#229 Die Kunst des Nichtstuns. Warum wir auch ohne Leistung wertvoll sind.
Shownotes
„Nicht wenig Zeit haben wir, sondern viel vergeuden wir.“ (Seneca, Von der Kürze des Lebens)
Immer produktiv sein, die nächste Aufgabe erledigen, bloß keine Zeit verschwenden: Selbst unsere Freizeit ist häufig von To-do-Listen und dem Drang zur Selbstoptimierung geprägt. Doch warum fällt es uns so schwer, einfach einmal nichts zu tun? Weshalb meldet sich sofort das schlechte Gewissen, wenn wir uns eine Pause gönnen? Und haben wir vielleicht verlernt, das Leben auch ohne konkreten Zweck zu genießen?
Ausgehend von einer Hörerfrage sprechen Albert und Jan in dieser Pudelkern-Folge über den gesellschaftlichen Leistungsdruck und die Kunst, sich ihm bewusst zu entziehen. Mit Gedanken von Seneca, Albert Camus und der daoistischen Philosophie fragen sie, warum **Nichtstun **keineswegs mit Faulheit gleichzusetzen ist, weshalb uns die Stille manchmal Angst macht und wie wir wieder Raum für Muße und innere Freiheit schaffen können. Denn ein erfülltes Leben bemisst sich nicht allein daran, was wir leisten – sondern auch daran, wie gut wir einfach sein können.
Weitere Informationen unter: www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge:
Seneca, Sigmund Freud, Patanjali, Albert Camus, Jean-Paul Sartre, Konfuzius sowie die daoistische Philosophie (Wu Wei).
Weiterführende Links:
- Seneca: „Von der Kürze des Lebens“ In seiner berühmten Schrift beschäftigt sich Seneca mit der Frage, warum uns das Leben so kurz erscheint. Seine zentrale Erkenntnis: Nicht die verfügbare Zeit ist unser eigentliches Problem, sondern die Art, wie wir sie verwenden.
- Dino Buzzati: „Die Tatarenwüste“ Der Roman erzählt von einem Offizier, der sein Leben in einer abgelegenen Festung mit dem Warten auf ein Ereignis verbringt, das möglicherweise niemals eintritt. Eine eindringliche literarische Auseinandersetzung mit Lebenszeit, Sinnsuche und der Absurdität vermeintlich wichtiger Beschäftigungen.
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freundinnen der Philosophie.
00:00:17: Es ist nichts zu uns!
00:00:21: bei der Pudel und der Kern, denn ich habe neulich ein Artikel gelesen.
00:00:26: Und da bin ich ehrlich gesagt ein bisschen erschrocken als da festgestellt wurde dass dieses rastlose Abhaken der eigenen To-do Listen oder so dieses Gefühl ständig von einem Projekt eben Notwendigkeit zur Nächsten zu gehen, dass das auch nach Siegmund Freud Teil einer Zwangsstörung sein könnte und keineswegs irgendwie so zeigt wie gut man gebucht ist.
00:00:53: Wie gut man im Saft steht oder was man für ein toller Hecht ist sondern eben vielleicht ja eine Zwangstörung ist wo man acht geben muss, dass man nicht versucht durch ständige Geschäftlichkeit eigentlich mehr so ne in ihre Lehre zu übertünchen.
00:01:10: Daran habe ich so gekaut, die ein paar Tage wochen oder das habe ich mit mir rumgetragen und dann traf sich es ganz gut dass unser höherer Axel uns was geschrieben hat.
00:01:22: was vielleicht so eine Art Ausweg ist hängt auf jeden Fall irgendwie auch damit zusammen.
00:01:27: der Axel hat zum Thema Faulheit so hat er es genannt geschrieben und ich lese mal einen Exzerpt vor von seiner Mail Kann man eigentlich nur dann entspannt faul sein, wenn absolut gar nichts geplant war und nichts erledigt werden müsste.
00:01:44: Also im Grunde nie!
00:01:45: Warum meldet sich sofort die innere Stimme und klagt uns an sobald wir mal nicht tun?
00:01:50: Sehr guter Punkt, finde ich.
00:01:54: Man steht in diesem Dilemma, dass man das Gefühl hat... Wir hatten ja neulich auch schon mal über die Stille und die Nebengeräusche gesprochen,... ...dass man das auch fast ein bisschen als eine Bedrohung empfindet.
00:02:05: Man könnte doch während man jetzt hier am Sonntag auf der Couch liegt, könnte man noch irgendwas Sinnvolles tun?
00:02:11: Könnte für die Woche schon ein bisschen vorarbeiten, dann wird die Woche ein bisschen entspannter und so.
00:02:15: Also da hat man dieses antreibende Überich Glaub ich würde es Sieg und Freude nennen, was einen immer wieder kritisch hinterfragt wenn man sich mal so ein Moment ruhe gönnt.
00:02:27: Und deswegen fand ich wir haben uns ja vorher ausgetauscht wie wir die Folge vielleicht nennen können oder welche Richtung das übergeordnete Thema geht?
