#226 Liezi und die chinesische Kunst, sich vom Leben tragen zu lassen.
Shownotes
„Des Wanderns Lust ist es, dass man die Zwecklosigkeit genießt. Genüge im eigenen Selbst zu finden, das ist des Wanderns höchste Stufe.“ (Liezi)
Neben Laotse und Zhuangzi gehört Liezi zu den großen Denkern des Daoismus. Über sein Leben wissen wir kaum etwas. Geblieben ist das nach ihm benannte „Wahre Buch vom quellenden Urgrund“, voller Geschichten und Parabeln über Gelassenheit, Natürlichkeit und die Kunst, nicht alles erzwingen zu wollen.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum uns unsere Vorstellungen den Blick auf die Wirklichkeit verstellen können, weshalb zu viel Wollen unfrei macht und was das Prinzip des Wu Wei für unseren Alltag bedeutet: handeln, ohne verbissen an Zielen festzuhalten, sich dem Fluss des Lebens anpassen und auch einmal die Zwecklosigkeit genießen. Denn Freiheit liegt für Liezi nicht in Erfolg, Besitz oder Anerkennung, sondern darin, im eigenen Selbst Genüge zu finden.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Liezi, Laotse, Zhuangzi, Demokrit, Epikur
Weiterführende Links:
- „Loslassen lernen: Sechs Tipps, wie ein gutes Aufgeben gelingen kann“, Psychologie Heute, Wann sollten wir an einem Ziel festhalten und wann loslassen? Der Beitrag zeigt, warum es befreiend sein kann, Ziele zu hinterfragen und neue Wege zuzulassen. Eine moderne Perspektive auf Liezis Warnung vor zu viel Wollen und Zielfixierung.
- „Gelassenheit. Sehnsuchtsbegriff unserer Zeit“ Deutschlandfunk-Artikel zur Frage, was es bedeutet, die Dinge loslassen zu können? Der Beitrag geht der Gelassenheit als Lebenshaltung nach und der Frage, wie wir dem Tempo und den Turbulenzen des modernen Lebens mehr innere Ruhe entgegensetzen können.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:15: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie und der Lebenskunst.
00:00:19: Und in diesem Fall auch Nihau, Albert!
00:00:23: Ich sage mal wieder Nihow zu dir weil das eben die chinesische Begrüßungsformel ist.
00:00:28: und heute geht es um einen der ganz großen chinesischen Konkret Taoistischen Philosophen.
00:00:34: Wir sprechen heute über Lietze, ich vermutlich spreche es auch nicht richtig aus aber er ist auf jeden Fall neben lauze und zwangte der dritte wichtige Philosoph des Taoismus.
00:00:48: dieses drei gestirrenden zwei davon haben wir schon besprochen heute also Lietse.
00:00:53: Und ich schlage vor Albert wie immer dass du einsteigst Deinem drei Lieblings-Zitaten von diesem Vordenker oder von diesem großen Denker.
00:01:01: Und ich habe aus vertrauenswürdiger Quelle erfahren, dass es heute eher eine Geschichte als ein Zitat sein wird mit der du startest!
00:01:08: Ja das erste genau richtig also... Wie alle Dauesten lieben, also sagen wir mal Zwangze und Lietze liebten ihre Weisheiten in Geschichten zu verpacken.
00:01:18: Und eine sehr schöne die mir sehr gefällt ist die vom Axt Dieb.
00:01:23: Ich kann sie gar nicht so aus der Erinnerung so gut erzählen wie ich.
00:01:26: neben den Originaltexte ist nicht sehr lang.
00:01:28: Es war einmal ein Mann.
00:01:29: der hatte seine Axt verloren.
00:01:32: Er hatte seines Nachbarn Sohn im Verdacht und beobachtete ihn.
00:01:36: Die Art, wie er ging war ganz die eines Achstiebes.
00:01:40: Sein Gesichtsausdruck war ganz der eines Achsdiebes.
00:01:44: Die art, wie herredete, war ganz di eines Achsstiebes.
00:01:48: aus allen
00:01:49: seinen Bewegungen und aus seinem ganzen Wesen sprach deutlich der Achstrieb.
00:01:55: Zufällig grob er je in Gruppe einen Graben um und fand seine Axt!
00:02:00: Am anderen Tag sah er seines Nachbarnshohen wieder.
00:02:03: Alle seine Bewegungen und sein ganzes Wesen hatten nichts mehr mit dem Achstieb an
00:02:09: sich.".
00:02:10: Da klingt für mich das Dolche durch eigentlich, dass wir der Herr über unsere Gedanken sind?
00:02:17: Ja,
00:02:17: unsere Vorstellungen, die Dinge selbst berühren nicht die Seele sondern unsere Vorstellung sind.
00:02:23: Das heißt was wir mit den Wahrnehmungen machen wie wir sie... Sie belegen.
00:02:30: Das ist entscheidend auch für uns.
00:02:31: unser Schicksal, also der Spruch lautet von Mussonius Rufus in dem Gebrauch unserer Vorstellungen liegt unser Wohlbefinden, der gute Fluss des Lebens und unsere Seelenruhe.
00:02:45: Also das Vorurteile oder Bewertungen, wir sind schneller bei der Hand mit solchen Sachen.
00:02:52: Die bestimmen uns.
00:02:54: aber es sind gar nicht die Dinge selbst oder der Nachbarn selbst, der das hervorruft sondern wir verbinden das mit der dürfte doch wohl die Axt gestohlen haben oder mit anderen vorurteilen und dadurch verstellen wir uns den Blick auf die wirkliche Lage und dadurch rufen wir auch Gefühle hervor.
