#230 Reif für die Insel. Pop meets Philo.

Shownotes

„Mei' ganze Energie geht drauf, für Sachen, die i gar net brauch', für Sachen ohne die i sicher glücklicher bin.“ (Peter Cornelius)

Wofür arbeiten wir eigentlich? In der zweiten Folge unserer neuen „Pop meets Philo“-Serie nehmen sich Albert und Jan „Reif für die Insel“ von Peter Cornelius vor. Ein Song über das Hamsterrad zwischen Finanzamt, flatternden Rechnungen im Postkastl und Dingen, die wir gar nicht brauchen, und über die Sehnsucht nach einer Insel, auf der alles einfacher wäre.

Strophe für Strophe fragen die beiden, was hinter diesem Unbehagen steckt: Entfremdung, das Gefühl, nicht das eigene Leben zu leben, und Pindars Aufforderung „Werde, der du bist“. Es geht um das richtige Maß zwischen Vita activa und Vita contemplativa, um Erich Fromms „Haben oder Sein“, um die Perle, mit der man nach Spatzen schießt, und um die Tapferkeit, die es braucht, aus dem Hamsterrad auszusteigen.

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Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Pindar, Homer, Sokrates, Buddha, Zhuangzi, Marc Aurel, Erich Fromm

Weiterführende Links:

  • „Entfremdung“ Philosophie Magazin-Lexikoneintrag zur Geschichte des Begriffs, von Hegel und Marx bis zur Frage, wann wir uns in unserer Arbeit nicht mehr wiedererkennen.
  • „50 Jahre Haben oder Sein“ Tagesveranstaltung der Internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft zur Aktualität von Fromms Klassiker über die Frage, ob wir unser Glück im Besitz oder im Sein suchen.

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen, liebe Freundinnen und Freunde der Philosophie und der Lebenskunst bei Der Pudel und der Kern.

00:00:20: Und Servus Albert!

00:00:24: Wir setzen heute unsere neue Serie Pop Meets Philo vor Ort also Pop Songs von denen wir glauben dass Sie durchaus einen philosophischen Kern beinhalten.

00:00:34: und heute besprechen wir Reif für die Insel von Peter Cornelius, ein Austropop-Klassiker.

00:00:41: Von dem ich glaube dass er tatsächlich... sehr philosophisch ist, auch wenn es sicherlich fast schon ins Pop- oder Schlagergenre geht.

00:00:50: Aber ich finde das der Peter Cornelius da in oneinundachtzig ein paar echte offensichtlich weitgehend zeitlose Wahrheiten oder nachdenkliche Sätze in einen Song geformt hat die mich auch habe dieses Lied auch schon öfter gehört.

00:01:05: man entgeht ihm ja auch nicht.

00:01:06: jetzt läuft häufig im Radio Es läuft auch mal auf Partys und so... immer so ein bisschen ins Nachdenken gebracht, weil er einfach diese Fragen stellt wie viel braucht man eigentlich um gut leben zu können.

00:01:22: Was ist vielleicht auch so'n Ausweg aus einem Hamsterrad in dem man sich zu befinden glaubt?

00:01:28: Und dann natürlich hat er auch einfach so diese Idealvorstellung von dem einfachen Leben irgendwo auf einer Insel den Sonntext mit reingepackt, der irgendwie bewegt.

00:01:38: Wo man sich selber fragt trifft auf mich ja auch ein bisschen zu, dass ich manchmal viel zu viel will und da... nicht so richtig rauskomme aus dem Korsett, was ich mir da vielleicht selbst durch Arbeit oder sonstige Verpflichtungen gebaut habe.

00:01:55: Aber damit wir jetzt nicht im Luftleeren Raum schweben steig' ich einfach mal ein mit seiner ersten Strophe wenn er sagt Wenn ihr so überlegt worum es im Leben geht dann sicher nett um dies wofür ihr lebt.

00:02:07: also ich versuche österreichisch zu singen und zu rezitieren.

00:02:11: Ihr arbeits ganze jahr lang schön brav fürs Finanzamt.

00:02:15: Ich frage mich ob das wirklich so weitergeht.

00:02:17: Ich hoffe, es verstehen nicht nur unsere österreichischen Zuhörerinnen und Zuhöhrers sondern auch unsere Norddeutschen und Schweizer Zuhäurer.

00:02:25: Also ich finde das kommt ganz klar rüber.

00:02:27: Er beschreibt ein Leben wo er sich einfach diese Fragen stellt.

00:02:32: ist es dass dieses jeden Tag von nine to five arbeiten oder vielleicht auch noch länger damit man die Hälfte davon oder vierzig Prozent davon ans Finanzamt abgibt?

00:02:41: was bleibt eigentlich übrig von dem für was?

00:02:43: ich meine Zeitopfere Überhaupt sich mal diese Frage zu stellen, damit steigt er ja ein.

00:02:49: Wenn er so überlegt das klingt für mich nach Selbstreflexion, es klingt von wer bin ich was will ich wo stehe ich?

00:02:56: und egal ob man auf Austropop steht oder nicht Ich glaube diese frage sollte sich jeder hin und wieder mal stellen Ob dass wie ihr sein Leben angelegt ist noch dementspricht was er eigentlich eigentlich möchte.

00:03:09: Was sagt der Philosoph?

00:03:10: Ja da stimmt dir vorkommen zu.

00:03:14: Ein großes Problem für viele Menschen, oder mehr oder weniger groß kommt auf den Menschen an.

00:03:22: Lebe ich mein Leben?

00:03:23: Oder lebe ich entfremdendet?

00:03:25: Wie fährend lebe Ich entfremmendet?

00:03:28: Ich denke es ist kein Problem, dass er vierzig Prozent seines Arbeitseinkommens an Finanzamt abführt.