00:02:34: Die Kunst ist nichts
00:02:35: tun
00:02:37: finde ich eigentlich dann wiederum was Schönes, das auch als eine Kunst zu begreifen und nicht etwas Schlechtes.
00:02:42: Und Faulheit ist bei uns ja auch häufig noch so mit etwas sehr Negativen konnotiert.
00:02:47: aber das so umzulabeln und zu sagen Ich beherrsche zumindest zeitweise die Kunst des Nichts tun das für mich ein schönes Ziel.
00:02:54: Was sagst du dazu?
00:02:55: Erst mal fällt auch bei der Mail, sie hat schon in sich die Art wie sie formuliert.
00:03:00: Ist das Problem eigentlich schon angeschnitten?
00:03:02: Sie spricht ja gar nicht davon, wie kommen wir zum Nichtstun.
00:03:05: Es wird ja so negativ konnotiert.
00:03:07: Er selbst konnotierte es negativer indem er dass nichts tun als Faulheit benannt.
00:03:11: Denn Faulheid ist natürlich etwas anderes als Nichtstune, jedenfalls im Sprachgebrauch.
00:03:18: Foulad ist einer, der etwas tun sollte aber es nicht tun.
00:03:22: Nichts tun ist dagegen etwas ganz anderes.
00:03:25: also philosophisch betrachtet und im Hinblick auf die Lebensfirmen betrachtet sind zum Moment das nichts tun des Abschallens der Entspannung ganz notwendig um wieder Energie zu laden.
00:03:37: Das Schlafen ist die wichtigste Form des Nichts, Dunst.
00:03:41: Und der Schlaf ist ganz notwendig zum Überleben schon abgesehen davon auch noch zum Schaffen und zum Werken.
00:03:50: Also in dieser Fragestellung ist ein Vorurteil mit übernommen worden.
00:03:56: Da fängt das Problem an.
00:03:58: in der Tat ... Wir leben in einer Leistungsgesellschaft.
00:04:03: Die Menschen werden häufig und von vielen danach bewegen was sie schaffen, was sie leisten.
00:04:08: Wie viel sie
00:04:08: verdienen.".
00:04:10: Und das hat sich so verinnerlicht, dass man wenn man nichts tut, man dann schlechtes Gewissen hat.
00:04:16: also sind das über.
00:04:17: ich ist hier einmal vielleicht auch von aus dem Elternhaus oder der Erziehung.
00:04:20: aber schon in der Schule fängt es an.
00:04:22: Man übt das Stände im Universität, kommen ständig Prüfungen da ist immer Unterdruck und immer ist man offen vor der Leistung zu zeigen.
00:04:31: Das Verinnerlicht sich so tief Dass man, wenn man da gerade nicht lernt oder sich nicht vorbereitet auf eine Prüfung ein schlechtes Gewissen bekommt.
00:04:39: Weil man denkt ... Man klingt jetzt aus!
00:04:42: Oder man bedient nicht das was von einem gefordert wird.
00:04:45: Denn kein Lehrer sagt, ja auch das.
00:04:48: Gute Lehrer werden das wahrscheinlich auch sagen oder Universität sagen nehmen sich auch Zeit für Pausen und machen sie es auch nix.
00:04:55: Und die Hausaufgabe, die Sie da in den nächsten sechs Wochen zu bewältigen, machen Sie's in den letzten drei Wochen.
00:05:01: Die ersten drei Wochen nehmen Sie erst mal eine Pause.
00:05:03: Sie haben jetzt hier im Semester hart gearbeitet Das wird so häufig gar nicht gesagt.
00:05:07: aber auch das ist nur die Folge der Verinnerlichung des Leistungssystems.
00:05:12: immer muss er was tun immer muss am Ball.
00:05:15: Wir bleiben höher, weiter.
00:05:17: Sonst geht bis hin, sonst kannst du deinen Lebensunterhalt nicht verdienen, sonst bekommst du nicht den Job und dann kannst du dich selbst verwirklichen in all diese Aussagen-Glaubenssätze.
00:05:27: Und du die ständig ... Ja mit denen wächst man auch.
00:05:31: Dann wird es zu einer festen Gewohnheit.
00:05:34: Sobald man da raustritt meldet sich ein schlechtes Gewissen.
00:05:38: Uns geht's ja heute darum für ... Das zu ändern oder da auch nochmal darauf hinzuweisen, dass es wirklich eine Kunst ist mal nichts zu tun.
00:05:47: Und das eben nicht als Faulheit oder als Trägheit, oder verpasste Chance zu begreifen.
00:05:54: Sondern ja zum einen wie du sagst es geht darum die Akkus aufzuladen.
00:05:59: aber es geht auch darum und ist ja auch schon wieder könnte man sagen utilitaristisch damit du danach wieder für die nächste Höchstleistung in der Lage bist so leistungs-sportlermäßig wo das ja dazugehört.
00:06:11: Wie kannst deine Leistungen steigern?
