auf dem Land im Rettungssienst bin weil wir eben oft Zeiten haben wo ich keinen Einsatz habe wo ich kochen kann wo ich mal vielleicht Zeit hab ein Video zu schneiden oder sowas in der Richtung.
00:09:55: Aber es gibt viele Leute vor allem in zwölf Stundendiensten, dass sie dann zum Beispiel von zwölft Stunden nur neun Komma Sechs stunden bezahlt bekommen und das man Dann sozusagen sagen kann dass jeder fünfte oder jeder sechste dienst quasi umsonst ist.
00:10:10: Und für den beruf wo man halt eben nicht fürstlich sag ich mal belohnt wird Es ist dann schon manchmal ein bisschen schwierig dann dass Man so viel herzblut und arbeit da rein steckt aber dann tendenziell weiß das sage Ich Mal Jeder Sechste Dienst sozusagen umsonst passiert es.
00:10:25: Albert, ich würde da noch einen Aspekt hinzufügen.
00:10:28: Aristoteles sagt ja was ist der Sinn des Lebens?
00:10:31: anderen zu helfen und Gutes zu tun.
00:10:34: Und das klingt für mich da sehr stark durch, bei dem was der Marcel da eben beschreibt.
00:10:39: Würdest du ihm zustimmen?
00:10:40: Glaubst du, da steckt sehr viel drin von Aristoteles dass Marcel eben dieses selbst Wirksamkeitserfahrungen macht im Job und eben das Gefühl hat wenn er nach Hause geht, er hat etwas Sinnvolles getan?
00:10:51: Ja
00:10:51: im hohen Maße.
00:10:52: ich denke jeder Mensch braucht das aber auch das Gefühl, dass er einen sinn erfüllenden sind stiftende Tätigkeit macht.
00:11:01: Das sind die zwei Säulen auf den glückliches oder gelingendes Leben beruht.
00:11:05: Beides wird durch den Beruf intensiv bedient, denn sowohl der Kontakt zwischen Menschen in Kontakt zwischen dem Helfer und dem Geholfen ist sehr intensiv also während der Behandlung sowieso als auch die Selbstwirksamkeitserfahrung ist genauso intensiv.
00:11:21: dann gibt es etwas was sinnvoller ist, als Leben retten oder daran mitzuarbeiten, Leben zu retten.
00:11:28: Ich finde das ist ein Art Naturtrieb also der hat jeder in uns ... Der stärkste Trieb ist der Überlebens-Trieb sagen einige und er wird da in einer schönen Kombination mit Mitmenschlichkeit, zusammengehörigkeit, mit Verbundenheit mit anderen Menschen befriedigt.
00:11:45: helfen ist ein Essenzial, also für andere da sein.
00:11:50: helfende Handstrecken ausstrecken sagt es schon Seneca das ist die Natur des Menschen.
00:11:55: jedenfalls kann man sich kann ich mir gar nicht vorstellen dass jemand glücklich werden kann ohne für andere auch dazu sein.
00:12:03: und In dem Ausführen, in der Tätigkeit für andere etwas tun kann man vielleicht mit das größte Glück des Lebens empfinden.
00:12:13: Für andere dazu sein.
00:12:14: Dein anderer Lieblingsphilosoph Konfuzius hat gesagt wähle einen Beruf den du liebst und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.
00:12:22: Und auch da klingelt das ein bisschen durch, was der Marcel glaube ich auch erlebt und erzählt.
00:12:27: Würdest du Konfuzius da auch wieder Recht geben?
00:12:29: Ich weiß nicht, was da an einem chinesischen Zeichen steht ist so ein bisschen zugespitzt.
00:12:34: die haben ja nicht so einzelne Begriffe wie Arbeit.
00:12:36: aber es ist damit natürlich gemeint dass eine Arbeit normalerweise so verstanden wird.
00:12:41: dann geht man um ja man muss es machen um Geld zu verdienen um zu überleben.
00:12:47: Aber es ist jetzt nicht die große Leidenschaft nicht so sein.
00:12:52: Arbeit kann auch eine große Leidenschaft sein und das fällt vielleicht beim Helfen, also wenn man es gibt Menschen die da zu sehr stark sich hingezogen wurden für andere dazu sein um zu helfen oder wenn sie das zum Beruf machen dann passiert das genau dass man ist eigentlich auch aus leidenschaftlichen Motiven von innen heraus macht und nicht nur um Geld zu verdienen.
00:13:12: Da fällt das zusammen.
00:13:13: Das ist eine ideale Konstellation, dass man seine Arbeit als Berufung Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses in der Welt zu sein und in der Weltsugestalten mitzuwirken.
00:13:29: Und sich dabei auch noch zu ernähren, also es ist ein wunderbarer Feld wenn das zusammenfällt.
00:13:34: Bei dir Marcel fällt ja dann noch mehr zusammen so wie ich dich jetzt erlebe und auch im Vorfeld wie ich mich informiert habe.
00:13:40: eine andere Leidenschaft ist ja offensichtlich auch andere daran teilhaben zu lassen.
00:13:45: Also du bist eben als veröffentlicht Videos auf den großen Plattformen von deinen Einsätzen, informierst darüber was der Beruf des Rettungssanitäters ausmacht.
00:13:56: In welchen Situationen wie man sich richtig verhalten sollte und wie man gut helfen kann.
00:14:01: Also würdest du wenn du einen Strich drunter machst tatsächlich sagen Du lebst da deine Berufung?
00:14:05: Auf jeden Fall.
00:14:06: Also ich hab das Gefühl, dass ich mehrere Berufungen habe auf mehrere Berufungen beruflich betrachtet einerseits logischerweise den Rettungsdienst die Notfallmedizin aktiv sehen was sich bei Leuten sozusagen bewirken kann.
00:14:19: aber Ich habe schon immer gemerkt euch auch ein sehr sehr kreativer Mensch bin.
00:14:22: ich habe es immer geliebt irgendwie Was zu erschaffen?
00:14:25: Ich habe es gemacht irgendwie in der Kamera zu reden oder einen Mikrofon wie jetzt zum Beispiel und den Leuten so ein bisschen meine Denkweisen zu erzählen und da war mir auch immer relativ egal ob das jetzt eine Person hört oder vielleicht Hunderttausende.
00:14:36: und so als Content Creator sag ich mal den Begriff, den du vielleicht gerade gesucht hattest.