00:03:35: Das ist sinnvoll aber er drückt hier noch eine Entfremdung aus und die Realität seines Lebens stimmt nicht mit dem überein was sich in ihm meldet.

00:03:45: Irgendwas stimmt dann nicht.

00:03:47: In den verschiedensten Formen taucht das auf.

00:03:51: Das ist Entfremdung.

00:03:52: Man lebt nicht das Leben, was man eigentlich leben will und erhört die Stimme in sich werde der du bist und erfüllt sich eingezwingt.

00:04:01: Du sagst das Korsett?

00:04:03: Das ist das Hamsterrad von dem hier sinken.

00:04:05: wir sind im hamster und kommen gar nicht mehr dazu uns zu fragen bin ich dann noch auf dem Weg zum selbst, lebe ich das Leben so wie ich es leben will.

00:04:15: Man ist etliche Verpflichtungen eingegangen man hat sich Dinge geleistet die wollen unterhalten werden und der Druck Geld zu verdienen wird groß und die Frage wofür ja wird nicht gestellt wirklich hinreiht.

00:04:30: Die ruft so aus dem Inneren heraus Und sie meldet sich durch Das Gefühl der Entfremdung dass Es ein negatives gefühlen unwohl sein.

00:04:39: Das Lied ist vierundvierzig Jahre alt, das ist von twoinenzehnundzwainachtzig und Peter Cornelius war damals wahrscheinlich irgendwas zwischen dreißig und vierzig.

00:04:46: Ich finde da drückt sich in seiner letzten Zeile auch noch mal so aus.

00:04:50: ich frage mich ob es ewig so weitergeht.

00:04:52: also wo stehe ich da gerade?

00:04:54: man denkt so ja am Anfang klar die ersten fünf sechs jahre muss man jetzt mal richtig ran und muss mal versuchen eine Grundlage zu legen was aufzubauen einen Einstieg zu finden.

00:05:05: Aber dann irgendwann meldet sich eben diese... Dann merkt man, das ist nichts was jetzt mal nur so für eine kurze Phase so ist.

00:05:12: Sondern das ist in gewisser Weise auch das Leben.

00:05:15: Dass es repetitiv ist, dass immer wiederkehrend ist, am Freitag freut man sich auf Wochenende und am Montag muss man wieder ran.

00:05:24: Da könnte man ja gleichzeitig auch sagen, er soll sich nicht anstellen.

00:05:28: Das ist doch für jeden so!

00:05:29: Ja, ich glaube jeder Mensch hat auch in sich etwas so eine gewisse Konstellation von Anlagen und Bedürfnissen die ihm eigentlich vorschreiben.

00:05:41: Es gibt ein ideales Leben für jedes Individuum und davon hat man sich weit entfernt.

00:05:47: oder das zu erreichen ist vielleicht auch nicht jede möglich oder ist mehr oder weniger möglich, man nähert sich dem an.

00:05:53: Aber dass so weiter man davon wegkommt, desto unwohler fühlt man sich und das ist es hier so.

00:05:58: Und er hat richtig Angst, dass es dabei bleibt, dass er sich gar nicht selbst findet, dass ständig von sich

00:06:04: wegläuft.".

00:06:05: Das sagt die Zeile.

00:06:06: dann ja geht es ewig jetzt so weiter.

00:06:09: Da kommt er plötzlich in Panik, denn diese Stimme in sich werde der du bist mach was aus der Entwicklung deiner Anlagen unterscheide zwischen dem was wichtig ist und was unwichtig ist.

00:06:20: Und dieses Stimme wird lauter und sie meldet sich auch schmerzhaft und das Thema um das mal abzustecken, ist uralt.

00:06:30: Also schon der griechische Dichter Pinda, sechstes, fünftes Jahrhundert vor Christus von dem Stammtis werde, der du bist aufgrund der Erfahrungen die Du gemacht hast.

00:06:40: Das heißt probier dich aus und schau wohin zieht es dich denn?

00:06:45: Wo zieht sich nicht hin?

00:06:46: oder wo stößt es dich ab?

00:06:48: und so durch Trial and Error sich selbst finden, sich selbst ausprobieren.

00:06:54: Und er ist hier so ein Hamsterrad und denkt dann also probiert gar nichts aus, hört da nur diese Stimme und die wird immer stärker und das Unwohlsein wird immer lauter.

00:07:06: Also vieles muss gar nicht sein dass man da entfremdet lebt.

00:07:11: es kann auch sein zu einem natürlichen Lebenszyklus, dass du mit plötzlich an der Stelle, kommst du ja da in den Beruf hast du erfolgreich gemacht.

00:07:21: Das ist aber so ein Trott geworden!

00:07:22: Der fordert dich nicht mehr raus.

00:07:24: Da gibt er keine Aufgaben mehr.

00:07:26: es ist Routine geworden selbst Wirksamkeitserfahrungen nehmen ab weil das ist schon eine Gewohnheit geworden und dass es dann ne Heutung gibt.

00:07:35: also der Mensch entwickelt sich ja weiter.

00:07:37: und was vielleicht noch für den zwanzigjährigen Sinn Stiften sind erfüllend war eine Karriere aufzubauen ist für den vierzig bis fünfzig jährigen der das schon hinter sich hat mehr so prickelnd.

00:07:47: Er hat jetzt andere Ziele, also es kann auch sein dass das nicht nur die Frage ist werde der du bist sondern werde der Du jetzt bist oder werde der dir jetzt mit fünfzig sein willst und nicht mal mit zwanzig.

00:08:02: Die Familie Kinder sind aus dem Haus und da entstehen häufig so Sinnkrisen und das ist letztlich eine Frage des Sinns und des Lebensziels.

00:08:12: Glück!

00:08:12: hat er nicht gefunden in der Routine.