00:06:13: Das sind Pausen und Trainingsfreie Tage Super wichtig, aber uns geht es eigentlich eher darum völlig zweckfrei mal nichts zu tun und dem vielleicht auch wieder eine neue zur neuer Popularität zu behelfen.
00:06:27: Ich habe mich gefragt zum Beispiel, vielleicht fehlen auch die Vorbilder von Menschen, die gekonnt nicht tun?
00:06:32: Also früher in den Achtzigern fand ich Adriano Celentano total cool.
00:06:38: Der hat so in seinen Filmen, wo ich ihn halt erlebt habe.
00:06:41: Hat der das auch kultiviert?
00:06:42: Dass es auch cool sein kann wenn du da halt dich mal ein bisschen locker machst.
00:06:47: und was man bei gibt ihm auf dem Zucker ist er in Rollschuhen.
00:06:50: Er war ... hat einen Busfahrer gespielt und ist in Roll schuhen da über die Arbeit angekommen und gesagt hey Leute ich komme heute ein bisschen später dafür gehe ich ein bisschen früher und so.
00:06:58: ne Das war damals irgendwie auch cool und heute ist es überhaupt nicht mehr so.
00:07:05: Heute sind nur die Wall Street Banker, die mit Maßanzügen Leistung bringen und den nächsten Ferrari verdienen – die Idole!
00:07:14: Ja das war da eine große Bewegung, die mich ein, die auch politisch motiviert war, außer parlamentarische Opposition war auch einer Auflinnung gegen Ein Wirtschaftssystem ging gegen die schlimmen Auswirkungen eines kapitalistischen Wirtschafts-Systemes.
00:07:31: Da war eine Ideologie dahinter, da kamen die indischen Gurus auf Osho der sowieso mal liebe Liebe und nicht hier Leistung.
00:07:41: Das war dann ne ganz hippie Flower Bewegung das war ein Easy Rider.
00:07:46: an den Filmen erinnere ich mich noch die Filme von Adriano Celentano hatte ich nicht nur seit der Musik.
00:07:52: Also das war eine ganze Bewegung, ja sicher.
00:07:54: Die ist dann aber auch wieder versandet und im Moment stehen wir wieder ziemlich unter Druck.
00:08:02: Ja erst einmal will ich sagen du sagtest wenn es ein Jahr... Aber wenn man das nicht so versteht als Energieauflader ist man ja wieder im System drin denn man soll ja gut funktionieren.
00:08:12: Es geht auch nicht darum Leistungen herabzusetzen in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft aber auch für einen selbst.
00:08:20: Wir müssen wirken in der Welt, wir müssen etwas leisten.
00:08:24: Wir müssen uns spüren in einer Tätigkeit, in einer Beschäftigung und in eine Aufgabe – das ist sinnstiftend!
00:08:32: Das ist ganz existenziell für Selbstwirksamkeitserfahrungen.
00:08:37: Wir wirken die Welt.
00:08:38: Wir sind wer?
00:08:39: Da spülen wir uns.
00:08:41: Und von daher ist ein gelingendes Leben gar nicht denkbar ohne diese Leistung, ohne bestimmte Leistungen oder Funktionen.
00:08:49: Es kommt eben auch einen guten Energiehaushalt an.
00:08:52: Und auf der anderen Seite muss man sagen, man darf sich davon nicht vereinahmen lassen.
00:08:55: Das muss man Grenzen setzen und die muss man mit dem Nichtstut setzen oder den zwecklosen Leben auch.
00:09:03: Man darf die Leichtigkeit des Lebens, den Fluss und das Hingebenste überraschen lassen.
00:09:09: Freiheit von Tudulisten, der Freizeiten darf man nicht vernachlässigen oder über Bord schmeißen.
00:09:16: Man muss die sich gönnen und die sich auch einräumen und sie sich vor mir aus allen planen, dass ich jetzt morgens Meditation, da geschieht gar nichts.
00:09:25: Oder ich bin mit der Familie und dann gucken wir mal was die Familie will und ich mach das
00:09:30: da.".
00:09:30: Oder Zweckfreiheit ist das Schöneste beim Wandern.
00:09:33: Ich hatte in meinem Wanderbuch auf so ein schönes Zitat gemacht, dass Schöne am Wandern die Zweck Freiheit ist.
00:09:38: Dass ich da eben gut mal geht auf den Gipfel rauf, aber es kommt ja gar nicht darauf an, dass man da ankommt und dann man tut tatsächlich nichts.
00:09:46: Und das ist existenziell genauso wichtig wie etwas zu tun.
00:09:50: Es kommt dabei auch darauf an ,dass man das in einer guten Harmonie einen guten Ausgleich bringt also Zeiten für sich zur Ruhe des Nichts tun hat und dann auch das Powervollen Gestaltens der Welt oder seiner Lebenswelt.
00:10:06: Bruderwerb, so das Familienaufziehen.
00:10:08: Darauf kommt es an und nicht dass eine zu verteufeln um das andern willen.