00:03:12: also hast du einen Axt?
00:03:14: Der hat mir die Axe geklaut oder auch umgekehrt Freundschaften, der wird mir Geld schenken.
00:03:22: Unsere Vorstellungen rufen unsere Gefühle hervor und indem wir mit unserer Vorstellung richtig umgehen können wir unser ganzes Sein maßgeblich beeinflussen.
00:03:32: Ich finde aber das steckt auch noch drin und das kenne ich aus meinem Leben dass man manchmal überrascht wird, einfach von der Realität.
00:03:41: Also man hatte ein bestimmtes Bild von den Nachbarn oder von einem Freund oder was auch immer und plötzlich überraschte er einen mit so einer... im besten Fallen mit etwas total Verrückten.
00:03:50: also dass der dann plötzlich erst mal plötzlich erfährt ja der ist Bungie-Jumper oder macht eine irgendeine verrückte Sportart hat ne Frau oder ne Freundin plötzlich die viel cooler ist als man es von ihm zugetraut hätte.
00:04:06: Das heißt also, da verändern sich dann auch die Wahrnehmung auf andere.
00:04:11: Weil man eben das Gefühl hat, diese Facette hatte er ja auch noch und ... Das Positiv, dass sich alles immer wieder anpassen kann an die Realität oder seine eigenen Vorstellungen?
00:04:22: Ja.
00:04:22: Die Überraschung kommt da, dass diese Eigenschaft, die er da gezeigt hat nicht in unserer Schublade, in unserem Bild von ihm drin war und deshalb sollte man sich vielleicht kein Bild machen oder deshalb sollte vorurteilsfrei reingehen und offen sein für das was der andere denn er zeigt.
00:04:39: So funktioniert es!
00:04:40: Wir haben dann nur bevorzustellen, haben wir dem nie zugetraut ja warum hast du... Wie hast du ihn denn auch definiert oder wie hast du den zusammengezogen?
00:04:49: Meinst du, du hast alle seine Charaktereigenschaften schon erfasst und machst daraus ein Bild.
00:04:54: Und hängst dann sehr stark an diesem Bild.
00:04:56: Das ist ja diese Vorurteile die man da hat.
00:05:00: weg damit.
00:05:01: Aber her damit deinem zweiten Zitat bitte!
00:05:05: Er sagte einmal, ist ganz merkwürdig.
00:05:07: Also Lietzi soll Mitte des fünften Jahrhunderts gelebt haben, er weiß gar nicht ob er da gelebt hat.
00:05:12: Zur gleichen Zeit lebt in Griechenland ein Philosoph der hieß Demokrat.
00:05:16: die beiden kannten sich natürlich überhaupt nicht aber bei Demokrat findet sich fast wortwörtlich genau dieses Zitat auch.
00:05:22: und bei Lietze heißt das Lust und Wut sind keine rohenden Zustände denn Lust schlägt in Wut um und die Wut schläge immer wieder in Lust um.
00:05:33: Beides sind keine in sich ruhenen Zustände.
00:05:37: Dahinter steht auch das Ideal der Gelassenheit, lasst die Emotionen nicht zu hoch und nicht zu tief gehen.
00:05:45: schneide die Amplituden an.
00:05:47: werde ein ruhiger Fluss nicht gefühlslos.
00:05:50: habt eine Gefühle aber so mäßig.
00:05:53: besser ist es doch aus der Ruhe herauszuleben und die Dinge zu genießen aber nicht unbedingt jubeln Leiden zu erdulden, aber nicht unbedingt schreien oder weinen.
00:06:04: Sondern es ertragen erhobenen Hauptes so dieses Skepsis oder sagen wir mal diese Distanz zu den Unmittelbaren sich entwickelnden Gefühlen und darüber stehen und das eher aus der Ruhe herauszuleben.
00:06:21: Ich glaube dass hier das was diesen Dausismus eben auch lauze und zwangt für uns so spannend machen, dieses Absichtslose und in sich ruhende, was gerade Menschen auf der Suche nach Gelassenheit vielleicht so anspricht.
00:06:39: Dass man wegkommen muss von dem ständigen Wollen und vom Höher schneller weiter hin zu einem... die Dinge mal auf sich zukommen lassen.
00:06:47: Wo weiß ja das Stichwort davon?
00:06:51: Und ich glaube, Laute steht sehr stark bei uns in der Wahrnehmung dafür.
00:06:54: Aber dass Lietze auch ein großer Philosoph des Buwei ist, hatte ich ehrlich gesagt bisher auch noch gar nicht auf dem Schirm.
00:07:00: Gut wir sind ganz ähnliche Gedanken.
00:07:02: also die drei Laute, Trunkte und Lietz sind eben Daouisten und wir finden sehr viele ähnlichen Gedanken und Ideen bei allen dreien so auch das Buwei.
00:07:15: Ja, was du ansprichst ist dieses nicht unbedingt das man sein wollen aufgeht oder alle Absicht.
00:07:21: Aber dies unbedingt erzwingen wollen und dieses Getriebensein von seiner Vorstellung wie Welt sein muss, wie die anderen sein muss ,wie ich sie gestalten muss.
00:07:30: Dieses absichtsvolle Eingreifen in ganz natürliche Prozesse.
00:07:36: Das lehnten Sie ab.
00:07:37: überhaupt waren sie Kulturpessimisten.