00:08:14: Er hat das, was wertvoll ist seine Zeit sein Leben gegeben für eine Arbeit und für Dinge da kommen wir vielleicht noch in den späteren Stufen zu Für Dinge die eigentlich deren Wert sehr beschränkt ist für das Gefühl eines erfüllten Lebens.

00:08:28: Ja, meistens dass man eben so Verpflichtungen eingehen die mit Konsum oder mit äußeren Gütern zu tun haben und das finden wir diesen sehr schönen Ausdruck in der chinesischen Philosophie an mehreren Stellen Mit einer Perle, mit einer kostbaren Perle nach Spazen schießen.

00:08:47: Also man gibt das, was wertvoll ist.

00:08:49: Das Leben!

00:08:50: Die Lebenszeit hin für Dinge, deren Wert doch für ein glückliches Leben sehr fraglich ist.

00:08:57: Etwa große Reichtummacht oder Besitz und Stellung innerhalb einer Firma... Es ist das Maß.

00:09:07: Man geht ins Übermaß, das andere kommt zu kurz kann nicht mehr atmen meldet sich dann als schlechtes Gewissen als innere Stimme.

00:09:14: also was machst du denn da eigentlich?

00:09:16: und man spürt wie leer das ist was man sich dadurch kaufen kann?

00:09:20: Man erringt es vielleicht und kauft sich die Dinge.

00:09:22: immer leistet sich die Dinge aber sobald man sie sich geleistet hat verlieren Sie ihren Reiz.

00:09:27: das ist eben bei den äußeren Gütern immer wieder so dass hast Du sie erlangt ist es ist das Vergnügen vorbei neues Bedürfnis dar.

00:09:36: Und so rennst du dann immer von Bedürfsbefriedigung zu Bedürfridium, man kann auch sagen von Kick-zu-Kick.

00:09:43: und was du eigentlich suchst das sind die wirklich tieferen Werte wie etwa Verbundenheit, familiäres Glück oder mit Freunden zusammen sein Leben in der Gegenwart, um Dinge zu genießen und nicht immer schaffen oder vorwärts vorwärt.

00:10:00: Die haben keine Zeit können nicht atmen kommen zu kurz Und das meldet sie in Frustration.

00:10:06: dann kaufst du die eine Sache?

00:10:08: Konsumierst man konsumiert man lebt nicht im ehrig Form Man hat und es geht alles um haben und nicht um sein Und das spürt man dann.

00:10:19: Also quasi jede Bedürfnisbefriedigung, jeder Kick den nur friedig machte ich nach der Befriedigung darauf aufmerksam was gar nicht war was du eigentlich gesucht hast alles Ersatzbefriedigungen

00:10:31: Ja, also er fragt ja wenn er so überlegt worum es im Leben geht.

00:10:35: Ich finde du hast jetzt gar die Antwort darauf skizziert.

00:10:38: Worum geht's im Leben?

00:10:39: Das sind eben Verbindungen gelingende Verbindung zu den engeren Kreisen um dich herumfreunde Familie aber natürlich auch diese Selbstwirksamkeitserfahrungen die eben ja auch im Job beispielsweise vorkommen können.

00:10:55: Also insofern ist da wieder eine Frage das wie viel musst Du ran das Notwendige für dein tägliches Leben zu verdienen, wie sehr beeinflusst es.

00:11:07: Also gut ist glaube ich wenn du das Gefühl hast du kommst abends erfüllt nach Hause von einem Job der dir Spaß macht und wo du selbst wirksam bist, wo du nach außen positiv wirkst.

00:11:17: Aber klar es gibt auch da ein viel zu viel wenn nur noch Job ist und wenn du nur noch so eine günstgetriebene Maschine bist die werden einer oben fünf Euro einwirft dann halt wieder zappeln anfängt.

00:11:31: Und ich glaube darum geht's halt diese Grenze zu erkennen.

00:11:36: wo überschreitest Du da?

00:11:37: Die Schwelle selbst positive Selbstverkehrserfahrung hinzu für Geld prästisch für Status eben alles

00:11:44: zu tun.

00:11:45: Ja, es ist keine Frage des Entwederoders sondern der guten Harmonie des gutem Ausgleich zwischen wie der aktiver das ist das was wir in der Welt machen und wie der kontemplativer Das ist das, was wir für uns machen.

00:11:57: also wenn du nach der Arbeit nach Hause kommst und hast noch die Energie und Zeit Dich eine Stunde ans Klavier zu setzen, zwei Stunden mit der Familie zu essen oder zu sprechen und ein Film zu gucken.

00:12:09: Dann kannst du in einen guten Flow kommen dann kann da der Rhythmus stimmen.

00:12:13: aber wenn du nur noch erschöpft bist und nur noch ein Glas Wein trinken kannst und dann ins Bett fällst und das geht über eine längere Zeit so, dann ist es eben Missverhältnis und dann treten irgendwann Entfremdungsentscheinungen ein weil das andere was auch befriedigt werden will wie Gemeinsamkeit wie andere andere Werte als Materielle oder Karrierewerte als Werte, die wir in der Welt finden.

00:12:36: Sondern die wir uns und in unserem kleinen Kreis finden, dass sie zu kurz kommen.

00:12:41: Gehen wir doch mal zum Refrain, der dann so eine Art Ausweg skizziert oder zeigt, wie er sich es vorstellt was das gute Leben für ihn wäre?

00:12:50: Wenn er sagt, ich switche wieder rüber zum österreichische oder ins versuchte österreichisch, über Reif und die fragt mich, warum ich nur dauer bin.

00:13:04: Fürs Aussteigen bin ich scheinbar zu feig!

00:13:06: Und die wundermie, warum ihr nur daub in fürs aussteigen, bin ich Scheinbar

00:13:10: Zufeig!".