00:10:14: aber der Druck ist natürlich auch unsere Jugend vielleicht.
00:10:18: Der Druck nimmt schon zu.
00:10:21: es ist nicht so einfach ein Job zu kriegen sich zu ernähren die Ansprüche sind unglaublich hoch.
00:10:26: unsere Jugend ist aufgewachsen jedenfalls in den Industriestaaten auf einem hohen Komfort Level Von dem schwierig wird, den überhaupt zu halten auch aus anderen Gründen.
00:10:36: Aus globalen Gründen wie viel Energie steht und zur Verfügung etc.
00:10:40: Und da sein Lebensunterhalt zu verdienen ist schwieriger geworden und setzt mehr voraus.
00:10:48: und das wird natürlich dieses Vorurteil oder beziehungsweise dieser Druck vom Überich von der Gesellschaft von den Ältermittern dadurch noch größer.
00:10:56: Es ist also nicht nur gefordert oder der Wert des Menschen wird nicht nur aus seiner Leistungsfähigkeit beurteilt, sondern tatsächlich auch bezahlt.
00:11:04: Und diese Bezahlung ist natürlich schon wichtig um die Familie zu ernähren oder sich selbst das Leben zu leisten, leisten zu können was man davor hat.
00:11:13: Ist schon nicht einfach da auch immer ein gutes Maß zu finden und... sich darin zu verwirklichen.
00:11:20: Denn das fordert Freiheit, dass man sich in der Welt wirklich versucht zu gestalten und sich auch durchzusetzen mit seinen Ideen.
00:11:31: Das heißt eine Beschäftigung zu finden, die dann so bezahlt wird, dass er im Übrigen davon leben kann.
00:11:38: Aber geht es nicht erst mal darum?
00:11:40: zu schauen.
00:11:40: Also der Tag hat vierundzwanzig Stunden, acht davon schlafen wir, acht arbeiten wir mal nicht wegen oder auch zehn und dann ist ja immer noch genug Zeit.
00:11:47: klar da muss man doch die Wäsche gemacht werden oder so.
00:11:50: aber eigentlich haben wir doch immer noch genügend Zeit um zu sagen also ich habe jetzt schon zehn Stunden gearbeitet.
00:11:57: Ich muss jetzt nicht noch zu Hause meine Tuduliste abhaken und wenn auch alle existenziellen Dinge sind erledigt und meine These wäre nennen sag mal Haushalt kostet ein vielleicht zwei Stunden Zeit am Tag oder dass so das System halbwegs weiter läuft und dann bewusst zu sagen mindestens eine Stunde am tag gönne ich mir wo mal keiner was von mir wollen soll oder wo ich völlig zweckfrei einfach mal nichts tun kann.
00:12:28: Was völlig recht und das ist sehr wichtiger, sehr wichtiger Punkt wir haben die Freiheit dazu.
00:12:32: also sagen wir mal jetzt den normalen Durchschnittsverdiener oder durch das Menschen hier in der harten Job und so da er könnte.
00:12:39: tatsächlich hat jeden Tag Stunden.
00:12:41: das war nicht immer so.
00:12:43: manchmal früher haben sie auch gearbeitet, gab es nur Arbeit und Schlafen mal vor hunderthundfünfzig Jahren.
00:12:48: Aber wir haben eigentlich die Möglichkeit jeden Tag da zu sein.
00:12:52: Die Möglichkeit ist da!
00:12:53: Die Freiheit hat also jeder.
00:12:54: Also wir dürfen nicht auf andere zeigen wenn wir sagen ich habe keine Zeit für mich oder ist zu stressig und keine Ruhe.
00:13:02: Normaleses selbst.
00:13:04: man muss sich nur dazu entschließen bestimmte Dinge auszuschalten und dann noch nicht mehr zu machen.
00:13:08: was ja passiert ist dass man diese Freizeit auch noch vollstopft mit freizeit Vergnügungen dass man das mal für notwendig hält und dann zu tun.
00:13:18: Also, dass wir die Freizeit verplanen und da keine Freiräume mehr lesen.
00:13:23: Alles hat irgendwie Gründe.
00:13:24: aber ob sie so durchschlagend sind, dass im Ergebnis dürfen die nicht dazu führen, dass ich überhaupt keine Zeit mehr für mich oder nichts tun habe.
00:13:34: So stark sind die Gründe nie!
00:13:36: Es gibt immer gute Freunde zu treffen oder das zu machen oder sich darzubilden gehen, aber man muss lernen auch da Nein zu sagen.
00:13:46: Ich brauche immer Zeit wo ich jetzt nichts tue.
00:13:48: und dieses Nichtstun das stelle ich mir wirklich so vor.
00:13:50: wie so ein Bild habe ich davor Augen da liegt einer auf der Bergwiese hat einen Gänseblümchen im Mund und die Arme verschwenken im Kopf und macht einfach wirklich nix.
00:14:01: Oder eben, da gehört nicht mal meine Wege noch spazieren gehen oder so.