00:14:41: Ist es halt irgendwie voll schön zu sehen?
00:14:43: Ich kann was erschaffen wie zum Beispiel jetzt ein Video wo ich probiere unter sechzig Sekunden zu erklären Wie man Symptome von einem Schlaganfall erkennen kann und wie man dann als Ersthelfer jemand anderen dadurch helfen kann oder gegebenenfalls das Leben retten kann.
00:14:57: Und ich finde es an halt immer sehr sehr schön halt zu sehen.
00:14:59: ich habe jetzt einmal Arbeit in etwas reingesteckt hab dieses video erschaffen oder kreiert Und das können jetzt noch in ganz vielen Jahren andere Leute angucken.
00:15:07: Oder ich kriege auch ab und zu immer wieder Nachrichten von meinen Abonnenten, so hey!
00:15:10: Ich habe damals mal das als Video von dir gesehen.
00:15:13: Ein halbes Jahr später hatte mein Vater einen Schlaganfall oder ein Herzinfarkt... ...und ich wusste genau was ich tun muss weil ich eben mitbekommen hab durch deine Videos wie ich erst Hilfe leisten kann.
00:15:23: Und das dann auf diesen sinnstiftenden Beruf zu haben ist für mich so eine schöne sage ich mal auch auf gewisse Art und Weise eine Befriedigung.
00:15:33: viel Leidenschaft hatte, jemand anderen helfen können wie er jemand wieder anderen helfen konnte.
00:15:38: und es ist für mich so eine riesenschöne Kettenreaktion wo ich sage hey das möchte ich gerne noch sehr viele Jahre mache weil ich da sehr sehr viel Sinn sehe und durch diesen Sinn auch so das gewisse Gefühl von Glücklichkeit in mir spüre.
00:15:50: Wie verarbeitet man dann aber diese Extrem-Situationen?
00:15:53: Also das gehört ja auch dazu.
00:15:55: Da helfen möglicherweise auch die Historiker, die sich darauf eindrichten dass eben im Leben schwierige Situationen existenzielle Situation passieren.
00:16:04: Aber bei den meisten passieren sie halt zwei drei Mal in dem Leben.
00:16:07: Du erlebst sie aber täglich.
00:16:09: Gibt es da irgendwelche Mechanismen, die du an den Tag legst oder Techniken wo du sagst, da kommst du leicht damit klar mit denen manchmal sehr schwierigen Situationen wenn eben auch wenn man jemand zum Beispiel nicht mehr helfen konnte?
00:16:20: Ich
00:16:20: würde sagen eine Sache die sehr wichtig ist Reden ist keine Form von Schwäsche.
00:16:26: Oft sind in diesen Berufen dieses Jahr, du bist falsch im Job.
00:16:30: Wenn du das nicht verkraften kannst oder wenn dich das mit nach Hause ist oder wenn du darüber reden musst... Meine persönliche Meinung zeigt eigentlich viel Stärke, wenn man da drüber
00:16:39: redet
00:16:40: und auch dass man so den Gedanken hat von ich möchte langfristig in diesem Job sein sei es irgendwie im Krankenhaus oder im Rettungsdienst und wirklich einfach darüber reden.
00:16:49: Sei es irgendwie mit erfahrenen Kollegen die vielleicht schon ein paar Jahre mehr Berufserfahrung auf dem Buckel haben sage ich mal mit irgendwie Angehörigen.
00:16:58: die man eine komplett neutrale Sicht halt haben.
00:17:01: Und was man auch da irgendwie betrachten muss, ich hab für mich so ein kleines Mantra im Rettungsdienst entdeckt und zwar ihr müsst wissen das bei einem sehr dramatischen Einsatz, z.B.
00:17:10: bei einer Reanimation bei dir zum Beispiel damals Jan kommt ja nicht nur in Rettungssanitäter-Pärchen sozusagen auf dem Rettungenwagen sondern es kommen ja noch auch Notarzt.
00:17:18: Das heißt im Regelfall hast du einen Notarst und drei Sanitäter beziehungsweise auch Notfallsanitäter, die alles tun um das Leben von einem Menschen zurückzuholen.
00:17:28: Und mein Mantra ist, dass selbst wenn diese gewalte Power voller Notfallmedizin es leider nicht schaffen Leben zurückzuholen.
00:17:35: Dann ist es leider so und so diesen Abschluss sage ich mal zu finden, diesen Haken da dranzusetzen nach einem Einsatz hilft mir persönlich sehr.
00:17:43: das ich sagen kann ey ich kann auch wenn ich mal körperlich oder psychisch belastende Einsätze habe trotzdem die Liebe zu diesem Job nicht verlieren und kann das hoffentlich noch sehr viel Jahre weitermachen.
00:17:55: Aber da klingt ja sehr stark auch ein Mantra von dir durch.
00:17:58: Ich kann nicht mehr tun, als mein Bestes zu geben!
00:18:01: Das ist das, was Marcel da beschreibt.
00:18:04: Und so kann man dann mit solchen Situationen ... Seien sie auch weniger dramatisch?
00:18:07: Aber eben in solchen Extremsituationen vielleicht ganz gut klarkommen.
00:18:10: Ja
00:18:10: und dann annehmen, was es ist... Ich hab's für mein Leben immer für wichtig gehalten der ganzen Wirklichkeit ins Auge zu sehen können.
00:18:20: Also das ganze Leben so nehmen.
00:18:22: Da gehören solche Situationen dabei.
00:18:24: Und ich habe mich manchmal ganz bewusst dem ausgesetzt um zu sagen jetzt renn nicht weg!
00:18:28: Das ist das Leben.
00:18:29: Es gehört auch Vergänglichkeit dazu, es gehört auch Leiden dazu... ...das ist die andere Seite.
00:18:35: Wenn man ja zum Leben sagt sollte man zum ganzen Leben sagen.
00:18:38: Dazu gehört dann zu dass man die Vergänglichkeiten überhaupt akzeptiert und für sich akzeptieren.
00:18:44: Und auch das Schicksal, das Zufällige Das Unglück, dass aus dem Nichts kommt.
00:18:49: Sich bewusst ist das kann kommen.
00:18:51: Es kann ja auf der anderen Seite zu einer Wertschätzung führen für all die Zeit wo es nicht kommt.
00:18:56: Passiert ja nicht täglich.