00:13:11: Ja also erst sieht offensichtlich in dieser idealisierten Vorstellung von einer Insel... Ich stelle mir eben auch so eine griechische Insel vor, die nicht übervölkert ist von irgendwelchen Touristen sondern wo man selbst einen Tretbot verleihe hat und sich gemütlich eingerichtet hat.

00:13:27: Das ist so diese Idealvorstellung vom Aussteigen, dann eben das Leben schwerpunktmäßig genießen und nur noch ein bisschen was tun für den Lebensunterhalt.

00:13:37: Ansonsten eine dreihundert Tage Sonne nette entspannte Leute um dich herum.

00:13:43: Und das wäre nach seiner Sicht oder das scheint also durch für ihn die Idealforstellung von einem entspannten gelingenden Leben, was er da auf einer griechischen Insel sieht

00:13:56: Das wäre das andere Extrem, da wird er bestimmt nicht glücklich.

00:13:59: Ich sehe das eher auch so dieses Insel als Bild, als Metapher dafür.

00:14:04: Dass ich einen Punkt der Sammlung brauche – der Ruhe!

00:14:06: Ich möchte das Hamsterrad anhalten können.

00:14:10: Ich möchte zu mir kommen und ich möchte auch mal stille stehen und nicht immer vorwärts.

00:14:15: So kann man die Insel auch verstehen.

00:14:17: oder eben die Insell ist das Innere, das Tiefste selbst, dass er zu sich findet weg von der Entfremdung egal ob es nun auf einer griechischen Insel stattfindet in einem viel maßvolleren Arbeiten oder einen besseren Ausgleich zwischen familiärem Leben, privaten und Arbeitsleben zu finden ist.

00:14:38: Er kommt nicht zu sich selbst und diese Insel steht dafür für sich selbst zu sich selber kommen.

00:14:45: Da übrigens berührt er sich mit dem ältesten Mythos den wir hier im Abendland haben.

00:14:49: Udyseus, zwanzig Jahre gierter in der Fremde umher will nach Hause auf seine Insel Itaka.

00:14:57: Das steht auch für mich, für Selbstfindung.

00:15:01: Und das dauert manchmal lange bis man sich da gefunden hat.

00:15:03: Also ich sehe das als Metapher.

00:15:06: Wenn er das ernst meint, also glücklich wird der auch nicht... Auch da müsste er diesen anderen Teil eben die Vita aktiver.

00:15:13: wir wollen wirken in der Welt Wir wollen etwas tun!

00:15:16: Wir brauchen eine Arbeit!

00:15:17: Wir müssen unser Leben als sinnvoll empfinden und das fällt schwer, wenn es nur im Nichtstun bestehen sollte.

00:15:25: Das funktioniert

00:15:26: nicht.".

00:15:27: Und dann finde ich sehr interessant an dieser Strophe zu feig dazu – und ich wundere, warum ich noch da bin!

00:15:34: Also deshalb haben die Antike diese Kategorie der Tapferkeit für so wichtig als war eine Kardinaltugend für so richtig gehalten und meinten damit gar nicht so die Tapferkei vor dem Feind sondern vor allen Dingen sich die einmal dem Ansturm von Beginn, die einem nicht gut tut.

00:15:53: Aber auch Tapfer sein sich zusammennehmen entschlossen sich zu sich selbst zu entscheiden und möglicherweise auch harte Einschnitte zu geben.

00:16:04: Er muss aus dem Hamsterrad heraustrecken.

00:16:06: Nein ich will diese Lohntüte nicht mehr!

00:16:08: Ich will mal ohne sie oder mit der Hälfte versuchen auszukommen.

00:16:12: das braucht Viel Mut, man muss springen.

00:16:17: Also ich habe es zweimal erlebt wo ich wirklich gemachte Karrieren aufgegeben habe und eigentlich vor dem Nichts stand.

00:16:23: nur die Idee im Kopf Ich wollte Da wo ich herkomme, da habe ich mich nicht gefunden.

00:16:29: Wo ich hin will, finde ich vielleicht.

00:16:32: Aber soziale Einschnitte oder Gefahren bekomme ich den Kühlschrank voll.

00:16:37: Die sind mit solchen Wandelungsprozessen Heutungen.

00:16:40: Die neue Haut des Nordöden ist verletzlich und verbunden.

00:16:44: Das braucht deshalb Mut!

00:16:47: Mut sich zu sich selbst zu beginnen, zu entscheiden und die Konsequenzen zu ziehen.

00:16:52: Dann ich wundere mich.

00:16:53: das zeigt so... Ich wunde mich warum ich noch nicht da bin!

00:16:56: Das ist ganz typisch.

00:16:57: er hat doch gar nicht erkannt Warum man sich so unwohl fühlt, dass er da entfremdet lebt.

00:17:02: Oder was ihn daran hindert?

00:17:04: Vielleicht sind das irgendwelche Prägungen von mir... Du musst arbeiten!

00:17:08: Du musst Geld verdienen!

00:17:10: Dass man so von den Eltern manchmal gerade wir ...von unseren Eltern die eine Kriegsgeneration waren, die aufbauen mussten.

00:17:17: Da ist dieses schaffe Schaffe existenziell wichtig.

00:17:22: Das haben die uns alle mitgegeben jedenfalls in unserem Alter vielleicht nicht wie die jüngeren Leute.

00:17:28: Wir sind davon ganz stark geprägt und deshalb kriegen wir sofort Panik, wenn wir dann eine gefestigte Stellung oder ein festes Gehalt aufgeben sollten.

00:17:36: Oder wenn da irgendetwas dann gefährdet ist... Und das muss man aufdecken!

00:17:40: Das deckt er noch nicht auf.

00:17:41: Ich wundere mich nur, hat die Ursache noch nicht erkannt?

00:17:44: Und das erinnert mich dann abschließend an den Weg wie man seinen Leiden eigentlich auffällt bei Buddha.

00:17:50: Die dritte Edel Wahrheit ist die Erkenntnis der Ursachen.