00:14:07: Aber auch da würde ich schon wieder sagen hat man ja vielleicht auch schon wieder im Hinterkopf moderates Ausdauertraining was weiß ich muss sie auch noch machen und abhaken.
00:14:15: Nein wirklich einfach mal nichts tun Und auch nicht Fernsehen schauen oder so.
00:14:19: damit meine ich nicht Meditation sondern einfach mal die Kunst des Nichtstuns praktizieren und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.
00:14:27: Gut, also da muss vielleicht auch jeder selbst entscheiden was für ihn das Nichtstun ist.
00:14:32: Denn tatsächlich das Reine nichts gibt es nicht.
00:14:36: Vielleicht wenn in der Meditation, wenn ich die Erleuchte bekomme dann schwebe ich vielleicht über allem und jenseits von... Das ist vielleicht wirklich die absolute Lehre aber wir erreichen kein Nirvana und das andere muss jeder für sich definieren.
00:14:50: Wenn ich an mein Leben denke so genieße ich nach arbeitsreichen Tagen das Wochenende wo ich dann morgens Aber ich lese, könnte man sagen.
00:14:58: Ist ja nicht nichts tun!
00:14:59: Ich lese ja aber es wunderbar so als ich lse dann nicht für irgendwie etwas sondern ich greife mir auch zum Buch das gerade nicht ansteht dass nicht ein neues Seminar vorbereitet und was ganz anderes aber und schlaft dann dabei auch meistens immer ein und das ist für mich schon mal eine wichtige Phase des Ausruhens und des Nichts
00:15:19: Tunns.
00:15:20: Aber daneben kenne ich tatsächlich auch noch... ich verbringe ja viel Zeit im Haus der Weisheit weil da die Bibliothek ist sich meine Bücherschreibe abgesehen von den Seminaren.
00:15:30: Es kommt jeden Tag vor, dass ich mich wie ein alter Mann auf die Bank sitze und in den Himmel starte.
00:15:42: Das mache ich dann auch zehn Minuten oder viertel Stunde und manchmal zwei-dreimal am Tag.
00:15:47: Und wo ich wirklich nur nachdenke und die Gedanken laufen lasse ... Und das würde ich so schon als ziemlich gute Form ist, nichts zu uns ansehen.
00:15:57: Während des Anderes am Wochenende die es ausruhen tut mir unglaublich gut!
00:16:01: Aber auch das ist eine Form, dass nichts tut.
00:16:03: Also da muss die Form jeder selbst bestimmen, ob er mit einer Blume auf der Wiese liegend in den Himmel guckt.
00:16:10: Das muss jeder selbst ... Wichtig ist, dass es wirklich zu einer großen Entspannung führt und Gedanken fließen lassen, dass man dann nicht irgendetwas abarbeitet.
00:16:23: ebenso wie du sagst so Momente der Zwecklosigkeit oder ganze Phasen des Zwecklosen einfach Freude am Sein hat.
00:16:31: Und ich als Philosophie würde sagen, das tue ich dann auch immer kurz nachzudenken was ist denn alles schön?
00:16:38: Wofür kann ich den dankbar sein und läuft doch so gut?
00:16:41: und vielleicht sich umzuschauen einfach zu genießen was da ist ein Sonnenschein oder eine Blume oder eine gute Stimmung.
00:16:50: Und man sagt ja so die Seele baumeln, das ist ein guter Ausdruck dafür.
00:16:54: So in der Richtung wie es Patanjali in den Yogasutren so Yoga definiert hat, dass zur Ruhe kommen der geistig seelischen Kräfte Da kommt der Meditierende in seine Wesensidentität.
00:17:07: Also so formend ist zur Ruhe kommend der geistig-selischen Bewegungen da, das geht gar nicht so ganz es fließt immer so einen Strom.
00:17:15: aber dass so weniger Zweckgetriebene ist, es ist nur wenige Aufgaben ich ja in dem Moment erledige und so weniger ich daran denke, dass sich noch Aufgaben zu erledigen haben desto schöner ist es, desto wichtiger ist es.
00:17:27: und das ist ein sehr positives Nichtstun, was wir einüben sollten für das wir kämpfen soll auch im Alltag uns frei machen, dass wir das auch wirklich einbauen jeden Tag.
00:17:38: Ich habe mich gefragt was sagen denn die Existenzialisten zu diesem Thema nichts tun?
00:17:42: Also ich hab ja vielleicht auch einen kleinen Literatur-Tipp.
00:17:46: Eines der Lieblingsbücher von Albert Camus war ja die Tatanwüste.
00:17:50: Ich glaube, Dino Puzzati heißt der Autor an Italiener.
00:17:53: Und da wird ja beschrieben wie so ganz künstlich am Rande zu einer Wüste ein junger Offizier und viele andere Soldaten in einer Festung die überhaupt keine Bedeutung hat wie die so künstlich ihr Leben verwarten und halt mit so Übungen.
00:18:09: alles wird künstlig aufgebaut, muss jeden Tag wieder von neuem erledigt und geputzt und organisiert werden.