00:18:58: ein paar Mal im Leben, aber wenn man das weiß und sieht sich freut, dass man noch gesund ist.
00:19:05: Dass man lebt, sich an den Dingen erfreuen kann.
00:19:09: Das geht besser mit dem Bewusstsein.
00:19:11: Irgendwann wird Ende sein.
00:19:13: Und es kann ich auch morgen schon erwischen.
00:19:17: Da sollte man nicht die vorweglaufen oder Augen verschließen, sondern sagen, das ist das Leben!
00:19:22: Ich nehme es an so wie's ist und ich stell mich dem auch nicht.
00:19:26: Ich schau dem auch ins Angesicht, auch wenns hässlich is'.
00:19:28: Das ist eben die andere Seite des Lebens.
00:19:30: Ich vergesse ja darüber hier nicht, wie viele schöne Seiten das Leben auch hat.
00:19:34: Marcel, kannst du dich damit identifizieren?
00:19:36: Wie gehst du mit solchen Themen so ...
00:19:38: Der Tod gehört zum Leben dazu und auch dass wenn man den bewusst wird, dass es vielleicht von heute auf morgen theoretisch vorbei sein kann, dass man viel bewusster durchs Leben z.B.
00:19:48: geht.
00:19:49: Ich krieg bei Einsätzen immer wieder mit, dass wir zu einem Patienten kommen der an sich schon eine sehr lange Krankheitsgeschichte hat sprich eigentlich die Familie schon sehr früh hätte Entscheidungen treffen können.
00:20:01: Was ist denn jetzt gerade eigentlich dein letzter Wunsch?
00:20:03: Wenn du stirbst, möchtest du begraben werden?
00:20:05: Möchtest Du eingeäschert werden, möchstest Du an lebenserhaltenden Maschinen zum Beispiel angeschlossen werden.
00:20:11: Und ich habe immer wieder Einsätze wo halt dann die Familien in dieser Stresssituation?
00:20:15: der Rettungsdienst kommt laulich den Familienglied geht schlecht auch wenn man da mit diesen Fragen konfrontiert wird.
00:20:20: ja möchten sie denn das wir jetzt im Falle Fälle ihren Ehemann ihre Ehefrau ihren Vater reanimieren und Die Leute dann komplett panisch sind so?
00:20:27: Ich hab noch nie mich über dieses Thema beschäftigt ich weiß es nicht.
00:20:31: Und wenn man ein bisschen sensibel dafür ist oder einen Gefühl dafür hat, Tod gehört zum Leben dazu und man in einer ruhigen Situation mal auch ganz ehrlich und auf Augenhöhe mit seinen Liebsten reden kann.
00:20:41: Was ist denn dein letzter Wunsch?
00:20:42: Was möchtest du denn haben?
00:20:43: Find ich, gehört das zu einem respektvollen sozusagen Abgang des Lebens einfach dazu damit man eben das erfüllen kann oder den Wunsch meines Liebster erfülen kann, den Ermie in dem Moment mitgeteilt hat?
00:20:54: Ich würde noch interessieren, der Albert hat ja vorhin von zwei Säulen in seiner Philosophie gesprochen die er als für ein glückliches gelingendes Leben als besonders wichtig sieht.
00:21:04: Ich habe bei dir mal so rausgehört dass du da noch paar die zwar ähnlich gelagert sind aber durchaus auch nochmal zusätzliche Säule nennen würdest.
00:21:11: Welche sind das denn noch?
00:21:12: Bei mir ist es so.
00:21:13: also jetzt auch eine sehr primäre.
00:21:14: darüber hab ich jetzt noch nie sage ich meine Öffentlichkeit geredet weil ich jetzt erst für mich so ein bisschen mehr in die Philosophies reingehen möchte und auch dieses ich möchte Menschen helfen und für mich gehört dazu auch die Menschen vielleicht ein bisschen zu unterstützen auf ihren Weg des Glücks.
00:21:26: dazu und habe ich für mich die Philosophie herausgefunden, dass es für mich fünf Säulen das Glück gibt.
00:21:32: Einmal eine Säule ist körperliche Gesundheit, die andere Säulis eine mentale Gesundheit eine finanzielle Freiheit.
00:21:41: und jetzt die letzten beiden sollen ja auch sehr mit Albert sage ich mal reingehen, einmal die sozialen Verbindungen sei es irgendwie im Freundesumfeld, im familiären Umfeld generell Beziehungen.
00:21:51: Und dann einmal jetzt die letzte Sache weswegen ich doch heute hier bin ist dieses sind stiftende bzw.
00:21:56: eine Berufung in dem finden was man tut.
00:21:59: und meiner Meinung nach ist wenn man diese fünf Säulen jetzt nicht irgendwie prozentual, was jetzt wichtiger oder weniger wichtig ist in seinem Leben gut abgedeckt hat dass man auch einem sehr guten Weg ist ein erfülltes und eventuell dann glückliches Leben zu führen.
00:22:11: Dazu die kurze Nachfrage, das Thema finanzielle Freiheit.
00:22:14: Das siehst du aber oder das frage ich dich wie siehst es genau?
00:22:17: Aber Ich würde jetzt mal so interpretieren Es muss halt das Minimum irgendwie vorhanden sein und nicht im Sinn von ich brauche ein Riesengeldspeicher damit ich glücklich sein kann.
00:22:25: Jetzt
00:22:26: als wirklich direktes Beispiel wo er zum Beispiel Albert gesagt hatte von dem Vierundzwanzigstundendiensten eventuell zwölf Stundendienste.
00:22:32: Ich glaube wirklich wenn man zu der Rettungsdienstgesellschaft in ganz Deutschland sagt, ich krieg von vierundswanz Stunden nur noch zwölft Stück bezahlt dann haben wir wirklich einen Fachkräfte Mangel.
00:22:42: die Leute machen das ja nicht unbedingt weil sie jetzt reich werden wollen und weil es ganz viele dicke Autos vor der Tür haben wollen, sondern sie wollen hat ihr Lebensstandard damit erreicht haben.
00:22:50: oder halt sage ich mal dich nicht Gedanken machen wo schlafe ich heute Abend?
00:22:53: was essig im Heuteabend.
00:22:55: Und da ist schon der berufliche Faktor halt einen großen Benefit.