00:07:40: Die ganze Kultur die da so... besser naturgemäß leben, zurück zur Natur könnte man sagen.
00:07:46: Reinige deine Instinkte und dieses wollen kommt eben sehr statt dass die Begierden sehr überhand nehmen und dich regieren anstatt du die Begehren Und dann wird das Wollen sehr verbissen sehr.
00:08:00: ich brauche das.
00:08:01: Ich muss das haben.
00:08:02: Nein Du hast alles in dir was du brauchst für dein Glück und für dein zufriedenes Leben.
00:08:06: schaue in dich hinein Da wirst du alles Gute finden.
00:08:11: Güter sind ähnlich wie Destoistismus, da gibt es viele Parallelen.
00:08:16: Die äußeren Güter für deinen Glück gar nicht so wichtig und deshalb brauchst du sie auch nicht zu wollen oder zu begehren.
00:08:25: Das treibt dich nur durch die Welt.
00:08:27: dann bist Du ein Getriebener, Du bist ein Sklave Deiner Begehren!
00:08:30: Nein lebe ruhig tu das was du tun musst aus dir heraus unmittelbar.
00:08:35: Lebe im Moment Hort nicht, sammeln nicht.
00:08:40: Sondern lass dich ein bisschen auch treiben von dem Fluss des Lebens.
00:08:45: Nicht so dass man da nicht seine Dinge vorantreibt aber in einer großen Ruhe und Gelassenheit Und schauen wir was dabei rauskommt.
00:08:54: Es muss nicht alles gelingen.
00:08:57: Erfolg und Misserfolg gibt es nur im Hinblick auf dein Selbstsein.
00:09:02: Bist du authentisch?
00:09:03: Bist Du in dir Dann hast du es gelungen.
00:09:07: Ob du da draußen deine Geschäfte gelingen, ist sekundär.
00:09:12: Ich habe zu mich so als absichtslos Stimmig in einem Klang mit der Natur und eben auch dieses Mitschwingen mit dem Fluss des Lebens aber eben auch Mitschwinging mit der Nature, dass das ein wichtiger Punkt für Wo-Wai oder den Daoismus ist.
00:09:26: Wahrscheinlich ... Die Chinesen haben sehr viel von der Natur gelernt.
00:09:32: Die Natur war ihnen der Gott Die Natur.
00:09:36: häufig auch Medau, da kommt der Name der Kosmos mit seinen Gesetzmäßigkeiten.
00:09:42: Mit seinem Rhythmus von entstehen und vergehen lehrte ihnen wie richtig zu leben ist.
00:09:48: das heißt es hat alles so organische Entwicklungen und sie sahen bei den Tieren weder dass die da Scheunen bauen oder dass die Kriege führen sagen die viel weniger so oder dass sie übermaß Leben.
00:10:03: auch das haben die dann nicht beobachten können Die dachten, so funktioniert Natur.
00:10:08: So erhält sie sich seit Millionen von Jahren und so müssen wir wahrscheinlich auch leben.
00:10:13: Das heißt dass da die Natur in sich spüren und daraus herausleben.
00:10:19: Jetzt ist das nicht so einfach.
00:10:21: daher gesagt denn was ist jetzt unsere Natur?
00:10:23: Und wenn wir uns als Menschen vorfinden dann ist sie schon verstellt!
00:10:27: Ist sie schon konditioniert, ist sie von Kultur, von Erziehung notwendigerweise auch.
00:10:34: Aber sie hatten die Vorstellung ja da kannst du aber vieles von abbauen.
00:10:38: Vieles hatte ich vom wirklichen Sein entfremdet.
00:10:41: Deine Sucht nach Gold oder nach Ansinn, nach Rom – das sind alles gesellschaftlich vermittelte Bestrebungen.
00:10:49: Wärst Du nur in der Natur oder nur unnatürlichen Verhältnissen ohne so eine Gesellschaft?
00:10:57: mit Konkurrenz und Wettbewerb, dann würdest du danach gar nicht streben.
00:11:01: Du bräuchtest es auch gar nicht für dein
00:11:03: Glück.".
00:11:04: Das war so die Vorstellung.
00:11:05: also wie später Russo zurück zur Natur.
00:11:09: das hat es immer gegeben in Phasen und man festgestellt hat, dass die Gesellschaft so hoch entwickelt war, dass sie in Dekadenz umschlug.
00:11:17: Da kam immer der Ruf zurück zur Natur zum einfachen Leben – was sind die Grundbedürfnisse?
00:11:24: Konzentriere dich darauf!
00:11:26: Distanziere dich von äußeren Gütern oder halte sie nicht für so wertvoll oder nimm Sie wie die Historiker sagten als gleichgültig an.
00:11:34: Also Sie haben weder gut noch schlecht.
00:11:38: Sie verheffen dir aber nicht zu deinem glücklichen Leben.
00:11:41: Alle guten Dinge sind drei, würde ich bitten noch ein drittes Zitat loszuwerden?
00:11:47: Ja das passt vielleicht auch zu dem was wir gesagt haben.
00:11:50: Allein seien selbst veredeln ohne Rücksicht auf Erfolg oder nicht Erfolg im Äußeren erkennen dass äußere Schicksalung Verluste nicht unser wahres Ich betreffen und sich nicht die Gedanken des Herzens verwirren lassen.
00:12:07: Da hört man das gut raus, Gedanken.
00:12:09: Das wäre so dieser Urgrund von natürlichen Instinkten, von denen wir entfremdelt sind und Bauentfremmungen ab.
