#227 Seele. Was unserem Innersten guttut.

Shownotes

„Es ist die wichtigste Pflicht des Menschen, seine Seele so gut wie möglich zu machen.“ (Sokrates)

Was meinen wir eigentlich, wenn wir von der Seele sprechen? Schon die Philosophen der Antike beschäftigte diese Frage. Für sie war die Seele der Ort unserer Gefühle, Wünsche, Ängste und Begierden und ihre Verfassung entscheidend dafür, ob wir ein gutes und gelingendes Leben führen. Philosophie war deshalb immer auch „Seelenleitung“: die Kunst, das eigene Innenleben besser zu verstehen und zu gestalten.

In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, was Platon mit seinem Bild vom Wagenlenker und den wilden Pferden ausdrücken wollte, warum Aristoteles die Macht der Gewohnheiten betonte und wie wir unseren eigenen „Seelengarten“ pflegen können. Es geht um Selbsterkenntnis, innere Prägungen und die Frage, welche Wünsche und Werte wir nähren und welche wir besser zurückschneiden sollten. Denn eine gute Seelenverfassung fällt nicht vom Himmel. Sie entsteht, wenn wir lernen, mit uns selbst ins Reine zu kommen und herauszufinden, was uns wirklich und nachhaltig guttut.

Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com

Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:

Platon, Aristoteles, Sokrates, Pythagoras, Konfuzius

Weiterführende Links:

„Seele in der Philosophiegeschichte“ Richard David Precht erläutert im Deutschlandfunk-Interview Platons Vorstellung von der Seele und das Zusammenspiel von Vernunft, Gefühlen und Begierden.

„Schreiben zur Selbsterkenntnis: Den inneren Zensor umgehen“ Der Spektrum der Wissenschaft-Beitrag zeigt, wie wir durch das Aufschreiben unserer Gedanken und Gefühle unser Innenleben besser verstehen und bewusster mit uns selbst umgehen können. Eine praktische Übung zur Pflege des eigenen Seelengartens.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:14: Hallo und herzlich willkommen liebe Freundinnen der Philosophie und der Lebenskunst bei Der Pudel unter Kern.

00:00:20: Und hi Albert!

00:00:21: Heute ist möglicherweise unsere letzte Folge bei der Pudl unter Kern Denn ich bin hier im Haus der Weisheit.

00:00:28: Der Albert hat mir heute zum Mittagessen eine Portion selbst gesuchte Hexenröhrlinge serviert, sehr lecker aber auch sehr gefährlich.

00:00:38: Mir ist leicht schwummerig, aber es hat bestimmt nichts mit den Hexeneröhrlingen zu tun.

00:00:43: Nein das ist ein wunderbarer Speisebild!

00:00:46: Selbstgesucht vom Albert von Philosophen.

00:00:48: Ich vertraue ganz und gar auf dich und die Natur.

00:00:51: Wir möchten heute aber passt eigentlich ganz gut zu dem Thema Essen für die Seele.

00:00:57: Wir möchten heute über eigentlich schon einen abstrakten Begriff sprechen, eben die Seelle oder auch die Seelenteilenlehre.

00:01:06: aus der Antike stammt.

00:01:08: denn auch damals war es schon klar und da kommt ja vielleicht auch der Bezug zur Psychologie her das was den Menschen mit ausmacht und eben was auch dafür entscheidend ist, ob er ein gutes gelingendes Leben hat.

00:01:22: Das ist eben die Seele und letztlich auch die Seelengesundheit.

00:01:25: davon waren die Philosophen schon der Antike überzeugt.

00:01:29: kann sich ja vielleicht auch gleich noch mal bisschen erläutern wo auch der Name herkommt jedenfalls sich darum zu kümmern zu schauen, dass es der eigenen Seele gut tut.

00:01:41: Dass da dein berühmter Seelengarten in Ordnung ist.

00:01:44: Das ist glaube ich eine der obersten Aufgaben die man als Mensch zu erfüllen hat und... Ich kam auf dieses Thema auch deswegen, weil ich neulich in Augsburg beim Bäcker war und habe mir da eine ... das kennt man.

00:01:59: In Süddeutschland glaube ich kennt man die Seelen.

00:02:03: also Seele ist auch ein Gebäckstück, letztlich eine Art Semmel mit einem speziellen Teig und Kümmel und Salz so eine Art länglicher Zopf da gebacken werden.

00:02:15: Und ich hab zur Verkäuferin gesagt Die Seele schaut super aus So eine hätte ich gerne.

00:02:21: Und mussten beide kurz innehalten und haben dann beide gut gelacht über diesen versehentlichen Spruch, und trotzdem habe ich danach eben drüber nachgedacht die Seele ja was ist das überhaupt?

00:02:35: Wo kommt sie her?

00:02:36: Ist es etwas was wissenschaftlich belegt ist?

00:02:39: und ich fürchte nein.

00:02:40: also ich fürchtert dass is in der abstrakte Bezeichnung für etwas was uns Menschen ausmacht wo man wenn sie besonders Stimmigscheinen wie bei Mahatma Gandhi oder bei Viktor Frankl, dann spricht man auch von einer großen Seele.

00:02:54: Also es ist ein großes Konstrukt aber eher ein Gedankenkonstrukt glaube ich was in der Philosophie eine wichtige Rolle spielt.

00:03:02: und daher die Einstiegsfrage an dich wo kommt dieser Seelenbegriff und auch die Philosophie da außen rum, den Seelengarten in Ordnung zu bringen.

00:03:12: Die verschiedenen Einflüsse auf die Seele zu bearbeiten – wo kommt das her?

00:03:18: Die Frage kann ich natürlich nicht beantworten.

00:03:21: Im griechischen hieß es Psyche und Psychan heisst glaube ich Hauchen von Hauch früher bei Homer, das habe Körper und Seele, also Körper-Sommer, Seele-Psyche.

00:03:39: Daher auch psychosomatische Wechselbeziehungen.