00:22:58: eine Sache die er dem erwachsenen Alter festgestellt habe ist dass es nicht schadet wenn man ein gewisses finanzielles puffer hat Damit man dann kleinere Probleme, die vielleicht irgendwann zu einem größeren Problem werden kann.
00:23:10: Wie sage ich mal auch in der Philosophie diese Grundbedürfnisse, die gedeckt werden müssen?
00:23:14: Und dafür braucht es halt in unserer Neuzeit einfach eine gewisse Art von einem finanziellen Puffer.
00:23:19: Damit man sich eben nicht Gedanken machen muss, was ist wenn mir auf Eigenbedarf die Wohnung in drei Monaten gekündigt wird?
00:23:24: Was ist, wenn meine drei Waschmaschinen kaputt gegangen sind?
00:23:26: Was is', wenn ich meine Kinder nicht mehr zur Schule fahren kann?
00:23:28: und deswegen ist finanzielle Absicherung für mich einfach ein Faktor der diesen fünf Säumen mit reinkommen weil wenn du den abgehakt hast mit deinen Grundbedürfnissen und vielleicht mit dem kleinen Puffa, nicht unbedingt die drei Sportwagen vor der Haustür dass du dann einfach bisschen sorgenfreier leben kannst oder du ihm nicht?
00:23:42: Gedanken schliefst du heute und was gibt es heute auf dem Tisch?
00:23:46: Und noch eine Nachfrage oder Verständnisfrage des Thema Gesundheit.
00:23:49: Natürlich sehe ich auch Gesundheit als ein sehr wichtigen Faktor.
00:23:52: Ich habe nur bei meinem Vater erlebt, der hat in seinen letzten fünf Jahren ging es ihm gesundheitlich sehr schlecht und trotzdem hatte ich also wirklich mit von Parkinson bis Lungenfibrose ... Also schwierige, sehr schwere Krankheiten und trotzem hatte ich das Gefühl dass er trotz all der Schwierigkeiten letztlich doch noch ein glückliches Leben führen konnte.
00:24:11: natürlich wäre es ihm besser gegangen ohne diese Krankheiten.
00:24:13: aber Ich verstehe es dann so, man sollte schauen dass man sich vielleicht auch ein bisschen stärker drum kümmert was ich zum Beispiel auch in einer ersten Lebensphase zu wenig gemacht habe.
00:24:24: selbst für Sorge zu betreiben, vielleicht so ein bisschen zu schauen.
00:24:26: Dass man halbwegs gesund lebt und das es einem gut geht, dass man nichts gefühlt hat.
00:24:31: Man ist eine Gesundheit vernachlässig.
00:24:33: Ich
00:24:33: finde im Endeffekt die Ballons aus diesen fünf Säulen des Glücks macht's für mich aus.
00:24:39: Es gibt nie den Moment wo alles bei hundert Prozent, es gibt immer wieder Lebensphasen, wo man vielleicht ein bisschen mehr mit den zwischenmenschlichen Beziehungen sei es in der Ehe vielleicht ein bissel mehr Energie reinstecken muss, wo es aber erfolgsmäßig, also vielleicht finanziell ein bisschen besser passt.
00:24:53: vielleicht wieder Situationen wie jetzt bei deinem Vater, wo man hat vielleicht in der Situation die Säule der körperlichen Gesundheit vielleicht nicht perfekt gerade war.
00:25:01: Man eben seine, sage ich mal medizinischen Erkrankungen hat.
00:25:04: aber wenn man da vielleicht die Jahre davor viel in die andere Säulen investiert hat, wie man muss jetzt erstmal in der Zeit keine Gedanken machen mit dass sie Miete bezahlt wird?
00:25:12: Man hat seine guten Beziehungen aufgebaut, wo Freunde ein regelmäßig besuchen, die Familie für einen da sind.
00:25:18: das sind dann auch wieder Faktoren, wo diese sollen so stark in dem Moment sein können, weil die Familie vielleicht enger zusammenwächst.
00:25:24: In dieser Notfallsituation das dann man zwar gesundheitlich eine Einbuße sage ich mal hat aber man trotzdem im gesamtheitlichen Bild einfach sagen kann Ich bin gerade glücklich hier.
00:25:34: Ich habe meine Familie um mich herum.
00:25:36: Ich hab mein Heim wo ich gerade liegen darf dass man trotzdem wieder diesen Schritt dieses respektvollen Abgang sozusagen hat indem er sich auch im Vorfeld über die anderen Säulen gekümmert hat.
00:25:48: Albert,
00:25:48: was sagt der Profi zu dieser Einschätzung?
00:25:51: Der Philosophie-Profi.
00:25:52: Also grundsätzlich stimme ich mir selbst... Vorkommen zu körperliche mentale Gesundheit und auch finanzielle Absicherung, dass man seine Grundbedürfnisse befriedigen kann.
00:26:05: Erleichtern jedenfalls das glückliche Leben oder sind so vorstufen des gelingenden Lebens.
00:26:09: Die Antike sagte nur, das ist nicht unbedingt nicht zwingend so erforderlich denn man soll seinen Glück aus sich selbst ziehen.
00:26:17: was kann man unter Umständen auch unter in ärmlichen Verhältnissen auch im sozialen Notlagen du erwähnt es auch schon als kann durchaus dazu führen dass Menschen zusammenwachsen oder mehr zusammenstehen und man aus einer anderen Quelle dafür entschädigt wird, dass man finanziell jeden Tag ums Überleben kämpfen muss.
00:26:35: Wir kennen das aus manchen Ländern.
00:26:37: Umgekehrt weiß ich auch das körperliche Behinderung nicht unbedingt dem Glücksgefühl entgegenstehen müssen.
00:26:45: Das kann auch sein, dass das gerade einen auf den richtigen Weg bringen und dass gerade diese Last auf der anderen Seite entschätigt wird.
00:26:52: Ich weiß von einigen großen Philosophen... dass die schwer krank waren, also Seneca ein gutes Beispiel.
00:26:57: Der war schon in früher Jugendlitz dermaßen an einer Atemkrankheit von der er wenn er so einen Anfall bekommen hat fast gedacht er stirbt.
00:27:05: Er wollte sich das Leben nehmen.
00:27:06: Das hatte er nur auch auf seinen Vater nicht getan.
00:27:09: Er lebte trotzdem glückliches Leben.