00:17:53: Warum leide ich eigentlich?

00:17:54: Ja warum fühle ich mich nicht so

00:17:56: wohl?!

00:17:57: bin ich denn so feige?

00:17:59: Welche Muster sind denn da, welche Befürchtungen, Ängste sind dann da am Spiel.

00:18:05: Erst wenn er die erkannt hat, findet er vielleicht auch die Kraft und die Tapferkeit und die Entschlossenheit das Ruder rumzureißen und sich nach Griechenland auf seine Insel zu

00:18:17: begeben.".

00:18:18: Also ich stimme dir grundsätzlich erstmal in allem zu, wie du es interpretierst.

00:18:21: Ich würde aber noch gerne einen Aspekt hinzufügen.

00:18:25: Es klingt für mich auch nicht nur nach einer Metapher sondern auch nach einer Art Illusion.

00:18:31: Erst wenn ich woanders bin kann's gut werden.

00:18:33: erst wenn die Umstände sich ändern kann.

00:18:37: das ist ja häufig... Ebenen Illusion.

00:18:40: Eigentlich muss ich erst mal in meinem Leben was ändern, meine Einstellung und es ist völlig egal wo das dann ist, ob auf einer griechischen Insel oder einem oberfränkischen Dorf... ...oder jedem anderen Ort.

00:18:52: eigentlich kannst du überall zu dir finden und kannst dich überall verwirklichen und dir eine Insel suchen, eine Art Oase oder wo's dir egal wo gut geht und dadurch selbst mit den Menschen die dir wichtig sind positiv verwirklichen kannst.

00:19:07: Und ich finde das ganz wichtig, dass man da auch dahinter blickt.

00:19:10: Da gibt's ja diesen alten Spruch woanders ist es auch nicht so tolle oder so und da ist ja meist was dran.

00:19:17: Es ist meist nicht der Arbeitsplatz selber, der es schwierig macht sondern man selber ist häufig als so häufig das Problem.

00:19:24: und wenn ich dann erst wo anders bin, was ich mir dann merke vielleicht okay das war eher...da gibts Muster die bei mir selber liegen die es mir schwer machen, mich da wohl zu fühlen wo ich gerade bin.

00:19:36: Ja

00:19:36: ganz wichtige Aspekte was völlig recht also... Es ist eine andere Flucht von sich selbst wenn er sich das in der Insel erträumt wo meint er sei alles viel besser sondern er muss in seinen Seelengarten aufräumen.

00:19:49: Er muss ihn sich das herstellen und sich umdenken.

00:19:52: Er muß sein Verhältnis von wieder aktiver und wieder kontemplativer von aktiven Leben in der Außenwelt und dem, was ihm wirklich wertvoll ist.

00:20:01: Da muss ein neues Maß finden!

00:20:03: Das ist nicht damit getan, dass er an der Griechenland fährt.

00:20:06: Ich sage da kann es sein das er dann von Regen in die Traufe kommt und dass das überall gar nichts mit einem Ortswechsel zu tun hat.

00:20:14: In der Antike hieß es der Weises überl zu Hause also der hat überall sein.

00:20:19: Klar weil das liegt gar nicht daran wo du ihn hinstellst in welche Umstände auch sondern es hat damit zu tun wie das Wetter seinen Verhältnis sich selbst gestaltet.

00:20:29: Und hier muss er lernen, nicht das Wertvolle seiner Lebenszeit hinzuopfen für etwas was doch im Wert der Zweifelhaft ist äußere Güter.

00:20:40: Sondern er muss es umgekehrt machen und diese äußeren Güter nutzen.

00:20:45: Er braucht sie vielleicht aber auch natürlich zum Teil nutzend um das Leben die Gegenwart des Sein aufzuwerten und darin sein Sinn zu finden.

00:20:54: denn Unter diesem Sinn mangel leidet, wenn man nach materiellen Gütern empfindet.

00:21:00: Man findet sein Leben als plötzlich nicht mehr als wertvoll Wüns, nur noch im Konsum geht.

00:21:04: Im Konsum wären wir nicht glücklich da finden wir keine Erfüllung, da finden mir nur Entfremdungen weglaufen von sich selbst.

00:21:12: aber die Insel ist völlig recht... Es wäre eine Flucht, und manchmal ist so der Mensch.

00:21:18: Er spürt einen Unbehagen, er spürte Entfremdung... Ich hatte das mit ein paar Freundinnen, die haben dann immer, wenn die Beziehungen nicht stimmen, die hat mir angefangen, die Wohnungseinrichtung um zu ändern oder den Zimmer zu vertauschen!

00:21:32: So eine Übersprungshandlung, dass man da versucht.

00:21:35: Eigentlich stößt du mal.

00:21:36: Das ist das Gefühl

00:21:37: gehabt durch.

00:21:39: Jetzt gab es die Probleme lang ganz woanders und oder... Manche Menschen denken ich muss nur die Stadt wechseln!

00:21:46: Ich muss nur den Job wechselen!

00:21:47: Muss nur dem Partner wechselnd!

00:21:49: Und dann fällt das Glück vom Himmel wo sie eigentlich ran müssen, in ihnen selbst liegt.

00:21:56: Und das ist auch häufig in der Antike bemerkt worden – nicht die anderen sind schuld und es liegt alles in unserer Hand!

00:22:04: Wir haben alles was wichtig ist und wesentlich für uns und auch für die Selbstfindung dass es tatsächlich etwas was wir mit uns selbst ausmachen müssen.

00:22:13: mehr unser Verhältnis zu uns selbst, unser Seelenleben muss in Ordnung kommen dann kommt der Rest auch in Ordnungen.

00:22:19: da werde ich ja auch im Außen erfolgreich sein werde auch das aus mir verwirklichen, auch in der Außenwelt und auch im Business.