00:03:44: Körper-, Seele.

00:03:45: Bei Homer wurde das gar nicht dem lebenden Menschen zugewiesen sondern dem Tod der bloße Körper Und die Seele die dann im Haar des in der Unterwelt herum schwirrt und gar nicht den lebenden menschen.

00:04:03: dann später wurde es auch auf den Menschen übertragen, als das was sie in einem Leben hält.

00:04:09: Was ihn bewegt hält.

00:04:11: Sagen wir so, ist sicherlich die Erfahrung, ganz einfache Erfahrung... Sorgt außen für Essen, man macht Außen etwas und innerlich geschieht.

00:04:23: Parallel geschieht immer etwas.

00:04:25: vor allen Dingen Gefühle kommen Affekte kommen Wut zorn aber auch so ein gutes Gefühl Fühlt sich gut an schlechtes fühlt sich schlecht an.

00:04:33: das sind ja nicht Riecht das Empfinden der Sinne riechen und kann man ja nicht greifen, nicht fassen.

00:04:42: Sondern es spielt sich alles irgendwie im Innern ab.

00:04:45: Glück und Unglück spielen sie auch im Inneren an.

00:04:47: Hoffnung, Ängste, Furcht zu ornen, Wut, Ei versucht... Das irgendwie sehen wir die nicht und irgendwie sind ja auch außen nicht vorhanden.

00:04:58: Also dieses ganze innere Menschen, und wir wissen, wir leben beides.

00:05:02: Wir haben den Körper, denn sehen wir der bewegt sich, der kann Dinge tun oder verrichten.

00:05:07: und das Innere – das sehen wir nicht, das Immaterielle.

00:05:10: Ja und die Erfahrung hat man sicherlich früh gemacht und dann hat man auch gesehen wie eine unterschiedliche Wertigkeit, Wichtigkeit dass der Körper kann uns essen besorgen, kann Feinde abhalten etc.

00:05:24: Aber so dann wenn alles mal ruhig ist... haben wir unsere Sehnsüchte, unsere Wünsche.

00:05:29: Wir haben unsere Befriedigung unserer Freutgefühl und unser Leidgefühl das gar nicht mit dem Körper zu tun hat.

00:05:35: ja und dann denkt man was ist da innen drin?

00:05:38: Was das so ist und wie reagiert das denn auch verschiedene Dinge reagiert es verschieden und manchmal macht es mir Sorgen, reg ich mich auf wo Ängste.

00:05:47: das fühlt sich nicht gut an.

00:05:50: anders führt sich sehr gut Anbefriedigungen von Begierden oder dass man seine Wünsche erfüllt oder dass man einfach genießt, dann weiß man gar nicht warum.

00:06:03: Man sitzt draußen in der Natur und irgendwie fühlt sich das plötzlich gut an.

00:06:08: Woher kommt das denn eigentlich?

00:06:10: Kann ich es steuern?

00:06:11: Das war vor allem die wichtige Frage, denn man spürte da innen... Da ist eine Sehnsucht danach, möglichst viel Lust zu empfinden oder Glück zu empfinden.

00:06:19: Oder Freude zu empfehlen und man dem Schmerz und seelischen Leid, den will man aus dem Weg gehen.

00:06:25: Und man stellt dir fest das kann ich steuern.

00:06:27: irgendwie hat das mit meinem Denken zu tun.

00:06:30: mit der Art wie ich handle tue ich unrecht.

00:06:33: schlechtes Gewissen fühlt sich nicht gut an tue was gutes erlebe die Dankbarkeit und fühlte sich gut an Liebe, Verbundenheit.

00:06:44: Was Gutes?

00:06:45: Trennung was Schlechtes?

00:06:46: So stellt man fest da sind Gesetzmäßigkeiten und die kann man erforschen.

00:06:52: wie kann man herausbekommen?

00:06:54: Die kann man auch leiten oder steuern durch mein Verhalten durch meinen Denken.

00:06:58: Seelenleitung Das war eine ganz wichtige Kategorie vor allen Dingen der griechisch-römischen Antike Auch in der chinesischen Indischen da irgendwie anders.

00:07:09: aber Das waren dann die praktische Philosophie, Seelenleitung und Seelenheilung.

00:07:19: heil ich mich von Dingen, die mich stören.

00:07:21: Die mir Leid zufügen wie Ängste, Sorgen, Eifersucht, Zorn, Wut.

00:07:26: und Wie komme ich dahin dass sie sich wohl fühlt?

00:07:29: Dass man so eine Ruhe hat, dass man einen Gleichmut hatte, der sich ja gut anfühlt.

00:07:34: Und das waren dann Theorien der Seelenleitung.

00:07:37: wie ich leide, wie leite ich sie, wie er nehme ich Einfluss auf die psychischen Mechanismen Das am Ende was Gutes rauskommt ein gutes Gefühl möglichst dauerhaft Und möglichst ohne Pay-off, ohne dass ich dafür etwas zahle.

00:07:51: Wir denken an Lustgefinde, der manchmal teuer erkauft wird und umgekehrt.

00:07:55: diese Seelen leiden für die griechen Krankheiten.

00:07:59: Wie komme ich davon los?

00:08:01: Man entwickelte tatsächlich eine Philosophie, man kann davon loskommen durch sein Verhalten, durch seinen Denken, durch seine Gewohnheiten, durch den wie ich die Persönlichkeit bilde.

00:08:11: das war der Ursprung der psychischen Erfahrung, der Psyche, der Seele als ja die Grundlage unseres Lebens.

00:08:19: Das erste Buch, psychologische Buch ist dann auch Thés Psychès von Aristoteles über die Seele wurde dann genau untersucht und ja, die ihr versucht ihre Gesetzmäßigkeit nachzuspüren damit wir Orientierung bekommen.

00:08:34: Denn von den Gefühlen her wissen wir wohin wir wollen aber wie wir dahin wollen darüber gehen die Meinungen auseinander.