00:18:14: Dabei ist es völlig nutzlos aber es wird für sie ein Leben strukturiert dass ihn gar nicht auffällt das da nie jemand angreifen wird.
00:18:23: Und das is ja so'n existenzialistisches Bild glaube ich, ne?
00:18:26: Dass man sagt, wenn du mit zehn Jahren Abstand draufschaust wirst du merken womit du damals geschäftig warst, war völlig sinnfrei.
00:18:39: Ja also... Ich hab's vom Jahr gelesen tatsächlich.
00:18:43: Aber so eine tiefere Interpretation, die fällt mir jetzt nicht mehr ein nur das Schildern an.
00:18:48: Das Thema ist ja bei Camus auch ganz stark Absurdität.
00:18:52: Er hat gesagt also im Grunde alles was wir machen, ist im Grundesinn los.
00:18:57: Eigentlich tun wir immer nichts selbst wenn wir in einem Wirtschaftssystem für irgendwas da am Laufen bringen... Was ist denn das?
00:19:04: So hat er es vorgeglichen wie der Sisyphus der Stein auf den auf den Gipfel schiebt und ist er da angekommen, fällt der wieder runter.
00:19:11: Und wir gehen wieder
00:19:11: runter.".
00:19:12: Also er sah in dem ganzen System aber jetzt nicht nur in dem Nichts zu uns sondern auch in dem sich einfügigen Gesellschaft oder in einem Unternehmen und produktiv sein und viel tun.
00:19:22: Da sah ja eigentlich eine gewisse Absurdität drin.
00:19:24: Er hat sich gefragt wozu das?
00:19:26: Also da müssen wir aufpassen dass die Taten ja auch was.
00:19:31: da glaube ich.
00:19:32: Die hatten ja alle ne Aufgabe.
00:19:34: Nur was Problem war es war zwecklos Es
00:19:38: war einfach künstlich für die so eine Art Beschäftigungstherapie, damit die nicht merken dass da wahrscheinlich niemals die Tatan wirklich angreifen werden.
00:19:46: Aber ein anderes Bild noch bevor du was dazu passt finde ich ist ja diese Parabel von dem Fischer, wo der Tourist in einer griechischen Insel den Fischervaul am Strand relaxen sieht und fragt hier wieso fest nicht nochmal raus.
00:20:03: Könntest du noch mehr Fisch fangen?
00:20:05: Also ihr kennt ja die Parabel.
00:20:07: ich erzähle es jetzt nicht zu Ende aber die Quintessenz ist das macht überhaupt keinen Sinn fünfmal oder doppelt so viel Fisch zu fangen, weil er sich damit letztlich auch nur das Faul sein aus der Sicht des Touristen finanzieren kann.
00:20:20: Und was würde da machen?
00:20:21: Da will der Fischen gehen!
00:20:23: Das macht doch gerade ja!
00:20:25: Genau also damit du dir Freizeit kaufen kannst
00:20:28: etc.,
00:20:28: aber in der Freizeitung würde ich Fischen lassen und dann dreht es sich... Nein, ein gewisser Hinblick ist die Absurdität.
00:20:35: Aber man muss bei Camus, das hat er ja ausgeführt vor allen Dingen im Mütung Und dann muss man die letzten Sätze beachten.
00:20:44: Er sagte nicht, das ist jetzt nicht sinnlos.
00:20:46: Wir müssen nicht daran verzweifeln, dass es so ist.
00:20:49: Dass der Sinn für was wir da tun vielleicht beschränkt ist und rund auch nichts ist.
00:20:55: Er meinte auch darin den Stein immer hochzufahren selbst wenn er zurückrollt.
00:21:00: Selbst wenn es keine Evolution gibt oder keine Entwicklung ist kann man glücklich sein.
00:21:05: Das kann sinnvoll sein und das muss man begreifen Ja und von daher könnte man vielleicht sagen um jetzt den Bogen wieder zum Nichtstun zu finden.
00:21:14: Die Existenzialisten würden ja so sagen, ja also im Grunde auch wenn du dafür ein Unternehmen wunderbar arbeitest das ist eigentlich auch genauso sinnlos wie wenn er nichts tun wird.
00:21:23: da ist gar kein Unterschied.
00:21:25: Man muss Freude daran haben, man muss sich dazu entschließen.
00:21:28: Oder wie Sartre sagt, der Mensch ist zur Freiheit verurteilt.
00:21:31: Also er muss da wählen!
00:21:34: Ich glaube, er trifft nicht den Punkt dem wir jetzt angesprochen haben das Verhältnis von Wirksamkeit in der Welt und nichts zu abschalten.
00:21:43: Mir
00:21:43: ging es ja auch eher darum dass man vielleicht auch noch mal eine Art Begründung findet warum diese Stunde die man sich rausschneidet wo man so richtig nichts tut ganz großen Unterschied macht oder so.