00:27:12: Er hat dann körperliche Übungen gemacht und ich weiß auch von meinen Schülerinnen oder Teilnehmern im Seminar, dass da manche durchaus körperlich sehr in Mitleidenschaft gezogen worden sind und trotzdem ein glückliches Leben führen können, schließt sich nicht unbedingt aus.
00:27:29: Es macht die Sache schwieriger!
00:27:31: Man muss das tragen können und dass es eine Kunst.
00:27:34: Und wenn man davon nicht behältig wird, hat man dieses Problemfeld ausgeliedet.
00:27:41: Man ist eher so auf dem Sprungbrett zu einem zufriedenen Leben aber ausgeschlossen ist das nicht.
00:27:47: Mentale Kranke sind etwas anderes, ein Bewusstsein von Glück.
00:27:52: Wobei ... Die Antike sagte ihr, diese mentalen Krankheiten haben sie sehr weit gefasst.
00:27:57: Sie sagten also Ärger, Zorn, Wut, Ängste sind auch schon mentale Krankheiten und tatsächlich die sollten weg sein sonst lebt man kein glückliches Leben.
00:28:07: wenn nun Angst vor mit Sorgen oder ständig Wut und Zorn oder Ei Neid und Eiversuch sind Krankheiten, fressen sie Seele auf und wenn du davon sehr stark beeinträchtigt wirst bist du nicht glücklich sondern eher unglücklich.
00:28:21: Dann würde mich jetzt noch was interessieren.
00:28:24: Wir sprechen ja heute über das Helfen als Glücksquelle oder so, als Selbstwirksamkeitserfahrung.
00:28:30: Jetzt ist ja nicht jeder Rettungssanitäter und natürlich kann man sich beim Roten Kreuz engagieren auch ohne da gleich professionell einzusteigen also als Beruf auszuüben.
00:28:41: aber welche Möglichkeiten siehst du denn für den Otto-Normal Bürger wie mich?
00:28:47: Wie kann man helfen, als Glücksquelle in sein Alltag integrieren?
00:28:51: Gott sei Dank geht's da nicht mehr Alltag.
00:28:53: Leben anderer Menschen zu retten!
00:28:55: Aber schon ich würde den Begriff sehr weit fassen für andere da sein das gehört zum Glück und das kannst du in der Familie.
00:29:02: jetzt bin ich mal eine Stunde für mein Kind spiele ich mit ihr oder Ich bin für meinen Partner da.
00:29:06: der hat ein Problem er soll sich aussprechen ich höre zu wo ich bin präsent Der Nachbar dem geht es nicht gut.
00:29:12: ich gehe hin ich nehme Zeit dafür.
00:29:15: man kann jeden Tag Zeit schenken anderen oder für andere da zu sein und diesen Aufruf sollte man immer in sich hören.
00:29:23: Sei nicht nur du, nicht nur ich, sondern das Glück entsteht vor allen Dingen dann wenn Du Dich aufgerufen fühlst.
00:29:30: oder ich bin jetzt mal für Andere da, jetzt stelle dich mich zurück.
00:29:33: Ich habe an sich keine Zeit aber jetzt mache ich das ganz bewusst für den andern.
00:29:37: Und dann kommt ein Lächeln oder ein Dankeschön oder es stellt sich eine ganz intensive zwischenmenschliche Beziehung für einen Augenblick dar.
00:29:45: das gelingende Resonanz mit anderen Menschen, das ist eine ganz wichtig im Leben.
00:29:51: Das sind die Momente tiefen Glücks wenn man da tatsächlich einen... plötzlich so ein Dankbares, auch schön dass du da war, schön das du mir zugehört hast.
00:29:59: Da hat man finde ich jeden Tag Gelegenheit zu.
00:30:02: Allein schon wenn du einen Verkäufer in den Lächeln schängst oder einen kleinen Scherz machst, die hatten harten Job und es stellt sich für einen Moment etwas Warmes zwischen Menschen dar und das ist sehr erfüllend.
00:30:16: Marcel kannst du damit connecten?
00:30:18: Ich will die ganze Zeit nicht unterbrechen, aber ich muss sie einfach so schmunzeln und grinzen weil ich das so schön einfach finde.
00:30:23: Das sind so einerseits diese kleinen Dingen leben mehr bewusst sein.
00:30:27: oder eine Sache, die auch zum Beispiel sehr auf meinen Abonnenten sage ist dass man manchmal schon mit zehn Minuten, die man am Tag für jemand anderen investiert, so viel mehr eigenes Glücksgefühl haben kann sei es mal irgendwie öfters die Großeltern anrufen sei es einmal im Alltag mehr Danke zu sagen.
00:30:40: oder mich hat.
00:30:41: jetzt ein Beispiel.
00:30:42: da habe ich so spontane Schiffsfahrt den Dresden gemacht Und ich wollte mir der Verkäuferin gerade quatschen und dann war eine Dame so ein bisschen hibbelig hinter mir.
00:30:50: Dann hat sie mit der Ver Käuferinnen geredet und war dann super erzörend, dass irgendwie das Schiff ne Stunde später abgelegt ist und sie wieder Geld zurück haben.
00:30:58: und da war dann fünf Minuten sehr negativ sag' ich mal!
00:31:00: Ich hab dann so kurz gewartet... Dann ist sie weitergelaufen, dann guckt mich die Verkäuferin an und ich meinte so gar keine Angst.
00:31:05: Mein Gespräch wird das in wenigen Fall nicht so unangenehm wie dieses Gespräch!
00:31:08: Und auf einmal haben wir dann erst mal alle zu viert gelacht und da war schon die ganze Situation komplett entspannt.
00:31:12: Dann habe ich entspannt eine Frage gestellt damit danach nochmal irgendwie ein Kaffee dort geholt... ...und ich hab wirklich gemerkt dass wenn ich ja zum Beispiel nichts gemacht hätte, hätte ich mir vorstellen können, dass jetzt die VerkäuferInnen vielleicht eher negativ oder traurig aus der Situation rausgegangen worden wäre, weil sie ja das Schiff nicht gefahren.
00:31:27: Sie konnte nicht wegen App und Flut was entscheiden.
00:31:29: aber dadurch dass ich so einen kleinen Humor irgendwie mit reingebracht habe hatte es das Gefühl, dass ihre Negativität in den Moment weggenommen hat und sich vielleicht einfach irgendwie glücklich war.
00:31:37: so rein so ein sympathische junger Mann.