00:22:27: Dann werde ich es viel erfolgreicher durchziehen als wenn ich entfremdet mit einer Maske durch die Welt

00:22:34: gehe.".

00:22:34: getrieben und da fehlt die innere Kraftquelle das eigentliche sein, dass was man wirklich ist.

00:22:45: Wenn man darin sich befindet, es ist mal eine Ruhe, die Kraft gibt aber auch eine unglaubliche Energiequelle wenn man so das Gefühl hat.

00:22:51: ich tu genau das was ich tun will.

00:22:54: Kommen wir mal zur zweiten Strophe weil ich finde da wird trotzdem noch einmal eine spannende Grundfrage besprochen, angesprochen und zwar wofür arbeiten wir eigentlich.

00:23:04: Letztlich ist das natürlich auch wieder ein Thema Konsum und so.

00:23:06: aber ich steig erst mal ein wenn ihr mal ins Postkastel schau wird mir im Magenflau mein Leben kostet mehr als sie verdienen.

00:23:14: meine ganze Energie geht drauf für Sachen die ich gar nicht brauche für Sachen ohne die ich sicher glücklicher bin also Postkastel, wenn ihr mal den Briefkasten schaut.

00:23:23: Das kennt ja auch jeder ist flatternd ständig irgendwelche Rechnungen rein Auto Reparaturen Waschmaschinen kaputte Wasch Maschinen irgendwelchen Sanierungen von mit denen man nicht gerechnet hat.

00:23:37: Versicherungen und Abonnements sind für mich so ein ganz typisches Beispiel dafür Für diese Grundlast die man irgendwie erledigen muss, wo man aber nicht das Gefühl hat okay.

00:23:47: Das ist wirklich das was ich brauche sondern es ist das was halt irgendwie so durchläuft und das kann einem schon eben zu einer Grundfrage stellen.

00:23:56: also habe ich mich verstrickt in Abhängigkeiten oder habe ich zu viele Versicherungen unterschrieben und die führen dazu dass sich das Gesamtsystem am Laufen hält für Sachen, die ich eben eigentlich überhaupt nicht will und auch gefühlt auch nicht brauche.

00:24:12: Und dieses Gefühl oder diese Strophe hat mich wirklich immer wieder sehr stark angesprochen weil ich das eben auch gut kenne dass man so denkt im Januar wenn die Versicherungsrechnungen alle rein flattern brauche ich wirklich diese Berufsunfähigkeitsversicherung Lebensversicherungen Hausratsversicherung und sowas alles das wo man sagen kann, ja bisher die letzten zwanzig Jahre habe ich von denen noch nie was zurückbekommen teilweise auch glücklicherweise und man jagt da oder man hechelt da den falschen Sachen hinterher.

00:24:43: Also mir hat es damals als ich so versucht hab mein Leben umzustellen wirklich sehr gut getan als ich mal das Gefühl hatte also mal richtig durch zu lüften und mal alles an Verpflichtungen abzuwerfen, eben Abonnements, Mitgliedschaften in irgendwelchen Vereinen oder Netzwerken.

00:25:00: Und das hat eigentlich hinterher keinen Unterschied gemacht.

00:25:02: also ich habe bisher sechs oder fünf Jahre später jetzt nicht gemerkt dass mir irgendwas fehlen würde.

00:25:07: und das sind ja alle Sachen die man trotzdem auch mit abarbeiten muss.

00:25:10: Ja beschreibt ihr hier einen Menschen oder sich selbst der Sicht ... sehr stark an die Welt gebunden hat.

00:25:16: Er arbeitet da viel, schafft immer so... Die Entfremdung geht man nicht ohne bestimmte Motive rein.

00:25:23: und das ist ich will das erreichen, ich will es haben Ich will so und so viel Geld verdienen.

00:25:27: Das heißt er bindet sich ein Welt.

00:25:29: Alle diese Bindungen sind mit Leid verbunden Und dies leid äußert sich vor allen Dingen in Sorge und Angst.

00:25:34: Da wird was weggenommen, da wird etwas gefährdet.

00:25:37: Kann ich mir das alles noch leisten oder kommt da jetzt so einen Steuerbescheid?

00:25:42: desto stärker du dich an weltliche Güter bindest, desto wichtiger.

00:25:46: Also sie nimmst, destoh mehr läufst du Gefahr, Sorgen, Ängste zu entwickeln und das ist so.

00:25:54: mehr du davon zurücknimmst, desto weniger du dich an diese Welt bindest.

00:25:59: Desto gleichgültiger bist du von dem was da jetzt im Postfach liegt weil deine Seele wird dadurch nicht angegriffen, deine Identität nicht, deiner Authentizität dann auch nichts.

00:26:10: Wenn äußere Dinge verändern sich das vielleicht nicht mehr.

00:26:13: so viel Geld kann es ja vielleicht mit den Urlaub noch.

00:26:15: Aber ich bin bei mir in meiner Mitte Und dann hast du auch weniger Ängste.

00:26:20: Ich kenne das auch, ich kenne es in der Entwicklung meines Lebens wie im Degter tatsächlich manchmal damit bosterlich Heute brauche sich schon gar nicht mehr so aufzumachen, seit wenn da Finanzamt drauf steht oder sonst was und kann die da tagelang liegen lassen – totale Ruhe.

00:26:36: Das war früher ganz anders, sobald er so anschreiben kann, dass könnte eine Rechnung sein oder könnte irgendeine Forderung sein Da war ich sofort da!

00:26:43: Ich war vielmehr an die Welt gebunden oder einen ganz anderen, bin ich da gar nicht mehr empfindlich.

00:26:53: Aber kennst du trotzdem auch dieses Grundgefühl?

00:26:56: Dass du Sachen für Sachen arbeitest die du eigentlich nicht brauchst aber die die trotzdem die Welt von dir fordert.