00:08:40: Um es aber nochmal klar zu sagen Die Seele und die Psyche ist nicht automatisch nur irgendwelche chemischen Vorgänge in unserem Gehirn Sondern das ist eben nichts rein naturwissenschaftliches, sondern da steckt schon noch mehr dahinter.

00:08:52: Also etwas wenige was Wissenschaftler nicht bis ins letzte begreifbar machen können gerade diese verschiedenen Seelenkräfte wieder in uns wirken und die ja auch so das Bild vom Wagenlenker in der Antike geprägt haben.

00:09:05: Ja eine schwierige Frage.

00:09:06: also ich bin kein Naturwissenschaftler.

00:09:08: die Die würden vielleicht sagen, nee, das sind alles natürliche Glücks.

00:09:12: Da werden Glücksbodenstoffe ausgefühlt und da fühlt man sich... ...da gibt es so einen Belohnungszentrum, dass wird mit Hormonen beliefert und dann fühlt es sich eben gut an.

00:09:23: also die würden das wahrscheinlich... ...dann gibt's bestimmt eine Menge Naturwissenschaftler, Physiologen, Gehirnforschung... ...die würden das alles auf chemische Prozesse zurückführen dieses was ich eben versucht habe zu beschreiben dieses Zusammen von Denken, Fühlen Gefühle von Effekten, also dieses ganze Innenleben.

00:09:44: Aber natürlich kann man das nicht alles so erklären physiologisch.

00:09:49: Man weiß ungefähr da werden bestimmte Areale im Gehirn angesprochen Aber wie so ein Erlebnis, ein Glücksgefühl.

00:09:57: Wie sich das anfühlt?

00:09:58: Es kann nicht beschrieben werden oder es gibt viele Dinge die da unerklärlich sind.

00:10:04: Was ist das Denken?

00:10:05: Wo findet das denn statt?

00:10:08: Also ich weiß jetzt nicht, wie weit die Vorstellung ist aber sicherlich kann sich das Allermeiste davon noch nicht erklären.

00:10:15: Kommen wir doch mal dazu, wie's die Antike sah... Du hast es gerade schon so angedeutet und ich habe dieses Bild vom Wagenlenker und den Pferden.

00:10:23: Ich hab jetzt zwei Pferde im Kopf für ein schwarzes und weißes, was da in eine widersprüchliche Richtung entziehen und die von der Vernunft von dem Wagen lenker ebenso in Zaum gehalten werden sollten.

00:10:35: Vielleicht kannst du mal das tatsächliche Bild beschreiben?

00:10:38: Wovon du ausgehst oder wovon auch Aristoteles ausgeht?

00:10:42: Ein wichtiges Bild davon hat der Lehrer von Aristotels Platon entworfen.

00:10:46: Er hat mehrere Bilder für dieses Innenleben, das er nicht fassen kann.

00:10:51: Er fand eins.

00:10:52: was mir besonders gut gefällt ist das von einem Pferde Kutsche und mit Wagenlenker.

00:10:57: Die Pferde davor ist eine klassische olympische Disziplin, übrigens die erste olympischen Diszipli.

00:11:04: ist das gute Wagen lenken oder ist offensichtlich sehr schwierig.

00:11:08: Mit vier Pferden.

00:11:10: Olympischen Spiele sind entstanden sehr früh im Sieb.

00:11:12: Siebten, Jahrhundert oder sogar im achten Jahrhunderte.

00:11:16: Die erste Disziplin war Wagenlenken und Platon hat das mit der Seele verglichen.

00:11:19: Ja da sind die Triebe, die Begierden, die kommen von selbst.

00:11:24: Das sind die wilden rossertirisch-animalisch.

00:11:28: aber wir haben die Möglichkeit... Wir haben Zügel und wir haben einen Wagen lenker!

00:11:33: Der Wagen Lenker ist die Vernunft Die Züge ist die Selbstbeherrschung.

00:11:38: Diese Mechanismen, wie ich versuche diese irrationalen, diese Tiere zu zähmen oder beziehungsweise dahin zu bringen, dass sie im Gleichschritt auf das Ziel hinlaufen und möglichst auch auf die Befehle hören.

00:11:50: Ich soll nicht lave meiner Begierden werden – also die Pferde sollen nicht hierhin laufen wo sie wollen – sondern ich muss lernen sie zu

00:11:57: steuern.".

00:11:58: Und er hat das dann sehr weit ausgeführt.

00:11:59: Diese Seelenteile da, die Pärde, die unterschiedlichen Begierten Sie müssen in Harmonie gebracht werden, sie müssen ernährt werden.

00:12:07: Man muss sich um sie kümmern, sie brauchen auch Ruhe und so ist es wie mit den Seelenkräften.

00:12:12: Man muß pfleglich mit denen umgehen, man muß ihnen pausen gönnen, man muss sie untereinander so nannte das Blater und befreundet machen und mit dem Ganzen befreunden machen, dass die auch hören auf die von der Muft.

00:12:26: Die Pferde muss man trainieren, muss man erziehen, dass sie merken wenn ich her links ziehe dann geht der Weg nach links am Zügel ziehe, geht nach rechts.

00:12:35: Das alles kann man denen

00:12:37: beibringen.".

00:12:38: Das hat dann Aristoteles gut beschrieben.

00:12:40: der meinte hatte auch gesehen es gibt rationale und bewusste Teile in der Seele Es gibt irrationale unbewusste teile In der seel.

00:12:49: Die irrationalen den kann ich nicht einfach befählen.

00:12:52: jetzt Jetzt kommen wir das Gefühl Glück oder Kommen wir das Seelische Leid.

00:12:56: Einfach so jetzt gehen mal weg Und Dann Gehen die Weg.

00:12:58: Sondern Die Muss Ich Erziehen.

00:13:00: und dass nannte er durch Vernunft gesteuertes Häufiges bewegt werden.