00:12:16: wie die Inder sagen würden.
00:12:18: Gehe vor, alle Konditionierungen und dann kommst du zum Gott oder da kommst Du zu Deinem Urgrund oder bei den Chinesen eben, dann komm'st Du zum Dao und lässt das Dao natürliche Kräfte sich natürlich entfalten und entwickeln und so lebst
00:12:33: Du.".
00:12:34: Das war die Vorstellung – es hat wenig mit äußeren Gütern zu tun!
00:12:38: Aber lass uns doch mal bitte einsteigen nach diesem drei sehr schönen Zitat bzw.
00:12:41: zwei Zitaten einer Geschichte
00:12:44: in
00:12:44: den Hintergrund von Lao Tse.
00:12:49: Was wissen wir über ihn?
00:12:51: Weswegen ist er bis heute eben gehörter zu diesem dreigestörenden Starwismus.
00:12:56: Nicht wegen seiner Lebensgeschichte, von der wissen wir nämlich furchtbar wenig.
00:12:59: Er sollte zurückgezogen gelebt haben, er sollte Ämter ausgeschlagen haben... Wir wissen es aus dem Nachfolge Trankzie war nach Lieze aber man weiß gar nicht ... Man hat auch wirklich keine historischen Belege dafür dass es ihn wirklich gab.
00:13:16: Brauche und Stützen oder was?
00:13:19: Was die eigentliche Quelle ist für seine Rom, ist das Buch.
00:13:23: Die Bücher im alten China hießen immer nach den Autoren und hatten gar keinen eigenen Titel.
00:13:28: Es gibt aber einen deutschen Titel.
00:13:29: in der deutschen Übersetzung heißt es Das wahre Buch vom quellenden Urgrund.
00:13:38: Das Dao, da hört man diese Naturkraft.
00:13:40: Dies freizulegen gilt im Menschen so auch bei Lietze.
00:13:43: also von diesem Buch wissen wir.
00:13:45: aber man hat auch festgestellt dass dieses Buch nicht aus dem fünften Jahrhundert stand.
00:13:51: Also Lietse soll vierhundertfünfzig vor Christus ungefähr gelebt haben.
00:13:56: vielleicht hat das gar nicht selbst geschrieben sondern vielleicht Schüler.
00:14:01: Vielleicht ist es erst im dritten Jahrhundert vor Christes entstanden.
00:14:04: Manche sagen sogar erst in unserer Jetztzeit also nach Christi Geburt Weiß man nicht genau, aber dieses Buch wird mit Lietze in Verbindung gebracht.
00:14:13: Und das ist einer der drei Hauptquellen neben dem Tauteking vom Laoze, neben dem Buchtschwangtse – es ist das dritte grundlegende Werk für den Dausismus und diese Philosophie.
00:14:27: Ein bisschen sagt man dazu Bernd Laoz sehr ... sehr dunkel in kurzen Fersen gesprochen hat, hat Lietzi das mehr rationalisiert und erklärt.
00:14:39: Er hat es in Geschichten verpackt und er hat versucht da ein bisschen von dem kurzen prägnanten Dunkeln des Laote etwas mehr Licht reinzubringen.
00:14:50: aber die Gedanken ziehen sich durch.
00:14:52: so wird er dann eben auch häufiger zitiert bei Trunkze der nach ihm kam also einer der großen Taoisten vor ihm.
00:14:59: Also so über ihn wissen wir nichts.
00:15:02: Das Buch haben wir und das Buch ist ein sehr schöner Text mit sehr vielen Weisheiten drin, manchmal in Geschichten oder im Parabeln oder auch in Erklärung.
00:15:12: Was bei mir ganz stark hängen geblieben ist, ist eben diese Haltung die weitesten Sinne mit wo weit zu tun hat.
00:15:17: alles kommt von selbst, alles geht von selbst.
00:15:20: Das muss man begreifen und dann bleibt man in seiner Mitte Gerät nicht irgendwie in den Tunnel und ist nur fixiert auf irgendwelche Ziele und auf das Wollen.
00:15:30: Weil du gerade gesagt hast, er erzählt oder verpackt das Ganze in gut nachvollziehbare Geschichten auch da ist mir eine besonders hängen geblieben.
00:15:39: die Geschichte von dem Mann der unbedingt das Gold wollte oder der so verrückt nach Gold war.
00:15:44: also letztlich in kurzen selbst zusammengefassten Worten ein Mann macht sich fertig für den Markt.
00:15:49: es ist ein recht schaffener angesehener Kaufmann scheinbar oder jedenfalls bürger macht sich schick für den markt geht dann da auf diesen markt und ist dann aber weil er so fixiert auf das gold ist Geht er zu dem goldhändler greift am helllichten tag Auf diesem tisch wurde es gold ausgebreitet war greif zu und geht versucht mit diesem Gold zu verschwinden.
00:16:13: und natürlich, weil es eben der helligte Tag war überall wachen wird er sofort geschnappt.
00:16:18: Und alle schauen ihn entgeistert an und fragen wie so hast du das dann getan?
00:16:21: Wieso hast du da am helligten Tag gold gestohlen?
00:16:25: Der sagt halt ja ich kann's auch nicht richtig begreifen aber ich wollte das Gold so unbedingt dass sich alle Menschen und alles um mich herum ausgeblendet habe.
00:16:33: Das ist eben ein Sinnbild.
00:16:35: oder die Geschichte wird dann so interpretiert Laut der Gier, vor lauter Zielfixierung eben in so einen Tunnel kommt.