00:31:39: Das war meine letzte Begegnung des Tages die nehme ich mit und das war bei mir jetzt nicht viel Arbeit.
00:31:43: Es war wenn's hoch kommt fünf Minuten warten und eine Minute vielleicht irgendwie einen Witz vorbereiten
00:31:48: Und das ist ja explizit, glaube ich.
00:31:49: Was hat nun Rosa mit Resonanz auch meint?
00:31:52: Wie man eben mit anderen umgeht und was da so in der Interaktion mit anderen passiert?
00:31:57: Ich sag mal so... Für Momente beruhren sich Seele und Seele!
00:32:00: Man kommt etwas tiefer rein, man kommt irgendwie denn in dem einen Gespräch verteidigst du dich dann, warum das Schiff nicht usw.
00:32:07: In dem andern Gespräch ist die Seele mit dabei und wird so angerührt.
00:32:11: Man macht ein Witz und man geht in die Abstraktionen.
00:32:18: Man ist beim allgemeinen menschlichen, bei Tiefmenschlichen etwas berührende.
00:32:24: oder Geld zurück, beim Geschäftlichen.
00:32:27: Da gibt es verschiedene Ebenen und hat sprich die Resonanzachse gelingen als Voraussetzung für ein gelingendes Leben.
00:32:34: Damit meinte er diese tieferen Schichten, wo ich wirklich präsent bin mit meinem Bauch, meiner Seele da.
00:32:41: Mit einem lächeln Augenkontakt oder Verständniszeigen der Situation.
00:32:46: Er hat geholfen aus einer emotionalen ... etwas ... komplizierten oder unangenehmen Lage in eine andere zu kommen.
00:32:54: Ich
00:32:55: kann mir auch vorstellen Marcel, dass du da einfach... viel mitnimmst auch aus deiner beruflichen Situation, dass man da viel lernt wie man solche Situationen die haben.
00:33:04: Du bist ja ständig in Extrem-Situationen, wie man die vielleicht etwas entspannt oder wie man da Menschen auch wieder Sicherheit gibt, die in einer Ausnahmesituation sind.
00:33:13: Gibt es da was wo du sagen würdest das integrierst?
00:33:17: Da kann sich vielleicht auch unsere Hörerinnen und Hörern was mitnehmen Wie man einfach Extreme Situationen deutlich Gelassener besser angehen kann.
00:33:28: Ganz einfach gesagt, keep cool und atme einmal tief ein und aus!
00:33:33: Und damit hast du schon glaube ich so achtzig Prozent des Ergebnisses gemacht.
00:33:37: wenn ich das jetzt auf erste Hilfe betrachten würde da sage ich immer zu den Leuten alleine für jemanden dar zu sein um dieses Gefühl von Sicherheit zu geben ist achtzig prozent schon gute erste Hilfe.
00:33:47: die ganzen anderen zwanzig Prozent wir machen eine gute Renimation.
00:33:49: wie macht man dies?
00:33:50: Wie macht man dass?
00:33:51: Das kann man irgendwie in einem ersten Kurs lernen Und ich kann durch diesen Rettungsdienst Alltag sehr viel in meinem Privatleben mitnehmen.
00:33:58: Einerseits, dass oft meine vermeintlichen Probleme die ich gerade habe gar nicht so stark und so groß sind wie ich das jetzt grade denke.
00:34:05: Ich sage auch ganz oft immer zu meiner Community So wenn du jetzt fünf kleine Probleme aufzählen würdest die jetzt gerade im Alltag sind denk mal ganz kurz drüber nach.
00:34:13: Da finden die Leute meistens recht schnell so kleine Probleme.
00:34:15: Ja, die Deutsche Bahn ist eine Stunde ausgefallen, es war irgendwie warm oder mein Lieblings-Serie wurde abgesetzt keine Ahnung.
00:34:21: und wenn ich dann die Frage stelle was war denn von vor einem Jahr so eins der größten Probleme da müssen die Leute wirklich nachdenken okay?
00:34:28: Was war vor einem jahr ein großes Problem von mir?
00:34:30: Und wenn man das dann wieder über sozusagen akzeptiert und sagt ja okay die vermeintlichen fünf problemen die du jetzt gerade hast wie groß werden die in einem jahr dich noch irgendwie beschäftigen.
00:34:39: Und das hilft mir sehr, sehr gut.
00:34:42: in so stresssituation sei es ich stehe grade im stau super mark kasse ist super lang strengelt sich jemand vor dass wirklich für mich selbst sage wegen diesen eins zwei drei minuten jetzt wo ich vielleicht ein bisschen frustriert bin oder negative energie spüre das mir dann halt sagen Im großsten Ganzen bin benachteiligt mich das nicht.
00:35:01: Ich bin dankbar, dass ich gerade hier stehe.
00:35:03: Bin dankbar da sich im Supermarkt mir die Sachen kaufen kann und bin dank bar dass ich in dem Auto sitze oder in der Bahn sitze wo es nicht regnet.
00:35:09: zum Beispiel hilft mir viel entspannter durchs Leben zu gehen noch mehr so die Kleinigkeiten im Leben dankbar aufzunehmen.
00:35:15: Also ich nehme mit, das Thema Dankbarkeit und positive Interaktion zu suchen mit Menschen.
00:35:20: Das ist schon mal was, was jeder von uns irgendwie in seinem Alltag einbauen könnte?
00:35:23: Ja, das macht auf jeden Fall glücklicher!
00:35:25: Kann ich direkt unterzeichnen...
00:35:27: Und dann möchte ich aber auch gerne die Gelegenheit nutzen wenn wir eben so einen ersten Hilfeprofi hier haben.
00:35:31: Ich selber bin ja eben sehr dankbar dass der Sigi, der mich damals zusammen mit meiner Frau eben mir da geholfen hat in den ersten Minuten, mein System am Laufen zu halten.
00:35:41: Ich möchte es gerne einfach nochmal vom Profi so ein bisschen hören und unsere Hörerinnen und Hörern eben auch.
00:35:47: was muss ich tun wenn ich in so einer Extrem-Situation lande?
00:35:50: Was ist so der richtige Angang?
00:35:53: Ich will noch eins vorneweg loswerden.
00:35:54: als allererstes würde ich aus meiner Erfahrung heraus empfehlen auch eben bei so Checkups zum Beispiel.