00:13:06: Das ist ein etwas komplizierter Ausdruck für sich angewöhnen, in bestimmten Situationen immer bestimmt zu reagieren.

00:13:14: Und tatsächlich so erzieht man ja auch die Pferde, dass man denen dann häufig genug.

00:13:19: oder ein Hund mal sitzt und dann drückt man ihn rund als Sitz.

00:13:23: Und das macht man zehn, fünfzehn Mal.

00:13:25: danach brauchst du gar nicht mehr mit der Hand zu drücken sondern du sagst nur sitz und dann setzt er sich hin.

00:13:30: Man kann sie umgewöhnen, man kann sie zu allem durch häufiges Vernunft gesteuertes bewegt werden dahin bringen, dass sie in einer bestimmten Weise funktionieren.

00:13:43: irrationalen Seelenanteile.

00:13:45: Die Summe der Gewohnheiten das macht dann den Charakter aus, wohin ich mich erzogen habe.

00:13:51: Häufig erziehen wir uns nicht bewusst sondern die entstehen einfach, die Gewohnhalten durch dass man eben etwas immer wiederholt macht ob nun man sich dazu entschlossen hat oder ob man es automatisch macht.

00:14:03: aber so entsteht der Charakter und so hab' ich Einfluss darauf Bei Platon, ich bin der Wagenlenker.

00:14:09: Ich habe die Zügel.

00:14:10: wenn nicht meine Kunst nur richtig verstehe dann steuer ich mein Leben dahin.

00:14:14: Dann steuere ich meine Begierden und die vielen Seelenkräfte ein anderes Bild.

00:14:20: Ein vielköpfiges Ungeheuer sei.

00:14:22: die Seele meinte Platon von dem man sich in jedem Kopf verwandeln kann.

00:14:28: also Jeder Kopf kann die Oberherrschaft nehmen und die anderen unterdrücken.

00:14:34: Etwa Macht, Trieb oder Sexualtrieb oder Geldgier... Das sind ganz normale Begierden.

00:14:45: aber wenn ich sie nicht begrenze können, die sich aufschulen kann mein Leben nur noch in diese eine Richtung gehen.

00:14:51: das geschieht bei vielen Menschen.

00:14:54: Ja, ein vielköpfiges Ungeheuer und das ist die Aufgabe diese vielen Kräfte in eine Harmonie zu bringen.

00:15:00: Also in einen Zustand zu bringen, die gute Seelenverfassung dass sie dauerhaft zufrieden ruhig erfüllt und glücklich.

00:15:10: Das ist der Zustand, der heiteren Gelassenheit oder das ist Glück.

00:15:14: Und da kann ich die Seele oder die Seelenkräfte hin erziehen.

00:15:18: Wenn es mir gelingt dann so zu die Vorstellung ist das eine schöne Seele, eine schöne, eine harmonische?

00:15:24: Da stimmen die Proportionen.

00:15:26: Eine gesunde Seele eine glücklich und ein Gut!

00:15:30: Da kann die Ethik rein.

00:15:31: Sie muss Gutes tun sie muss gut denken Dann geht es der Seele auch gut Denkt sie schlecht, versucht es zu betrügen.

00:15:39: Verstößt sie gegen ethische Prinzipien?

00:15:41: Dann entsteht in ihr ein Zwiespalt der er gar nicht auf Dauer nicht gut tut!

00:15:45: Sie wird darunter leiden – so die Vorstellung der

00:15:48: Griech.".

00:15:55: Dieses Bild, dass man sagt das ist Essen für die Seele oder Soul Food.

00:16:01: Wenn man durch die Berge wandert hat man das Gefühl es tut der Seele gut diese Unendlichkeit da oder die Weite zu erfahren Die Ruhe desgleichen in den Wald wo man das gefühlt hat Das alles zahlt so auf meine Seelenruhe und auf eine Seelengesundheit ein.

00:16:18: Ich habe vor allem den Begriff Seelen-Ruhe im Kopf.

00:16:22: oder aber auch was du eben von deinem Seelengarten beschreibst, den jeder irgendwie hat und wo man halt schauen muss das der Halbwegs in Ordnung ist.

00:16:31: Und wo man etwas dafür tun kann, wo eben zum Beispiel was ich gläubige Menschen haben das Gefühl wenn sie im Gottesdienst gehen dass es so gut für ihre also wie Wasser für ihren Seelngarten ist.

00:16:42: Das sind ja erstmal so Basisarbeiten glaube ich die man für seine Seele tun kann Wirkt das für mich wie ein sehr abstrakter Begriff.

00:16:52: Da kommt alles zusammen, was so einen Menschen ausmacht und nicht so ganz greifbar ist.

00:16:57: Aber eben dieser Begriff der Seele, die den Menschen im tieferen nach tieferer Schicht ausmach, jenseits von dem wir aussieht, wie reicher er ist, wie gut gelaunt er jeweils an einem Tag ist.

00:17:11: Liege ich da ungefähr richtig, dass es dieses übergeordneten Layer oder diese zugrunde liegende Seelenverfastheit eben des Menschen

00:17:19: auch noch ergibt?

00:17:19: Ja du hast es richtig beschrieben.

00:17:21: Das ist ja das was sich damit ausdrücken wollte.

00:17:23: man hat erfahren, dasses da Wechselwirkungen gibt, dass ich die steuern kann und die steuer ich durch mein äußeres Verhalten.

00:17:30: Man hat auch die Erfahrung gemacht wenn ich wandern gehe oder wenn ich mich bewege und der Körper gesund ist in einer guten Zustand ist, das tut auch der Seele gut.

00:17:38: Gehe ich wandere dann Natur, die Berge, die Weite.

00:17:42: Die Schönheit der Natur tut der Seele auch gut.

00:17:45: Man hat festgestellt, wenn ich zu viel esse oder so viel trinke, tut es auch der Seelen nicht gut, dem Körper auch nicht.