00:16:43: Der ausblendet das nichts mit dem Glück zu tun hat und dass diese Ziel fixiert halt eigentlich ins Verderben in seinem Fall in den Knast führt oder in den Kerker.
00:16:53: Findest du das eine typische Lietser-Geschichte?
00:16:57: Ja, vor allen Dingen sehr einfach, absolut!
00:17:00: Wir rennen da auf dem Markt und nehmen dann so weg.
00:17:02: Das ist Diefstahl weiß doch jeder.
00:17:05: Aber er wollte aussuchen, ja selbst solchen großen Unsinn machen die Menschen.
00:17:10: Und wenn wir das ein bisschen als Bild nehmen ... Ja was?
00:17:14: Die Menschen machen sich kaputt!
00:17:16: Sie rennen nicht nur ins Gefängnis, dass sie anderen etwas wegnehmen und das kennen wir auch von manchen Topgrößern, Topmanagern, dass die dann unrecht begehen.
00:17:27: Die Alten sagten, man kann gar nicht reich werden ohne nicht irgendwie unrecht zu tun.
00:17:31: Also das kennen sie.
00:17:33: Sie werden getrieben aber auch die Menschen arbeiten sich tot.
00:17:37: also sie arbeiten einseitig auf Rom-Karriere ausgerichtet während sie krank oder sie sterben über im Arbeitstisch.
00:17:47: Also sie arbeiten sich zutote.
00:17:49: dass alles kennen wir ja.
00:17:51: Auch hier fällt mir ein Zitat von Demokrat an seinem Zeitgenossen, der sagte also zu starkes Wollen macht für anderes blind.
00:17:59: Hier ist ein ganz extremer Fall, er hatte gar nicht mehr gewusst was ihm geschieht oder dass er da im Grunde direkt mit ins Gefängnis geht.
00:18:08: Er war so blind von ihm.
00:18:10: aber das sind die Menschen, die werden einseitig.
00:18:13: sie wollen zu stark irgendetwas oder sie wollen es unbedingt und sind fixiert drauf.
00:18:20: Das ist es, diese Begierden vielleicht auch von außen geweckt.
00:18:24: Gold?
00:18:24: Warum ist sie denn nach
00:18:25: gold?"
00:18:26: würde Lietzi sagen.
00:18:27: Ich glaube als die Spanier dann nach Südamerika kam und dieses Kontinent entdeckten, dann wunderten sich die Indios was die da an diesem gelben Zeug so gut.
00:18:38: Da kann man doch gar nicht essen und man wird ja gar nicht glücklich damit warum die so verrückt danach waren nach Gold!
00:18:45: Ja auch dieser Mann würde Liedzi... Was will der denn davon Mit dem Gold.
00:18:50: Was hat er denn für Ideen im Kopf?
00:18:52: Ja, ich kann mir vieles kaufen oder es gibt mehr.
00:18:54: viel Lust und Lust ist Glück.
00:18:56: Er hat völlig Verkennung der Dinge.
00:18:58: Das ist nicht Glück, ohne das Nicht-Jahr-Volksleben.
00:19:01: Oder eben der Tunnelblick der Moderne.
00:19:03: Ich würde sagen, dass was vielleicht bei Kolumbus noch das Gold war.
00:19:06: Dass es heute Karriere und Status da, was man eben auch dann möglichst prominenten Außen zeigen kann und will.
00:19:13: Und auch da würde wahrscheinlich Lier zu sagen ... Deswegen sind die dann so versessen auf Karriere und Status.
00:19:20: Das ist eben genau diese Ablenkung oder eben diese Gier des Menschen, die am eigentlichen menschlichen Urgrund vorbeiführt.
00:19:29: Genau!
00:19:30: Und diese Giere wird geweckt.
00:19:31: Sie wird durch die Sinne geweckt – das haben die Inder auch schon, sagt man, am besten alle Löcher zusperren.
00:19:37: also sie sind nicht mehr in den Rücken gar nicht gar nicht in sich hinein kommen lassen.
00:19:43: Aber sie dringen ein und sie wecken Begierde, die wird sehr stark geschürt, weil alle nach Gold rennen.
00:19:51: Weil alle denken, Reichtum macht glücklich.
00:19:55: Und diese Dinge übernehmen wir bewusst oder unbewusst und dann werden wir auch blind und haben den gleichen Wertekanen wie der, der in der Gesellschaft herrscht eigentlich eher zu einem erfüllten und glücklichen Leben führt als äußere Güter, Ruhm und Ehre.
00:20:17: Jetzt hat Laute ja über Lierze gesagt oder erzählt auch das letztlich verpackt in eine Geschichte.
00:20:24: Lierce könnte bis derjenige dem es gelänge auf den Wind zu reiten oder heute würde man sagen vielleicht zu surfen oder so.
00:20:31: ich stelle mir das so vor wie ein Wingsuit wo er mit dem wind mitschwingt oder mit fliegt.
00:20:37: Was meinte Laotze damit?
00:20:38: und was versteckt sich hinter diesem Bild?
00:20:41: das Weisen, der da auf dem Wind segeln kann?
00:20:44: Das war nicht Laotse.
00:20:45: Es war Trunktee.
00:20:45: Laotsee ist wahrscheinlich die erste zeitlich gesehen.
00:20:49: Dann liete dann Trunktee.
00:20:50: Bei Trunktsie finden wir diese Stelle.
00:20:52: Und es gibt bei Trunksie auch einen Dialog zwischen Konfuzius und Laotso.