00:27:02: also seien es eben so diese grundlegenden Versicherungen oder Themen die vielleicht deine Tochter möchte ... die du eigentlich nicht für notwendig hältst, aber ihr dann trotzdem bieten möchtest.

00:27:12: Also ich spreche jetzt auch von meinen Söhnen und so... Das kennste doch, obwohl du philosophisch bist auch oder?

00:27:16: Ja

00:27:17: ja, das ist jetzt die zweite Sache!

00:27:18: Ich habe jetzt nur mal erklärt warum er da mit dem Postkasten Schwierigkeiten hat.

00:27:24: Die Schlussfolgerung ist heraus, man lernt sich nicht mehr so sehr an die Welt zu binden, die Dinge nicht mehr zu werden sondern dass was wichtig ist in den Fokus zu nehmen.

00:27:33: Und dann wird man genügsam.

00:27:35: Man merkt man braucht gar nicht so ein großes Auto ein großes Haus, so eine große Wohnung für die man viel zu viel arbeiten muss und viel zu viele Lebenszeit verlieren.

00:27:45: Also man wird dann genügsamer!

00:27:47: Was ist denn wirklich wichtig?

00:27:49: Wirklich wichtig bin das ich Zeit für mich habe, für meine Hobbys habe... ...für meine Freunde, für Meine Familie.

00:27:57: und dann verändert sich der ganze Wertekosmos also Schmuck oder Dinge die teuer sind eigentlich plötzlich sind wertlos So gerade das ging auf den Markt von Athen, so viele Dinge die ich überhaupt nicht brauche.

00:28:12: Die mir gar nichts geben.

00:28:13: zu dieser Erkenntnis kommt man dann und dann fängt man natürlich an.

00:28:19: Man sieht dann, wie die anderen sich dafür abrackern für Dinge, die man für einen selbst eigentlich ziemlich wertlos geworden sind.

00:28:26: Und dann verändert sich das ganze.

00:28:29: Lebenshaltung heißt ja nicht so dass man jetzt plötzlich seinen ganzen Besitz wegverschenkt oder seinen Job aufgibt muss damit gar nichts.

00:28:36: es geht nur um das richtige Maß.

00:28:38: man verändert sich und sagt okay weniger ist auch gut.

00:28:41: dafür habe ich mehr Zeit mehr Zeit für mich.

00:28:44: Und das sieht man, beobachtet man natürlich bei den anderen.

00:28:47: Man sieht wie die Welt unglaublich sich krank arbeitet für Dinge deren Wert doch höchst zweifelhaft ist meistens äußere Güte und sie vernachlässigen die Inneren.

00:28:57: Das sieht man dann auch.

00:28:58: Sie sind in sich entfremdet, sie finden keine guten zwischenmenschlichen Beziehungen weil sie auch gar nicht die Zeit oder Ruhe haben.

00:29:07: Weil sie auch sich selbst gar nicht gefunden haben, sie hatten gar keine Zeit dazu.

00:29:11: Und weil sie sich nicht gefunden haben, geben Sie nicht sich.

00:29:14: Im Zwischenmenschlichen Verhältnissen zeigen nicht sich sondern geben da eine Maske ab und dann kommt Maske auf Maske und dann stimmen schon die Menschen zwischen menschlichen Beziehungen nicht.

00:29:24: Die Partnerschaften gehen auseinander.

00:29:27: Ein richtig dauerhafte, gute Partnerschaft beruht darauf, dass hier selbst zu einem neuen Selbst ohne Maske aufstößt und sich gern hat.

00:29:36: Und dazu muss man dahin erstmal kommen.

00:29:39: aber ein fremdeter Mensch der sich keine Zeit für sich selbst nimmt, der sich nicht erforscht, der nicht wird was er ist Der wird auch nicht sich so geben können und der wird auch kein Menschen finden, der so wie er wirklich ist den gerne hat.

00:29:52: Und dann klämmer man sich an Masken und dann kommt alles durcheinander und man findet nicht weder sich selbst noch den richtigen Partner noch gute zwischenmenschliche Beziehungen, noch einen guten Rhythmus?

00:30:04: Ja ich finde für mich ist das die Grundfrage wofür verwenden wir unser Leben?

00:30:08: oder wofur verwenden mir unsere Lebenszeit?

00:30:11: Da würde ich sagen, seit ich so gemerkt habe wie kurz das Leben sein kann, dass es ein kurzer Trip ist, schaue ich da auch kritischer drauf.

00:30:19: Wie viel davon möchte ich jetzt ausschließlich für Arbeit verwenden?

00:30:22: Ich arbeite auch gerne und ich habe auch gemerkt mir fehlt was wenn ich nicht im Team unterwegs bin.

00:30:27: aber es darf halt nicht ausschliesslich das sein und es darf nicht übersteiger diese Identifikation mit dem Job oder mit dem Status mit Geld sein sondern Das sollte man, glaube ich kritisch hinterfragen und das tut der Peter Cornelius ja hier.

00:30:39: Dass man überlegt wie wichtig ist mir beispielsweise der Faktor Freiheit?

00:30:44: Also wie gelingt es mir dass ich mir einen hohen Freiheitsgrad bewahre bei allem was so die Welt außen von mir möchte, dass ich trotzdem noch selbst bestimmt bin und nicht nur wie eine Marionette von Zinszahlung zu Versicherungszahlung zur Leasingrate-Heckel Sondern wie bleibe ich da der selbstbestimmte Mensch, der letztlich dann auch seine Insel, das heißt in Griechenland oder eben im Vorort von München findet?

00:31:16: Ja und er nennt es ja hier auch.

00:31:18: Es geht ja nicht nur um Selbstfindung, um der Selbstfindungen Willen werde, der du bist, sondern er sagte Ich wäre wahrscheinlich mit weniger glücklicher!

00:31:27: Es geht um Glück.