00:36:00: Ich wusste nicht, dass ich LP klein A, Lipoprotein klein A einen veränderten Blutfettwert habe.
00:36:06: den sollte man als allererstes oder gebe ich da mal mit raus mal checken lassen.
00:36:10: beim nächsten großen Blutbild kostet nicht viel, zahlt teilweise auch die Kasse.
00:36:14: Und dann weiß man, wenn man sowas weiss, hätte ich mir das möglicherweise ersparen können.
00:36:20: Das ist eine relativ weitverbreitete genetische Prädisposition die bei mir zum Herzstellstand geführt hat.
00:36:25: aber jetzt weg von mir Marcel was würdest du sagen?
00:36:28: Man kommt am U-Bahnhof sieht man da kollabiert jemand oder geht es jemanden schlecht?
00:36:34: Was sind so die Tipps, die goldenen Tipps wo du sagen würdest auf jeden Fall machen Bitte auf gar keinen Fall machen.
00:36:42: Also
00:36:42: wenn ich es jetzt so ein bisschen auf die U-Bahn-Situation beziehe oder bei dir, dass du sagst mal diesen plötzlichen Herzstillstand hattest, reanimiert wurdest... Erstmal schönes Beispiel!
00:36:50: Du hast Ersthelfer, die bei dir da sind.
00:36:52: Das heißt, ein großer Faktor das wir jetzt hier sitzen und miteinander reden, dass wir die Witze miteinander machen können zwischen Menschen sich voneinander dasehen können ist ja wirklich nur daraus basiert, dass es Ersthelver gab.
00:37:03: Das heisst, wenn wir jetzt dieses Beispiel machen, du kippst gerade um oder bist jetzt grad in der U-bahn umgekippt keine Angst haben man kann in der ersten Hilfe nichts schlimmer machen.
00:37:12: Einfach weggehen, vielleicht sogar ein Selfie machen das ist das schlimmste was man machen kann.
00:37:15: aber erstmal hingehen gucken was die Situation nicht wegschauen und dann relativ schnell von den ersten Hilfwerts betrachtet das Bewusstsein kontrollieren.
00:37:25: das heißt sozusagen die drei A-Variante anschauen ansprechen anfassen oder auch die Disco Variante genannt Sprich irgendwie den ersten Körperkontakt aufbauen.
00:37:33: Und wenn man dann merkt, der Patient reagiert nicht, wenn ich auf die Schulter leicht drücke und dann kontrolliere ich die Atmung.
00:37:40: Das ist jetzt der größte Punkt wo die meisten Leute sagen, ja ich muss doch keine Renimation machen.
00:37:45: Man sagt bei einer nicht normalen Atmungen... Dann soll man schon mit der Renimation anfangen.
00:37:51: Das heißt, wenn jetzt ein Versicherungsvertreter kommt und sagt, würdest du mir jetzt schriftlich bestätigen dass dieser Mensch eine normale Atmung gerade hat?
00:37:57: Und du sagst sofort ja gib mir die drei Waschmaschinen und die Stabiliseitenlage dann könnt ich dir in diese Stabilisitenage legen.
00:38:03: Wenn ihr aber in sage ich mal so diesen zehn fünfzeh Sekunden wohl den Kopf überstreckt mit eurem Ohr am Mund seid auf dem Brustkörper schaut und in diesen zehn bis fünfzehn Sekunden Keine Atmung oder auch keine normale Atmungen hört, ein komisches Piepsen.
00:38:15: Der Brustkörper hebt sich nicht was ganz ganz Komisches!
00:38:17: Dann bitte fangt schon mal mit der Renimation an.
00:38:20: Habt keine Angst den Oberkörper freizumachen obere Drittel des der Brust zu nehmen in Ballen zu bilden und dann zwischen den Brustwarzen zum Beispiel Arme gestreckt und circa fünf bis sechs Zentimeter zu drücken.
00:38:31: also einfach dieses Prüfen, Rufen und Drücken zu machen.
00:38:36: Dass man halt einfach sagt.
00:38:36: ich fang schon mal an mit der Herzung Wiederbelebungen um das Blut durch den Kreislauf zu bekommen.
00:38:41: Und noch da wirklich sehr, sehr ehrlich habt keine Angst wenn ihr irgendwie einen Sternum, einen Brustbein irgendwie knacken hört komische Geräusche hört ganz, ganz hart.
00:38:51: in meinen ersten Kurzen formuliere ich immer wir haben jetzt zwei Optionen entweder wir machen gar nichts holen uns ein Kaffee kommen wieder und der Patient liegt immer noch dort oder wir reanimieren.
00:39:02: Der Patient kommt eventuell umgangssparlich wieder zurück und geht mit uns den Kaffee und gibt diesen Kaffeesonot sogar aus!
00:39:08: Und so probiere ich halt immer die Leute ein bisschen mit Humor, auch zu sensibilisieren.
00:39:12: Du hast eine sehr hohe Chance dass dieser Mensch wieder zurückkommt aber du als Ersthelfer bist in der Rettungskette das wichtigste Klied weil umso weniger du machst desto mehr Minuten vergehen ohne dass das Gehirn mit Sauerstoff versorgt ist desto schwieriger haben wir Rettungskräfte es den Patienten wieder zurückzuholen und im besten Fall sogar wie bei dir zurück zu holen ohne bleibenden Schaden.
00:39:33: Okay, ich verstehe also richtig.
00:39:34: Erst mal sich trauen dann Hilfe rufen wenn man merkt da ist tatsächlich eine ernste Situation als allererst das die eins-eins zwei zu wählen.
00:39:43: Und wenn das erledigt ist, dann eben in die Animation oder diese Herzmassage letztlich zu gehen?
00:39:48: Genau.
00:39:48: Im besten Fall noch irgendwie Lautsprecher machen oder andere Leute zur Hilfe animieren.
00:39:52: gezielt ansprechen sie einen blauen T-Shirt im roten Kleid.
00:39:55: Machen bitte das!
00:39:56: Das man probieren kann parallel zu arbeiten aber im Regefall vielleicht auch.
00:40:00: da sage ich mal an dich Albert Ich merke immer wieder dass wir Menschen so kleine Herdentiere sag' ich mal sind.
00:40:06: und sobald man eine Person hat die ein bisschen den Hut aufhatt und die Leute anleitet also ein Lieder ist krassen Notfall-Situationen, auch wie bei dir zum Beispiel.