00:21:55: Also da hab ich's gefühlt, das würd ich halt gerne als ... Auch wenn es schade ist, dass man so ein Überbau braucht um sich das zu gönnen.
00:22:04: aber so könnte man sich's ja zumindest schönreden?
00:22:06: Ja, man braucht dann die Überwohnung.
00:22:08: Aber da hast du völlig recht!
00:22:09: Da wäre der Existenzialist, also der produktive Workaholic, der tut genauso nichts wie einer der will nicht zu.
00:22:19: Da is kein Wertunterschied weil Im Grunde, unser ganzes Funktionieren hat keinen Sinn, der dahinter steht.
00:22:25: Es ist einfach Selbstbeschäftigung.
00:22:27: Also da ist jetzt auch nicht so viel Mehrwert drin wie in dem wirklichen Nichtstun.
00:22:35: Insofern wäre das eine Rechtfertigung, warum man sich da kein schlechtes Gewissen machen muss.
00:22:40: Und unter anderen philosophischen Aspekten hat er ja auch recht ... Also die Geldbeschaffung, die wir mit unseren Arbeiten vor allen Dingen ranantreiben, dass muss man sich darüber im Klaren sein, das Geld ist nur Mittel zum Zweck und kein Selbstzweck.
00:22:54: Das heißt damit kann ich versuchen mir in anderen Bereichen oder wo ich gerade nicht arbeite mir ein Leben zugestalten, das mich glücklich macht.
00:23:02: Also der eigentliche Zweck ist Glück und von daher ist der Wert sehr relativ des Funktionierens also dass was die Leistung von die Gesellschaft von einem vordertigen Zwang ausübt man muss etwas leisten Man wird danach bemerktet was man leistet wie viel man verdient etc.
00:23:19: sowieso relativieren wir alle äußeren Werte sind äußere Werte die dahinter stehen.
00:23:24: Und die praktische Philosophie hat von Anfang an gesagt, das ist nur ein relativer Wert.
00:23:31: Vielleicht brauche ich es zum Überleben?
00:23:33: Aber mein Glückwett, was wonach ich mich eigentlich sehne, wonach sich jeder sehen wird er da nicht finden, wird der auch nicht befriedigen insofern.
00:23:42: Hat das einen sehr, sehr relativen Wert.
00:23:44: Man muss sich dadurch auch nicht verrückt machen lassen.
00:23:46: Während dass nichts zu tun dann eher noch einen Wert hat weil ich doch da die Gelegenheit habe oder hier die Zeit finde wirklich dort anzusetzen, dort zu arbeiten oder mich um mich selbst zu kümmern wo es wirklich das Glück zu finden ist im Innern der Seele.
00:24:03: Das ist ja meine Persönlichkeit Arbeiter und Entwicklung der Persönlichkeit dass ich mir selbst bewusst werde wer ich bin und wo ich mein Glück finde erkenne dich selbst etc.
00:24:12: also ich würde sagen nichts tun ist der Königsweg zum glücklichen Leben nicht sich im Äußeren da abarbeiten.
00:24:21: Ich habe mich noch gefragt, ob das diese Zwang oder dieses ständige Gefühl man müsste und man sollte das und das noch tun.
00:24:32: Ob es vielleicht auch mit der Endlichkeit des Lebens zu tun hat?
00:24:35: Also dass da was man halt das Gefühl hat, es gibt eine Spanne in der man wirken kann eben gerade wenn man's gefühlt und jetzt bin ich noch körperlich fit Andererseits habe ich dann eben ja an Seneca gedacht, der in dem Buch von der Kürze des Lebens geschrieben hat.
00:24:50: Das Leben ist gar nicht kurz!
00:24:51: Wir stopfen es halt nur mit so vielen unwichtigen Sachen voll.
00:24:54: und das spreche ja wiederum vielleicht dafür, dass es eher darum geht, das Wichtige vom Unwichtigem zu unterscheiden und gerade solche Bewegungen wie Selbstoptimierung oder Long-Javity, dass man das Gefühl hat, man muss den ganzen Tag noch Nahrungs... Ergänzungsmittel kaufen zu sich nehmen, die und die Übungen machen um dann künstlich das Leben zu verlängern.
00:25:15: Und dabei die Frist in der man auch was Sinnvolles tun kann kaputt zu machen.
00:25:20: Ja
00:25:21: hinter steht hier steht auch die Auffassung die FIFA vorgetreten worden ist in der Antike von weisen Menschen.
00:25:29: Das ist nicht auf die Länge des Lebens, sondern auch die Intensität in dem man liebt und den man sich lebt.
00:25:34: Und die kann dabei verloren gehen.
00:25:36: Der Kampf um die bloße Länge muss ein Kampf um Sinn fülle gehen, nicht um Länge oder um Dauer, sondern dass das reich wird und mag es auch kurz sein.
00:25:47: aber vielleicht den anderen Punkt noch zur Endlichkeit.
00:25:50: Das, was uns natürlich auch vom Nichtstun abhält ist, die es bewusst werden.