00:20:59: Wahrscheinlich auch fiktiv wo Konfucius das über laotse sagt er schwingt sich auf und lässt sich tragen von den Winden.
00:21:05: Gemein ist damit ja Nicht eingreifen, nicht wollen.
00:21:09: Nicht einggreifen in natürliche Entwicklungsprozesse und ... quasi natürliche Harmonie hier vielleicht mal in Klammern.
00:21:18: nicht da eingreifen wollen, sondern sich da einfügen.
00:21:22: In die zyklischen Abläufe von Vergehen und Entstehen weil sie eine Stabilität haben, weil die eine Harmonie darstellen harmonisch sind und das Leben erhalten greift der Mensch dazu stark ein wird diese Harmonie gestört bekommt weder dem Kosmosgut noch den Tier, noch den Menschen.
00:21:41: Da waren sie übrigens dann ganz frühe Kämpfer für Umweltschutz im Grunde.
00:21:47: Also Sie haben schon gesehen dass der Mensch mit seinen Maschinen ein Maschinerz bekommen oder damit so in die natürlichen Abläufe eingreift das er diese Harmonie stört und damit die Lebensgrundlagen, dass sich das da hoch entfalten kann massiv stört oder ja sogar sogar zerstört.
00:22:05: also waren sie vor schon sehr, sehr weit weiter als die Menschen vielleicht heute sind.
00:22:11: Also nicht mache dir die Welt untertan wie es in der Bibel ist sondern ganz im Gegenteil mache dich und untertan oder füge dich ein in den natürlichen Zusammenhang.
00:22:21: Und das ist schön in dem Bild beschrieben er steuert auf und lässt sich tragen.
00:22:26: Also, wir sind in einem Flussversuch nicht gegen die Strömung anzuschwimmen sondern versucht mit dem Fluss zu schwimmen.
00:22:33: Du hast einen Steuerrad du kannst dein Leben schon lenken aber nicht gegen den Strom.
00:22:39: und widersetzt dich.
00:22:40: oder nimm diese natürlichen Kräfte auf.
00:22:44: Wir kennen das auch in den asiatischen Kampfsportarten.
00:22:47: es geht nicht darum Widerstand zu leisten Sondern häufig nur die Energie die da ist aufzunehmen und ihnen das zu verwandeln was Positiv, was für dich positiv ist.
00:22:57: Das heißt die Gegende geh ich nicht zu richten aber dieses Kräfte aufnehmen das Kieh den Lebensfluss fließen lassen Stocken, Hindernisse da auszuräumen und keine Hindernissen zu setzen.
00:23:10: Das tut nämlich der Mensch, der die Welt gestaltet, er die Erde untertan macht, ausbeutet – sich ausbeutet!
00:23:18: Er behindert einen natürlichen Lebensfluss in den natürlichen Arten und das ist schädigend auch für die Gesundheit.
00:23:25: krank nach der
00:23:26: Alten.".
00:23:27: nach der traditionellen chinesischen Medizin ist dort, wo dieser Lebensfluss ins Stocken kommt.
00:23:32: Wo er nicht mehr fließen kann.
00:23:35: und dieses Fließen ist sehr schön in dem Bild des Steiger auf und fließe mit dem Leben und ich denke häufiger daran habe ein Ehrgeiz, habe meine Ziele aber nie muss sie nicht mehr erzwingen.
00:23:47: das heißt ich akzeptiere dass wenn die Dinge anders laufen dann gehe ich eben anders.
00:23:53: Ich bin weich geworden ein bisschen wie Wasser.
00:23:57: Nicht dass ich nachlasse in meiner Energie, in meinen Bestrebungen aber ich passe mich immer an die Dinge und die Ereignisse die nicht in meine Macht stehen, die über mich kommen und setze dem keinen Widerstand entgegen.
00:24:09: das ist es so dieses widerständige gegen ganz natürliche Abläufe Angst vor dem Tod, ich muss Longevity.
00:24:20: Also würden die sein.
00:24:20: das ist unsinnbar?
00:24:21: Die Natur vorgesehen hat so und so viele Jahre hast du oder plus oder minus.
00:24:25: okay langes Leben ist schön erhalte deine gesundheit schön aber denke nicht dass Du dass Du die natur so überlisten kannst und wir es zweieinhalb jahre als das wären.
00:24:35: typisches ein typisches Aufbegehren gegen die Natur und das mochten sie gar nicht.
00:24:42: Sie sagen, wir haben in uns alles wesentliche Tief einer Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit.
00:24:48: Wir brauchen keine Moral, wir brauchen keine Gesetze wenn wir nur das frei legen und alle negativen Beeinflussungen von außen versuchen zu hintergehen oder abzustellen oder in einen Zustand zu kommen der vor dem Ganzen liegt.
00:25:02: Das ist dann später der Senbudismus daraus entstanden, der auch zum Ziel hat erst einmal so das Vernünft des planmäßigen Berechnender sich abzugewöhnen um wieder die tiefen Instinkte freizusetzen und weil sie schon den richtigen Weg leiten.
00:25:20: Zum Abschluss würde ich gerne noch eine Parabel von Lietze ins Spiel bringen.
00:25:25: Er hat auch mal erzählt, und das erinnert mich sehr stark an Asterix bzw.
00:25:29: Majestics – du weißt gleich was ich meine!
00:25:32: Denn Lietse erzählt von dem Mann der Angst hatte, dass der Himmel einstürzt.