00:17:53: Man hatte die Gesetzmäßigkeiten festgestellt und hat sie immer tiefer versucht immer mehr Kenntnisse darüber zu gewinnen, was alles der Seele gut tut.

00:18:02: Das heißt dass sie in einem Zustand ist, der uns Freude macht und er uns befriedigt und erfüllt.

00:18:08: und was da schädlich ist Diese Wechselwirkungen, das ist die praktische Philosophie der Antike, die genau herauszubekommen.

00:18:17: Dazu muss ich einerseits sehen den Mechanismus verstehen auf welche kognitiven oder physischen Prozesse die Seele wie reagiert.

00:18:25: Physische Prozisse meine ich Sport tut ihr gut.

00:18:28: Die wussten nichts von Endorphin, aber sie haben gemerkt wenn ich dann in zwei Stunden Gymnastik überfühle.

00:18:33: Ich bin irgendwie besser.

00:18:34: also Sie haben das auch erkannt.

00:18:37: und welche Handlungen, welche Denken, welche Bestrebungen eher schadet?

00:18:42: Und da hat man gesehen dass die Fixierung etwa auf äußere Güter der Seele gar nicht so gut tut.

00:18:46: Sie lenkt sie eher von wesentlichen ab sondern dass es die inner- seelische Harmonie ist, die zu Freude und Glück führt.

00:18:55: Also diese Gesetzmäßigkeit festzustellen.

00:18:59: Daneben, ganz am Anfang steht natürlich muss sehen was sich da in der Seele denn alles davor handen ist.

00:19:06: also diese Selbsterkenntnis ist dabei sehr wichtig.

00:19:09: man stellt fest welche Anlagen habe ich denn?

00:19:12: Was sind dann meine Pferde?

00:19:13: wie sind die denn geachtet?

00:19:15: Man hat festgestellt dass sie individuell ganz unterschiedlich gearbeitet.

00:19:19: Derjenige, der künstlerisch begabte sollte dann besser einen künstlerschen Beruf tun und das entwickeln.

00:19:25: Der handwerkliche sollte sein Handwerk entwickeln.

00:19:28: Und da taucht auch das Bild vom Seelengarten kommt auch von Platon.

00:19:32: Ein drittes Bild also ein vielköpfiges Ungeheuer?

00:19:35: Der Seelenwagen mit dem wagen Lenker.

00:19:37: aber er sprach auch davon dass man so bestimmte Anlagen in sich nähern sollte bestimmte andere kurz halten sollt.

00:19:45: Also dieses Bild vom Garten einiges nähern kann, wie du es auch gesagt hast und man kann falsche Dinge nähern die einem gar nicht gut tun.

00:19:55: Die aber auch da sind, die auch gelebt werden wollen, aber die eher begrenzt werden müssen.

00:20:01: Er nannte das so mit den Pferden.

00:20:02: Manche sind ein bisschen träge, die musst du anstoßen.

00:20:05: Man denkt vielleicht an Anlagen.

00:20:07: Die musst du entwickeln, die musst du entfalten, die darfst du nicht brach liegen lassen.

00:20:11: Anderes wie Gier oder Machtstreben oder Romstreben.

00:20:16: Wenn du das nicht zügelst dann führen sie dich in einen Wischescirkel, in einem Teufelskreis.

00:20:23: denn die Dinge, die du da draußen anstrebst, an die du das Glück hängst, die liegen nicht in deine Hand unterliegend im Zufall.

00:20:30: Du kannst das alles nicht erzwingen und auch nicht alles absichern.

00:20:34: Wenn legst du das Glück deines Lebens, übergibst du der Vorsehung dem Zufall?

00:20:40: Denn die äußeren Dinge kommen und gehen.

00:20:43: Und die kannst du nicht vollkommen kontrollieren.

00:20:46: Du kannst dich auch nicht so absichern, dass sie immer bei dir bleiben.

00:20:49: also Vorsicht damit!

00:20:51: Also ist im Umgang mit der eigenen Seele dieser grundlegende Schritt, der selbst erkennendig selbst bedeutet letztlich Versuche zu ergründen wie deine Seele funktioniert, wie deine Seele gebaut ist.

00:21:05: Welche Anteile sie hat und wo man so ein bisschen zurückstutzen muss?

00:21:09: Und wo man vielleicht noch ein bisschen stärker gießen sollte.

00:21:12: in welchen Welche Anlage?

00:21:13: Oder was ganz wichtig ist, Prägungen zu erkennen.

00:21:17: Dass man da bestimmte Muster abgelegt hat in früher Kindheit oder in pränataler Phase oder man hat sogar epigenetisch von Vorgenerationen Erfahrungen abgespeichert die bestimmten Situation immer wieder bestimmte Reaktionen in dir automatisch hervorrufen Die Reaktion tun die aber gar nicht gut.

00:21:35: Wir denken daran Schwache Selbstbewusstsein ist nicht gestärkt worden, habe keinen Urvertrauen mitbekommen.

00:21:41: Sobald mich jemand beleidigt oder angreift da fahre ich hoch und werde wütend aggressiv und entsprechend lebt es sich da schlecht oder mehr oder weniger gut.

00:21:53: Also diese Muster, die alle in dir sind oder die Konditionierung würde ich Ihnen sagen, die Prägungen, die zu erkennen.

00:22:01: Denn wenn du sie nicht erkennst kannst Du sie nicht beeinflussen, kannst Du Sie nicht aufdröseln.

00:22:05: Man kann sie aber tatsächlich verarbeiten oder man kann sie abbauen vor allen Dingen wenn das Muster zu schlechten, zu leidfühlen, zu seelischem Leid führt Wie das häufig der Fall ist, denn der Wütende ist in dem Moment wo er wütend ist oder wo sich ärgert alles andere als glücklich.

00:22:24: Man spricht ja auch manchmal von einer verlorenen Seele wenn man das Gefühl hat, dass jemand völlig außer Kontrolle oder eben es hilft ihm... Er hat schwer seine Gefühle und seine Veranlagung unter Kontrolle zu bekommen.