00:25:57: Wenn ich nichts tue, dann werde ich mir bewusst der Endlichkeit.
00:26:01: Also entsteht so ein Horobakui, die Angst vor der Lehre und ... dann auch existenzialistisch.
00:26:09: Ich werde mir in dessen hier, in dem Moment ein bewusstes Erstens, dass ich im Moment da nicht an einem Sinn arbeite oder mich in der Lehre befinde aber vielleicht relativiert was sich auch draußen machen ist genauso leer und das sind unangenehme Momente.
00:26:26: also wir fliehen gerade diesem Nichtstun auch aus Angst vor der Lehre, mit der wir da konfrontiert werden oder mit uns selbst.
00:26:34: Mit Fragen, die uns unangenehm sind.
00:26:38: Aber wenn wir zufrieden leben wollen ... Wir müssen unseren Seelengarten ins Schuss halten und aufräumen.
00:26:45: Uns ums Selbst kümmern, um ausgeglichenen Seelenhaushalt.
00:26:49: Das kommt nicht vom Selbstfeld, nicht vom Himmel!
00:26:51: Also Prägungen abbauen, die es uns nicht gut tut, Muster ändern, das ist sehr viel innere Arbeit.
00:26:59: Und wir müssen daran, also wir dürfen uns von der Angst nicht davon abhalten lassen.
00:27:04: Uns mit und selbst zu konfrontieren und diese Oasen des Nichts zu uns ganz bewusst aufzusuchen die dann ja auch nicht absolut sind nichts tun.
00:27:15: denn wenn ich mich über beschäftige dann habe hier doch was zu tun.
00:27:18: aber sagen wir mal im außen zählt das wenig oder zählt es nicht und bewirkt es auch gar nichts.
00:27:23: erst einmal
00:27:24: Hättest du zum Abschluss vielleicht noch so eine Art Mantra oder so, wo man sagen könnte wann immer dieses... auffordernde oder ermahnende Überich auftaucht und mir sagt jetzt weiter voranschreiten, Jan.
00:27:37: So eine Art die Kunst des Nichtstunsmantra, warum es völlig okay ist auch hin- und wieder mal nichts zu tun?
00:27:43: Die Alten sagten immer also was Sitte ist und was sie anderen tun.
00:27:46: das muss man immer kritisch prüfen ob's wirklich gut tut.
00:27:49: Also dass wäre diesem Druck dem gesellschaftlichen Druck wäre zu hinterfragen.
00:27:53: und mit der klaren Antwort ich entziehe mich dem.
00:27:56: Das is nicht alles!
00:28:00: Aber es ist nicht das Wichtigste.
00:28:02: Das ist Äußeres und wer äußereswichtiger nimmt als Inneres, der macht zwei, sagt Konfuzius.
00:28:07: aber vielleicht den Treffenspunkt ist wie die Daouist das Leben sah treiben lassen, fließen mitgehen.
00:28:15: Nicht so viel tun nicht so viel antreiben, nicht so viele eingreifen in ganz natürliche Flüsse Lebenszyklen oder natürliche Handlungsabläufe.
00:28:24: wenn ich Hunger habe werde ich schon was zu essen suchen.
00:28:27: also das Woowai nichts tun und alles wird getan etwas zugespitzt.
00:28:33: Also nicht immer absichtvoll gestalten, eingreifen und kontrollieren oder kontrollieren wollen.
00:28:40: ich kann es ja nicht kontrollieren und absicher nein heiter gelassen.
00:28:45: sein Zustand auch der hat viel mit fließen zu tun gucken was da kommt und nicht eingreifend und nicht absichtsvoll das ganze von morgens bis abends.
00:28:54: also eine To-do Liste abarbeiten.
00:28:57: Das ist ein Gegenkonzept zu den To-Do Listen, da steht dann nur ganz wenig darauf Sorge dafür dass du was zu essen hast und das dir dich wohl fühlst.
00:29:05: Sonst steht da nichts drauf!
00:29:07: Das ist dieses Wuwei... Also die Vorstellung richtet sich ganz direkt dagegen zu dem Menschen die zu überambitioniert in der Welt herumfuchteln würden sie sagen und die Natur durcheinander bringen.
00:29:20: tatsächlich ist das ja was wir im Großen machen in diesem hyperindustrialisierten und technisierten Welt.
00:29:28: Wir beuten die Natur aus und zerstören unsere Lebensgrundlagen, das hatten die Dauisten vor zwei tausend dreieinhalb vierhundert Jahren schon gesehen und davor gewarnt dass wenn wir da zu sehr eingreifen uns selbst zerstören.
00:29:40: So machen was Albert und jetzt lassen wir es auch gut sein weil wir müssen jetzt mal eine kleine Einheit der Kunst des Nichtstuens mit einem gepflegten Cappuccino praktizieren einüben Genießen.
00:29:52: Machen
00:29:52: wir!
00:29:52: Danke euch fürs Zuhören, macht's gut, tschau-tschau.
00:29:55: Tschüss, danke dir
00:30:13: Jan!
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