00:25:37: Und so geht es ja Majesticks auch im Asteriskomic, dass ihr eben immer denkt, der Himmelfeld ihm auf den Kopf oder das war eine Angst der Gallia.
00:25:46: offensichtlich Ähnliche Zeit, ich glaube, drei- oder fünfhundert Jahre später als Lietze.
00:25:52: Wie würdest du das vor dem Hintergrund unserer aktuellen Nachrichten fluten und ja eben leider sind es häufig sehr schlechte Nachrichten?
00:26:01: Was will uns Lietse mit dieser Parabel sagen?
00:26:05: macht es den Sinn immer wieder sich diese Angst, das nennt es ein bisschen der Weltschmerz oder die Zukunftsangst.
00:26:12: Die verdeutlicht das für mich und er sagt ja eben so weit ich diese Parabel verstehe macht keinen Sinn muss darauf vertrauen dass letztlich sich alles auch zum Guten wenden kann.
00:26:22: Ja ich müsste die ganze stelle ich können also so spontan gar nicht genau sagen was jetzt so damit meint.
00:26:28: aber ich könnte mir vorstellen Er wollte sagen, vor natürlichen Entwicklungen, natürlichen, man macht mal keine Angst zu haben.
00:26:36: Die Natur ist klüger als wir.
00:26:37: Wenn die meint der Himmel sollte jetzt runter kommen dann ist das wahrscheinlich auch besser für uns.
00:26:43: Vielleicht meint er das... Die Vorstellung der Daoisten war Himmel oder das Geistige, oder dass Männliche befruchtet die Erde.
00:26:54: Das Dunkel, das Weiche und in der Mitte steht der Mensch und aus der Erde wächst es so.
00:27:00: Also es war das Zusammenspiel.
00:27:02: Die große Dreieinheit war Mensch, Himmelerde und das gute Zusammenschwie zwischen diesen drei Kräften hält die Natur am Leben und setzt sie fort.
00:27:12: Also da fällt der Himmel an sich nicht runter, also meinte ja, die Menschen machen sich wenn du stark willst dann entwickelst du oder unbedingt etwas erzwingen willst oder wenn du sehr stark an deinen Absichten hängst, wenn Du sehr stark in der äußeren Welt hängest, dann entwickelt zu sorgen und Ängste.
00:27:29: Wenn Du Dich treiben lässt und schaust gelingt es mir freue ich mich gelingt ist mir nicht freu ich mich auch entwickelt so keine engste und das war auch das ziel des ganzen daus.
00:27:41: muss war auch wie lebt ein mensch glücklich?
00:27:43: wie kann leben gelingen?
00:27:44: wie findet er seine ruhe?
00:27:46: befindet er sein glück?
00:27:48: und dass hat damit zu tun, dass man sich nicht so sehr auf die welt stürzt oder dort überambitioniert, arbeitet zu viel will.
00:27:58: Sondern dass man lebt von Tag zu Tag sich daran erfreut und ja bescheiden und selbst genügsam lebt.
00:28:07: Von mir ist auch zurückgezogen, alle lebten zurückgezogen.
00:28:10: Alle diese drei großen Taoisten, nooze, drunkze, lieze von denen hieß es, die haben sich von Regierungsgeschäften fern gehalten und das war für weise Menschen damals gar nicht so einfach denn die Herrscher vom alten China schätzen die Weisheit sehr hoch ein und wenn es von einem Menschen hieß oder sei besonders weise dann versuchen sie ihnen an den Hof zu binden und ihn zum Berater zu machen.
00:28:35: Alle drei lehnten das ab, haben das nicht gemacht.
00:28:37: Im vorborgenden Leben, sagte Epikur, sei vielleicht der bessere Weg zum Glück, also zurückgezogen.
00:28:44: Weil sie in sich eigentlich alles hatten.
00:28:46: Sie brauchten dann nicht den Pomp oder den Reichtum oder das gute Essen, es vielleicht am Hof
00:28:51: gab.".
00:28:52: Ich hätte jetzt zum Abschluss noch einen Vorschlag und eine Übung.
00:28:55: Ich habe mir so überlegt was könnte denn so eine Liäze- oder Buwei-Übung sein?
00:29:01: Wenn man das verinnerlicht nach seinen Drahtschlägen zu leben, wie man so einen Samstag verbringen kann.
00:29:08: Ich habe jetzt gerade, wir haben heute Montag und ich kann berichten nicht, wo er hat mir am Samstag vorgenommen okay die Zehntausend Schritte muss auf jeden Fall machen, am besten noch eine kleine Sport-Einheit.
00:29:18: Ich wollte mal wieder was gesundes kochen also aktive Entschleunigung oder ähnliches dieses Konzept Und ich glaube, das ist genau das Gegenteil von dem, was so ein durchoptimierten Samstag ... Das ist überhaupt nicht lietses oder Wu-Wai Style.
00:29:34: Deswegen wäre mein Vorschlag für eine Übung für mich aber vielleicht ja auch für die Hörer dass man am nächsten Samstag einfach mal absichtslos vor die Tür geht.
00:29:45: Mal schauen eben nicht die Kopfhörer-Auffahrt beim Spaziergang, sondern einfach absichtslos, Kopfhörer los und planlos vielleicht auch mal losläuft.
00:29:56: Mal schaut wo es ein Hintreib wäre einem begegnet, wo man mal links abbiegt, wo er sonst immer rechts abbiegte und einfach mal zumindest mal zwei drei Stunden sich komplett treiben lässt, vielleicht auch losgelöst von Einkaufen oder Zivilisationen einen absichtslosen mitschwingenden Samstagvormittag zu verbringen.