00:22:41: Also insofern, um das aber nochmal final zu verstehen heißt das Psyche und Seele sind für dich mehr oder weniger eins?

00:22:47: Ja also Seele ist der deutsche Begriff für psyche.

00:22:51: was früher im griechischen im psychisch ist ja es ist die Übersetzung ist dasselbe.

00:22:56: Was heißt dasselben?

00:22:57: also nun kann man da Unterschiede machen die Seele sehr komplexes also Es ist schwer zu bestimmen.

00:23:05: Gehören jetzt die Gedanken, die Vorstellung gehört Wissen.

00:23:09: Logik.

00:23:10: ist das ein Teil der Seele?

00:23:12: oder muss man da unterscheiden zwischen Körper, Geist und Seele?

00:23:15: Und das Geist ist vielleicht logik oder vernunft!

00:23:19: Ich denke, es greift ineinander.

00:23:21: Für mich ist das ganze Innenleben, das beeinflusst wird natürlich auch von unserem Denken bestimmt auch von Logik dass etwas ist was ja gar nicht individuell ist.

00:23:30: Das sind ja Gesetzmäßigkeiten aber sie spielen alle rein bei diesem Innenleben und von daher ist es für mich eher so ein oberbegründ, komplexer Begriff für ganz verschiedene Verschiedenes.

00:23:43: Genau definieren lässt es sich finde ich nicht.

00:23:46: da kommt auch das physiologisch eben rein.

00:23:48: wiefern hat Physiologie dann Einfluss darauf und wie vollzieht sich der Einfluß?

00:23:53: Sehr schwer!

00:23:54: Ich würde Ich bin kein Freund überhaupt nicht von Definitionen.

00:23:59: Ich würde lieber darauf auf unsere Erfahrung rekurrieren und sagen, wir kennen unser Innenleben.

00:24:04: Wir sind ständig mit uns am Reden!

00:24:06: Was ist denn das?

00:24:07: Das gibt es sich ja nicht draußen.

00:24:08: Ich spreche kein Wort und rede ständig damit.

00:24:11: Also was ist das da im Falle?

00:24:13: Und welchen Einfluss hat das eigentlich auf meine tiefsten Bedürfnisse, auf meinen Wünschen ein gutes Leben zu führen?

00:24:19: Ja, das ist ganz zentral.

00:24:21: Da findet es statt im Innern – das gute Leben kann dass wir nicht auf meinem Bankkonto abzählen.

00:24:28: Ob ich damit gut lebe, wenn es hoch ist oder schlecht, das lässt sich ja da gar nicht absehen.

00:24:34: Das spielt sich alles in meinem Inneren ab.

00:24:36: Also dieses Ganze des Inneren und deren Gesetzmäßigkeit zu verstehen, halt ich viel wichtiger als jetzt eine ganz präzise Definition.

00:24:45: Sehe

00:24:45: ich genauso?

00:24:46: Nur gleichzeitig würde ich sagen ... Die Psyche hatte ich immer eher so als durchaus auch durch die Psychologie eben, auch als was Wissenschaftliches gesehen.

00:24:54: Während die Seele und deren Verfasstheit schon noch einen gewissen Anteil, metaphysischen Anteil oder so vielleicht hat der ein bisschen stärker in die Richtung geht von Glauben oder von vielleicht auch einen gewißen spirituellen Anteil hat, der nicht bis ins Letzte zu ergründen ist?

00:25:13: Ja, ich weiß es.

00:25:14: Ich denke... Ich denke es dasselbe, ich denke auch für die Psychologie existieren.

00:25:19: Die Dimension des Glaubens, der Spiritualität... ...der Transzendenzerfahrung das über sich hinauschießen.

00:25:27: Das kann man mit der Psychologie erklären oder sagen wir mal darstellen.

00:25:34: Ich glaube was so meins sind sehr viele Bereiche wie sie nicht fassen können.

00:25:40: Wir können sie aber nicht wissenschaftlich untersuchen.

00:25:43: also uns ist selbst Mit all unseren Methoden, Gehirnen und Gehirnfunktionen zu erforschen.

00:25:48: kommen wir nicht ans Letzte ran wie jetzt so ganz genau im Einzelfallen gefühlt sich entwickelt.

00:25:55: Wie ein Glaube sich entwickelt, woraus der besteht das lässt sich wahrscheinlich alles nicht physiologisch oder in den Kategorien unserer Wissenschaft allein erklären sondern es ist da immer einen überschießender Bereich der ein bisschen dunkel ist, dem wir nicht fassen können vielleicht auch noch gar nicht ganz verstehen oder sicherlich nicht ganz verstehen.

00:26:17: Und ja, der dem Einzelnen überliefert ist das eher frei ohne wissenschaftliche Vorgaben daraus das macht was aber wonach erstrebt.

00:26:27: also es ist auch ein Teil der Freiheit dass wir da nicht alles erklären können von der Wissenschaft und nicht alles festlegen können.

00:26:35: Erstens, weil es eine individuelle Komponente hat aber auch eine die über das wissenschaftlich feststellbar hinaus schießt.

00:26:43: Das meinst du glaube ich dann in der Spiritualität oder Erlebnisse.

00:26:48: da ist vieles.

00:26:50: man spricht deshalb vielleicht auch von Lebenskunst und nicht Lebenswissenschaften.

00:26:54: Und eben aber euch meint jetzt auch so was Jonas kommt wieder auch eher zum religiösen.

00:26:58: Was passiert denn dann anschließend mit der Seele?

00:27:01: Ist die Seele unsterblich oder stirbt sie mit den Menschen?

00:27:04: Also solche Themen, die wir jetzt sicher hier auch nicht beantworten können.

00:27:07: Aber die bleiben halt weiter ungelöst und sind jetzt weniger wissenschaftlich als eher weltanschaulich wahrscheinlich zu begründen.