00:31:28: Es gehen um Glücksfragen.

00:31:29: Finde ich das nun im Außen... in Rom ansehen Besitz oder finde ich es eher in einem ausgeglichenen guten Seelenhaus, in einem geordneten Seelengarten.

00:31:40: Das erkennt der hier und das ist eine Frage des Glücks.

00:31:43: natürlich Entfremdung ist.

00:31:45: Leid Ich bin nicht glücklich wer leidet ist nicht glücklich.

00:31:49: also dass ist sehr deutlich zu sehen.

00:31:53: Ich mir fiel jetzt auch, als du das sagtest, das chinesische Zitat ein.

00:31:59: Also davon ist die Rede, dass man das Wichtige verbraucht für Unwichtiges.

00:32:05: So schön ausgedrückt.

00:32:06: Ich habe es nicht mehr genau auf der Zunge so leint aber sie gebrauchen das Wichtige für Unwendiges anstatt das Umgekehr zu machen und das Unwichtige, die Arbeit oder das Geld verdienen zum Bauch.

00:32:18: als Mittel zum Zweck, mein Leben zu leben und zu gestalten.

00:32:22: Ja aber das ist ja auch das gleiche letztlich was du vorhin mit diesem super Zitat gesagt hast.

00:32:26: wenn du mit einer Perle nach... wie sagst du noch mal?

00:32:28: Nach Spatzen schieße oder so?

00:32:30: Nichts

00:32:30: gegen Spatze!

00:32:32: Ich bin Spatz ein super Vögel, aber naja wie auch immer.

00:32:35: Was ich noch einen wichtigen Punkt finde abschließend Vielleicht ist ja diese Insel, von der er spricht für die er offensichtlich sich reif fühlt.

00:32:43: Vielleicht ist es auch einfach die innere Burg, dass man seine inneren Burg findet und sich dahin zurückziehen kann.

00:32:51: und diese heitere Gelassenheit, die man letztlich überall kultivieren kann oder für sich verwirklichen kann – das muss eigentlich das Ziel sein!

00:33:00: Theoretisch auch kostenlos.

00:33:02: Ja, die Innerburg steht für den Wesens gern zu sich kommen in seine Mitte kommen so ist es da ist man noch unangreifbar dann gibt sie immer keine Ehrsorge und Ängste.

00:33:12: denn da selbst wenn ich da irgendwie durch ein Schreiben Geld verliere dann weiß man diese inner Burg wird dadurch in keinster Weise beeinträchtigt.

00:33:24: Und dann kann man es eben so sein lassen, da entwickelt man noch keine Sorgen längst sicher.

00:33:28: Es geht da um den in dem Wesenskerne in allen Weisheitsleeren der Antike auch immer wieder thematisiert wird das selbst im Abgrenzung vom Ich von einem weltverfallenen Ego oder häufig wurde dass dieser tiefste Kern in einem das eigentliche wesentliche Das Gute Menschen wenn man so will wurde dann auch.

00:33:50: das ist das göttliche oder auch Ja, das Immateelle und viele viele so.

00:33:57: Du musst dich entscheiden.

00:33:58: willst du, willst du dich eher an materiellen Dingen erfreuen?

00:34:02: Willst du darauf dein Glück bauen oder in immateriellen?

00:34:04: Und danach achten die eben göttliche?

00:34:06: willst du eher menschliche Güte oder göttlische Güter sind dann das Göttlich?

00:34:11: wenn man also quasi all diese Dinge, die sich nicht fassen lassen.

00:34:15: Vielleicht aber auch in Abgrenzung von denen, die meisten Menschen streben eben durchaus nach äußeren Güter und für diese sind die Äußeren Güter die wichtigen.

00:34:24: Das verkennt aber... Denkt an Sokrates auf dem Marktplatz.

00:34:28: Er wurde auch kaum gehört.

00:34:29: dann, also er hatte ein paar Jünger.

00:34:31: aber die meisten sind auf den Marktplatz geblieben und haben weiter die Dinge getauscht und ihr Vermögen vergrößert und ihre Seelen und das ist der Punkt den Sokates in Jahr vorwirft, ihre Seele und die ihrer Kinder vernachlässigt haben.

00:34:46: Und wenn du das lange tust, entsteht genau das was ihnen hier zu einem Lied veranlasst hat.

00:34:52: Das fühlt sich alles gar nicht mehr gut an, wofür lebe ich eigentlich?

00:34:56: oder ich möchte weg.

00:34:58: Ich möchte auf eine Insel.

00:34:59: irgendwas stimmt nicht in

00:35:01: Fremdung.".

00:35:01: Albert, ich würde sagen wir haben es weitgehend mehr zumindest mal diskutiert.

00:35:08: Ich würde sagen, ich bin Dreiführerin Cappuccino!

00:35:12: Ich sage herzlichen Dank an Peter Cornelius für Diesen Text aber auch für seine anderen Songs, ich sag nur Caller Fatti und Du Entschuldige Icandi.

00:35:20: Also er hat es offensichtlich drauf so aus dem Leben Texte zu schreiben die so ausm Leben gegriffen sind.

00:35:25: also insofern haben wir heute mal da aus dem leben gegriff.

00:35:29: Danke dir für deine Interpretation, danke euch auch.

00:35:32: Ihr habt schon ein paar Songs eingereicht die wir in dieser Serie noch behandeln werden.

00:35:37: Ein paar spannende Sachen dabei.

00:35:39: wenn ihr noch was habt was euch wichtig ist was da auch noch besprochen werden soll dann immerher damit.

00:35:44: und ja wir schreiten jetzt zu deiner Kaffeemaschine.

00:35:47: Machen wir!

00:35:48: Danke

00:35:48: euch

00:35:49: bis dann tschö tschau

00:35:51: tschüss Und ja, lieb

00:36:08: halt!

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