00:30:16: Ist das eine Übung, die ein Lietsche-Schüler oder Anhänger mal praktizieren sollte?
00:30:23: Ja.
00:30:23: Das hört sich sehr gut an!
00:30:25: Also ja... sich so einen Tag vornimmt und ich plane jetzt mal nichts.
00:30:28: Ich schaue mal wie die Impulse würde er sagen.
00:30:30: Nicht dass man da nichts tut also es sich gar nicht mehr bewegt sondern dass man sich nichts vornimmt und dann hört wo nach seinem Grader ist.
00:30:38: auch jetzt gehe ich mal spazieren.
00:30:40: Auch jetzt sehe ich im Buch aber dass das spontan kommt nicht Vormittags schon hingeschrieben.
00:30:45: Sicherlich eine sehr gute Übung.
00:30:47: Wir sollten uns ab und zu vielleicht üben, ins Nichtstun und nichts Beabsicht in Nichts wollen.
00:30:53: So Zeiten Auszeiten nehmen, wo man dann einfach ... Versucht sich mit diesem Nichts zu konfrontieren und hören, was dann da von innen heraus geschieht.
00:31:02: Eine andere Übung die ich praktiziere ist eigentlich bei all dem was ich unternehme mir dann sage Ich versuch's mal so zu machen.
00:31:11: Also ich hätte mir an dem Samstag gesagt, ich versuche mal Sportsman, Sportsman Aber gucken wie viele ich am Abend davon schaffe.
00:31:17: Wenn ich nur eine Sache schaffe soll mir das schon reichen.
00:31:20: wenn nicht gar nichts schaffe so reicht mehr auch dass also dass ich mir bei all den was ich mir dann vornehme Zwang wegnehme und sage ich mache es so aus Lust oder nehme es mir vor.
00:31:31: Ich weiß, das macht mir Spaß wenn ich jetzt hier das Haus sauber mache oder so aber muss nicht sein Dazu nicht komme ich eine bessere Idee habe, wenn ich mich umleiten lasse.
00:31:42: Lasse ich mich gerne umleiden das heißt ich schwinge mich auf und gucke mir wo der Wind aus einer anderen Richtung bläst dann mache ich eben etwas anderes.
00:31:52: also da eine Leichtigkeit und eine Offenheit an seinen Plänen oder ab sich nicht so zu hängen, zu haften.
00:32:01: Das sage ich mir immer eigentlich und das tut mir eigentlich ganz gut.
00:32:05: Und dann habe ich zum Abschluss noch ein Zitat von Lietze, das war sich auch sehr wichtig oder ein gutes Korrektiv fand.
00:32:12: Auch wenn ich z.B.
00:32:14: draufschau wie viele Views oder Likes haben wir denn bei YouTube oder Spotify und so weiter?
00:32:20: zugegebenermaßen hin- und wieder schaue ich noch... ...und Lietzi sagt, dass Höchste im Leben ist keinen Room zu suchen!
00:32:27: Wer keinen Room sucht, ist frei von Sorgen.
00:32:30: Hat er da recht?
00:32:31: Ja, hat er recht.
00:32:32: Und da sagt er nicht nur das... Es ist ein ganz größter, längeres Sitter.
00:32:36: Da sagt der auch Besitz suchen, keinen Besitz suchen!
00:32:38: Ist das Rom und Ansehen und Macht?
00:32:41: Er sagt es zu all diesen weltlichen Gütern.
00:32:44: Man fährt besser damit sie gar nicht anzustreben.
00:32:48: oder vielleicht dann noch ein Zitat zu diesen Absichten, zu dem was wir vorher hatten passt auch da rein.
00:32:55: Ich hatte überlegt das vielleicht zu bringen.
00:32:57: es geht übers Wandern des Wanderns.
00:33:00: Lust ist es dass man die Zwecklosigkeit genießt Genüge im eigenen selbst zu finden.
00:33:07: Das ist des Wanderen höchste Stufe.
00:33:10: also dieses Wander diese Zwecklosigkeit.
00:33:13: Ich habe das Zitat dann auch in meinem Wanderbuch verarbeitet.
00:33:18: Das ist das Schöne und wir erleben es auch, wenn man wirklich so wandert.
00:33:21: okay Mann hat den Gipfel vielleicht im Korb aber eigentlich geht's ja nicht drum sondern den ganzen Tag schön zu wandern.
00:33:26: da erlebt man Zwecklosigkeit wie schön die sein kann und ja die Gedanken einfach kommen lassen.
00:33:32: gestern vorgestern lasse ich noch dass Goethe das auch unglaublich liebt lange spaziergegenut einfach die Gedanken fließen lassen das isso frei von Absichten und von Wollen gerade nichts tun.
00:33:44: Bei Mann ist das eine gute Übung!
00:33:46: Oder wie Major Tom sagt, völlig losgelöst von der Erde... Das ist der Zustand den Wuwei, Major Tom und Lietze anstreben.
00:33:56: Albert vielen Dank für alles was du heute zu den Dauisten und Liedze uns vermittelt hast.
00:34:02: Danke euch fürs Zuschauen, zu hören und bis zum nächsten Mal!
00:34:05: Ja
00:34:06: tschüss!
00:34:06: Macht's gut!
00:34:08: Ciao ciao!
00:34:12: Und der Kern, Philosophie to go!
00:34:16: Mit Dr.
00:34:17: Albert Kitzler und Jan Lippoldt www.pudel-kern.com.
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