00:27:13: Ja

00:27:14: also das war eine wichtige Frage in der Antike Platon.

00:27:18: Da gibt es Beweise für die Unstärklichkeit der Seele.

00:27:21: Pythagoras ein Vor-Sokratiker also hundert Jahre vor.

00:27:26: So gerade ist etwa aber stark mit starkem Einfluss seiner Lehren aufplatzt.

00:27:31: Der hatte die Seelenwanderungslehre übernommen, vielleicht aus Indien.

00:27:35: Über orphische Kulte irgendwie... Aber der ging auch davon aus dass die Seele fort besteht, vielleicht ist sie in anderen Wesen dann manifestiert.

00:27:44: Ja da gibt es natürlich alle also sehr viele Vorstellungen Gerade auch im spirituellen Bereich, der Kern der Seele ist Gott.

00:27:54: Im indischen Atman und ist identisch mit dem Drama, mit dem Gott der Welt, mit den kosmisch-göttlichen... Also ich kann dazu nichts sagen, also ich weiß darüber nicht zu sagen.

00:28:07: Und ich halte es damit so gerade mit Konfuzius.

00:28:12: So gerade ist wahrscheinlich das Gleiche gesagt dass man die Dinge ja die man nicht wissen kann oder darüber kann man auch nicht viel sagen.

00:28:21: Ich habe Respekt vor religiösen Menschen, ich habe Resekt vor all dem was sich nicht verstehe dass es da auch etwas gibt und ich würde das nicht negieren wollen.

00:28:30: aber was soll ich dazu sagen?

00:28:32: Ich habe nie etwas plausibles oder irgendwie etwas Zwingendes schon mal gar nicht gehört!

00:28:37: Ich kenne einige Gottesbeweise aber so vollkommen haben sie mich auch nicht überzeugt.

00:28:42: und so gibt es Beweise über die Unstärklichkeit der Seele kannst du bei Plateau nachlesen, aber das fand ich dann immer ein bisschen... also das hat mich nicht so sehr interessiert.

00:28:51: Das fand ich sehr spekulativ, konnte ich nicht greifen und ich hatte nicht das Gefühl, ja das ist so!

00:28:56: Und da ergibt es jetzt irgendwas was noch fortlebt?

00:28:59: Ich will's aber auch nicht ausschließen.

00:29:00: Ich sage nur, ich weiß es nicht.

00:29:02: Ich konzentriere mich darauf, was ich weiß und was sich beherrschen kann oder was ich steuern kann.

00:29:06: Und das sind etwa meine Wünsche, meine Bedürfnisse die ich jetzt habe, etwa nach einem guten Leben und ich weiß dass ich da Einfluss drauf hab.

00:29:14: Nein, dass ich das nicht vorgekommen beherrsche.

00:29:16: Und diesen Einfluss darauf und wie der funktioniert, darauf konzentriere ich mich.

00:29:20: Damit habe ich schon genug zu tun.

00:29:22: Gott, wo ist es?

00:29:23: Wurde man mal gefragt?

00:29:24: Was ist denn da nach dem Tod?

00:29:26: oder was ist mit dem Tod?

00:29:28: Also solange wir noch nicht verstanden haben, was das Leben ist und wie es funktionieren braucht, sollten wir uns mit dem Tot gar nicht beschäftigen.

00:29:36: Ich glaube, man hat genug damit zu tun, das Leben, das was wir fassen, was wir erleben... Solang wir leben, was da geschieht und uns einigermaßen mit bekannt zu machen, vertraut zu machen damit wir ein gutes Gefühl beim Leben haben.

00:29:53: Damit hat man alle händelfohl zu tun ob es dann Transzendenz gibt was nach dem Tod ist.

00:29:59: also damit habe ich mich nie lange beschäftigt.

00:30:03: Ja machen wir mal eine andere Folge dazu Alle die, die jetzt an ihrem Seelengarten inspiriert von dieser Folge oder von deinen Antworten ihre Seelenanteile mal verstehen und bearbeiten wollen.

00:30:17: Was wäre so ein erster Schritt ist?

00:30:19: Diese historische Abendschau, glaube ich, so nennt man es wo man abends noch einmal innehält und sich überlegt was ist heute gut gelaufen, wo war ich stimmig?

00:30:26: Oder was ist nicht so gut gelaufend, wo habe ich zu lange dunkel scrollt auf meinem Handy?

00:30:31: Was kann ich da morgen meiner Seele daraufhin Gutes tun?

00:30:34: Ist das so eine Übung, die man

00:30:35: mal... Ja, das ist schon der dritte oder vierte Schritt.

00:30:39: Also dass ich beobachte nachdem ich erkannt habe, wer ich bin und was in meiner Seelehre ist welche Bedürfnisse... für welche ich mich entschieden habe, in welchem Maße ich die verfolge.

00:30:50: Dann kann ich mich kontrollieren ob ich das auch umsetze was ich mir vorgenommen habe.

00:30:54: Davor liegt noch die Frage wer bin ich eigentlich oder wie funktioniert mein psychischer Mechanismus?

00:31:01: Wann fühle ich mich wirklich gut und dauerhaft ohne ein payoff Und wann erlebe ich Lust, die aber teuer erkauft ist.

00:31:11: Die dann einhergeht mit Leiden und wie stark es das leiden?

00:31:15: Also sich erst mal auf die Schliche zu kommen, wie das Seelenleben von welchen Prägungen ich geleitet werde, welche Muster sie bei mir abspielen, damit ich verstehe, wann ich mich wirklich... Gut fühle und wann nicht.

00:31:30: Das ist auch die Frage nach den Werten, nach den Lebenswerten.

00:31:34: Die sind nämlich auch ganz entscheidend dafür Ob ich in einem guten Fluss des Lebens komme oder einen schlechten, wenn ich die falschen Werte habe dann kann Stress und Ängste und Sorgen aufbauen.