00:40:15: Wo dann die ganzen First Responder mitgemacht haben?
00:40:17: Wurde eine Frau mitgeholfen?
00:40:18: Weil wo der Rettungsdienst schnell gekommen sind?
00:40:20: Oft funktionieren wir einfach wenn wir funktionieren müssen.
00:40:23: Guter Punkt!
00:40:23: Ich glaube das ist ja das Thema was wir immer wieder merken dass wir viel mehr können als wir denken und natürlich hat jeder oder die meisten den ich meine Geschichte erzählt sagen oh ich muss ganz dringend mal wieder so ein Auflischungskurs machen erste Hilfekurs.
00:40:38: ich habe seit meiner seit mein Führerschein habe ich das nicht mehr gemacht Aber trotzdem wäre meine These, der Sigi, der es bei mir gemacht hat, er konnte das perfekt, weil er alle zwei Jahre von seinem Arbeitgeber so was bezahlt bekommen hat.
00:40:49: Also natürlich wär's gut wenn man sowas hin und wieder alle fünf Jahre beispielsweise einen Kurs macht, dauert acht Stunden aber trotzdem kann man instituitiv und muss sich da hin- und wieder mal ein Video anzuschauen glaube ich alles.
00:41:02: Das sind Punkte, das Wichtig ist nur dass man sich zutraut und dass man es dann tut.
00:41:07: Einfach machen, es muss nicht perfekt sein einfach loslegen.
00:41:11: Eine fünfzig Prozent gute Reanimation ist besser als null Prozent und gar keine Reanimations.
00:41:16: Albert, jetzt würde ich dich bitten zum Abschluss dass du vielleicht nochmal alles das was wir ja nicht alles das aber die wichtigsten Punkte die wir heute besprochen haben eben dieses Selbstwirksamkeit durch Engagement für andere zu erfahren das helfen als wichtige vielleicht auch philosophische Kategorie dass du da noch mal so ein bisschen den Bogen oder unser Thema rund machst alten Philosophen dazu gesagt haben und wieso das ganz gut dazupasst, was Marcel aus seinem Berufsalltag beschreibt.
00:41:42: Ja
00:41:43: ich finde so helfen ist die intensivste Form der Verbundenheit und wir sehen uns alle nach Verbundenei.
00:41:48: Wir sehen uns allen nach Liebe und Geliebtwerden und das sind Formen zwischen menschlichen Kontakte im Hilfen gerade in existenziell schwierigen Situationen Sinnstiften, dass es befriedigend ist.
00:42:02: Man spürt sich selbst denn wo spürts man sich mehr als wenn man einem anderen Menschen hat dieses Problem mitlöst.
00:42:11: und der Unterhörer sagt guckt einer mit einem glücklichen Gesicht an.
00:42:14: also das sag ich immer wer glücklich sein will für andere da sein das sollte man sich bringen und immer wieder mal zurückstellen.
00:42:23: Nicht die Selbstsorge vernachlässigen, wir sprachen über gesundheitliche Probleme was man für sich selbst tun kann aber dass man das auch für andere tut und sich da immer aufgefordert findet eine Hälfte der Hand auszustrecken wie Seneca.
00:42:35: Das finde ich ganz wichtig, ganz wesentlich.
00:42:39: schon die halbe Miete eines gelingenden Lebens ist damit schon eingefahren.
00:42:43: Sehr schön Albert.
00:42:44: dann vielen Dank an dich für deine Impulse, die Philosophischen.
00:42:49: Vielen Dank Marcel an dich für deine Berichte aus dem Alltag eines Rettungssanitäters und natürlich eines Content Creators.
00:42:56: wir verlinken natürlich deine Kanäle auch bei uns in den Show Notes.
00:43:00: ich möchte die Gelegenheit aber auch noch mal nutzen dir stellvertretend eben nochmal zu danken für dieses Rettungssanitäter die in meinem Fall alles gegeben haben und wirklich die sind auf mich drauf gesprungen haben mir auch Rippen gebrochen oder angeknackst.
00:43:13: man weiß es ja immer nicht so genau.
00:43:15: Das war mir völlig egal.
00:43:16: logischerweise, das war mein kleinstes Problem.
00:43:19: Also ich fand es damals schon ganz toll mit dass es da Profis gibt und in welchem, weiß jetzt nochmal ganz anders wertzuschätzen, in welchen perfekten medizinischen System wir hier oder was ist schon perfekt aber sehr guten medizinischem System wie hier in Deutschland uns auf was wir uns da verlassen können.
00:43:38: Und insofern toll, dass es Typen wie dich gibt, die da ihren beruflichen Alltag diesem Thema widmen.
00:43:43: Herzlichen Dank, dass du heute da warst und auch danke für deine inhaltliche Impulse!
00:43:47: Ich kann auch nur gerade nochmal Danke sagen.
00:43:48: und noch eine Sache jetzt für jeden Zuhörer.
00:43:52: Man merkt ja, Thema Dankbarkeit macht einem auch gewisse Art und Weise jemanden glücklich.
00:43:57: Und so Leute, die in der Zahnarztpraxis arbeiten – in einer allgemeinen Arztpraxis, Krankenhaus-, Rettungsdienstpolizei generell einfach Einsatzkräfte, die hören relativ oft immer recht wenig, sag ich mal.
00:44:10: Deswegen vielleicht als Hausaufgabe für die ganzen Zuhörer, wenn ihr irgendwo mal draußen eine Einsatzkraft seht oder irgendjemanden in einer Arztpraxis aus dem medizinischen Beruf einfach mal Danke sagen und verspreche euch!
00:44:21: Ihr habt diese Person einen sehr schönen Tag bereitet.
00:44:23: Danke, dass ich hier sein durfte und vielleicht bis irgendwann mal.
00:44:26: Also Marcel hat großen Spaß gemacht, danke dir Albert und danke euch fürs zuhören und Zuschauen.
00:44:31: Macht's gut und schaltet wieder rein bei der Puddle und der Kern beim nächsten Mal.
00:44:36: Arrivederci
00:44:38: Der Pudel und der
00:44:40: Kern, Philosophie
00:44:42: to go!
00:44:44: Mit Dr.
00:44:45: Albert Kitzler
00:44:46: und Jan
00:44:46: Liepholz
00:44:50: www.pudel-kern.com.
Neuer Kommentar