00:31:45: Wenn ich meine, ich müsste der reichste Mann Deutschlands werden oder der mächtigste oder ich müsste immer im Guten ansehen oder von allen geliebt werden... Wenn ich das mir als Lebensziel setze werde ich vielleicht mehr Leiden als Freude erleben, also dass sich das erkennen.

00:32:02: Also das ist die Frage wo nach gestreben sollten was uns Orientierung gibt?

00:32:06: Was wirklich nachhaltige Werte sind und was in so flüchtigen Scheinwerte, die eigentlich mehr Leid mit sich bringen als Freunde Das ist alles eine Frage des psychischen Mechanismus In sich hineinschauen.

00:32:18: wann habe ich mich denn wirklich gut gefühlt?

00:32:21: War das, als ich besonders viel verdient habe oder als ich dann vielleicht doch mit Freunden einen ganz tollen Abend verbracht habe?

00:32:28: Oder im Kreise der Familie die Liebe gespürt hat, die da wächst.

00:32:33: Dass man sich fragt also erkenne dich selbst steht davor!

00:32:37: Dann hab' ich vielleicht die Regeln meines... meiner psychischen Mechanismen, wann gute nachhaltige Freude kommen.

00:32:44: Wann leid kommt habe ich im Griff.

00:32:46: und wenn ich das habe dann kann ich meinen Verhalten beobachten ob ich die richtigen Schlüsse daraus ziehe, ob ich tatsächlich danach lebe was mir gut tut etwa körperliche Gesundheit Voraussetzung für seelisches Glück.

00:32:59: jetzt kann ich mich hier wenn ich dass mal so festgestellt für mich klar habe.

00:33:02: da kann ich mein abends mich fragen ja hab ich etwas für den Körper getan?

00:33:06: Was habe ich denn für den Körper getan?

00:33:08: Und so geht es auch mit der Seele, dass man sich fragt.

00:33:10: Was habe ich denn für die Seele getan?

00:33:12: War ich dann tatsächlich im Seelengarten?

00:33:15: Habe ich meinen Unwohlsein nachgespürt?

00:33:17: Hab ich meinen Wohlsein?

00:33:18: Hab' ich das genähert – die Pflanzen, die mir gut tun?

00:33:21: Hab', ich Liebe gegeben, damit ich irgendwann mich an der Liebe erfreuen

00:33:25: kann?".

00:33:26: Das setzt erst einmal voraus, dass ich einigermaßen so einen Gefühl bekomme.

00:33:32: Wie ich ticke, wie ich funktioniere.

00:33:34: Was in mir gute Gefühle nachhaltig gute Gefülle ervorruft und was eher leidvoll ist, was eher mühsam ist oder was in mir Zwiespälte auslöst und dann nun eine Unzufriedenheit damit innere Zerrissenheit mit mir ins Reine komme.

00:33:55: dazu muss gucken was denn da sich gegenseitig bekämpft und wie kann ich die befrieden, die Teile.

00:34:01: Also

00:34:01: diese Frage, die übergeordnete Frage – Was tut mir gut?

00:34:05: Wo merke ich dass ich ein stimmiges Leben führe, die beantwortet letztlich auch was ist gut für meine Seele?

00:34:12: Richtig also?

00:34:12: das ist die identische Frage.

00:34:14: Es ging in Griechen ja sehr weit.

00:34:17: da waren um die Seelenverfassung.

00:34:20: eine gute Seelenvorfassung Die Historiker nannten das später, in einen guten Fluss des Lebens zu kommen.

00:34:26: Und Seelenruhe heitere gelassen.

00:34:29: ist so eine Grundseelenverfassung die sehr positiv bewertet worden ist eigentlich mit Glück gleichgesetzt worden ist.

00:34:35: Die auch resilient ist, die sich auch gleich bleibt, die nicht morgen mal so in sich stimme, in ne Stimmigkeit hat.

00:34:43: Ne Festigkeit!

00:34:45: Ja... Das war das Ideal unter dem.

00:34:48: Das setzt aber voraus, das fällt nicht vom Himmel.

00:34:51: Ich muss an der Seele arbeiten!

00:34:53: Ich muss mit mir ins Reine kommen und ich bin schon drin.

00:34:56: Wenn ich anfange zu denken mein Leben zugestalten dann bin ich voller Prägung und voller Erfahrung die erstmal noch gar nicht sortiert sind.

00:35:04: Die Wilde da mich steuern impulsiv und dann muss ich anfangen darüber Gewalt zu bekommen.

00:35:12: Das heißt, ich muss jeden Tag in meinen Seelengarten und mich entscheiden wo kommen Rosen hin?

00:35:17: Wo kommt ein Apfelbaum hin und wo kommen welche Farben hin und dafür arbeiten.

00:35:23: Wo ist Unkraut das irgendwie da nicht reinpasst dass mir nicht gut tut?

00:35:28: und dann muss ich auch hin und versuchen es kurz zu schneiden.

00:35:32: Ich muss mich mit meinen Fehler Defiziten auseinandersetzen und sie so hinbekommen Dass ich mich gut dabei fühle, dass sie mich nicht mehr stören.

00:35:41: Dass sie mir keinen Leid mehr verursachen.

00:35:44: Also Albert wenn ich dein Pilzgericht überlebe dann werde ich noch stärker an meiner Seelenverfasstheit arbeiten und noch stärk in meinem Seelengarten gehen.

00:35:54: Vielen Dank dafür was du uns allen erklärt hast wie man das genau angeht.

00:35:58: aber auch der historische oder der antike philosophische Hintergrund dazu ist sehr hilfreich sehr spannend.

00:36:04: Ich habe das Gefühl Bisschen genauer durchblicke.

00:36:08: Freut mich!

00:36:10: Also, danke euch fürs Zuhören.

00:36:12: Danke dir Albert für dein Input.

00:36:14: Bis zum nächsten Mal.

00:36:15: Macht's gut.

00:36:16: Ciao ciao.

00:36:34: Tschüss.

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